Der Check: Was ist gesunde Ernährung wirklich?

Dies ist ein sehr persönlicher Uhupardo-Artikel – beinahe so etwas wie Uhupardo-privat.

Hier wird sehr oft über Gesellschaftskritik referiert in vielen verschiedenen Facetten. Da geht es ebenso um Rettungsschirme wie um politischen Protest, um „Weltverbesserer“-Themen in ganz breitem Spektrum, wenn man es denn so nennen will. All diese Themen drehen sich – das ist die Intention, die dahinter steckt – um das ganz grosse Thema „Verbesserung der Lebensqualität für alle durch mehr soziale Gerechtigkeit“.

Das sind hehre Worte, sie sind aber auch genau so gemeint. Dabei ist es manchmal nicht ganz zu vermeiden, dass unsere Themen etwas trockener sind, als man sich das wünschen mag. Oft dachte ich mir beim Schreiben der Zeilen: „Hier fehlt eine Partion Spass und Lebensfreude, die ist aber bei solchen Themen schwer mit zu verpacken, obwohl ich sie doch ständig empfinde. Das ist schade, aber unausweichlich.“

Der Hintergrund ist: Ich misstraue ganz grundsätzlich denjenigen „Weltverbesserern“, die mit dem Begriff „Genuss“ nichts anzufangen wissen. Den Askethen unter den Denkern fehlt meiner Ansicht nach der ganzheitliche Ansatz, daher das Misstrauen. Wer sich selbst nichts Gutes tut, wie kann er anderen etwas Gutes tun? Wer gutes Essen und ein Glas Wein nicht schätzt, dem fehlt ein so erhebliches Stück Lebensqualität, dass ich auch seinen intellektuellen Thesen eher skeptisch gegenüberstehe.

 

In diesem Zusammenhang, weil ich ausdrücklicher Geniesser bin und unbedingt sein will, kam oft die Frage auf: Was ist denn noch gesund und was nicht mehr, wenn es um Genuss geht? Und dann kommen die 1001 Ratgeber, die genau wissen, wie man seine Ernährung steuern muss, um keinen schweren gesundheitlichen Schaden zu erleiden. Wem soll man folgen, auf wen muss man hören, auf wen nicht unbedingt?

Für mich, den Genuss-Menschen, ein ganz wichtiges Thema, das mich auf die eine oder andere Art seit vielen Jahren begleitet.  Irgendwann – und das geht bestimmt vielen so – war ich vollkommen verunsichert und beschloss bockig „Gesund ist, was mir schmeckt und aus!“, denn die zur Verfügung stehenden Informationen sind so unglaublich viele und auch oft so widersprüchlich, dass ich nicht mehr durchblickte und mich ausklinken wollte aus der allgemeinen Verunsicherung.

 

Deswegen war diese Sendung heute so wichtig für mich. Und ich wette, für Sie auch … wenn Sie sich jetzt die Zeit nehmen, Sie sich in Ruhe ganz anzuschauen. Auch hier geht es – und das ist der perfekte Bogen zurück zum Uhupardo – um Genuss und Erkenntnisgewinn. Gute Unterhaltung!

Hier geht´s lang: Klick!

Advertisements

12 Kommentare zu “Der Check: Was ist gesunde Ernährung wirklich?

  1. Ganz ehrlich – so ganz mag ich dieser Studie nicht glauben, denn sie erklärt nicht die immer stärker wachsende Anzahl an fettleibigen Menschen, bereits im Kinderalter, die signifikant zugenommen hat, seit es diese Fastfood-Ketten gibt.
    Vielleicht liegt das auch an der mangelnden Bewegung und dem „ewig hungrig sein“ nach dem Fast Food.

