Der neue spanische Wirtschaftsminister kommt von Lehman Brothers

Luis de Guindos, der ehemalige Lehman-Brothers-Chef für Spanien und Portugal, ist vom neuen spanischen Regierungschef zum Wirtschaftsminister (nicht Finanzminister, wie anderswo fälschlich berichtet wird) erklärt worden. Nach dem ehemaligen Zentralbank-Chef Papademos in Griechenland und dem Goldman-Sachs-Mann Mario Monti in Italien ist Luis de Guindos nun der dritte Investmentbanker, der eine tragende Rolle bei der „Rettung Europas“ spielen soll.


Luis de Guindos soll Spanien aus der Wirtschaftskrise führen.

De Guindos ist, wie alle anderen neuen Minister Spaniens, ein langjähriger Vertrauter des Regierungschefs Mariano Rajoy (Partido Popular). Die meisten von ihnen arbeiten länger als 20 Jahre mit der konservativen Nummer eins zusammen. Eine Regierung von „Amigos“: Luis de Guindos hatte Rajoy sogar „Wirtschaft beigebracht“, wie der Regierungschef einmal versichert hatte, und damals schon im Team von José María Aznar mitgearbeitet.
Mariano Rajoy hat ausschliesslich Minister berufen, mit denen er schon seit Jahrzehnten zusammen arbeitet. Darunter nur vier Frauen.

Nun also auch in Spanien: Hilflose und alarmierte Politiker legen das Geschick des Landes in die Hände von Investmentbankern, von Ex-Zockern, die das bestehende System stabilisieren sollen, weil sie sich gar kein anderes vorstellen können und wollen. Gerade die „guten Beziehungen zu London und New York“ wurden in Madrid für die Berufung des Ex-Lehman-Bankers genannt, der zudem noch in mehreren nationalen Energie- und Kommunikationsunternehmen in der Lobby sitzt.

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10 Kommentare zu “Der neue spanische Wirtschaftsminister kommt von Lehman Brothers

  1. donfurioso sagt:

    Gut zu wissen, dass die Geschicke Europas in kompetenten Haenden liegen. Lehman – hier wird der Bock zum Gaertner gemacht. Weiter so!

  2. krass dass man nichts gegen so viel inkompetenz und unfähigkeit tun kann…….
    es ist ja nicht so dass es nicht offensichtlich wär…
    wtf?!? hilfe??

    • uhupardo sagt:

      Es gibt vielleicht einen einzigen Aspekt, den man bei solchen Entscheidungen positiv hervor heben könnte, wenn man will: Erst wenn es derart offensichtlich wird, was gerade passiert, werden möglicherweise auch Tante Elli und Onkel Willi beginnen, daran zu zweifeln, dass das gegenwärtige System Bestand haben kann und gedankliche Mauern einreissen.

  3. sollte normalerweise so sein. geb ich dir recht.
    aber die meisten kriegens ja auch nicht wirklich mit. seis weils ihnen scheiss egal ist oder sie sehens einfach nicht. klar fällt es den intelligenten auf …. muss.
    irgend was läuft da gewaltig schief. gott sei dank ist ja jetzt ein lehman powerranger da.
    hoffnung für die menschheit…..

  4. […] (Länder) Spaniens müssten in diesem Jahr auf1,5 Prozent Defizit reduziert werden, versichert Wirtschaftsminister Luis de Guindos, und Spanien müsse das Ziel von 3% Defizit in 2013 um jeden Preis einhalten. Bewerten: Share […]

  5. […] Wirtschaftsminister Luis de Guindos – der Mann, der an dem Tag bei Lehman Brothers für Spanien und Portugal verantortlich war, als die US-Bank zusammen brach -, ist davon […]

  6. […] ausgerechnet des spanischen Wirtschaftsministers Luis de Guindos – wohlgemerkt früher Chief Executive Officer von Lehman Brothers in Spanien und Portugal -, man müsse jetzt etwas gegen die “Irrationalität” und die […]

  7. […] und Schäuble in Deutschland sowie der spanische Wirtschaftsminister De Guindos feierten die Zypern-”Rettung”. Merkel ist sicher, “so muss das sein” und De […]

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