Madrider Polizisten wehrten sich nur mit Gummi-Geschossen

Und so sieht das Ergebnis aus …

Gummi Geschosse

Wenn es Sie nun noch interessiert, wie man zwei Mädchen mit dem konsequenten Einsatz von Gummiknüppeln daran hindert, vor den Einsatzkräften wegzulaufen – denn das ist das Einzige, was sie getan haben -, dann klicken Sie auf das nachfolgende Video. Aber Vorsicht:  Ab 1:30 Min. wird es drastisch.

Das blutige Ergebnis dieser Aktion hatten Sie gestern schon in diesem Artikel graphisch abgebildet gesehen.

Aber damit nicht alles nur schrecklich bleibt, was in Wahrheit nur schrecklich ist, klicken Sie bitte noch hier.

Lesen Sie dazu auch:
* „Wenn es illegal wird, eine Strasse zu überqueren, geht das Land zum Teufel“
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25 Kommentare zu “Madrider Polizisten wehrten sich nur mit Gummi-Geschossen

  1. aus Madrid sagt:

    Hallo Uhupardo,

    hier sind nun (19:00h) die Polizisten und die Feuerwehr anscheinend in zivil auf die Strasse gegangen. Die Gewerkschaft der Polizei bedauert, dass die Beamten illegal demonstrieren. Niemand schein zu wissen, wie die Demo zustande kam, man vermutet über Aufrufe in sozialen Netzwerken.

    Unter Anderem hört man Rufe der in zivil gekleideten Polizisten: “ Wenn Leute prügeln bedeutet Polizist zu sein, hier hast Du meine Polizeiplakette!“ (von Twitterer @Loloviejo und @PabloCoraje die vor Ort informieren)

    Auch vor den wichtigsten Ministerien und dem Hauptsitz der Regierungspartei Partido Popular, haben sich spontane Protestkundgebungen versammelt.

    Und weiter gehts mit dem sehr grossen Hospital Ramon y Cajal, der Stadt, wo sich Ärzte und Pflegepersonal ich glaube seit gestern schon, aus Protest gegen die Kürzungen im Gesundheitswesen, eingeschlossen haben.

    Vielen Dank, Uhupardo, für Deine interessanten und weiterbringenden Artikel!
    Ich muss unbedingt den genauer lesen, wo es um die Leihgabe der Reichen an den Staat geht als Krisenmassnahme, denn im ersten Moment hört sich das als eine interessanten Vorschlag an.

    Die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen, man muss sehr vorsichtig sein, nicht den Überblick zu verlieren.

    Saludos 🙂

    • uhupardo sagt:

      funcionarios 12jul
      Die Delegada del gobierno dazu: „Ich werde nicht zulassen, dass sich das hier in Griechenland verwandelt!“ – Sie irrt sich, sie wird es nicht verhindern können.

      „Ich muss unbedingt den genauer lesen, wo es um die Leihgabe der Reichen an den Staat geht als Krisenmassnahme, denn im ersten Moment hört sich das als eine interessanten Vorschlag an.“

      Sí, sí, dumm sind sie nicht und verschlagen erst recht. Die Lektüre wird es aber klären.

      • aus Madrid sagt:

        Sie hat schon alleine deshalb selbst ihrer Aussage widersprochen, da hier genau wie in Griechenland mittlerweile als Gegenzug zu den für die Finanzinstitute geliehenen 100.000€ eine Troika eingeführt wird. Schon das Wort Troika … Und… auch genau wie in Griechenland, werden für dieses Geld, der Bevölkerung unzumutbare Kürzungen auferlegt, um zu sparen. Pfffff!!
        Waren es nicht schon in 2 oder 3 vorherigen Bankenrettungsaktionen Milliarden oder Millionen, die dann plötzlich, keiner weiss wie, ehemals in von Experten empfohlenen, risikoreichen, moralisch schon gar nicht vertretbaren Geldanlagen versackten? Und jetzt gibt es Rettungsfonds mit diesen Ausschüssen… welch ein Durcheinander, das den ganz Schlauen, so sehr zu Gute kommt : )
        Ah, ja. Ich hatte es vergessen: „Wir“, der Rest, sollen ja „sehen wie wir zurechtkommen“, oder so ähnlich hat es die Abgeordnete Frau Andrea Fabra im Parlament formuliert.

        Vielleicht zahlen wir mit diesen Massnahmen noch immer den auf Kredit erworbenen Toaster eines in der Provinz lebenden US Amerikaners, der gar nicht mehr funktioniert. Ein teurer, mehrmals in der Mühle der neuen Weltwirtschaft vor dem Verrosten geretteter, längst nicht mehr funktionsfähiger Toaster wäre das. Wäre das nun irres oder ausgereiftes Handeln?
        Langsam verstehe sogar ich die ökonomische aggressive Fachsprache immer besser. Ausschüsse, zum Beispiel.

