Nach der Spanair-Pleite kreisen die Geier

 

Bevor wir Ihnen die kurze aktuelle Information geben, sagen wir Ihnen, wie man sie am besten lesen sollte: Wenn man in Spanien Politiker auf einen gut dotierten Posten abschieben will – oder einfach jemandem einen „verdienten Lobby-Job“ zuschanzen muss, bietet sich(natürlich) Brüssel an, vor allem anderen aber der nationale Kommunikationsriese Telefónica und die nationale Airline Iberia.

Nun zur Meldung, machen Sie sich selbst Ihren Reim darauf:

Nach der allzu plötzlichen Pleite von Spanair, die knapp 4.000 Arbeitsplätze gekostet hat und 22.000 Fluggäste am Boden liess, wird nun der frei gewordene Luftverkehrs-Kuchen verteilt. Der ist nicht unerheblich: Spanair hatte im vergangenen Jahr in Barcelona 4,3 Millionen Passagiere bewegt und in Madrid 2,8 Millionen.

Das grösste Kuchenstück schnappt sich die Airline „Vueling“ (span. „volar“ = fliegen; engl verballhornt) , die ihre Kapazitäten in Barcelona sofort um 50 Prozent erhöhen wird. Wie man das so schnell macht, wo man so plötzlich die ganzen Maschinen her bekommt, kann man sich fragen – muss man nicht. Zumindest ist man so freundlich, „vorrangig ehemals Spanair-Personal einzustellen“. Muss ja nicht heissen, dass diese Arbeiter und Angestellten auch dieselben Konditionen und Arbeitsbedingungen bekommen.

Das grösste Aktienpaket von „Vueling“ ist im Besitz von Iberia. Der Aktienkurs von „Vueling“ stieg am Montag um satte 25 Prozent.

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