Der Tag nach dem Crash – Teil 4: „The next Superstar“

 

Mein Haus, mein Ferrari, meine Yacht … und was kommt danach? – Der Guru „Wachstum“ hat ausgedient. Ungebremstes Wachstum bedeutet Krebs, nicht nur bei den Körperzellen. Immer mehr „Haben“ anzuhäufen, kann also keine Maxime sein für die zukünftige Gesellschaft der Menschen. Wenn das aber so ist, durch welche attraktive Alternative ersetzt man das „Bewussthaben“ am besten? Was ist sinnvoll, erstrebenswert und könnte ausserdem von den Menschen auch gern angenommen werden? Wie sieht der beneidete „reiche Mann“ oder die „reiche Frau“ von morgen aus? Hier kommt ein Vorschlag …

Dieser Vorschlag geht von der Prämisse aus, dass man Menschen keine neuen gesellschaftlichen Ziele mit Gewalt überstülpen kann, die sie dann freudig vertreten sollen. Man wird also ein Konzept vorschlagen müssen, das „demokratische Erfolgschancen“ einerseits besitzt und ausserdem gesellschaftlich nützlich ist. Doch was kann das sein?

Die derzeitige Krise bringt viele schlimme Entwicklungen mit sich, aber nicht ausschliesslich Negatives. Mehr und mehr Menschen beginnen zu begreifen, dass mehr und mehr „Haben“ nicht das Ziel sein kann. Die Ressourcen werden gnadenlos ausgebeutet, die Umwelt geht zugrunde, der“Wachstums-Guru“ als moderner Religionsstifter über der Tür sorgt dafür, dass die Menschheit immer mehr auf den Abgrund zusteuert. Das muss man inzwischen dankenswerterweise kaum noch erklären, es wird mehr und mehr zum Allgemeingut.
Unbegrenztes Wachstum im menschlichen Körper zerstört den Organismus.

Doch wenn es morgen eben nicht mehr gesellschaftliches Ansehen und allgemeine Wertschätzung bedeuten kann und darf, das grössere Haus, das dickere Auto und das fetteste Bankkonto zu haben, wo ist dann der Ersatz? Menschen wollen und brauchen Anerkennung von aussen, sie wollen besser werden und suchen immer die nächste Herausforderung. Wenn „Haben“ und „Wachstum“ ganz offensichtlich Ziele von gestern sind, wie kann dann das Ziel von morgen aussehen? Woraus beziehen wir alle zukünftig die Anerkennung? Wo soll dann die persönliche Herausforderung liegen?

Vielleicht darin, ein modernes Defizit auszugleichen. Das sieht in etwa so aus: Unsere Gesellschaft hat sich immer mehr in ein Konglomerat von Dilettanten verwandelt. Gemeint sind zwei verschiedene Formen von Dilettantismus. Einerseits findet man dieses Phänomen zum Beispiel bei Politikern. Ein Wirtschaftsminister, bei dem man schon nicht wusste, worin seine Wirtschaftskompetenz liegen sollte, wird plötzlich zum Verteidigungsminister – und jetzt kann man sich seine fehlende Kompetenz nur noch damit schön reden, dass er in seinem vorigen Job auch keine besondere Qualifikation aufwies. Oder viele Abgeordnete, die über Milliardenbeträge an Steuergeldern entscheiden und vor laufenden Kameras und eingeschalteten Mikrofonen eingestehen müssen, dass sie im Prinzip gar keine Ahnung haben, worum es wirklich geht. Solche Beispiel gäbe es noch viele: Dilettanten, die Dinge entscheiden, von denen sie letztlich nichts verstehen.
Inzwischen gibt es beinahe ein gefühltes Grundrecht auf Dilettantismus.

