Historischer Tag: Draghis Bazooka, Spaniens „Teil-Rettung“ und Rajoys Hoffnung

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Jetzt ist das Kaninchen aus dem Zylinder! Ja, die Europäische Zentralbank wird praktisch unbegrenzt Staatsanleihen kaufen und ja, Spanien wird dafür eine Rettung beantragen müssen, aber keine komplette. Und der Madrider Regierungschef Mariano Rajoy hofft inständig, dass allein diese heutige Ansage reicht, um die Situation zu entschärfen, ohne dass er am Ende das Rettungsersuchen überhaupt aussprechen muss. Das sind die wichtigsten Ergebnisse eines wahrhaft historischen Tages, den wir in einfachen Worten für Sie zusammenfassen.

Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, hat seine Ankündigung heute wahr gemacht und den praktisch unlimitierten Ankauf von Staatsanleihen derjenigen Länder angekündigt, die in Finanzierungsproblemen sind – vorrangig also die aktuellen Sorgenkinder Spanien und Italien. Gekauft werden ein- bis dreijährige Anleihen auf dem Sekundärmarkt, so viele wie nötig. Das würde erheblichen Druck von den Regierungen in Madrid und Rom nehmen, die sich aktuell wegen der hohen Zinsen nicht refinanzieren können. Allerdings muss die Regierung, die solch eine Vorzugsbehandlung eingeräumt bekommen will, vorher die „Rettung“ in Brüssel beantragen. Dazu gibt es verschiedene „Rettungs“modelle, von weich bis hart, die sehr unterschiedliche Bedingungen mit sich bringen. Die verschiedenen Modelle werden wir in einem gesonderten Artikel vorstellen.

Im Moment soll es reichen auszuführen, dass von Spanien nur eine „Teil-Rettung“ verlangt wird, damit sich die EZB bereit erklärt, spanische Anleihen in fast beliebiger Höhe auf dem Sekundärmarkt anzukaufen. Draghi hat Spanien heute also, ohne das auszusprechen, unter den Rettungsschirm gedrängt nach dem Motto: Wenn ihr wollt, das wir eure Staatsanleihen kaufen, stellt ein Rettungsersuchen, sonst wird das nichts. Die Madrider Regierung überlegt jetzt und wägt ab, ob und wann die Rettung beantragt werden soll. Draghi hat heute Unabhängigkeit bewiesen. Trotz deutlichen Gegenwinds aus Berlin hat er die angekündigte Bazooka („… und glauben Sie mir, es wird genug sein!“) ausgepackt. Offenbar hat nur Bundesbank-Präsident Jens Weidmann heute im EZB-Rat gegen diese Massnahme gestimmt, die „fast einstimmig, mit einer einzigen Gegenstimme“ beschlossen wurde.

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Natürlich ist das jetzt Schuldenvergemeinschaftung, egal wer was wem öffentlich erklärt. Aber es sind eben nicht die Euro-Bonds, die Merkel so hasst, weil dadurch die Staatsfinanzierung Deutschlands verteuert würde und sich Berlin dann nicht mehr praktisch zum Nulltarif refinanzieren könnte, wenn für alle die Zinsen steigen. Für die deutsche Regierung also heute immer noch ein Tag zum Vergessen, der Staatstrauer auslösen dürfte, aber längst nicht so schlimm wie im Thema Euro-Bonds, zumindest im Hinblick auf die Reaktionen der Wähler. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die deutschen Verpflichtungen per Ankauf der Staatsanleihen durch die EZB jetzt deutlich steigen – ist jedoch etwas komplizierter und in der Boulevard-Presse nicht so einfach zu anti-Regierungs-Schlagzeilen zu machen wie bei den Euro-Bonds.