        Indignada? No. Lo siguiente!
        Ich weiss nicht … ich sehe Selbstversorgungsfarm in Kanada … Saludos : )

    • Swiss sagt:

      Zitat: „Wenn Leute prügeln bedeutet Polizist zu sein, hier hast Du meine Polizeiplakette!“ Zitat Ende. (Mein spanisch ist leider viel zu schlecht um mich an einer Rückübersetzung zu versuchen)

      Wow! Bei der spanischen Polizei scheint es noch echte Freunde und Helfer zu geben. Bei der deutschen Polizei gehört doch genau das („Wenn Leute prügeln bedeutet Polizist zu sein“) zum Einstellungskriterium; zumindest hat man öfter den Eindruck.

  2. […] Aktualisierung 12.07.2012, 22:15 Uhr: Uhupardo hat zwei sehr lesenswerte Artikel zu den Ereignissen an diesem Tag: “Jetzt wird es bunt: MwSt. von 18 auf 21 Prozent, weitere Kürzungen in allen Bereichen” (Link) und “Madrider Polizisten wehrten sich nur mit Gummi-Geschossen” (Link). […]

  3. Johannes Eber sagt:

    Das Ausbildungsniveau und der Intelligenzquotient der „Polizei-Schläger“ kann nicht sonderlich hoch sein. Nur fatal an dem ganzen widerlichen Geschehnis ist, daß diese „Polizei-Schläger“ für diesen „eklatanten Rechtsbruch“ nicht büßen müssen bzw. von den staatlichen Institutionen geschützt werden. Die spanischen Demonstranten sollten sich mal wirklich überlegen, wie eine Demonstration gestrafft und organisiert durchgeführt werden kann um in solchen „Situationen“ bestehen zu können. Eine asiatische Kampfsportart zur Selbstverteidigung des Demonstranten auf „die Schnelle“ beizubringen, erscheint mir nicht realisierbar. Ich werde mir darüber aber Gedanken machen, was effektiv sein kann. Die Internetseite „uhupardo“ lese ich schon längere Zeit. Meinen Respekt und Anerkennung der Redaktion für die gute sowie fachliche Qualität. Ich werde in Zukunft meine 30-jährige Erfahrung in der „world-economic“ hier einbringen. Wünsche allen Lesern, Kommentatoren und der Redaktion einen guten und erfolgreichen Freitag.

    • uhupardo sagt:

      Nur zu, Johannes, immer gerne. 🙂

      Als Antwort auf Ihren und mehrere andere Kommentare: Zumindest in Spanien kann man darauf warten, dass viele Polizisten jetzt (zumindest innerlich) die Seite wechseln und ihre Handlungsweise dem anpassen, da bin ich ganz zuversichtlich.

  4. bodenfrost sagt:

    Als der „schwarze Marsch“ am Dienstag Abend in Madrid ankam, war ich positiv überrascht, dass die Polizei sich sehr zurückhalten verhielt. Wenige Stunden später dann diese Gewalt-Eskalation durch die „Freunde und Helfer“. Ich finde diesen Kontrast sehr erstaunlich. Bei beiden Veranstaltungen waren sehr viele Menschen, bei beiden Veranstaltungen flogen ein paar Böller.

    Geänderte Einsatzbefehle? Frustrierte antidisturbios, weil ihnen das Weihnachtsgeld gestrichen wurde?

    Wohl gemerkt, ich suche nicht nach einer Rechtfertigung, nur nach einer schlüssigen Erklärung. Eine Rechtfertigung kann es nicht geben für das Vorgehen dieser Terroristen in Uniform.

  5. Johannes Eber sagt:

    Was ich noch zu meinem Kommentar anmerken möchte. Abgesehen von den physischen Verletzungen der Mädchen durch die „brutalen Polizei-Schläger“ sind die psychischen Folgen nicht zu unterschätzen.

    • uhupardo sagt:

      Ganz wichtiger Punkt, den man gar nicht überschätzen kann. Ich habe viele Menschen erlebt, die man einen oder zwei Tage ins Gefängsnis gesperrt hatte und dann wieder raus liess. Wer einmal erlebt hat, was das mit einer Persönlichkeit anstellt innerhalb von 24 oder 48 Stunden – ohne dass sie geschlagen werden -, bekommt einen komplett anderen Eindruck von solchen Dingen.