Nun zu der anderen Form von Dilettantismus: Dieser Planet ist gerade in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr zu einer riesigen Ansammlung von Spezialisten geworden. Weil das Wissensvolumen so sehr zugenommen hat, glaubte man, es in viele kleine Teile aufsplitten und für jede Facette gut ausgebildete Spezialisten produzieren zu müssen. Diese Menschen werden in ihrem Bereich mit einer enormen Informationsflut zugeschüttet, die sie zu sortieren haben, um daraus die notwendigen Erkenntnisse und Kenntnisse für ihr Fachgebiet zu ziehen. Am Ende werden sie, wenn es gut läuft zu eben das: Gute Spezialisten, Experten, die zu einem bestimmten Themenkreis qualifizierte Meinungen abgeben können. Nicht selten werden sie dabei zu „Fach-Idioten“, die sich schon deswegen freiwillig komplett auf ihre Materie beschränken (müssen), weil  sie wahrlich genug zu tun haben, in ihrem Spezialfach ständig auf dem Laufenden zu bleiben. Dilettanten einmal anders.

Das Ergebnis der Kombination dieser beiden Formen von Dilettantismus ist dann zum Beispiel, dass die Experten-Dilettanten in vielen Themen die Politiker-Dilettanten beraten (sollen) – und dabei trotzdem Entscheidungen heraus kommen, die erstens nicht zielführend sind, wie jeden Tag zu konstatieren ist, während das Volk zweitens kopfschüttelnd als Medienkonsument daneben sitzt und die Welt nicht mehr versteht – die Einzelheiten des Themas sowieso nicht. So recht scheint dieses System offensichtlich nicht zu funktionieren.

Daraus resultiert nun der Vorschlag, was materielles Wachstum und „mehr Haben“ in Zukunft ersetzen und  für gesellschaftliche Anerkennung und ständige Herausforderung sorgen könnte: Wissen … aber eben anders!

 

Konkurrenz um den roten Faden, Herausforderung bezüglich des Grades der Verknüpfung von Wissen, bezüglich der gesellschaftlichen Ergebnisse – darum könnte es gehen in Zukunft: um den Zusammenhang im Räderwerk der Einzelteile. Wenn wir schon in den Schulen aufhören, unsere Kinder mit Tonnen von abfragbarem „Wissen“ zuzuschütten, das sie später nie mehr brauchen – und statt dessen wirkliche Bildung vermitteln, die darauf ausgerichtet ist, dringend erforderliche Informationsselektion zu erlernen und den Gesamtüberblick zu behalten, wäre das schon der halbe Weg.

Wenn dies das definierte Schulziel ist und die daraus resultierenden Erwachsenen sogar Freude daran haben, ihren Weg später konsequent so weiter zu gehen, ganz egal, in welchem Beruf sie tätig werden, würde dieses „ganzheitliche Halbwissen“, so glaube ich, bald „Mode“ und gesellschaftsfähig. Menschen, die in keinem Bereich singuläre Sach-Verständige sind, dafür aber in so vielen Bereichen Grundwissen erarbeitet haben, dass sie „Oberbegriffe“ nicht aus den Augen verlieren und Expertenwissen einzuordnen und vor allem zu verknüpfen in der Lage sind, könnten morgen die geachteten „Stars“der Gesellschaft werden – statt Ferrari, Yacht und Aktiendepot.

 

Geachtet und bewundert wäre dann derjenige – selbst wenn das jetzt etwas pathetisch verzopft klingen mag -, der auf der Basis ethisch-moralischer Grundwerte viele verschiedene Experten-Informationen zu einem gesellschaftlichen grossen Ganzen „zusammendenken“ kann, ohne sich von irgend welchen „Spezialisten“ von seinem Weg abbringen lassen zu müssen. Wohlgemerkt nicht als neue Ober-Autorität, der dann Folge zu leisten wäre sondern schlicht als persönliche Herausforderung an einen selbst. Gesucht würde dann nicht „The next Top Model“ sondern der “Superstar“, der den besten Überblick beweist, zuhören, einordnen und ganzheitlich antworten kann.

Niemandem wäre geschadet worden, allen wäre geholfen – nur eine Vision vielleicht?!