    Vielleicht wäre es eine Studie wert, zu prüfen, was passiert, wenn alle so viel essen können, wie sei wollen – und dann in der Aufteilung: Mediterran, deutsche Küche und FastFood – und nicht frisch zubereitet nach Rezept der Uni-Klinik, sondern genau so, wie es „üblich“ gekocht oder zubereitet würde. Und als Kontroll-Gruppe vielleicht eine Gruppe, die „gemischte“ Kost – also quer durch alle drei Varianten – erhält. Ich denke, dann sähe das Ergebnis ganz anders aus!

    Ansonsten bin ich auch Genießer und gehorche meinem Körper. Der sagt mir schon, was er will – und das ziemlich deutlich.

    Fleisch esse ich schon seit acht Jahren nicht mehr – und es geht mir sehr gut dabei. Ich habe nicht auf darauf „verzichtet“ (das wäre ja Quälerei).

    • Hannes B. sagt:

      … „Vielleicht wäre es eine Studie wert, zu prüfen, was passiert, wenn alle so viel essen können, wie sei wollen…“
      Einfach mal nach USA schauen, ins Straßenbild, oder so einen Soap-Bericht über den dicksten Mann/Frau der Welt und dessen Ernährungsgewohnheiten.
      Wir haben einige ganz einfache Regeln:
      1. Essen nach Lust und Laune.
      2. alles was „zu“ ist – is(s)t schlecht: zu fett, zu viel, zu einseitig, zu warm, zu kalt ……
      3. aufhören, wenn satt
      Diese eigenen Regeln befolgen wir, seit wir vor 4 Jahren jeweils mehr als 10 kg abgenommen haben, und wir halten seitdem unser Gewicht problemlos.
      Und wir sind beide „Gerne-Lecker-Esser“ Von Montag bis Freitag kocht meine Frau und an Wochenenden ich. Kochen kann Hobby und Ausgleich im hektischen Alltag sein.
      Inzwischen verwenden wir nur noch frische, selbst angebaute Kräuter. Auch Versuche im Gemüseanbau haben wir hinter uns (mit mässigem Erfolg) dafür fehlt uns (noch) die richtige Klimazone. Unser Fernziel: Einkaufen auf dem Bauernmarkt, Auswahl nach Geschmack und lecker und gesund leben.
      Die ganzen Diäten, und auch die obige Sendung, haben für uns nicht mal mehr Unterhaltungswert, denn nächste Woche kommt der nächste Wichtigtuer und erzählt genau das Gegenteil.
      Dont worry – be happy

  2. Martin Meier sagt:

    Was für eine hinrissige Studie. Wer nur ein wenig Gehirn hat muss hier merken, dass diese hochbezahlten Professoren lügen was geht. Die Studie zeigt deutlich dass nach 2 Wochen das mediterrane Essen deutlich gesünder ist. Wer Fast Food und ähnliches über Jahre ist wird krank davon, da kann noch jeder bescheuerte Professor das Gegenteil behaupten. Diese Seite hier hab ich übrigens das letzte Mal besucht. Lesezeichen gelöscht!

    • andy sagt:

      Kann es sein, dass Sie den Beitrag gar nicht ganz gesehen haben? Es wird eindeutig gesagt, dass Fast Food auf lange Zeit ungesund ist. Also warum Ihre Aufregung? Nur die Kernaussage der ganzen Studie ist, dass man auch mal etwas „ungesundes“ fettiges Essen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass man davon gleich krank wird.

      Und Ihre Drohung, dass Sie diese Seite das letzte mal besucht haben, ist ja wohl das Lächerlichste, was ich je gelesen habe. Als ob das wirklich irgendjemanden interessiert, geschweige denn tangiert.

  3. Carmen sagt:

    Danke für den tollen Tipp, Uhupardo. Ich kenne so viele Leute, vor allem Frauen, die seit Jahren kein wichtigeres Thema als ihre Ernährung haben, ständig die Ernährungsphilosophien wechseln, Lactose- und sonst wie allergisch sind und dabei gar nicht mehr in der Lage, ein gutes Essen zu genießen.