In Madrid sitzt nun ein Regierungschef mit gefalteten Händen: Mariano Rajoy betet, dass schon allein die Ankündigung der Draghi-Bazooka ausreicht und Spanien nicht einmal die erwähnte „Teil-Rettung“ beantragen muss, die dem Land weitere Auflagen der Troika bringen würden. Seine Chancen stehen nicht so schlecht. Die spanische Börse stieg heute ebenso wie der Euro-Kurs. Und was noch viel wichtiger ist: Die Risikoprämie Spaniens, die in der zweiten Julihälfte schon 638 erreicht hatte und damit die Refinanzierungszinsen des Landes über sieben Prozent getrieben hatte, fiel nach Draghis Ankündigung heute senkrecht auf 450 Punkte, ein Niveau, das es zuletzt im Mai gegeben hatte. Sollte diese Tendenz fortbestehen, so das Kalkül von Mariano Rajoy, brauchte er keine Rettung zu beantragen und die EZB müsste keine spanischen Staatsanleihen kaufen, um „die Märkte zu beruhigen“.

Da wird er sich vermutlich verrechnen und die Ruhe nicht lange anhalten, so dass die Madrider Regierung das „Teil-Rettungsersuchen“ besser sofort und gründlich vorbereitet für den Fall der Fälle, aber eins ist nach dem heutigen Tag klar geworden: So oder so haben vor allem Spanien und Italien eine Menge Ruhe und Zeit gewonnen, Deutschland hat ein fettes Problem mehr. Aber da das alles alternativlos ist und „der Euro absolut irreversibel“, wie Draghi heute noch einmal ausdrücklich betonte, muss das alles genau so sein.

Lesen Sie dazu auch:
* Banco Santander warnt offiziell vor Euro-Crash

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31 Kommentare zu “Historischer Tag: Draghis Bazooka, Spaniens „Teil-Rettung“ und Rajoys Hoffnung

  1. almabu sagt:

    Diese Nachricht hat sowohl positive wie negative Aspekte. Gut ist, dass der größte Druck von Europas Südschiene genommen zu sein scheint? Schlecht ist daran zum Einen, dass das das verabredete Reglement zu Mauscheleien geradezu einlädt. Zum Anderen hört man beinahe das Aufatmen aus Erleichterung, dass der Reformdruck jetzt nachlassen wird. Der meiner Meinung nach schlimmste Aspekt dieser Lösung ist aber die Diktatur der Banker, ob nun von der EZB oder gar vom IWF, die den demokratisch gewählten Parlamenten in den Nationalstaaten künftig sagen wie und wo es lang geht und ihnen die dazu nötigen Folterwerkzeuge schon mal zeigen. Die Einschaltung des IWF ist der Hebel der Wall Street zur Einmischung in innere EU- und Euro-Angelegenheiten. Meiner Meinung war die heutige Entscheidung Flickschusterei in die falsche Richtung. Denn: Wir brauchen kein Europa der Bankster, davon hatten wir schon genug!

    • uhupardo sagt:

      „Der meiner Meinung nach schlimmste Aspekt dieser Lösung ist aber die Diktatur der Banker, ob nun von der EZB oder gar vom IWF, die den demokratisch gewählten Parlamenten in den Nationalstaaten künftig sagen wie und wo es lang geht und ihnen die dazu nötigen Folterwerkzeuge schon mal zeigen.“

      Das ist genau der Knackpunkt an der ganzen Sache. Aber auch völlig logisch, denn …

  2. Michael Thuma sagt:

    Kurzfristig bringt es bestimmt eine Erleichterung, aber viel hat sich nicht geändert. Wir waren vor einiger Zeit schon an genau dem selben Punkt.

    • uhupardo sagt:

      Richtig, der massive Staatsanleihenkauf hat am genannten Punkt eben auch nur Erleichterung gebracht, bis diese Aktion eingestellt wurde. Jetzt kann sich die EZB aussuchen, ob sie quasi für immer Anleihen kauft oder die Krise sofort und wahrscheinlich verschärft zurück bringt.

