Rekord-Kapitalflucht verdoppelt vorheriges Maximum: 66,2 Milliarden in einem Monat

Cambdemod
Die Kapitalflucht in einem einzigen Monat hat den vorherigen Rekord pulverisiert: 66,2 Milliarden Euro sind im März von den Konten verschwunden, wie die spanische Bundesbank jetzt bekanntgab. Das ist doppelt so viel wie im vergangenen Dezember, dem bisherigen Rekord-Monat. Seit dem Beginn der Statistik der Banco de España im Jahr 1990 hat es nie auch nur einen ähnlichen Wert gegeben. Seit dem vergangenen Juli sind damit 194 Milliarden aus Spanien abgeflossen.

Die 66,2 Milliarden im März setzen sich zusammen aus 26,164 Milliarden, die die Spanier selbst ausser Landes geschafft haben. Internationale Anleger haben 20,248 Milliarden abgezogen. In Aktien und anderen Wertpapieren ist die Zahl besonders drastisch: 22.633 Milliarden sind doppelt so viel wie in den vorherigen Rekord-Monaten und das Zehnfache vom März des Vorjahres.

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Rajoy: Schlimm wenn er schweigt, schlimmer wenn er redet

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Sehr lästig; bei solch einem  Titel muss man „Rajoy:“ davor schreiben, sonst glauben alle automatisch, der Artikel drehte sich um Uli Hoeness. Hätte der spanische Herr Ministerpräsident gestern den Mund gehalten, wäre er auch nicht Philosoph geblieben, um einen Klassiker zu zitieren. Doch mindestens wäre dem Land diese armselige Vorstellung erspart geblieben. Da gibt Rajoy die erste, hemmungslos improvisierte, Pressekonferenz nach monatelangem Schweigen – und sagt dann nichts, was auch nur entfernt Hand und Fuss hätte. Die logische Reaktion folgte sofort: Die Risikoprämie stieg wie der Milchschaum auf dem Ofen, die Bankia-Aktien blieben tief im Keller. Schon der Ort für die Pressekonferenz war so passend gewählt wie ein Wiener-Walzer-Wettbewerb auf dem Kartoffelacker.

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Gerichtsverfahren gegen „Wie man einen Christus zubereitet“

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Ist es denn nicht schön, dass wir in Spanien, neben all den Problemen, die die Krise mit sich bringt, immer noch Zeit für ein paar Albernheiten haben? – Heute begann in Madrid das Gerichtsverfahren gegen den Liedermacher Javier Krahe wegen eines 54 Sekunden kurzen Videos aus dem Jahr 1978! In diesem Film wird erklärt, wie ein Christus zuzubereiten ist. Der gerichtliche Vorwurf: Beleidigung der Gefühle der Gläubigen.

Den Zuschauern wird empfohlen, den Körper Christi vom Kreuz zu lösen, ihn gründlich trocknen zu lassen, Zutaten nach Geschmack beizugeben und für drei Tage in den Backofen zu stellen. Nach Ablauf dieser Frist soll Christus dann selbst dem Backofen entsteigen. Dieser 34 Jahre alte Film wurde erst zum Stein des Anstosses, als ihn der Fernsehsender Canal+ 2004 einem Interview unterlegte, das man mit Javier Krahe führte.

Nur gut, dass selbst der Staatsanwalt in dem Film zwar ein „offensives Video“ aber „kein Delikt“ sieht und heute Freispruch beantragte. So muss Javier Krahe seine Ankündigung wohl nicht wahr machen: „Wenn man mich verurteilt, gehe ich nach Frankreich ins Asyl.“

Die Gold-Propheten – Skrupellosigkeit als Geschäftsmodell

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Die Gold-Seiten sind zahllos im Netz, auch und besonders unter den Blogs. Man wird das Gefühl nicht los, dass hinter denjenigen Autoren, die ständig darauf abheben, dass Gold angeblich die einzig sichere Wertanlage in der Krise sei, viele eher hinter einem äusserst uneigennützigen Geschäft her sind. Doch das ist nur die eine Seite der polemischen Medaille. Die andere und viel wichtigere hat damit zu tun, dass die Gold-Fans mit ihrer Propaganda bewusst in Kauf nehmen, dass Umwelt und Menschen dafür vegiftet werden. Goldgewinnung bringt Menschen um, zerstört Landschaften, vergiftet das Wasser, die Pflanzen, die Tiere, verelendet ganze Gesellschaften.

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Eurovision 2012 in Baku – live Ticker

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Niemand sieht es, alles ganz schrecklich, aber alle reden drüber. Wir auch! Das Eurovisions-Festival in Baku beginnt in wenigen Minuten, und wir sind wild entschlossen, all den msikalischen Ignoranten da draussen zu erklären, wo das Notenblatt hängt!  Wie schlägt sich Pastora Soler für Spanien (gut natürlich), was passiert mit diesem blassen deutschen Jüngling (oh wei) und gewinnt Schweden oder doch die Ukraine? – Bleiben Sie also bei uns, gleich geht´s los! In diesem Beitrag wird nicht nachtäglich redigiert, alle unsere unfehlbaren Vorassagen bleiben so stehen, wie sie getippt wurden *wer hat hier Angst sich zu blamieren?*, egal was passiert.

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