    Was gibt es Schöneres, als mit Freunden bei einem Glas Wein und einem Stück fetten Käse die Weltlage zu diskutieren?

  4. uhupardo sagt:

    Ich kann schwer beschreiben, was diese Studie bei mir ausgelöst und wie viele seit Jahrzehnten weit offene Türen sie bei mir eingerannt hat, Carmen. Irgendwie wusste ich immer: Wenn du es nicht übertreibst, kannst du essen, was du willst, solange es dir schmeckt – und das ist dann auch gesund.Dieser mein „Ignoranten-Standpunkt“ hielt natürlich keinerlei Überprüfung stand durch die Phalanx der Ernährungsphilosophen. Das hat der Film gestern ganz grundsätzlich geändert. Meine Dankbarkeit ist kaum zu beschreiben. 🙂

    Solveigh, natürlich ändert sich die Sache sofort grundlegend, wenn die Kalorienbeschränkungen weg fällt. Wie Hannes B. – dessen Essgewohnheiten offensichtlich mit meinen übereinstimmen – schon beispielsweise sagt: Was passiert, wenn man bei Fast Food kein Mass kennt, muss man wohl nicht mehr beweisen.

    Herr Meier, wir hatten Sie bisher nicht bewusst wahrgenommen, werden Sie nach diesem argumentativ so kenntnisreichen Vortrag aber natürlich heftig vermissen.

    Ein Hoch auf diese Studie, kann ich zusammenfassend nur sagen! Sie hätte mir viel eher entgegenkommen dürfen. Es hätte mir viel Beschäftigung mit Ballastwissen erspart. 😉 *salud*

  5. WsdV-Blog sagt:

    Also, ich war schockiert, als ich die Sendung gesehen habe. Ich betrachte die Aussage eher als sehr kritisch. Bei vielen, so habe ich das Gefühl kommt die Aussage rüber: „Schaufelt ruhig Burger und co. rein, es schadet ja nicht.“ Ja! Einer hat sich jetzt gefreut, in seiner Sicht der Dinge.

    Jetzt muss man dazu wissen, dass LDL, als „böses“ Cholesterin sehr umstritten ist. Sollte man aber auch miteinbeziehen, dass es eine These ist.

    Der Zeitraum ist ja wirklich lächerlich um solch ein Fazit abzugeben. Ein Mann in den USA betrieb mal eine exzessive Weise der fettigen Nahrungsaufnahme und es wurden erschreckende Werte festgestellt.

    Er ernährte sich ein Monat lang nur von Burgern, Fritten und Literweise Cola. Natürlich musste er soviel essen, um zu sehen, was es für Auswirkungen haben kann.

    Ein RTL Reporter(Jenke…) betrieb mal ein ähnlichen Versuch: http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Diaeten/Ernaehrungsumstellung/News/34501.php

    *************************
    Gut, das sind jetzt wirklich extreme Beispiel und da muss man sich auch fragen, was es anrichten würde, wenn man die selbe Kalorienmenge durch Vollkornprodukte usw. aufnehmen würde.
    *************************

    Die Wissenschaft ist nicht immer etwas gottgleiches, sie stellt Hypothesen auf, forscht dann wonach der Auftraggeber verlangt und das war’s.

    Statisten lassen sich sehr gut manipulieren. Bei „Pelzig hält sich“ war ein Statistiker zu Gast, er erzählte auch, dass man diese Statistiken nach belieben auslegen kann.

    Ich bin der Ansicht, dass alles was wir aufnehmen auch Auswirkungen hat. Wenn nicht für unsere, dann für die nächste oder übernächste Generation.

    Gen-Schalter entdeckt
    http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzwissen/forschung/313069_Gen-Schalter-entdeckt.html

    Die sogenannten Genschalter, können anscheinend an- und ausgeschaltet werden durch die aufgenommene Nahrung.

    Für mich ist es logisch, dass alles was wir aufnehmen auch in irgend einer Art und Weise eine Konsequenz nach sich zieht, sei es positiv oder negativ.

