„Heute sind wir es, morgen ihr! Wir wollen nur essen – wie du!“

Der Titel unseres Artikels ist gleichzeitig der erste Satz dieses Videos, den eine Frau bei der Protest-Veranstaltung der spanischen Mineros den Polizisten entgegen schreit.

Sie sollten sich die drei Minuten nehmen, diesen Film anzuschauen. Heute sieht Madrid so aus, morgen ganz Europa, wenn sich die Bevölkerung dieses Kontinents nicht endlich aufrafft.

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27 Kommentare zu “„Heute sind wir es, morgen ihr! Wir wollen nur essen – wie du!“

  1. […] auch: * 25 Fakten, warum das System irreparabel ist * Wir haben über unser Verhältnisse gelebt * “Heute sind wir es, morgen ihr! Wir wollen nur essen – wie du!” Bewerten:Share this:TwitterFacebookDiggLinkedInRedditStumbleUponE-MailDruckenGefällt mir:Gefällt […]

  2. fischi sagt:

    Die Sparmaßnahmen sprechen für mich eindeutig die Sprache des IWF und der anderen Konsorten. Warscheinlich ist der Rajoy so dämlich, dass er die Verantwortung übernimmt, keine Ahnung.

    Diese Gewalt in dem Video, nee wenn die Polizei Frauen sowas antut, ist doch eine Grenze überschritten. Da wird sich aufgeregt, dass in irgendwelchen muslimischen Ländern Frauen ein Kopftuch tragen, und in einem katholischem Land werden Frauen blutig geschlagen.

    Wo ich die Bilder gesehen habe ist mir so eine Idee gekommen. Allerdings bin ich natürlich weit entfernt und kenne die Mentalität der Spanier nicht. Wenn das Spanische Volk diese Regierung los werden will geht das bloss über den Tourismus. Das ist doch die größte Einnahmequelle für den Staat. Dort müßten sich die Proteste konzentrieren.

    • uhupardo sagt:

      Das ist ganz grundsätzlich eine gute Idee, fischi. Aus Erfahrung – denn natürlich gab es solche Versuche schon mal – weiss man aber, dass Touristen nicht „zu erreichen“ sind, sie sind im Urlaub hier und wollen nicht belästigt werden. Da ist kein Mobilisierungspotential.

    • Sven Boernsen sagt:

      „Warscheinlich ist der Rajoy so dämlich, dass er die Verantwortung übernimmt, keine Ahnung.“

      Wir können Begriffe wie „dämlich“, „dumm“, „unwissend“, „ahnungslos“ in derartigen Zusammenhängen fast ausnahmslos durch die Begriffe

      – korrupt
      oder
      – ignorant

      ersetzen. Wirklich dumm sind nur die wenigsten dieser Politschauspieler. Leider sind die Motive des einzelnen Darstellers im Einzelfall schwer auszumachen.

  3. fischi sagt:

    So habe ich das auch nicht gemeint.
    Aber wenn man das und es ist bestimmt sehr schwer, mal Demonstration statt Animation stattfindet.
    Ich weis nicht aber das könnten die Medien nicht so ignorieren.

  4. Johannes Eber sagt:

    Sehr interessanter Beitrag unter „www.querschuesse.de“ (Paukenschlag: Target2 Saldo Spaniens bei -408.420 Milliarden Euro) Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Gegen unkontrollierte Übergriffe auf Leib und Leben der Demonstranten kann ich nur empfehlen zu ihrem eigenen Schutz „Mistgabeln“ mitzuführen.

  5. aus Madrid sagt:

    In diesem Moment in Madrid verfolgt die Polizei (ab heute im Gehalt gekürzt) im Zentrum der Stadt die menschen, die sich friedlich versammelt hatten, um gegen die Übergriffe des Mittags auf die #marchaminera und die drastischen, erneuten Sparmassnahmen für den Geldmarktsack zu protestieren. Wie schon bekannt, schiessen diese ihre Gummimonition nicht nach Reglament unter die Gürtellinie, sondern so in die Menge auf Augenhöhe, tragen keine Identifikationsnummern an den Uniformen und Knüppeln auf Köpfe der Leute, die sich in dei umliegenden Geschäfte flüchteten. Griechenland vor ein paar Monaten sah áhnlich aus mit einer Troika, drastischen Sparmassnahmen, Kürzungen auf allen sozialen Gebieten, ABER eine Amnestie für jene die ihr Geld in so genannten Fiskalparadiesen verstauen. Es ist schon erstaunlich, wie Süd-Europa entmachtet wird und die Banken und Finanzmärkte damit gestärkt werden. Derweil knüppeln sie die Leute mundtot. Schöne neue Welt.
    http://www.livestream.com/spanishrevolutionsol

    http://bambuser.com/v/2820964

  6. klausbaum sagt:

    Reblogged this on Notizen aus der Unterwelt und kommentierte:
    Demokratie startet in Madrid again.