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14 Kommentare zu “Der Tag nach dem Crash – Teil 4: „The next Superstar“

  1. almabu sagt:

    Ja, das wäre theoretisch ein Lösungsweg! Dagegen spricht die Interessenlage der gegenwärtigen Entscheider, die lieber „leicht handbare Idioten“ als aufgeklärte, mündige Bürger (aus-)bilden wollen. Mit dem Anstieg der künstlichen Intelligenz in der Produktion geht ein Abbau der Qualifikation der Belegschaft einher. Viele Dinge, die früher qualifizierte Facharbeiter benötigten, könnten heute beinahe von dressierten Schimpansen bedient werden. Das macht den Bediener austauschbarer, entbehrlicher und last not least, billiger!
    Deshalb: Deinen wünschenswerten Ansatz bildungsmäßig zu verfolgen benötigte Zeit, sagen wir mal zwanzig Jahre(?), und zuvor den Willen der Entscheider, das Steuer in diese Richtung umzulegen. Intelligente, mündige und souveräne Bürger sind aber nicht bequem und leicht manipulierbar. Deshalb setzte diese Idee eigentlich eine Revolution voraus, finde ich zumindest?

    • uhupardo sagt:

      Selbstverständlich braucht es eine Revolution: Zunächst vor allem die in den selbstbestimmten Köpfen, die einen solchen Vorschlag unterstützen und ihn vehement einfordern. Der „Wille der Entscheider“ lässt sich nur durchsetzen, solange sich diese wenigen Entscheider nicht mit der grossen Masse derjenigen konfrontiert sehen, die Entscheidungen eben nicht mehr mitzutragen bereit sind.

      Der französische Adelsstand hat niemals für möglich gehalten, dass es eine Revolution geben könnte, die ihn aus Amt und würden jagt, dennoch ist es passiert. Die mexikanische Regierung hat niemals für möglich gehalten, dass ein paar Dschungel-Revolutionäre die Rechte der Indios durchsetzten könnten. Dennoch hat Subcomandante Marcos mit seiner EZLN genau das vermocht. Es gibt durchaus Beispiel dafür, dass Entscheidern das Heft aus der Hand genommen wurde.

  2. xxlkillababe sagt:

    Möge uns die höheren Mächte helfen, das was auf uns zukommt als das zu akzeptieren, was notwendig ist, um eine schönere Welt zu gestalten. Mögen wir die Kraft behalten, weiter auf unserem Weg zu gehen, mit Verantwortung für uns und die Anderen. Und mögen wir den Mut und das Durchhaltevermögen behalten, uns nicht einschüchtern zu lassen oder in die Resignation zu verfallen.

  3. kevinschubert sagt:

    Habe diesen hervorragenden Beitrag sehr interessiert gelesen! Aber leider halte ich das Ganze, global gesehen, für eine Utopie.

    Ich persönlich denke, es ist ausgeschlossen, das sich ein so nobler Gedanke in irgendeiner modernen Gesellschaft durchsetzen könnte. Das ist aus meiner Sicht ein gesellschaftliches Problem, das nicht so leicht anzupacken ist. Schließlich gibt es auch heute schon vernünftige Menschen, die sich ihrer Verantwortung der Gesellschaft und Umwelt gegenüber bewusst sind.

    Aber was macht man mit all denen, die sich keiner anderen Profilierung als dem schnöden Mammon bewusst sind? Die sich auch überhaupt nicht anders profilieren können, weil ihnen neben der kulturellen Bildung schlichtweg der nötige Intellekt fehlt? Diese Gesellschaftsschicht, die ich jetzt mal als „Neureiche“ definiere, sind meist nicht auf der Suche nach Bildung. Und da Gesellschaftsschichten leider meist unter sich bleiben, wird es nur schwerlich zu einem Austausch kommen und dem Bedürfnis, sich eine gewisse Bildung anzueignen, um sich auch in anderen Schichten profilieren zu können.

    Ein weiterer Punkt, den du völlig richtig angesprochen hast, ist unser verschwenderischer, ja sogar zerstörerischer Umgang mit unseren Ressourcen. Jeder Weltklimagipfel, jede Nachricht vom Abroden des Regenwaldes, macht mir deutlich, dass es auf der Welt viel zu viele Menschen und Entscheidungsträger gibt, die nicht an einem sinnvollen Haushalten interessiert sind. Die Profitgier und Profilierungssucht in den eigenen Reihen überbietet jegliche Vernunft. Das ist egoistisch und erbärmlich. Aber leider Realität.

