Schlag-Zeilen

Manager Magzin
„Danach haben die Menschen in Deutschland tatsächlich mittlerweile erstmals mehr als zehn Billionen Euro Vermögen angehäuft, und das entspräche in der Tat den Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen.

Wie der Bundesverband Deutscher Banken auf Basis von Bundesbank-Daten ermittelt hat, müssten 1,5 Billionen Euro Kreditschulden von der zuvor ermittelten Vermögenssume abgezogen werden. Im dritten Quartal 2011 hätte das sogenannte Nettovermögen der Deutschen dann noch deutlich mehr als acht Billionen Euro betragen.

Das hiesige Nettovermögen beträgt dann nicht mehr das der Staatsschuldensumme aller 27 Staaten der Europäischen Union (EU), wohl aber aller 17 Euro-Staaten.

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Hintergrund:
0,1% (ein Zehntelprozent) der Bevölkerung hält 22,5 Prozent allen Besitzes.

Die reichsten 10 Prozent der Deutschen besitzen zwei Drittel des gesamten Volksvermögens.

50 Prozent der Deutschen besitzen nichts oder haben Schulden.

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faz
„Die gute Konjunktur hat Deutschland einen erklecklichen Überschuss beschert. Im ersten Halbjahr 2012 nahm der Staat nach vorläufigen Ergebnissen 8,3 Milliarden Euro mehr ein, als er ausgab.“

faz
„Die Arbeitnehmer in Deutschland sind heute häufiger in der Nacht und an Wochenenden tätig als Mitte der neunziger Jahre. Knapp ein Viertel der Beschäftigten arbeitete im vergangenen Jahr auch samstags, 1996 waren es 18,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Der Anteil der Menschen, die nachts arbeiten, erhöhte sich im selben Zeitraum von 6,8 auf 9,6 Prozent.

Junge Erwerbstätige haben in ihrem Arbeitsleben zudem weniger Beschäftigungssicherheit. Im vergangenen Jahr hatten 19 Prozent der 25- bis 34-jährigen Erwerbstätigen einen befristeten Arbeitsvertrag. Dieser Anteil hat sich in den vergangenen fünfzehn Jahren fast verdoppelt. Vor allem Berufseinsteiger und Stellenwechsler beginnen häufig mit einem befristeten Vertrag: 40 Prozent derjenigen, die im Jahr 2011 erst seit weniger als zwölf Monaten bei ihrem aktuellen Arbeitgeber tätig waren, hatten einen befristeten Arbeitsvertrag.“

welt
„Armut bei Arbeitslosen ist in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich stärker gewachsen als in allen anderen Ländern der Europäischen Union.

2009 hatten demnach 70 Prozent der Arbeitslosen ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze. Dies waren 25 Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt der 27 EU-Staaten. Auch bei den Erwerbstätigen stieg die Zahl der Armutsgefährdeten an.

Wie aus der Studie hervorgeht, hat sich Armut in Deutschland seit den Hartz-Reformen schneller ausgebreitet als in allen anderen EU-Ländern. Zwischen 2004 und 2009 sei die Armutsquote bei Arbeitslosen um 29 Prozentpunkte gestiegen. Im EU-Durchschnitt waren es nur 5 Prozentpunkte.“

taz
„Demnach leben in Deutschland rund 2,5 Millionen Kinder in Armut oder müssen auf grundlegende Güter wie regelmäßige Mahlzeiten oder Freizeitaktivitäten verzichten.“

Lesen Sie bitte auch:
* Schuldenkrise? Sind Sie jetzt endlich wach?
* Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt
* „Papi, werde ich später auch noch Geld verdienen können?“

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17 Kommentare zu “Schlag-Zeilen

  1. almabu sagt:

    Dafür, für diese asozialen Zustände in Deutschland, lässt sich neuerdings der Verursacher Gerhard Schröder gerne wieder in Interviewbeiträgen feiern! Fast scheint es, als wolle er – frei nach dem Motto „Wenn Drei sich streiten, freut sich der Vierte“ – sich nochmals als Kanzlerkandidat der SPD in Stellung bringen? Zwar ist sein Ruf (zu Recht!) völlig versaut, doch Wahlkampf, das kann er und die potentiellen Kandidaten Steinmeier und Steinbrück waren doch nur zweite Reihe in seiner Regierungszeit. „Siggi Pop“-Gabriel irrlichtert da zwar auch noch rum, aber die Entscheidung wird ohnehin für Hannelore Kraft fallen;-))

    • uhupardo sagt:

      Die besten Texte sind diejenigen, die man gar nicht kommentieren und logisch verknüpfen muss. Fakten aufreihen reicht völlig. Das sich daraus ergebende Bild ist mehr als schlüssig.