      • aus Madrid sagt:

        Auf einer solidarischen Protestversammlung vor der Griechischen Botschaft, konnte ich die oben angesprochene psychische Gewalt erleben.
        Als ich dort ankam, mit Deutscher Pünklichkeit, waren noch wenige Menschen versammelt und die Ordnungshüter hielten bedrohlich in voller Ausrüstung mit Knieschoner, Helmen, Schlagstöcken eine aggressive Stellung. Jeder Anwesende, wurde aufgefordert, sich auszuweisen und die Beamten notierten die Daten mit „Deutscher Genauigkeit“ 😉
        Ich war so erschrocken und ging langsam weiter, um zu verhindern, dass sie mich anhielten, machte einen grossen Bogen um die Botschaft und entfernte mich dann.
        Die Angst vor diesen Ordnungshütern ist gross, niederschmetternd aber das Gefühl, wie mächtig ihre Wirkung auf mich selber war.

  6. Lynn sagt:

    @ bodenfrost

    Hm, das könnte einen fast auf den Gedanken bringen, sich mal die Frage zu stellen, ob auch wirklich in allen Polizeiuniformen spanische Polizisten drin steckten?

  7. Hallo,

    gerade hatte ich einen Kommentar verfasst, da habe ich ihn selber ins Nirwana befördert. Nun noch einmal.

    Beim Anschauen des Videos habe ich nur noch an Krieg gedacht! – Meine Gedanken verweilen bei den Demonstranten, die sich mutig gezeigt haben.

    Was hat diese EU nur aus uns gemacht? – Demokratisch ist das absolut nicht, wenn die Bürger sich gegen die Herrschenden auflehnen und dafür verprügelt werden.

    Leute, die von den Bürgern gewählt werden, können sich doch nicht anschliessend auf ihre Wähler schiessen!!

    Bei uns ist es ja auch nicht besser, wenn friedliche Demonstrationen stattfinden. Es kann noch so ruhig zugehen. Man findet anschliessend etwas, was man den Demonstranten anhängen kann.
    Sie schleusen sich ja mit unter die Massen und provozieren, so dass man ja Material vorweisen kann, dass sich die Polizei lediglich gewehrt hatte.

    Wie war das denn in Stuttgart21, als Schulkinder mit gegen den Bahnhof demonstrierten? Ohne jegliche Rücksichtnahme probierte man die neuen Wasserwerfer, gespickt mit Pfefferspray aus.
    Allen dürften die Bilder noch im Vordergrund sein, wo ein Mann sein Augenlicht dadurch verlor.

    Was hat uns der Euro nur gebracht? – In Ländern, in denen es keinen Euro gibt, geht es ruhig zu.

    Aber uns redet man ein, dass wir Vorteile durch den Euro hätten? – Kann ich nicht glauben!

    Ich denke, dass wir Bürger uns solidarisch gegenüber anderen zeigen sollten. Meine Gedanken sind bei ihnen.

    Haltet Euch tapfer.

    • aus Madrid sagt:

      Hallo Christel,
      Ja – sehr empörend was in Stuttgart21 passierte!

      „Wie war das denn in Stuttgart21, als Schulkinder mit gegen den Bahnhof demonstrierten? Ohne jegliche Rücksichtnahme probierte man die neuen Wasserwerfer, gespickt mit Pfefferspray aus.“
      Skrupellos und wahrhaftig wiederwertig!!! – Entsetzlich!

      Und das vollführen jene, die behaupten es gehe ihnen um das Wohl der Bevölkerung. Für wen und welche Interessen führen jene ihre fleissige Arbeit aus?

      Das Argument dann: „Manchmal muss man schwere Entscheidungen treffen, wir können nicht anders.“ und auch sehr lustig: “ Hört mit dem Protestieren auf, wir müssen Imagepflege im Ausland betreiben, sonst verlieren wir noch mehr an Glaubwürdigkeit auf den Finanzmärkten“ (Zitate aus dem Spanisches Parlament)

      „Was hat uns der Euro nur gebracht? – In Ländern, in denen es keinen Euro gibt, geht es ruhig zu.“
      Man muss sich mittlerweile fragen: Was hat wem der Euro gebracht und was will wer genau noch damit in Zukunft erreichen?

      Gerne hetzt man offensichtlich mit Hilfe der sogenannten Mainstreampresse mal wieder die Menschen gegenseitig auf. Ein konkretes Beispiel: Viele Medien hier in Spanien setzen für „Deutschland“ „die Merkel“ ein. Erfolgreich, denn mittlerweile hat sich das in vielen Köpfen zu einem austauschbaren Begriff entwickelt. Eine Art journalistischer Pfefferspray. Und wenn die Augen pieken, kann man vorerst nichts mehr sehen und muss sich darum kümmern.

