Weihnachtsgeschenk der EZB: 500 Milliarden für die Banken

Wie bereits in unserem Artikel „Gipfel-Ergebnis: Geld drucken ist jetzt „legitim“ angekündigt, schüttete die Europäische Zentralbank (EZB) heute ihr großzügiges Füllhorn über die Banken aus: Knapp 500 Milliarden Euro, eine halbe Billion mit „B“, bekamen die Banken Europas fast geschenkt.

Zu jährlich 1% Zinsen konnten die Banken so viel Kapital abrufen, wie sie wollten. Zwar mussten sie dafür Sicherheiten hinterlegen, doch durften dafür auch alle Arten von regelrechten Schrottpapieren verwendet werden, die ohnedies niemand haben will. 523 Banken nahmen das Angebot gern an und sogen sich mit 489,2 Milliarden Euro voll. Das überstieg den erwarteten „Finanzbedarf“ der „Geld-Institute“ von 250 Milliarden beträchtlich.

 

Dax und Euro stiegen als Reaktion darauf sofort, kamen aber später wieder auf das vorherige Niveau zurück. Der Bankensektor jubelte über die Geldschwemme ohne Limit kurz vor dem Gabenfest – wie auch nicht? Die EZB hatte allüberall für strahlende Bankergesicher gesorgt.

Von außen gesehen sieht das allerdings ganz anders aus, denn diese Fragen sind wichtig: Wozu brauchen den Banken eine halbe Billion Euro? Wer garantiert, dass sie damit, wie vorgesehen, Staatsanleihen kaufen? Und noch wichtiger: Diese Riesensumme zeigt, dass der Interbanken-Markt nicht funktioniert! Und am allerwichtigsten: Wer sorgt jetzt dafür, dass jetzt tatsächlich Geld in die Wirtschaft fließt und nicht in den Tresoren der strahlenden Bankdirektoren gebunkert bleibt?

Man wird abwarten müssen wie „die Märkte“ auf diese Maßnahme reagieren, ob Inflationsbefürchtungen neue Nahrung bekommen. Grundsätzlich aber ist dieses uferlose Weihnachtsgeld für die Zockerhäuser Europas eher eine schlechte als eine gute Nachricht!

*Lesen Sie dazu auch:
Euro-Krise? Lächerlich!

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2 Kommentare zu “Weihnachtsgeschenk der EZB: 500 Milliarden für die Banken

  1. WsdV-Blog sagt:

    Nun ja, ein Schiff kann nur begrenzt Ladung aufnehmen, irgendwann, wenn es zu viel ist beginnt es zu sinken. Und was sie damit erreichen wollen, wird wohl die NWO sein, zuerst die Vereinigten Staaten von Europa und dann wird man über Jahre oder Jahrzehnte das NWO Programm umsetzen können.

    Mann muss sich nur mal anschauen, wie kontinuierlich sie die Dinge vorangetrieben haben, allerdings über einen für uns unvorstellbaren Zeitraum, sie denken nicht in Jahre oder Jahrzehnte.

    Keine Ahnung, wer dort alles mitwerkelt, aber vorstellbar wäre es auch das die Kirchen(Religionen) ein starkes Interesse an diesen NWO-Programm haben.

    Dieses unendliche Geldpumpen, wird nur uns schaden, uns weiter ausbluten, die Wenigen werden davon profitieren. Sie sind an Kriege interessiert und an Angst, weil sie so ihre Vorstellungen leichter umsetzen können.

  2. […] worden. Die Wahrheit sieht ganz anders aus: Als Europa im Dezember kurz vor dem Kollaps stand, überschüttete die EZB die Banken mit 500 Milliarden Billig-Kredit (1%). Weil das nicht reichte, kamen Anfang des Jahres noch einmal 500 Milliarden hinzu. Eine Billion […]

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