Die Schere nach dem Euro: Löhne + 39%, Unternehmer + 86%

„Im Jahr 2007 lag das Arbeitnehmerentgelt in der Summe bei 1.181,0 Mrd. Euro und damit um gut 39 % höher als im Jahr 1991 (847,0 Mrd. Euro).

Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen haben sich in diesem Zeitraum mit + 86 % auf 643,2 Mrd. Euro im Jahr 2007 (1991: 345,6 Mrd. Euro) deutlich stärker erhöht.

Bis zum Jahr 2003 haben sich Arbeitnehmerentgelt und Unternehmens- und Vermögenseinkommen weitgehend im Gleichklang entwickelt, in den letzten vier Jahren ist die Schere dann deutlich zugunsten der Unternehmens- und Vermögenseinkommen auseinandergegangen (siehe Schaubild 1).“

Das sind Zitate aus dieser hochinteressanten und sehr fundierten Studie: Klick

Für ganz Eilige reichen zur Not auch die Schaubilder 1 und 3.

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5 Kommentare zu “Die Schere nach dem Euro: Löhne + 39%, Unternehmer + 86%

  1. Vielen herzlichen Dank!

  2. SIMON sagt:

    Ich habe leider keine Zeit gehabt, die Studie in Gänze zu lesen, aber da auch Staaten ohne Euro eine ähnliche Entwicklung aufweisen, stellt sich mir die Frage, ob es wirklich am Euro liegt, wie die Überschrift vermuten lässt.

    • uhupardo sagt:

      Simon, wenn es darum geht, ob diese Entwicklung allein am Euro liegt: Nein, tut sie nicht. Es war allerdings schwierig genug, überhaupt irgendeinen Titel zu setzen in Bezug auf diese Studie. Wenn Sie sie ganz lesen, werden Sie das sofort verstehen.

      Der Titel sollte allerdings eins sehr wohl transportieren: Nicht etwa ist der Euro eingeführt worden und danach sind ein paar dumme Sachen passiert … sondern der Euro wurde eingeführt, damit diese Dinge passieren. Dass das Ganze danach noch etwas komplexer ist, sollte logisch erscheinen.

  3. harrygambler2009 sagt:

    Die Tendenz der Verteilung von unten nach oben wird immer deutlicher und erschreckender. Offenbar nicht nur im Bildungssystem entwickelt sich Deutschland zurück zu einer Klassengesellschaft des 18. Jahrhunderts. Leider haben wir heute Gewerkschaften, Parteiene wie die LINKE, SPD, Grünen und Piraten und dennoch ist niemand in der Lage diese postkapitalistische Enwtwicklung zu stoppen.
    Müssen erst wieder veile auf die Straße gehen und mit Gewalt dem system den A… zeigen? Ich hoffe nicht.
    Klasse Artikel.

  4. Chris sagt:

    Reißerische, unehrliche Überschrift

    Der Autor sollte wissen, was ein Unternehmens- und Vermögenseinkommen ist. Es ist eben nicht das Einkommen von Unternehmern!

    Und ein Vermögenseinkommen beziehen alle, die Vermögen besitzen, also vorwiegend ältere Menschen: Pensionäre und Rentner, aber auch Arbeitnehmer ein.

    Zweitens, vorwiegend sind die Vermögen von Kapitalgesellschaften gestiegen und diese werden von Angestellten geführt, wenn auch außertariflich entlohnt und deshalb nicht dem Lohneinkommen zugeordnet.

    Es ist unglaublich wie Unternehmer, die ihr Kapital meist in der Firma belassen, denen es nicht besser als ihren Angestellten geht und das sind über 80% aller Unternehmer hier verrissen werden. Wie sollen wir junge Leute mit guten Ideen so motivieren, 10 Jahre durchzuhalten und zu verzichten, Tag und Nacht und am Wochenende zu arbeiten, um überhaupt ein kleines Unternehmen aufzubauen. Nein in Deutschland kommt nach unseren Automobil- und Chemieunternehmen kaum noch etwas Neues nach.

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