Murmeltier: Merkel lehnt Euro-Bonds vor dem Gipfel strikt ab

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Deutschland lehnt Euro-Bonds strikt ab. Solche gemeinsamen Schuldenpapiere seien nach den EU-Verträgen sogar verboten, liess man in Brüssel verlauten. Das Land, das als erstes die Maastricht-Kriterien verletzte, kennt sich urplötzlich gut aus, was die Gesetzeslage angeht. Damit steht die Front – schief, aber sie steht: Deutschland gegen Francois Holland, OECD, IWF, Barroso und den EU-Währungskommissar Olli Rehn, der sich gerade gestern noch deutlich für Euro-Bonds ausgesprochen hatte. Damit dürfte der „Wachstumsgipfel“ heute bereits im Vorfeld zu „Schall und Rauch“ verdammt sein.

Ganz am Ende wird Merkel den Euro-Bonds dann doch zustimmen, die auch nur eine andere Form der gemeinsamen Finanzierung sind als die Aufkäufe von Staatsanleihen durch die Zentralbank – aber das sagten wir bereits am 25. November. Manches braucht etwas länger …

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8 Kommentare zu “Murmeltier: Merkel lehnt Euro-Bonds vor dem Gipfel strikt ab

  1. sternbald sagt:

    Auf die Richtigkeit dieser Prognose würde ich Einiges verwetten. Das ist reinr Populismus: Erst medienwirksam dagegen, dann klammheimlich kleinbeigeben. Zum Glück merken immer mehr Menschen, dass wir in einem System leben, dass gegen uns arbeitet, ob in der BRD oder in Spanien. Nur was die Hintergründe sind, wissen wegen der Zensur bisher nur Wenige.

    Saludos cordiales,

    Sternbald

  2. T. Ussenhasser sagt:

    Entscheidend ist, was nachher rauskommt.
    Und natürlich fällt sie wieder immer um.
    Wer die Politpest in diesem Land noch wählt, scheint nicht begriffen zu haben, was eine Seuche ist und wie sich wirkt!
    Man lässt sie sich nicht ausbreiten, bis sie alles Leben vernichtet hat, sondern man rottet sie aus!

  3. T. Ussenhasser sagt:

    Gab es jemals so derart grottenunfähige, korrupte, verkommene Politikermarionetten wie im Moment?

    Das, was diese durchgeknallte Bande von Politgangstern als Handlanger der globalen (Finanz-)Elite angeblich FÜR dieses Land und FÜR die Bürger hierzulande zu tun vorgibt, könnte kein Großkrimineller effektiver machen!

    Deshalb vermute ich mal, dass sie ein integraler Teil der Ehrenwerten Familie sind.

    • Deshalb vermute ich mal, dass sie ein integraler Teil der Ehrenwerten Familie sind.
      Neee, da haben diese Politmarionetten keinen Zutritt. Eben, weil die eine ehrenwerte Familie….

  4. almabu sagt:

    Wegen des augenblicklichen Vorteils Deutschlands in der Krise (Kredite zu Null-Zinsen!) und Einflußnahme in fast jeden Staat der EU, möchte Merkel diesen Zustand gerne so lang wie möglich ausdehnen und gibt „die Prinzipielle“. Prinzipien hat sie aber keine und so wird mit viel Kosmetik eine Form gefunden, den Willen der EU-Mehrheit und der internationalen Finanzwirtschaft zu realisieren, ohne dass Merkel wieder auf dem Rücken liegt, nach der Entscheidung. Kosmetik halt!

    PS: Ich habe mal versucht die offizielle Haltung dieser Bundesregierung zur Deutschen Staatsräson zu erfahren, dabei aber bei meinen zuständigen Politikern keinen Erfolg gehabt. Man hält sich da sehr, sehr bedeckt. Das Einzige was Merkel selbst in dieser Richtung verlauten ließ war ein in der Knesset verkündeter Freibrief für Netanyahus politische Ränkespiele:

    „…Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar…“

    http://www.welt.de/politik/article1814071/Das-sagte-Kanzlerin-Angela-Merkel-vor-der-Knesset.html

    Diese Referenz war meines Wissens der einzige(!) Hinweis dieser Kanzlerin auf die Inhalte der ominösen „Deutschen Staatsräson“.

    Als der Ex-Bundespräsident Horst Köhler einmal „Grundsätzlich“ wurde, war er schneller weg vom Fenster, als er es sich wohl geträumt hatte…

  5. junkiemonk sagt:

    Verwundert das eigentlich noch irgendjemand das Merkel die Bonds ablehnt? Das ist ihre Taktik seit sie Kanzlerin ist. Erstmal ablehen, dann vielleicht und dann wird es doch umgesetzt. Siehe Enwergiewende etc……Das Euro-Bonds ein wichtiger Bestandteil der europäischen Integration werden ist doch klar. Wer ein geeintes Europa will, muss auch einem Länderfinanzausgleich zustimmen. Egal wie dieser am Ende ausgeformt ist.

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