    Und zu dilettantischen Politikern sprichst du mir aus der Seele. Ich finde es skandalös, wenn Politiker zwei grundsätzlich verschiedene Posten übernehmen. Um ein Beispiel zu nennen: Röslers parteipolitisch forcierter Wechsel vom Gesundheits- zum Wirtschaftsminister. Pardon, aber das macht die Politik unglaubwürdig und lässt sie in vielen Augen auch unqualifiziert erscheinen. Neben einem Politik-Studium würde ich doch von jedem Minister einfordern, ein fachbezogenes Studium absolviert zu haben.

    Um wirklich einen radikalen und gesamtgesellschaftlichen Wechsel in Sachen „Statussymbole“ zu erlangen, finde ich deinen Weg aber sehr vernünftig. Vielleicht habe ich es auch falsch interpretiert, aber eine Neuauslegung (oder wenigstens: Erweiterung) der Schulziele wäre ein wichtiger Schritt. In einem Semester medialem Studium glaube ich mehr reflektiertes und kritisches Denken erlernt zu haben, als in 13 Jahren Schule. Fächer wie Religion könnte man in höheren Stufen wunderbar durch Ethik und Philosophie ersetzen, Unterrichtsveranstaltungen zu Allgemeinwissen und Medienkompetenz wären dringend erforderlich. Und die Medien müsste man ebenso wie die elterliche Erziehung in die Verantwortung nehmen, damit tatsächlich ein anderes Weltbild und eine andere Einstellung zu Tage treten würden.

    Hoffentlich habe ich deine Gedankengänge jetzt nicht völlig falsch interpretiert. Aber zu diesem hochinteressanten und wichtigen Thema wollte ich nun auch meine Gedanken loswerden, auch wenn ich auf diesem Gebiet kein Experte, sondern gewissermaßen ein Dilettant bin ;).

    • uhupardo sagt:

      Muchas gracias! Nicht jeder macht sich die Mühe, einen Blogartikel zo ausführlich zu kommentieren. Das allein spricht für das Bewusst-Sein, das der Text anspricht – und gegen Dilettantismus. 😉 Nein, da ist gar nichts falsch interpretiert worden, ganz im Gegenteil.

      Der Grat zwischen einer „Utopie“ und einer „Vision“ ist manchmal schmal. Das wissen diejenigen am besten, die zum Beispiel den Zerfall der UdSSR oder den Fall der Mauer als „Utopie“ bezeichnet hatten. Ich halte – aus Erfahrung! – wenige Dinge für unmöglich. Geschichtsbücher sind voll von unmöglichen Dingen, die sich „historisch einmalig“ dann doch produzierten.

      Natürlich werden nicht alle Menschen in so einer Vision zu ganzheitlich halbgebildeten Denkern. So wenig wie sie heute alle zu reichen Menschen werden. Das spielt auch keine Rolle. Es geht allein um das Streben, um das anzupeilende Ziel, das (nicht ohne entsprechende Vorgaben, beginnend in der Schule) zu verändern wäre. Hemmungsloser Optimismus? Mag sein. Vielleicht aber auch nicht.