      Wenn überhaupt SPD, dann Hannelore Kraft. Dennoch gibt es in Deutschland keinen Grund, SPD zu wählen, wie es in Spanien keinen Grund gibt, PSOE zu wählen. Es würde an der Sachlage nichts entscheidend ändern. Die Diskussion darum, wo man alle vier Jahre ein Kreuzchen macht, hat sich generell erledigt.

      • R@iner sagt:

        Man könnte ja vor der nächsten Wahl eigene Wahlscheine erstellen, auf den nur noch Konzern- und Bankennamen stehen und diese dann in die Urnen befördern.

  2. Helmut Josef Weber sagt:

    Geld entsteht immer und nur durch Schuld.
    Deshalb halten sich i m m e r die Verschuldung und das Vermögen die Waage, und das ist in allen Industriestaaten, es geht nicht anders.
    Irgendjemand muss ja die Anleihen der BRD kaufen oder Tante Ernas Spargroschen verzinsen.
    Deshalb kann man Schulden auch n i e zurückzahlen. Zahlt man die Schulden für sein Häuschen, Auto oder Kleinkredit zurück, dann hat die Schulden jemand anders.
    Die Schulden werden aber immer höher, weil die Zinsen am Ende überbleiben.
    Deshalb wird ja auch mit allen Mitteln versucht den Zins möglichst tief zu halten, damit das System noch etwas länger am Leben gehalten werden kann.
    Ich persönlich hätte nichts gegen eine totale Streichung der Schulden und hoher Vermögen, aber bitte dann alle Schulden und Vermögen.
    Dazu gehören Bundesanleihen, Sparbücher, Lebensversicherungen, Riesterrenten, Rücklagen der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherungen, Geld auf Girokonten, Kredite an Gemeinden usw. usw, alles das sind Schulden.
    Die Bank hat bei dem Girokontobesitzer Schulden und die Rentenversicherung hat Schulden demjenigen gegenüber, der die Police hat, usw.

    Das sind die Milliarden und Billionen, die in den Tresoren der Reichen liegen.
    Niemand glaubt doch wohl im Ernst, dass da Billionen an Bargeld oder Gold und Silber liegen.
    Und wer dann wirklich einmal verstanden hat, das Schulden niemals zurückgezahlt werden können, sollte noch einmal ein überarbeitetes Thema hier einstellen.
    Wer mir hundert Euro leiht, hat 100,00 Euro Vermögen, die er mir geliehen hat und ich habe 100,00 Euro Schuld. Gebe ich die Hundert Euro zurück, bleiben immer noch die 100,00 Euro, aber plus Zinsen und die bringen uns um.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    • uhupardo sagt:

      Helmut Josef Weber, Sie sind nicht in guter Gesellschaft, aber in zahlreicher. Nämlich in der Gesellschaft derjenigen, die im lauten Brustton der Überzeugung genau wissen, dass Geld in allen Fällen gleich Schuld ist und keine Gelegenheit auslassen, das zu verbreiten, weil sie Buchhaltungskriterien mit Geldsystem verwechseln.
      http://www.bandbreitenmodell.de/geldsystem
      https://uhupardo.wordpress.com/2011/11/06/serie-der-tag-nach-dem-crash-teil-1-das-bandbreitenmodell/#comment-7288

      Es ist schlicht falsch. Vielleicht sollten Sie nochmal einen überarbeiteten Kommentar hier einstellen.

      • Pro Freiheit sagt:

        Der Dollar und der Euro sind Schuldgeld-Systeme.
        Das hat nichts mit einer Verwechslung von Buchhaltungskriterien zu tun.

