Rekord-Kapitalflucht in Spanien: 163 Milliarden in fünf Monaten

fuga capital

Allein im Mai sind 41,3 Milliarden aus Spanien „verschwunden“: Als die Bankia-Krise ausbrach, die Risikoprämie dramatisch anstieg und klar wurde, dass die Banken“rettung“ nicht mehr zu vermeiden sein würde, steigerte sich die Kapitalflucht deutlich. In den ersten fünf Monaten 2012 kommt so die Rekordsumme von 163,2 Milliarden Euro zusammen. Wie aus den Daten der spanischen Nationalbank hervorgeht, haben nationale und internationale Anleger in elf aufeinander folgenden Monaten damit 259 Milliarden Euro an Kapital abgezogen.

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2 Kommentare zu “Rekord-Kapitalflucht in Spanien: 163 Milliarden in fünf Monaten

  1. Don Furioso sagt:

    Und wo wird das Geld geparkt? In Deutschland, mit negativer Rendite.

  2. Seit Anfang des Jahres haben ausländische Geldgeber 80 Mrd. Euro aus spanischen Anleihen abgezogen. Wer hat das übernommen? Die spanischen Banken. Die haben ihr Anleihevolumen um 80 Mrd. erhöht, mit bereitgestelltem EZB-Geld. Jetzt sitzen die auch noch auf den riesigen Kursverlusten. Viel Spaß bei der Abschreibung bei steigenden Zinsen – würde man da eigentlich sagen! Aber die EZB will da einspringen und morgen vermutlich beschließen die Anleihen selbst zurück zu kaufen, mal wieder „alternativlos“ um die spanischen Banken zurück zu retten. Die Zinsen für spanische Anleihen fallen und die Banken haben dann noch nen prima Gewinn gemacht wenn sie verkaufen. So werden auf Kosten des Steuerzahlers fette Gewinne gemacht. Dirk Müller hat’s gestern schön erklärt.
    Na, und die Bankia-Aktie hat in froher Erwartung der Bankenrettung in kürzester Zeit von 54 Ct. auf 73 Ct. zugelegt. Fast um die Hälfte in ein paar Tagen. So wird Geld gemacht. In freudiger Erwartung auf die große Supermario-Draghinanke-Bazooka. Wenn die morgen bei der EZB-Sitzung zum Abschuß frei gegeben wird, können die GIPS-Staaten schon mal die großen Fangnetze aufbauen. Man scheint erkannt zu haben das Sparen nichts nützt. Dann doch lieber Feuer mit Benzin löschen, mehr davon, wie’s vorher war. Mehr Euros, Schleusen auf. So lange bis in D die Garantie- und Bürgschaftsteiche leer gelaufen sind.
    Aber wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe: Ich befürchte, das wir uns dann alle um ein großes Euro-Güllefass versammelt wiederfinden in das Andere ein paar Handgranaten werfen und uns die Scheisse heftigst um die Ohren fliegt!

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