Finale am Oarsch: Ersatzsatire zu Bayern München – Chelsea

Heute sollte hier im Prinzip eine Satire zum gestrigen Champions-Finale erscheinen. Doch nach dem Text der SZ ist eine Steigerung nicht mehr drin.  Deswegen bedanken wir uns schlicht bei der Süddeutschen und zitieren ohne Kommentar, denn mehr Satire geht wirklich nicht,  aus diesem Artikel

Horrorshow ohne Happyend

„In Schönheit gestorben: Die Finalniederlage der Bayern ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, allerdings folgt sie den Regeln. Die große Parallele zum verlorenen Finale 1999 ist allgegenwärtig. Damals erholte sich das Team von dieser Tragödie. Diesmal könnte der Schmerz zu groß sein.

Welche Anspannung, welche Anstrengung, welches Leiden. Welche Vergeblichkeit. Wie viele Krämpfe? Wie viele Tränen?

… – so nah dran am Silberpokal, und ihn doch nicht mal berührt. Die Münchner, in Europa seit Jahrzehnten bekannt und gefürchtet für ihre Effizienz, sind in dieser Nacht in Schönheit gestorben.

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Sat1 hatte es frühzeitig geahnt …

Damals war es Manchester United, jetzt der FC Chelsea, der sich erhob und vorführte, was Fußball für ein surreales Theater sein kann.

Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die da zu beklagen ist, allerdings folgt sie den Regeln. Die Mannschaft jedoch, die mehr, die alles investiert hat, die mit Sisyphus das Tor berannte, wird bestraft.

Wer Fußball spielt, muss mit einem solchen Schicksal leben lernen. Er muss irgendwann begreifen, wenn auch nicht akzeptieren, dass eine Horrorshow kein Happyend hat. Die Frage ist nach solchen Tragödien stets, ob sich eine Mannschaft davon erholt. Die Elf des FC Bayern ist jung, sie hat weiterhin Perspektive, und wenn sie irgendwo einen Trost sucht, dann in der eigenen Geschichte.

Aus dem Schmerz erwuchs die Kraft. Es ist jetzt sehr viel, womöglich zu viel Schmerz da, nach dieser absurden Nacht.“

11880hoeness

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17 Kommentare zu “Finale am Oarsch: Ersatzsatire zu Bayern München – Chelsea

  1. Waffenstudent sagt:

    Die veröffentlichte politisch korrekte BRDDR-Meinung zum Endspiel ist, sofern sie das Niveau und den Wahrheitsgehalt betrifft wohl eher ein Produkt der Besatzungsmächte; denn das Spielergebnis und die Realität weichen diametral von der Meinung ab. Der FC- Bayern spielte auf hohem Niveau ein Spiel nach Vorschrift. Dabei wurde sein fleißiges Anrennen vom Gegner perfekt kontrolliert. Bei den Bayern merkte man, daß sie sich von Anfang an des Sieges gewiss waren. Und genau so haben sie agiert, ohne Leidenschaft. Der FC-Bayern muß zur Kenntnis nehmen, daß nicht der Marktwert des Vereines das Spiel entscheidet, sondern Spieler, die zusätzlich zur geforderten Pflicht auch noch eine unbezahlte freiwillige Kür abliefern. Der FC-Bayern mitsamt der ganzen BRDDR ist niveaumäßig längst nicht mehr Weltspitze! Aber das darf der Doofmichel natürlich erst mal nicht erfahren; denn das könnte zum Nachdenken beim Mittelstand führen. Und Denken, das schadet der aktuellen EU-Entwicklung!

  2. almabu sagt:

    Das Drama hat sich durch die Chancenauswertung in der ersten Halbzeit bereits abgezeichnet. Die sind psychisch nicht frei gewesen, standen noch unter Dortmund-Schock. Es fehlten weiter ein, zwei Killer in der Mannschaft, die gewusst hätten, wozu die ganzen Leute da ins Stadion gekommen sind und die dann gnadenlos geliefert hätten. Schön spielen, ein Spiel dominieren? Das ist für den Arsch, das interessiert Morgen keine Sau mehr! Chelsea hatte da die besseren Killer und die bessere Einstellung. Die Bilder von der nächtlichen Rummenigge-Rede, die ich ihm übrigens so gar nicht zugetraut hätte, zeigten Spieler die dringend psychologische Hilfe brauchen und einen Trainer der dringend in Rente geschickt werden muss…
    Schwacher Trost der Umstand, dass Bayern eine Runde weiter kam als die zwei besten Mannschaften der Welt, die FC Real Barcelona-Truppe;-))

  3. si tacuisses, philosophus mansisses

    • almabu sagt:

      Schon möglich, aber dem FCB wird verschweigen und verdrängen nicht weiterhelfen in dieser Situation!