        Die Regio-Währung „Rheingold“ ist als Gutschein-System konstruiert.

        Leider hängt der Rheingold-Initiator am Freigeld-Konzept, welches eine Umlaufgebühr auf gehortete Gutscheine propagiert.
        Dabei hat Egon-W-Kreutzer in einem lesenswerten Aufsatz nachgewiesen, daß eine Umlaufgebühr gewaltigen Schaden anrichten würde und schlicht und einfach unvernünftig und überflüssig ist.
        http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen14.html

        Zurück zum Schuldgeldsystem, das so etwa 99% der Menschen nicht verstehen. Sie wissen nicht, daß der 10.-Euro Schein
        ein anonymer Schuldschein ist. Sie wissen überhaupt nicht,
        wie Geld entsteht und wie es wieder aus der Welt verschwindet, wenn jemand den Kredit bei der Bank tilgt.

        Wie kommen neue Euros in unserem Geldsystem in die Welt ?
        Weiß das jemand hier ?
        Ich stelle es der Einfachheit halber verkürzt dar:

        Ein Euro-Schein darf nur von der Notenbank gedruckt werden, niemand sonst hat das Recht dazu.

        Der normale Bürger (Nichtbank genannt, weil er keine Banklizenz hat) hat keinen Zugang zum Schalter der Notenbank. Er kommt nicht direkt an frisch gedruckte Euro-Scheine ran.

        Zugang haben nur Geschäftsbanken. Sie sind als Versorger der Wirtschaft mit Geld vorgesehen. Sie holen sich das Geld bei der Notenbank und geben es ans Publikum weiter.

        Geht das einfach so, daß Herr Meier zu seiner Bank geht und sagt: „Ich brauche 200.000 Euro , um eine Wohnung zu kaufen“ und die Bank geht zur Notenbank und sagt: „Unser Kunde braucht 200.000 Euro, bitte druckt das mal eben und packt es in unseren Rucksack, den wir gleich mitgebracht haben.“ ?

        Nein, so geht es nicht.
        Wie geht es aber dann ?
        Herr Meier steht bei seiner Bank auf der Matte und bittet um einen Kredit in Höhe von 200.000,-Euro.

        Das ist die Initialzündung, der Anfang der Kette, welche
        zum Drucken von neuen 200.000 Euro führt, die es davor
        nicht gab.

        Die Bank prüft die Bonität von Hr. Meier, läßt sich eine Sicherheit verpfänden und sagt ihm den Kredit in Höhe von 200.000 Euro zu.

        Neues Geld in einem Schuldgeldsystem entsteht, wenn eine Nichtbank sich bei einer Bank verschuldet.
        Am Anfang ist die Schuld, manifestiert in einem Schuldvertrag, der Kredit genannt wird.

        Wo bekommt nun die Bank die 200.000 Euro her ?
        Der Unwissende denkt, daß die Bank diese 200.000 Euro von anderen Kunden eingesammelt hat.
        Das ist jedoch nur zu einem Bruchteil richtig.

        In der Realität hebelt jede Bank die Einlagen ihrer Kunden.
        Wie geht das ?

        Die Bank leiht sich ein Schuldpapier von einer anderen Bank
        in Höhe von 200.000 Euro und zahlt der anderen Bank Zinsen dafür.
        Mit diesem Schuldpapier (es muß auf der Liste der notenbankfähigen Sicherheiten stehen) geht die Bank zur Notenbank und macht ein sogenanntes Refinanzierungsgeschäft mit der Notenbank.
        Sie hinterlegt das Schuldpapier als Pfand und bekommt dafür
        200.000 Euro auf ihrem Zentralbank-Konto gutgeschrieben.

        Dieses ZB-Konto ist das Giro-Konto der Bank bei der Notenbank.
        Jeder von uns hatte schon mit diesem ZB-Konto seiner Bank zu tun, denn es ist die sogenannte Bankleitzahl.

        Die Bank hat nun also ein um 200.000 Euro höheres Sichtguthaben auf ihrem ZB-Konto und die Notenbank
        hat ein Schuldpapier als Sicherheit im Wert von 200.000 Euro.