  4. Norbert sagt:

    Hallo uhupardo,

    ein schöner Gedanke. Ich denke aber da muß noch tiefer angesetzt werden. Eines der Werkzeuge der Mächtigen ist und war die Religion. (egal welche – such Dir eine aus)
    Wenn wir Menschen begreiffen, daß man uns keine Unsterblichkeit versprechen kann, weil wir diese schon lange besitzen, so wie alle Lebewesen, dann sind wir vielleicht einen kleinen Schritt weiter. Wenn wir akzeptieren, daß ein Paradies nicht mit unserem jetzigen Kadaver bewohnt wird, dann dürfen wir sogar an diesen Zustand hier auf dieser Erde hoffen.
    Schulisch sogar mit relativ einfachen Mitteln zu beweisen. Der Energiererhaltungssatz z.B. Es wird nichts mehr, es geht nichts verloren, es gibt nur Veränderung.
    Mal ganz einfach und derb beschrieben. Wenn mein Körper sich auflöst, oder das Wasser verdampft wird und die „Asche“ der Erde zurück gegeben wird, dann werden sich meine Atome wieder binden. Sie sind „unsterblich“. Wenn also z.B eines meiner Na-Atome von einer Pflanze aufgenommen wird und von der selben Pflanze ein Mg-Atom von Rothschild oder Rockefeller. Dann leben wir beide weiter. In einem Lebewesen. Diese Pflanze wird vielleicht von einem Schwein gefressen. Dieses wiederum benötigt in seinem Organismus ein Na-Atom in einer Synapse und ein Mg-Atom im Schliessmuskel. Dann leben wir wieder in einem Körper.
    Mit einem breiten Grinsen: Vielleicht gibt mein Atom irgendwann dem Rockefeller oder Rothschild Atom den Befehl: ÖFFNEN.
    Spass beiseite.
    Wenn wir uns an den Gedanken gewöhnen können unsterblich zu sein. Wer mag: ein Teil dieser Schöpfung. Dann werden wir irgendwann in einem (oder mehreren) anderen Wesen Dienst tun und leben. Wozu also mein Haus, mein Ferrari, mein…. . Da können wir doch nur hoffen, daß das andere Lebewesen anständig behandelt wird, oder? Unsere momentane Atomanhäufung lebt in der Erinnerung von anderen Menschen weiter. Das „göttliche“ könnte der (nennen wir es Energiefunke) sein der dieses Lebewesen starten läßt.
    Bis hierhin ist unsere Unsterblichkeit bewiesen. Religionen versuchen uns nun mehr zu versprechen, oder bringen uns auf den Gedanken uns unser eigenes Paradies zu schaffen. 10 Menschen = 10 verschiedene Paradiese.
    Wenn wir uns wieder als Teil dieser einen Welt verstehen, dann bekommen wir auch die Anerkennung die wir scheinbar so benötigen.
    Eine Anhäufung von Staussymbolen oder (Nobelpreis, Bundesverdienstkreuz, etc.) ist wie ein Lob oder eine Anerkennung von einem unbeliebten Menschen. Sinnlos. Nutzlos.
    Ein weiterer großer Irrtum der als Ausrede für die Anhäufung von Reichtümern dient- wir tun das nur für unsere Kinder. Schwachsinn. Mit einem großen Erbe versucht man sich die Liebe der Kinder zu erkaufen. Nichts begriffen. Die Liebe unserer Kinder haben wir schon. Wir bekommen sie geschenkt. Umsonst. Wir verlieren sie nur durch unser Verhalten – selbst dann lieben sie uns aber noch.
    Wenn wir (jeder einzelne für sich) eine Tätigkeit findet die uns Spass macht, dann bekommen wir Anerkennung. Manchmal denke ich an die Druiden die für Gesundheit zuständig waren und keine Entlohnung dafür annahmen, ausser vielleicht eine Mahlzeit. Auch aus der Überzeugung daß eine Heilung durch Gold verdorben wird. Sicher gab es auch andere. Welcher war wohl in seiner Tätigkeit glücklicher und bekam Anerkennung. An welchen Heiler erinnerte sich eine Familie die Hilfe fand wohl eher?
    So Schluß mit meinem Gefasel – ich geh wieder Maschinen reparieren. Natürlich nehme ich Geld dafür. Aber träumen darf ich doch.
    Mit freundlichem Gruß

  5. Andy sagt:

    Auch dieser Zusammenhang- denkende Mensch möchte sicher für seine Arbeit belohnt werden durch ein gutes Einkommen und dem daraus möglichen guten Leben,einem dicken Bankkonto etc.Er beobachtet und analysiert und wählt scharfsinnig aus unterschiedlichsten Bereichen des Lebens aus,erkennt Zusammenhänge und Muster(Verhalten wann und wie beim Menschen) und macht was damit?Es einsetzen zu warnen vor Gefahren?,es kommerziell nutzen“gegen“die Menschen?Letztendlich bleibt der Mensch in seinem Menschsein gefangen,fähig zu Änderung nur in der Selbstaufgabe für den nächsten.

    • uhupardo sagt:

      Was ist gegen ein „gutes Leben“ und ein „gutes Einkommen“ zu sagen, wenn es gemeinschaftsfähig definiert ist? Nirgendwo ein Widerspruch.

      • Andy sagt:

        Das ist wahr,ich wehre mich nur gegen die pauschale Ablehnung von Luxusprodukten,wie sie doch mitschwingt.Der Mensch und sein Verhalten sollte im Mittelpunkt stehen und nicht die Ablehnung teils handwerklich perfekter Produkte und Werke von Menschen(wohl aber die Umstände,unter welchen sie entstehen)Auch sollten wir uns für so wichtig nehmen,verachtenswertes Verhalten wie selbstverständlich zu ächten und gut.Nur bewundern darf man diesen „Reichtum“dann bitte auch nicht.In diesem Moment entwerten wir diese Art von Reichtum.