      Es wird von Experten behauptet, Deutschland kommt die Präkarität Südeuropas zugute.

      Das ist zu beobachten, schaut man sich die Entwicklung auf dem Markt an, es ist aber nicht „Deutschland“. Dazu müsste man Definieren was heute Deutschland ist. Es sind die Märkte, die Banken, die Bösen… es ist ein Riesendurcheinander, mit sehr gemischten Gefühlen, vermengt und verheddert in Mechanismen die von Natur aus gar keine Besitzen. Gefühle.
      Irgendwer auf dem Deck einer Yacht lacht sich ins Fäustchen habe ich das Gefühl.

      Die Intention des Autors:
      Bloss kein gegenseitiges Verständnis und Gefühl entwickeln, es könnte ja dann doch zu organisierteren übergreifenden Protesten kommen, die dann oh, Schreck, die Existenz der Finanzmärkte gefährden.

      Die Finanzmärkte, sind ein Teil des Finanzsystems. In den Köpfen, zum Beispiel in dem meiner Mutter, sind Dank der fleissigen Arbeit vieler Jounalisten, Finanzsystem und Finanzmärkte nun das Gleiche und die Angst wird geschürt, das Finanzsystem kollabiere, alles bricht zusammen… Man versteht dann die schwierigen Entscheidung der Regierung, denn sonst oh Gott! (ist immer dabei) Chaos und Elend kommt dann, das Chaos und Elend ist komischerweise aber schon längst da und ist der einzige Wachstumsfaktor im Süden Europas mit dramatischen folgen.
      Was wenn die Finanzmärkte von Politikern in die Schranken gewiesen werden zu Gunsten der Bevölkerung? In der Ära Kohl wurde damit in Deutschland sogar politisch umworben!

      Die Kürzungen und die Senkung des Lebensstandarts sind sowieso hier in Südeuropa schon spürbar da, und EU-weit unvermeidlich. Was hier den Lebensstandart senkt, ist für die Finanzmärkte, Lebenskraft, ein Geschäft, ein weiterer Handel.
      Die Finanzmärkte werden sich allein wegen ihrem Naturell her, nicht für das Gemeinwohl einsetzen und können es auch nicht, denn es wäre, sich selber Steine aufs eigene Dach zu schmeissen und es damit zu zerstören. Aber sie scheuen aus ihrer Natur heraus nicht davor zurück, Steine auf andere Dächer zu schmeissen, wenn es einen Profit ergibt und das nicht einmal böse gemeint.
      Sie kaufen alles was zu kaufen ist. Und was nicht zu kaufen ist, verwandeln sie in etwas kaufbares. Wie z.B Das Wasser, die Natur…

      Ihre Zeilen, besonders diese, „Ich denke, dass wir Bürger uns solidarisch gegenüber anderen zeigen sollten. Meine Gedanken sind bei ihnen. Haltet Euch tapfer.“, haben mich sehr berührt.

      Es sind die Menschen, die das Geld regulieren sollten, nicht umgekehrt und als unumstösslich präsentiert. Wir müssen solidarisch und gemeinsam gegen diese neue (hier in EU neue) sich immer mehr zeigende Finanzdiktatur vorgehen für unser aller Gemeinwohl.

      Gute Menschen mit bösen Turnschuhen und bösem Geld in der Tasche stehen auf um zu protestieren, weil man das gute Leben bemerkenswert schwinden sieht, kann man böse sagen und schreiben zum Beispiel ich, auf einem Macintosh in einen interessanten Blog von Uhupardo, den/die? ich nie gesehen habe hinein und ich bitte um Entschuldigung, für diese ganze hitzige Schreiberei von heute an mehreren Stellen… Es ist eine Art Ventil für mich, die ich versuche etwas zu verstehen oder besser gesagt zu begreifen. Danke! Uff! Agotada. A la calle!

      • uhupardo sagt:

        Dieser Text wird hier noch 500mal erscheinen vermutlich, aber es ist eben jeden Tag immer wieder ungemein wichtig, sich genau das klar zu machen, wenn Schuldzuweisungen angesagt sind:

        „Der unerträgliche Zustand unserer im Chaos versinkenden Welt resultiert also nicht daraus, dass gegen die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus verstoßen wurde, sondern daraus, dass dessen Gesetze unbarmherzig exekutiert werden. Die einzig vernünftige moralische Haltung besteht aber nicht darin, den erhobenen Zeigefinger gegen einzelne Akteure zu erheben, sondern im Beharren auf der Notwendigkeit einer humanen gesellschaftlichen Alternative.“
        stammt aus: http://www.heise.de/tp/artikel/37/37150/1.html

  8. aus Madrid sagt:

    Danke : )

  9. Ja lieber Schreiber aus Madrid. Mir geht es seit Tagen mal wieder ähnlich.

    Ich habe einen dicken Kloß im Halse stecken, will das alles nicht mehr hinnehmen, rüttele meine Mitmenschen auf, in der Hoffnung, dass sie kapieren, was um sie herum vorgehen.