        Das Sichtguthaben der Bank auf dem ZB-Konto ist eine Forderung der Bank an die ZB.
        Die ZB muß auf Verlangen Bargeld dafür herausgeben.

        Nehmen wir an, daß Herr Meier die 200.000 Euro tatsächlich in bar haben will. Das muß er mindestens einen Tag vor der gewünschten Auszahlung anmelden, denn die Bank muß das Bargeld bei der Notenbank bestellen. Ein Geldtransporter
        bringt es zur Bank und das ZB-Konto der Bank wird um den ausgezahlten Betrag belastet.

        So kommen neue Euro-Scheine in die Welt.
        Es gibt keinen anderen Weg (von bestimmten Aktionen der ZB abgesehen, welche jedoch Ausnahmen sind).

        Jemand nimmt einen Kredit und stellt Sicherheiten bei der Bank.
        Die Bank besorgt sich notenbankfähige Sicherheiten auf dem Kapitalmarkt (= Schuldscheine von Staaten, Ländern usw., welche von der Notenbank als Sicherheiten anerkannt werden)
        und tauscht sie bei der Notenbank gegen Euro-Scheine.

        Was ist demnach ein Euro-Schein ?

        Er ist ein anonymisierter, standardisierter Schuldschein.
        Ein Schnipsel quasi von einem notenbankfähigen Schuldschein.

        Wir sehen also, daß im Normalfall bereits eine Schuld eingegangen worden ist, bevor eine Bank sich refinanzieren kann.
        Verschuldet hat sich der Staat gegenüber einem elitären Bieterkreis ( 33 Banken in Deutschland) , welche neue Staatsanleihen ersteigert.

        Diese Staatsanleihen werden dann von den elitären Banken an den Rest der Banken verliehen, um noch mehr Rendite daraus zu erzielen.

        Und die normale Bank hebelt mit diesen Schuldscheinen, welche sie gegen Zins von anderen Banken leiht, ihre Kundeneinlagen.
        Einer Bank reichen 20.000 Euro Spareinlagen locker, um sich über das beschriebene Hebel-Geschäft 200.000 Euro von der Zentralbank zu leihen, welche dann an den Kreditnehmer
        ausgezahlt werden.

        So wird die Geldmenge aufgebläht, über diese ganz alltägliche Hebelung.

        Was passiert, wenn der Kredit getilgt wird ?
        Um es nicht zu kompliziert zu machen, nehmen wir an, daß Herr Meier bereits nach einem Jahr die volle Summe tilgt.
        Er hat 200.000 Euro in bar von jemandem bekommen
        und bringt diese strahlend am Fälligkeitstag zur Bank.
        Seine Schuld ist erloschen.

        Die Bank liefert die 200.000 Euro umgehend per Geldtransporter bei der ZB ab, bekommt den Betrag auf ihrem
        ZB-Konto gutgeschrieben und tilgt damit ihre Schuld in Höhe von 200.000 Euro bei der ZB.
        Die ZB gibt das verpfändete Schuldpapier heraus, welches die Basis des Geschäfts mit der Bank war.
        Die Bank wiederum gibt das geliehene Schuldpapier an die
        Bank zurück, welcher es gehört.

        Somit ist die Schuld von Hr. Meier bei seiner Bank gelöscht.
        Die Schuld der Bank bei der ZB ist gelöscht.
        Und die Schuld der Bank bei der anderen Bank ist gelöscht.

        Das Bargeld, welches die ZB im Tausch gegen das Schuldpapier druckte, ist wieder im Tresor der ZB und ist kein Geld mehr. Es ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern
        nur ein bedrucktes Zettelchen.

        Gesetzliches Zahlungsmittel sind die Zettelchen nur, wenn dafür ein Schuldpapier bei der ZB hinterlegt und ein Schuldvertrag mit einem Termin abgeschlossen wurde.
        Man bezeichnet diesen Vorgang als „Monetisierung“ .
        Ein Kreditvertrag wird zu „Geld“ gemacht. Die Bank muß diese Schuld mit Geld zum Fälligkeitstag bezahlen und bekommt dann im Gegenzug das Schuldpapier zurück.
        Das kostet Zinsen.