    • Andy sagt:

      Wenn ein erfolgreicher Unternehmer/in,Arzt oder Anwalt sich ein teures Auto,Haus oder eine Uhr etc.kauft,tut er dies in der Regel wohl nicht um damit anzugeben.Vielmehr würdigt er unter anderem damit auch die Leistung eben derjenigen anderen,die eben diese Werte geschaffen haben.Natürlich gönnt man sich auch etwas mit diesem Erwerb und ich glaube,es ist auch richtig so.Die Frage muss doch anders gestellt werden:Schauen wir hinter die Kulissen?Ist der Arzt wirklich so gut oder pfuscht er,lässt sich seine „Arbeit“zu gut bezahlen?Verkauft der Unternehmer gute Produkte oder Schott und beutet seine Miarbeiter aus?Ist der Anwalt ein Rechtsverdreher oder lehnt er auch ein lukratives Mandat ab,weil er es nicht verantworten kann?Ich glaube,in jedem Bereich des Lebens braucht es immer wieder Dich und mich die Verantwortung übernehmen für andere,dann braucht Luxus kein Problem zu sein.Wir müssen den Menschen sehen,nicht seinen Anzug.Reiche Überheblichkeit und Aroganz lehne ich ab.

  6. Stefan Notter sagt:

    kein neuanfang ohne crash

    stefano

  7. fakeraol sagt:

    Daß das Wissen heute scheinbar zu einem unüberschaubaren Gebirge angewachsen ist, hat doch genau mit dieser „Spezialisierung“ zu tun, die so oft Fachidioten entstehen lässt.
    Daß ein großer Teil dieses „Fachwissens“ aus völlig verqueren Annahmen besteht, die „Experten“ dann zu immer neuen Denkmodellnen zusammenzusetzen versuchen, was unüberschaubar komplexe Denkmodelle erzeugt, um die inneren Widersprüche scheinbar auszuräumen, das sieht man doch schon am VWL-BWL-Paradoxon. Zwei „Experten“ behaupten beide das Gegenteil voneinander und beides wird „Wissenschaft“ genannt.
    Das gleiche gilt doch für alle „Wirtschaftsschulen“, für alle Denkmodelle der etablierten Denkakrobaten,, auch „Experten“ oder gar Wirtschafts“weise“ genannt.

    Bei den meisten „Experten“ kommt der Strom aus der Steckdose, weshalb die auch nicht erklären müssen, wozu man Kraftwerke braucht. Fragt man diese „Spezialisten“, was hinter dem Rand ihrer Welt liegt, stellt man schnell fest, daß deren Erde eine Scheibe ist und alles, was hinter dem rand liegt, die Widersprüche ihrer Denkmodelle offenbart und ihre „Denkschulen“ zum Einsturz bringen würde.

    Da die Welt selber sich nicht verändert hat, da immer noch die selben Naturgesetze gelten, müssen wir uns auch garnicht vor dem Wissen fürchten. Die Grundprinzipien der Welt sind heute so einfach, wie sie es immer waren und jeder kann sie verstehen.
    Kompliziert und unverständlich ist nur das Wissen, Halbwissen und der (interessengesteuerte) (Aber-)Glaube derer geworden, die in ihren „Denkschulen“ den, der Wissenschaft entgegengesetzten Weg gegangen sind:
    nicht zuerst beobachten und Informationen sammeln und diese dann interpretieren, sondern zuerst das Ziel benennen: „beweise, daß Kapitalismus allen nützt und naturgegeben das bestmögliche Wirtschaftssystem ist.“, und dann eine pseudowissenschaftliche „Denkschulen“-wirtschaftstheorie drum herum zu stricken.

    In meinen Augen lautet die Botschaft:
    „Die Welt ist einfach. Misstraue komplizierten Erklärungen, für die es angeblich „Experten“ braucht. Die wollen meist nur verschleiern, daß die Theorie ihrem Vorteil nützen soll.“

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