  7. Lenny sagt:

    Da ist es doch nur eiine Frage der Zeit, bis es die ersten Toten gibt…..mitten im reichsten Kontinent der Welt…traurig…

  8. Diese durch ihre Helme gesichtslos gemachten „Polizisten“ können rein theoretisch auch Söldner aus Afrika sein und verstehen darum die Menschen überhaupt nicht(! – sehr wichtig, um zu verhindern, dass sie sich mit den Demonstranten verbrüdern!) sehen nicht mehr wie Menschen aus. Sie sehen wie Roboter aus – programmiert zum Schlagen, Quälen und Töten.
    Das muss endlich ein Ende haben!

    • dank sagt:

      „können rein theoretisch auch Söldner aus Afrika sein und verstehen darum die Menschen überhaupt nicht“

      Danke Solveigh Calderin – damit greifst Du, falls es nicht stimmen sollte der Geschichte vorraus.
      Empfehlung dazu: Buchreihe Beutewelt von Alexander Merow
      Da wird das alles in schönsten dunklen Farben vorgestellt – um nur mal „ein“ Buch aus der Neuzeit zu nennen. Noch Dystophie, bald…?

      Eine Verbrüderung von Soldaten, Politzei und Volk wird so nachhaltig verhindert und der Wahnsinn ausgebaut.

  9. aus Madrid sagt:

    Hier ein weiterer Beitrag zu den Geschehnissen in Madrid:

    Wer Spanisch kann, Zeit hat und den Geist der herrschenden Regierung in Spanien etwas näher verstehen will, dieses Video, in welchem unter Autoritätsargumenten eine neoliberale Ökonomie, Entschuldigung, Politik in Europa heraufbeschworen wird. (lang – interessant – ewas beängstigend) http://www.youtube.com/watch?v=n99gSmfr-Xw&feature=relmfu

    Wer den unprofessionellen und Chaos generierenden Polizeieinsatz betrachten will, hier ein Video, wo sehr junge Menschen, die auf eine Eröffnung einer Filmvorführung warten, von der Polizei angefallen werden – http://vimeo.com/45610208 (Produzent unbekannt)

    Ein Dokuvideo von @TomaTele http://www.tomalatele.tv/web/?p=3496

    Hier wird ein „Bösewicht“ mittags beschossen
    http://www.youtube.com/watch?v=4_GVJf7gEkI&feature=youtu.be (Produzent unbekannt)

    Die annoncierten Reformen im kritischen Blick einer Ökologischen Organisation:
    http://www.ecologistasenaccion.org/article23690.html

    Eine Zusammenstellung der Geschehnisse von eldiario.es
    http://www.eldiario.es/zonacritica/2012/07/11/carga-policial-en-la-concentracion-de-los-mineros-de-sol/

    Und jetzt (13:00h) sperren protestierende Beamten die Hauptvene Castellana in Madrid
    An mehreren Stellen der Stadt entfalten sich Protestakte.

    Europa ja, aber ein Europa in dem die politischen und ökonomischen Bemühungen dem Gemeinwohl, den Menschen zukommt und nicht wie, ohne grosse Kenntnisse der Fächer Politik und Wirtschaft beherrschen zu müssen, zu Beobachten ist, wohin der Fuss der Kaufkraft läuft. Komischerweise und nicht der Natur gemäss, nach oben.

    Was im Süden Europas durchgesetzt wird, geht den Norden Europas im eigenen Interesse auch an.

    Christian Felber und die Gemeinwohlökonomie könnte ein Anfang in eine andere Richtung bedeuten.

    Vielen Dank, Uhupardo !!

  10. […] Guardia Civil, die die spontane Vollsperrung der grossen Avenida aufheben wollten, sahen sich einem zusehend agressiven Ambiente gegenüber und mussten sich persönliche Anfeindungen gefallen lassen: “Ich habe Rajoys Foto […]

    • aus Madrid sagt:

      Danke für den Hinweis! Und hier noch das lustigste Video der traurigen Geschehnisse vom 11.07 in Madrid mit Respekt für die Polizeibeamten die dort stehen mussten. (Aus Twitter, Herkunft unbekannt)

      Con todo el respeto a policía y manifestantes, y con mucho humor, el mejor video de ayer… http://yfrog.us/ehc0tz

  11. […] auch: * “Wenn es illegal wird, eine Strasse zu überqueren, geht das Land zum Teufel” * “Heute sind wir es, morgen ihr! Wir wollen nur essen – wie Du!” Bewerten:Share this:TwitterFacebookDiggLinkedInRedditStumbleUponE-MailDruckenGefällt mir:Gefällt […]

  12. Dies Vorgehen ist in meinen Augen ganz klar das Verhalten eines faschistischen Regimes. In diesem Fall also der Franko Diktatur. Nur dass dieTrennlinie jetzt nicht mehr innerhalb der Bevölkerung gegen Minderheiten geht, sondern zwischen den Banken, der Mächtigen, bzw. zwischen den Reichen auf der einen Seite und der übrigen Bevölkerung auf der anderen. Ich bin mir angesichts dieser Bilder nicht sicher, ob hierbei der friedliche Protest überhaupt noch ausreicht.

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