  3. ProFreiheit sagt:

    Wie dumm und verbrecherisch muß jemand sein, der die eigene Währung in die Hand von Ausländern legt, welche in der Geschichte bewiesen haben, daß sie das Anwerfen der Notenpresse als Teil ihrer Kultur betrachten ?

    Ich meine selbstverständlich nicht nur den Verbrecher Kohl, sondern alle Volkszertreter, welche für die Zwangseinführung des Euro gestimmt haben.

    Die Rechnung für die Aufgabe der eigenen Währung waren zunächst Massenarbeitslosigkeit in Deutschland und Rezession.
    Von wegen „Deutschland hat am meisten vom Euro profitiert“, das genaue Gegenteil ist der Fall.

    Also, wer profitiert vom Rechtsbruch der EZB ?

    Klar doch, diejenigen, welche die Staatsanleihen der Pleite-Länder gekauft haben.
    Wie man so hört, sind das nicht nur Banken, sondern auch Investmentfonds aus den USA und England.

    Diese Leute haben das Sagen in Berlin, Brüssel, Rom, Paris und London und die Politiker tanzen nach ihren Vorgaben.
    Wen wundert es da, daß extra für sie die Gelddruckmaschine
    angeworfen wird ?

    Nun bekommen sie wieder pünktlich ihre Zinsen und am Ende der Laufzeit den vollen Nennbetrag der Schuldpapiere überwiesen.

    Insofern knallen rund um die Welt die Champagnerkorken und die entsprechenden Nutznießer kriegen Bauchkrämpfe vor Lachen über die Dummheit der Deutschen und der „Regierungen“ Europas.

    Natürlich wird irgendwann die Rechnung für die Party präsentiert
    und wer bezahlt die Zeche ?
    Ich sage es allen, welche sich darüber noch Illusionen machen:

    Die Zeche für den Rechtsbruch der EZB zahlen die Steuerzahler
    und die Massenverarmung durch den Euro wird munter weitergehen.

    Es war ein schlechter Tag für Deutschland, ein schlechter Tag für Europa und ein schlechter Tag für das Recht.

  4. dank sagt:

    Dies ist ein schwarzer Tag.

    Ein weiterer, nicht der letzte.
    Es war wie immer die letzten Jahre ein „Weiter so!“

    Bei diesem Artikelbild hier:
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Draghi-gibt-den-Maerkten-Zucker-article7153276.html
    kommen unschöne Gedanken hoch.

  5. Jörg Storch sagt:

    Ok, sie haben es also getan… Die EZB verstößt hochoffiziell und öffentlich gegen Gesetze. Wo es keinen Kläger gibt, gibt es auch keinen Richter. Also, wo bleibt besagter Kläger… oder wäre auch solche eine Aktion mittlerweile aussichtslos gegen diese Verbrechertruppe? Vor welchem Gericht müßte man die Kerle verklagen? Falls all dies nicht mehr hilft, was dann? Generalstreik? Ich weiß echt bald nicht mehr weiter… Was soll ich meiner derzeit 3-jährigen Tochter dereinst sagen wenn sie fragt, warum ich damals nichts gegen diese Kriminellen unternommen habe?

    • ProFreiheit sagt:

      Hier ein kleiner Hinweis, wer wen wo verklagen müßte.
      Zitat Anfang
      Hessens Europaminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Europäische Zentralbank (EZB) vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg zu verklagen.
      Zitat Ende
      http://www.netzticker.com/wirtschaft/hessens-europaminister-fordert-klage-gegen-die-ezb/131932

      Auf bessere Ideen kommt niemand und ich frage mich, was dieser Europäische Gerichtshof eigentlich macht und wozu er gut sein soll, denn diese „Richter“ dort haben offensichtlich nicht bemerkt, daß die ganze Konstruktion der EU mit Kommission und dem Verschwender-Parlament eine Diktatur ist.
      Sie sind damit in guter Gesellschaft, denn das BundesVerfassungsGericht hat auch nichts von der Realität mitbekommen und fast alles abgenickt, was die Regierungen gegen das Grundgesetz (das angeblich eine „Verfassung“ sein soll) verbrochen haben.

