Spanien-Urlaub teurer: Regierung erhöht Flughafengebühren drastisch

 

Brüssel hält den Beschluss der spanischen Regierung für rechtswidrig und will zunächst „prüfen“: Rückwirkend zum 1. Juli sind die Flughafengebühren überraschend erhöht worden. Im Landesdurchschnitt um 18,9 Prozent, doch in Madrid (Barajas) und Barcelona (El Prat) stiegen die Gebühren um satte 50 Prozent. Das ist deswegen fatal, weil es die beiden Drehscheiben sind, über die fast alle innerspanischen Flüge führen. Hotelbetreiber, Reiseveranstalter und die Fluglinien sind perplex und protestieren.

Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy schreckt offensichtlich vor nichts mehr zurück, um die Staatskassen zu füllen. Jetzt geht es der für das Land so eminent wichtigen Tourismus-Wirtschaft an den Kragen. Iberia wird allein in diesem Jahr 50 Millionen Mehrkosten aufweisen durch die Erhöhung der Flughafengebühren. Air Berlin sieht diese Massnahme als „rechtswidrig“ an, weil Fristen nicht eingehalten worden seien, und will vorerst „nur unter Vorbehalt zahlen“.

In Brüssel sieht man das ebenso. Die Europäische Kommission befürchtet, hier sei EU-Recht verletzt worden. Vor solch einer drastischen Erhöhung müssten die Verbraucher ausreichend informiert und sogar, mindestens im grössten Airport des Landes, befragt werden. Nun will man die Sachlage prüfen. Während die spanischen Fluggesellschaften bereits versicherten, die Erhöhung müsse sogar nachzahlen, wer sein Ticket weit vor dem 1. Juli gekauft habe, wollen EasyJet und andere ausländische Airlines zumindest darauf verzichten.
Wer dem Tourismus schadet, schadet Spanien. Dieses alte Motto gilt auch jetzt: Mariano Rajoy sägt bewusst und drastisch an einer der Haupteinnahmequellen des Landes.

Sicher ist, dass Spanien-Tickets jetzt um rund zehn Prozent teurer werden und der Spanien-Urlaub entsprechend. Warum nicht auch noch den bisher gut funktionierenden Tourismus abwürgen, um die letzten Euro aus den Menschen zu pressen? Wie verzweifelt muss man in Madrid sein, um ausgerechnet auch noch in diesem Sektor drastisch hinzulangen und die internationalen Urlauber zu verprellen?

Von denen, die sich die innerspanischen Flüge mitten in der Krise jetzt kaum noch erlauben können, ganz zu schweigen. Egal, wohin die Reise innerhalb der nationalen Grenzen geht, so gut wie immer führt sie über die beiden Drehscheiben Madrid und Barcelona. Genau deswegen wurden auf diesen beiden Airports die Flughafengebühren um unverschämte 50 Prozent erhöht, während es im Landesdurchschnitt knappe 20 Prozent sind.

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6 Kommentare zu “Spanien-Urlaub teurer: Regierung erhöht Flughafengebühren drastisch

  1. Das riecht nach böser Absicht. Das riecht nach: Das Land im vollen Wissen und Bewusstsein in den Abgrund und damit zum Ausverkauf für’n Appel und ’n Ei nach Muster DDR und Griechenland führen. Wahrscheinlich werden sie auch eine „Treuhandanstalt“ gründen?

    (Nicht nur) dieser Mann gehört wegen Betrug und Raub zum Schaden des spanischen Volkes vor Gericht.

  2. Czerulf sagt:

    Das sind (nimmer-)satte Erhöhungen!

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