WWF entzieht spanischem König Ehrenpräsidentschaft

juancabotsuana

Es hat alles nichts genützt. Trotz der historisch einmaligen königlichen Entschuldigung hat der World Wildlife Fund (WWF) dem spanischen Monarchen Juan Carlos I. heute Nachmittag die Ehrenpräsidentschaft entzogen, die er seit 1968 innehatte.  Mit 226 zu 13 Stimmen fiel diese Entscheidung rigoros deutlich aus. Die Elefantenjagd in Botswana im April war der Grund dafür.

„Auch wenn diese Jagd legal und gesetzlich geregelt ist“, heisst es in der Pressemitteilung, „wurde sie von den meisten Mitgliedern als inkompatibel mit mit der Ehrenpräsidentschaft einer internationalen Organisation wie dem WWF angesehen, der sich um den Schutz von Natur und Umwelt bemüht, wozu der Schutz bedrohter Tierarten unbedingt gehört.“  Damit hat der WWF faktisch den Artikel 6 seiner Satzung heute ersatzlos gestrichen, der da lautet: „Gründungs- und Ehrenpräsident der Organisation ist König Juan Carlos I. von Spanien.“

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8 Kommentare zu “WWF entzieht spanischem König Ehrenpräsidentschaft

  1. Is ja ’n Ding!
    Wem hat der hohe Herr denn im Weg gestanden? Das war doch nicht seine erste Jagd seit 1968!
    Oder war er irgendwem gegenüber nicht gehorsam, dass er jetzt so rüde abserviert wird?

    Apropos, wo ist denn der spanische König in der Zeit dieser inszenierten Krise gegen sein Land? Ist von diesem erlauchten Herrn – der ja genau wie das Parlament gerade seine abosute Macht(losigkeit) demonstriert – irgend etwas zu hören? Ich möchte keinem Spanier zu Nahe treten, aber es wäre wohl eh nur bla-bla-bla zu erwarten, oder?

    • uhupardo sagt:

      Es ist zwar irgendwie nicht besonders dem Ansehen förderlich, als Ehrenpräsident des WWF abgesetzt zu werden, aber so wichtig ist es dann auch nicht.

      Was das „bla-bla-bla“ angeht, ist es eine Frage der Definition. Vom König ist nicht zu erwarten, dass er jetzt den Systemfeind spielt und sich dahingehend äussert, das sicher nicht.

  2. birkental sagt:

    Ein König wird per Abstimmung abgesetzt, das ist nichts Alltägliches.
    Aber eigentlich geht es ja nicht um Personen, sondern um Glaubwürdigkeit. Der Grad der Kohärenz zwischen unserm Denken und Handeln wird die Zukunft mehr beeinflussen als das spanische Königshaus.
    Trotzdem Krimis schreiben, Frau Calderin.

    • uhupardo sagt:

      Den Satz etwas modifiziert: „Der Grad der Kohärenz zwischen unserm Denken und Handeln wird die Zukunft mehr beeinflussen als … alles andere.“

      Wenn das nicht endlich Prämisse wird, weit vor der täglichen Suche nach Schuldigen, muss alles untaugliches Stückwerk bleiben.

  3. fischi sagt:

    Der König ist ein Bauernopfer.
    Der WWF ist ganz schön unter Druck gekommen.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/schwarzbuch-wwf-die-dunkle-seite-des-panda-1.1366518

  4. Das war doch wohl mehr als überfällig!

  5. Gruseli sagt:

    is der wwf nich nur von jägern gegründet worden?

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