      Tja, was soll der aufgewachte Bürger tun ?

      Machen wir mal Brainstorming:

      a) eine Petition beim Petitionsausschuss des Bundestages einreichen oder sich an einer noch laufenden Petition beteiligen.

      Kleiner Tip: habe ich mehr als einmal getan.
      Resultat = Null.

      b) seinem Bundestagsabgeordneten oder den Ministern oder der Bundeskanzlerin persönlich schreiben und seine Meinung zum Ausdruck bringen.

      Habe ich schon öfters getan.
      Resultat = Null.

      c) in eine politische Partei eintreten, welche für das eintritt, was ich für richtig halte

      Habe ich getan.
      Die Partei wurde als rechtsradikal verleumdet, obwohl sie es nicht war. Dann wurde sie systematisch zerstört.

      In Hotels und Gaststätten, wo der Vorsitzende der Partei Vorträge halten wollte, wurde angerufen und mit dem Abbrennen des Hotels gedroht.

      Die AntiFa verteilte Nazi-Flugblätter unter den Zuhörern und rief dann die Polizei und in der Zeitung stand dann, daß eine Neo-Nazi-Partei Flugblätter verteilt hätte und daß am Rednerpult das Hakenkreuz angebracht gewesen sei.

      War zwar alles gelogen, doch die Anzeigen gegen die Polizisten und gegen die Verleumder in den Zeitungen und im Internet
      wurden alle in den Papierkorb geworfen. Die Staatsanwälte
      hatten keine Lust, geltendes Recht zu befolgen.

      Auf den Vorsitzenden wurden 6 Mordanschläge verübt und er hatte angeblich Zeugen dafür, daß es der Verfassungsschutz war.

      Nun ist er seit Jahren tot, nicht durch ein Attentat, sondern weil er sich total überarbeitete, weil er von engsten Mitstreitern verraten und verkauft wurde und weil er das Blut, welches ihm beim Husten aus dem Mund kam, nicht ernst genug nahm und weiter die Nächte durcharbeitete …. bis es zu spät war und der Krebs schon zu weit fortgeschritten.
      Sein Werk wurde ganz schnell plattgemacht, die Partei zersplittert und man hört nichts mehr davon.

      Erzählen Sie diese Fakten mal jemandem und ich garantiere Ihnen, daß Sie für verrrückt erklärt werden.

      So wird in Deutschland mit politischen Parteien umgegangen, welche die Wahrheit über die Zustände sagen und welche einen Rechtsstaat und Demokratie fordern.

      Wer das weiß und erlebt hat, weiß auch, was er von den „etablierten Parteien“ zu halten hat, welche uns unaufhörlich vorbeten, daß wir in einer „Demokratie“ leben und Meinungsfreiheit herrscht.

      d) auf alternativen Blogs wird immer davon geschrieben, daß wir ein Widerstandsrecht gemäß Grundgesetz Artikel blablabla hätten. Was will man uns damit sagen ?
      Soll ich auf die Strasse laufen , ein Plakat umhängen, auf welchem steht, daß ich gegen den ESM und gegen den Euro bin ?
      Oder soll ich den Bundestag stürmen und Redezeit verlangen ?

      Was ist mit diesem Widerstandsrecht gemeint ?

      Ich kenne einen Professor, der 20 Jahre lang auf dem Marktplatz stand mit einem Plakat, in welchem er für eine andere Geldordnung warb und er behauptete zu Recht, daß es innerhalb von Monaten möglich wäre, Millionen von Arbeitslosen in Lohn und Brot zu bringen.
      Kennt ihn jemand ?
      Hat jemals einer von ihm gehört ?
      Wurden seine Forderungen erfüllt ?
      Er hat auch ein Buch geschrieben, das sehr gut war.
      Hat er etwas bewirkt ?
      Haben sich die Politiker geändert ?