    *************************

    Es muss jeder für sich entscheiden, aber bewusst seine Nahrung aufzunehmen, kann meiner Ansicht nach nicht verkehrt sein. Besonders in Zeiten, wo immer mehr hoch giftige Zusätze ins Essen gemischt werden.

    Der Kommentar bezieht sich auf den Film, nicht auf deine Aussage, uhu.

    @uhu
    Das auf dem ersten Foto sieht doch gar nicht so schlecht aus! 😉

  6. Norbert sagt:

    Hallo und guten Morgen,

    den ersten Teil der Sendung hab ich gesehen während dem Duschen. Die Aussage es gibt (wissenschaftlich erwiesen) keine ungesunden oder gesunden Lebensmittel hat meine eigene Überzeugung getroffen.
    Die Frage warum es mollige und dürre Menschen gibt, kann ich nicht beantworten. Spielt es denn eine Rolle? Verändert denn das Volumen eines Menschen seinen Charakter?
    Was ich sicher sagen kann zu Lebensmittel in der kapitalistischen Wirtschaft:
    1. Der Wunsch nach gut aussehenden Lebensmitteln und höherem Absatz führt z.B. dazu, dass Nitrit-Pökelsalz verwendet wird. Schöne rosafarbene Wurst und Fleisch. Mit gesundem Meersalz oder Steinsalz wird die Wurst grau.
    2. Knackige Äpfel mit Wachs auf der Schale – die wäscht natürlich jeder hundertprozentig ab.
    3. Verpackungen mit Aluminium oder Folie geben natürlich keine AL.Partikel oder Weichmacher an die Nahrung ab.
    4. Um die Rieselfähigkeit von Salz/Zucker, etc zu verbessern wird ebenfalls eine Aluminium-Verbindung eingesetzt.
    5. Fluorzusatz. Fluor eines der stärksten und gefährlichsten Gifte.
    usw.
    Aluminium steht im Verdacht Alzheimer auszulösen. Bei dieser Erkrankung wurden hohe Konzentrationen im Gehirn entdeckt.

    Es scheint so als ob die Idealfigur und Idealaussehen auch für die Nahrung gelten muß. Sicherlich nicht nur ein Traum der Menschen – sondern auch marketingtechnisch gesteuert.
    Da kann ich nur wünschen. Leute warum nur Silikon einbauen und Botox spritzen? Das müßte doch auch mit der Zuführung von Nahrungsmitteln aus der Industrie machbar sein.
    Geniessen – aber sicher. Wer allerdings so viel Wert auf gutes Aussehen legt sollte auch die Nebenwirkungen erkennen.
    Der schöne Körper wird vielleicht geliebt. Der Mensch in diesem Körper auch?
    Der schöne Körper altert. Immer noch geliebt?
    Bei der Nahrung ist das ebenso.
    Danke für Deinen Bericht Uhupardo.
    Mit freundlichem Gruß

  7. bravo56 sagt:

    Ich bin erst jetzt dazu gekommen, mir die Sendung anzusehen. Und ich muss sagen, alles das, was ich immer schon geglaubt hatte, ist bestätigt worden. Man muss sich nicht kasteien, um sich gesund zu ernähren. Von Allem etwas und Nichts zu viel ist die einzige Regel, die man beachten muss. Man darf die Sendung nur nicht so missverstehen, dass man sich nun hemmungslos dem Junkfood hingeben darf. Aber wer will das schon?
    Was in der Sendung nur kurz angesprochen wurde, meiner Meinung nach aber enorm wichtig ist, ist die Tatsache, dass alles, was die Probanden gegessen hatten, frisch zubereitet wurde. Und die Mahlzeiten waren bestimmt auch mit hochwertigen Lebensmitteln zubereitet. Ich denke, da liegt ein wichtiger Baustein für das Ergebnis der Studie.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s