        Wir sehen, daß Geld in unserem Schuldgeldsystem ausschließlich durch die Monetisierung von Schuldpapieren in die Welt kommt und durch Tilgung der Schuld wieder aus der Welt verschwindet.

        Geldscheine sind anonyme Schuldscheine.
        Im Schuldscheinsystem wird Geld durch eine Schuld geboren
        und stirbt bei Tilgung.

        Guthaben = Schulden

        Natürlich kann ich ohne einen Kredit an Geld kommen. Ich arbeite und werde mit Geld bezahlt. Ich selbst habe keinen Kredit aufgenommen und habe trotzdem Geld in der Hand.

        Aber bitte sehr, woher hat der Arbeitgeber das Geld ?

        Ach so, seine Kunden haben seine Produkte damit bezahlt.
        Ja, sicher. Doch das ändert nichts daran, daß jeder Geldschein nur durch ein Kreditgeschäft einer Bank mit der ZB in die Welt kommt.
        Das bedeutet, daß hinter jedem Geldschein jemand steckt, der sich dafür verschuldet hat.

        So kann jemand ein Millionär sein, ohne selbst einen Kredit aufgenommen zu haben. Aber seine Million kam trotzdem nur durch Kredite von Dritten in die Welt und insgesamt betrachtet
        steht jedem Euro an Geldvermögen ein Euro an Kredit gegenüber.

        So ist das nunmal und es ist logisch, daß der Zins dieses System zum Crashen bringt, denn der Zins fehlt in diesem System und um den Zins aufbringen zu können, braucht es
        Nachschuldner.

        Bei diesem Zinseszins-System fehlt immer der Zins und die Marktteilnehmer müssen ihn den anderen wegnehmen, um ihren Schuldendienst zu erfüllen.
        Das führt automatisch zu Insolvenzen, welche wiederum zu Arbeitslosen führen und damit zum Einbruch von Konsum,
        was wiederum zu Insolvenzen führt.
        Wenn dann die Nachschuldner ausfallen, weil es niemanden mehr gibt, der Pfänder für neue Kredite hat, stürzt dieses System unweigerlich ab.

        Die Notenbanken zögern den Absturz dadurch heraus, daß sie minderwertige Pfänder akzeptieren. Dadurch kommt über Schrott-Sicherheiten neues Geld in die Welt, welches aber nur einen Tropfen auf einen heißen Stein bedeutet und
        am Ende zur Hyperinflation führen muß.

        Die Politiker und Banker tun seit Jahrzehnten nichts anderes, als den Absturz mit verbrecherischen Tricks etwas weiter in die Zukunft zu schieben. Sie nutzen die Zeit, um ihre eigenen Taschen zu füllen und sich mit Sachwerten einzudecken.

        Das Schuldgeldsystem mit Zinseszins ist ein Idioten-System, mit eingebauter Crash-Garantie.
        Es dient jedoch der Bereicherung von Minderheiten und der Verarmung der Massen und weil diese Profiteure nunmal die Massenmedien und die Politiker kontrollieren, wird sich daran wohl nie etwas ändern.

        Ja, ich weiß, man soll nicht pessimistisch, sondern optimistisch sein. Viele verwechseln jedoch Optimismus mit Träumerei und weltfremdem Wunschdenken.
        Gefragt ist Realismus und Brainstorming über Alternativen.
        Klar, Aufklärung ist gefragt. Wo bleibt sie ?

    • El Bernabeu sagt:

      @Helmut Josef Weber:
      sie machten folgende Aussage.
      „Geld entsteht immer und nur durch Schuld.“

      Wenn dem so ist, wieso ist dann zb. das Vermögen in Deutschland viel, viel höher als die Schulden?
      oder wie soll man das Zitat (Manager Magazin) aus diesem Artikel verstehen:
      “Danach haben die Menschen in Deutschland tatsächlich mittlerweile erstmals mehr als zehn Billionen Euro Vermögen angehäuft, und das entspräche in der Tat den Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen.

      Ergo gibt es mehr Vermögen als Schulden.