    Aber nein, es ist doch einfacher, die vorgekauten Meldungen unserer Systempresse zu übernehmen. Ich betreibe jetzt schon seit vielen Jahren diese Aufklärungsarbeit. Und trotzdem sind die Bürger noch sehr systemtreu.

    Mehr und mehr Leute kapieren allmählich, was hier in der EU alles schief läuft und die Medien verlieren keinen Augenblick, um den Ländern die Schuld für ihre Misere in die Schuhe zu schieben. – Es wird geglaubt – diese schreckliche Saat fällt auf fruchtbaren Boden.

    Und die Leute, die hier noch ihre Arbeit haben, verdrängen einfach, dass auch sie mal eines Tages zu den Suppenküchen laufen müssen, um sich von diesen Abfällen ernähren zu können.

    Nehmen wir Spanien, Griechenland, Italien oder ein anderes Land. – Wir sind alle gleich betroffen. Einer mehr, ein anderer etwas weniger! – Es geht stark abwärts und das zu Gunsten reicher Konzerne und Banken!

    Es gibt doch überhaupt keine freien Märkte mehr. Sie werden von internationalen Konzernen und Banken für ihre eigenen Zwecke manipuliert.

    Und darauf sollen wir Rücksicht nehmen und Verständnis zeigen?? – Ich vergleiche das immer mit dem Schneeballsystem, dass dann ein Ende nimmt, wenn nichts mehr eingezahlt wird. – Darum war ein Amerikaner doch in den Knast gekommen, weiss jetzt nicht mehr, wie der heisst.

    Nein – es kann so nicht mehr weiter gehen. Wir sitzen alle in einem Boot. Und bei einem Zusammenhalt, müssten sich die Regierenden sehr warm anziehen!

  10. aus Madrid sagt:

    Ja : ) Und gegen die Klösse in unseren Hälsen und Tränen in unseren Augen den guten Tip von Uhupardo einhalten: „Beharren auf der Notwendigkeit einer humanen gesellschaftlichen Alternative.“ Es gibt sie und sogar vielfältig! LG

    • uhupardo sagt:

      … wenn man sich nicht darauf versteift, sie innerhalb von zehn Jahren realisiert sehen zu müssen, gibt es sie. Angesichts der Lage vielleicht schneller als man glaubt, weil die aktuellen „Lösungen“ so offensichtlich keine mehr sind.

  11. aus Madrid sagt:

    Schon wieder bekommen gerade eben Madrider Ordnungshüter, 13.07 um 20:30h, die Order „Helme auf, in Prügelbereitschaft“. Es ist zum Heulen!

    Die Protestkundgebungen sind für 20:00h vor dem Parteigebäude und um 22:00h vor dem Parlament. In der Presse steht von Ausschreitungen der Polizei kaum etwas, es sei denn, es ist ein fast-Todesfall.
    Es sind Menschen, die es wagen noch den Mund aufzutun, die auf den Protestkundgebungen Geldstrafen und Prozesse riskieren, die ihre Köpfe regelrecht hinhalten!

    Bei friedlichen Protestkundgebungen von Schülern und Erziehern in Valencia vor ca. 2 Monaten, sprach der Polizeioberste zu Journalisten sogar vom „Feind“, er meinte damit die Demonstranten.

    „Wenn Sie glauben, ich würde dem Feind meine Kampfstrategien verraten – Pam! – Handschlag auf den Tisch, tiefer Blick in die Kamera und fieseliges Lächeln, – Dann liegen sie aber falsch! – Pam! Pam!, liess er bei einer Pressemitteilung verlauten.

    Die Proteste finden auch in Barcelona, Zaragoza, Mallorca, Malaga, … in allen Köpfen und im Netz statt.

    Aus Madrid informieren @juanlusanchez und @LoloViejo in Twitter.

  12. aus Madrid sagt:

    Im Twitter sind die Landesweiten Protestkundgebungen unter dem HT
    #quesejodan
    einzusehen. Etwas rüde, aber es ist eine Hommage an die Oppositionskollegen gerichteten Worte der Parlamentarierin der Regierungspartei Frau Fabra.
    Morgen will ich in der Presse etwas darüber lesen!!

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