Godall Superstar: Barça-Gate offiziell bestätigt

Man muss den Fussball wirklich schon sehr lange aufmerksam verfolgen, um sich an eine ähnlich unkluge, ja sogar dumme Aktion erinnern zu können wie an die von Alfons Godall, Ex-Direktoriumsmitglied von Joan Laporta. In seinem Eifer, die jetzige Barça-Führung zu kritisieren, hat er jetzt indirekt bestätigt, dass sich der FC Barcelona in der Vergangenheit Vorteile dadurch verschafft hatte, dass sich Laporta und sein Team bei den offiziellen Organismen des Fussballs einschleimten. Ganz Spanien disktutiert, lacht und schüttelt den Kopf über so viel Naivität – während die deutschsprachige Presse das Thema schlicht tot schweigt.

Godall liess keinen Zweifel daran, was vorgeht. Wörtlich sagte er u.a.: „Wir haben eine gute Epoche hinter uns in der Beziehung zum spanischen Fussball-Verband, wo die Dinge gekocht werden im Schiedsrichter-Kommitee, in der Fussball-Liga. Laporta hat intensiv und sehr bewusst die Beziehungen zu den Institutionen gepflegt, auch im internationalen Bereich bei UEFA und FIFA, das hat uns geholfen.“

Als der Reporter des TV-Senders La Sexta nachfragt „Kann das jetzt für Barça Nachteile bedeuten, zum Beispiel bei den Schiedsrichter-Entscheidungen?“ antwortet Godall ohne zu zögern: „Ohne jeden Zweifel!“

So wird auch erklärlich, warum die Opferhaltung plötzlich zurück ist in Barcelona. Da die Mannschaft keine Vorteile mehr eingeräumt bekommt, weil – wie Gondall meint – Rosell die Beziehungen zu den Institutionen nicht mehr intensiv genug „pflegt“, wird auf einmal wieder über Schiedsrichterentscheidungen lamentiert, werden angebliche Benachteiligungen angeklagt. Vorbei ist es urplötzlich mit der stolzen Haltung „Wir reden nicht über Schiedsrichter“ – und das nur deswegen, weil Barcelona jetzt gleich behandelt wird wie alle anderen. Damit wird man fertig werden müssen … wie mit den zehn Punkten Rückstand in der Liga.

*Lesen Sie dazu auch:
Und jetzt die Zugabe: Gondall und Barça-Gate

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17 Kommentare zu “Godall Superstar: Barça-Gate offiziell bestätigt

  1. almabu sagt:

    Ja, ja, eigentlich können die gar nicht Fussball spielen, alles Lug und Trug;-))

  2. uMAD sagt:

    OH GOTT, Clubs bekommen Vorteile wenn Sie gute Beziehungen zu Schiedsrichter pflegen… stop the presses!

    Ich schüttele eher den Kopf über die Naivität darüber, dass manche Leute immer noch denken Fußball wäre ein ehrliches Geschäft.

  3. Espanolo sagt:

    In Deutschland auch nur ein Bericht drüber ? Fehlanzeige !

    Unsere ganze Welt ist korrupt Politiker,Schiedsrichter,Medien etc.

  4. rainer sagt:

    Ich finde das schon beschämend wie einige User hier diesen Skandal ins lächerliche ziehen wollen. Man muss sich mal vorstellen das die anderen Spieler und Trainer sich jeden Tag den Hintern aufreißen in der Hoffnung das sie was gewinnen. Pustekuchen !!!! Der FC Barcelona wird immer die Nummer 1 bleiben weil sie besonders korrupt sind. Das kann ich als Fussballfan nicht hinnehmen. Deswegen ist es auch gut das es solche Atrtikel wie diesen hier gibt da ja die deutsche Presselandschaft besonder verlogen ist. Das ist aber auch kein Wunder, da sie ja Jahre lang den FC Barcelona in den Himmel gelobt haben. Wobei sie wussten was vor sich geht. jetzt hat man natürlich keine Eier!!!!!!!!

    • uhupardo sagt:

      almabu hat das nicht ins Lächerliche ziehen wollen, nehme ich an, das war nur eine kleine Stichelei zwischen uns. 🙂

      Richtig ist allerdings, dass sowohl die englische wie die deutsche Berichterstattung mit Abwesenheit glänzen in dieser Sache, während es in Spanien schlechthin DAS Thema ist. Niemand wird die Qualität der Mannschaft des FC Barcelona anzweifeln wollen, dennoch muss dieses Thema dringend auf den Tisch. Godall hat das glasklar bestätigt, was vielerseits vermutet worden ist. In seinem dummen Bestreben, Rosell und dem jetzigen Team an die Karre zu fahren, hat er sich dazu hinreissen lassen, die Karten auf den Tisch zu legen, die er als ehemaliger Vizepräsident genau kennt. Dazu braucht es auch keinerlei Interpretationen mehr, es reicht, sich strikt an seine Worte in dem Video zu halten.

      Wenn man Barça in Deutschland über so lange Zeit allerdings idealisiert, ist es offensichtlich schwierig, zu einem analytischen und kritikfähigen Verhalten zurück zu kommen, wie sich jetzt zeigt. Auf der anderen Seite beweisen die enormen Klickzahlen auf diesen Artikel, dass unter Fussballbegeisterten sehr wohl enormes Interesse besteht, das sich jetzt nicht mehr unter den Tisch kehren lassen wird.

  5. almabu sagt:

    almabu hat das nicht ins Lächerliche ziehen wollen, nehme ich an, das war nur eine kleine Stichelei zwischen uns. 🙂

    EXACTAMENTE!

  6. sollte gesperrt werden der irre

  7. canguratoncita sagt:

    Herrlich! 10 Pkt hinter Real Madrid, und noch dazu mächtig Ärger am Hals. Die Nerven liegen derzeit blank in Barcelona. Und nicht nur dort, offenbar auch bei den Fans.
    Also tut man das, was in solchen Situationen immer am Einfachsten ist: mit dem Finger und möglichst lautstark auf die Anderen zeigen.
    Muss man einen User ernst nehmen, dessen Nick und ganze Existenz nur dazu da sind, den Rivalen in Misskredit zu bringen? Ich finde, nein. Einfach zurücklehnen und das Barça Schauspiel geniessen. 🙂

  8. uhupardo sagt:

    canguratoncita, wenn man über Fussball schreibt, muss man einen gewissen „Bodensatz“ mit einkalkulieren, um es vornehm auszudrücken. 😉

  9. […] Sie dazu auch den vorigen Artikel zur Sache: Superstar Godall: Barça-Gate offiziell bestätigt Bewerten: Share this:TwitterFacebookDiggLinkedInRedditStumbleUponE-MailDruckenGefällt […]

  10. nap sagt:

    dieser pepe gehört in die klappse

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