  3. R@iner sagt:

    @Uhu: Ich hab’s ja geschnallt, daß Du irgendwie Fan des Bandbreitenmodells bist. Wenn ich aber lese: 1. Wenn ich ein Gehalt für meine Arbeit bekomme – wer hat dann Schulden bei mir?, dann frage ich mich z.B.: Woher stammt das Geld, das mir gegeben wird?
    Die nächste Frage dort lautet: 2. Wenn ich meinen Kind Taschengeld gebe, hat es dann bei mir Schudeln?
    Auch hier frage ich mich, woher ich das Geld habe, daß ich verteilen kann.

  4. Helmut Josef Weber sagt:

    Ja- uhupardo, deshalb, weil es nur so wenige begreifen, kann man mit den Menschen auch diese Gaunereien abziehen.
    Und diejenigen, die auf den Billionen Vermögen sitzen, lachen sich eins ins Fäustchen, weil sie ganz genau wissen, dass bei diesen Kenntnissen über Geld, ihre Vermögen mehr als sicher sind.
    Nur ein Beispiel von hunderten.
    Der kleine Mann freut sich, dass er von der Bank den Baukredit für sein Häuschen bekommt.
    Die Bank haftet durch den Mindestreservesatz nur mit einem Prozent des Kredites der EZB gegenüber.
    Aber der kleine Mann muss sein halbes Leben dafür krücken, Zinsen zahlen die oft den Kredit summenmäßig überschreiten und wenn etwas schiefgeht, nehmen sie ihm das Haus wieder weg und der kleine Mann darf dann, obwohl das Haus schon bei der Bank ist, den Kredit weiter abbezahlen.

    Die Bank geht ein Risiko von einem Prozent der Kreditsumme ein und der kleine Mann riskiert Kopf und Kragen. Und die Zinsen, die er selber bezahlt hat, blähen das Geldsystem so auf, dass diese Teuerungen, wie in den letzten 20 Jahren, dabei herauskommen.
    Wenn aber doch alles gut geht, und der kleine Mann, der 2002 ein Haus für 200 TSD gebaut hat, das Haus heute für 300 TSD verkaufen kann, freut sich, das er 100 TSD mehr für sein Häuschen bekommen hat.
    Hat er aber nicht, denn alleine durch die Inflation hat er etwa 50 TSD Euro verloren.
    Aber wie gesagt, das sollte der kleine Mann alles nicht wissen.
    Denn wenn die Leute wüssten wie Geld funktioniert, würde es nicht mehr funktionieren.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    • uhupardo sagt:

      Gerade mit Ihrem letzten Satz kann man nur einverstanden sein, Helmut Josef Weber. Allein die Zinseszins-Problematik rechtfertigt das ohne Weiteres. Gemeint war: Wenn von einem Schuldgeldsystem die Rede ist, in der Entstehung des Geldes, ist das in Ordnung. Die Diskussion – allüberall – ist allerdings viel zu undifferenziert, als dass sie greifen könnte. Sie werden niemandem erklären können, warum und bei wem die kleine Tochter Schulden haben soll, wenn sie Taschengeld bekommt – auch das war nur eines der Beispiele – weil es faktisch nicht so ist. Für unseren Geschmack ist die Geldsystem-Diskussion ein wichtiges Thema, das aber weit überproportional zu seiner Wichtigkeit diskutiert wird (abgesehen vom Zinseszins). Dabei gerät die noch wichtigere Diskussion um die Verteilung des Geldes in den Hintergrund, was sehr bedauerlich ist.

  5. Helmut Josef Weber sagt:

    Ja uhupardo, die kleine Tochter auch hat keine Schulden, aber der Vater, und der von dem der Vater das Geld hat und, und,.

    Zitat:
    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“
    Henry Ford

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    • uhupardo sagt:

      „Ja uhupardo, die kleine Tochter auch hat keine Schulden, aber der Vater, und der von dem der Vater das Geld hat und, und,.“

      Nein, der Vater hat auch keine Schulden; er bekam das Geld für acht Stunden Arbeit im Steinbruch 😉 – aber lassen wir es gut sein, so weit weg voneinander sind wir nicht in der Argumentation.

    • markus sagt:

      Der Schuldner gibt nur den Schuldschein, aber nicht die Schulden selber weiter. Nicht jeder der Geld besitzt oder verdient hat deswegen direkt Schulden. Er hat lediglich die Schuldscheine und damit ein Anrecht auf Irgendetwas. Nur leider kommt dann irgendwann der Tag, an dem diese Scheine für null und nichtig erklärt werden. Besitze ich in diesem Moment viele von ihnen, habe ich ein Problem.