      • Nein, ich meinte das anders, der Kommentar der SZ war sprachlich ein derartig schwülstiger Missgriff, dass es schon peinlich war. Und „wenn sie denn geschwiegen hätten, hätten sie weiter als Philosophen gelten können“ so aber, mit Verlaub, weiss ich nicht, ob ich über den Artikel lachen kann. Also ich versuchs mal mit nem „Schweppes-Gesicht“ zuertragen….. Viele Grüße Udo

  4. uhupardo sagt:

    Richter zum Angeklagten: „Ich habe eine schlechte und eine gute Nachricht für Sie! Die schlechte ist: Sie wurden zum Tode verurteilt und werden erschossen!“

    Angeklagter: „… und was soll jetzt die gute Nachricht sein?“

    Richter: „Robben schiesst!“

  5. kingkenny7 sagt:

    Wäre der Gegner nur ein anderer Verein gewesen…

    Wie dem auch sei, sehr lustig war der Liveticker bei 11Freunde. Kann man sich im Nachhinein auch wirklich nochmal in Ruhe durchlesen: http://www.11freunde.de/liveticker/152681?page=5

    Wer wissen will, warum für mich als Liverpool FC Fan die letzte Woche noch viel schlimmer war als der gestrige Abend für die meisten Bayern Fans, kann das lesen:
    http://ziegenhodensuppe.wordpress.com/2012/05/20/geld-zerstort-die-welt-lang-lebe-der-konig/

    • uhupardo sagt:

      Zu Letzterem schrieb ich einen längeren Kommentar, der nicht erscheint, ist vielleicht im Spam gelandet.

      • kingkenny7 sagt:

        Ist er tatsächlich komischerweise. Keine Ahnung warum. Habe ich natürlich jetzt freigegeben. Antworten werde ich später noch.

        • uhupardo sagt:

          Hat keine Eile.
          Die Tatsache, dass Kommentare jetzt (zuerst) oft im Spam-Ordner landen, muss mit einer wordpress-Umstellung zu tun haben, ist in den vergangenen beiden Tagen sehr oft passiert.

  6. Dieses wehleidige und selbstmitleidige Gejammer aus München seit gestern Abend ist höchst amüsant bzw peinlich.. Als ob solche Niederlagen wie gestern etwas Außergewöhnliches im Fußball wären und andere Mannschaften noch nie auf unglückliche bzw unerklärliche Weise in der CL ausgeschieden wären. Man braucht nur mal Chelsea nach den letzten 6 Jahren zu fragen. Natürlich ist ein verlorenes Finale bitter, aber keiner stellt sein Leid so melodramatisch aus, wie die Münchener.
    Bayern hat gestern mehr Aufwand betrieben, besonders ertragreich oder gar schön anzusehen war es jedoch nicht. Ihr größter Fehler war es das Spiel schon kurz vor Schlusspfiff wegen eines mickrigen Vorsprungs als gewonnen zu verbuchen – was sich prompt rächte. Dazu kamen verschossene Elfmeter. Wer die Schuld nun in der Ungerechtigkeit der Welt oder beim Spielstil der Anderen sucht, wird nie dazu lernen.

  7. kingkenny7 sagt:

    @uhupardo: Tatsache, hatte ich noch gar nicht gemerkt. Danke für die Info.

  8. almabu sagt:

    Leute, schaut regelmäßig in eure Spamordner! Sonsr geht euch der Uhu verloren und das wär‘ doch echt schade!
    http://almabu.wordpress.com/2012/05/20/das-ende-des-mythos-von-den-deutschen-siegern/

  9. uhupardo sagt:

    Wirklich erfrischend, auch etwas anderes lesen zu können, als diesen peinlichen „Pech, schreckliches Unglück, ungerecht“-Mist überall!
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/kommentar-von-klaus-brinkbaeumer-zur-bayern-pleite-im-cl-finale-a-834054.html

  10. almabu sagt:

    Aus einem Leserkommentar bei SPON:

    „…Und, lieber Ulli, falls Du hier mitliest: Es ist mitnichten so, daß „Dein“ Verein in ganz Deutschland geschätzt wird. Da wo ich wohne leben Dortmunder, Schalker, Gladbacher und Bochumer – und in allen Gärten wurde nach dem Abpfiff fröhlich gefeiert!“

  11. uhupardo sagt:

    Si si, das Tränenmeer hat unverschämterweise wirklich grosse Teile der Republik einfach frecherweise ausgespart. Unerhört ist das!

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