  6. Pro Freiheit sagt:

    Ein ungerechtes Geldsystem, das automatisch zum Crash führt und nur eine Minderheit reich macht, ist eine Tragödie.

    Es gibt aber noch etwas anderes in unserer Gesellschaft, das unabhängig vom Geldsystem das Vermögen bei einer kleinen Minderheit anhäuft und die große Masse der Menschen immer ärmer macht : Dr. Wo nennt es den Nil-Effekt.

    Auf seiner Webseite erläutert er den Meudalismus, welcher auch als Neo-Feudalismus bezeichnet werden kann.
    http://www.meudalismus.dr-wo.de/index.htm

    Keine Partei (außer der LINKEN vielleicht) ist sich dieser gigantischen Verarmungsmechanik bewußt, die Abnicker der jeweiligen Regierungsparteien dienen eben nicht der Mehrheit der Menschen, sondern einer kleinen Minderheit, welche sie durch Massenmanipulation und Bestechung an die „Macht“ bringt.

    Weshalb ist unsere Gesellschaft so krank und pervers organisiert, daß sie erlaubt, daß jemand wie die Brüder Albrecht (ALDI) die letzten 40 Jahre einen Stundenlohn von umgerechnet c.a. 900.000 Euro eingesackt haben, während jene, welche sich für sie den Rücken und die Nerven kaputtschuften einen Stundenlohn von 15 oder 18 Euro bekommen ?

    Jemand hat mal gesagt, daß man einen Wählerführerschein einführen müßte, damit sichergestellt wäre, daß nur Menschen
    wählen dürfen, welche die nötige Intelligenz und die Sachkenntnis haben, um eine echte Entscheidung treffen zu können.

    Ebenso müßte es eine verbindliche Ausbildung zum Parlamentarier mit anschließender Prüfung geben. Und obendrein eine Sachkundeprüfung zur jeweils aktuellen Abstimmung über Gesetze.
    Denn es hat sich gezeigt, daß die Abgeordneten zum allergrößten Teil überhaupt keine Ahnung haben, worüber sie gerade abstimmen.
    Sie halten sich an das, was ihnen die Fraktionsführung vorgibt.
    Das sichert ihnen den Listenplatz bei der nächsten Wahl und damit ihr Einkommen und offensichtlich haben sie überhaupt kein Gewissen und keine Skrupel.

    Es gibt tragische Reportagen, wo Reporter vor den Abstimmungen über den Lissabon-Vertrag, vor der Abstimmung über die kriminelle Griechenlandhilfe und über den ESM jeden Abgeordneten befragten, den sie vor die Kamera bringen konnten ….
    und dabei kam heraus, daß praktisch keiner wußte, worüber er abstimmte.

    Wen wundert es da noch, daß Deutschland ein Niedriglohnland mit immer größerer Verarmung der Massen geworden ist ? Bei solch einer inkompetenten und korrupten Führung und bei Bürgern, welche null Ahnung vom Geldsystem oder politischen Themen haben ?

    Ich fordere die Sachkundeprüfung für Wähler und für Gewählte.
    Ein Punkt auf dem Lehrplan: Der moderne Meudalismus.

    • uhupardo sagt:

      In der Tat: Den Wahlführerschein hatten wir auch schon einmal gefordert – und uns damit nicht nur Freunde gemacht. Es kann aber tatsächlich nicht sein, dass „volljährig und Deutscher“ ausreicht, um einen Ministerposten zu bekleiden (oder drei Ministerposten hintereinander in vollkommen verschiedenen Bereichen, ohne jede Vorkenntnis belastet), wie es anders herum nicht sein kann, dass Wählerstimmen allein nach dem hübschen Plakatlächeln entschieden werden, auch hier ohne durch irgendeine Vorkenntnis belastet zu sein.

      Das würde allerdings tatsächliche politische Bildung voraussetzen, die von der herrschende Klasse weder gewünscht sein kann, noch zugelassen werden dürfte.

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