      Nein.

      So, an dieser Stelle höre ich mal lieber mit dem Brainstorming auf.

      Sicher gibt es noch mehr, was der Einzelne tun kann.
      Eine Regierung und die ganzen Strukturen einer ungerechten Gesellschaft alleine über Nacht ändern kann niemand.
      Deshalb jedoch in Passivität zu verfallen ist sicher komplett falsch.

      • Johannes Eber sagt:

        Lieber „ProFreiheit“,

        Ihrem Kommentar kann ich vollumfänglich zustimmen, hervorragend geschrieben, genauso ist es in diesem „sogenannten Rechtsstaat mit seiner freiheitlichen und demokratischen Grundordnung“

      • ProFreiheit aus Deinen Sätzen klingt Resignation.

        Es gibt immer „Zeitströmungen“, wenn ein Fluss Hochwasser hat, sollte man nicht versuchen gegen den Strom zu schwimmen.

        Darum ist es wichtig zu erkennen, in welcher Zeit man lebt und was in dieser Zeit geändert werden kann.

        Die Situation ist derart weit fortgeschritten, das ein Kollaps von Europa verzögert aber nicht aufgehalten werden kann. Es wäre also Unsinn dagegen unzukämpfen denn es gibt keinerlei Chance. JEDER wird seinen Bailout erhalten und danach sind alle Länder pleite.
        Danach wird ein CHAOS ausbrechen ABER dieses Chaos bietet dann die Gelegenheit für eine Änderung der Lebens-Bedingungen.

        Es wird sich zeigen, inwieweit dann der Einzelne bereit ist für ein besseres Leben zu kämpfen. Die Menschen welche den Konsum als obersten Lebenszweck haben werden verzweifeln.

        Die welche keinen Glauben haben werden keine Kraft haben und ohne Stütze sein.

        Die Zukunft ist offen!

        Wer sich informiert hat weiss Bescheid wie es weiter gehen wird.
        Jeder entscheidet für sich selbst und seine Familie wie er sich gegen den Sturm und das Chaos wappnet welches aufzieht.

        Wer dann nichts unternimmt wie die meisten Menschen, für den wird es sehr hart werden.

        Viele Denken, das die Banken JETZT die Macht übernommen haben und die Politiker müssen nach deren Pfeife tanzen.
        Wie naiv sind die Leute???
        Es war schon IMMER so in den letzten paar hundert Jahren, das die welche das Geld hatten auch die Macht ausgeübt haben. Dies ist NICHTS NEUES!

        Der Unterschied ist nur jetzt das durch diese „Krise“ und Internet dies für sehr viel mehr Menschen sichtbar ist.

        In anderen Ländern wissen die Menschen das es auf der einen Seite die Diener und auf der anderen Seite die Herren gibt und akzeptieren dies.

        In Deutschland denken die Leute sie sind alle Herren! Es war recht bequem für die Herr-schenden dies dem gewöhnlichen Volk zu erzählen und diese ruhig zu stellen. Man brauchte sie schliesslich auch zum vorzeigen um zu sagen das hinter dem Eisernen Vorhang damals alles so schlecht war und der Westen nur Gutes hat.

        Die heutige Entwicklung hat aber auch ihr Gutes. Der Neid, die Habgier und das Materie(lle) Denken, das wird sich ändern.
        Die Menschen werden sich in Zukunft wieder mehr einander zuwenden und helfen.

        Wir sehen eine sehr starke Polarisation.
        Die Dummen werden immer dümmer und die Geistig Wachen, die Intelligenten werden immer schlauer. Damit meine ich Verstand UND GEIST (Spirit).

        Für die meisten Deutschen (99,99%) ist auswandern sicher KEINE Lösung!
        10.000 träumen davon aber nur Einer realisiert es auch.

        Ich freue mich über jede Zuschrift und besonders spreche ich die Menschen an, welche den „verehrten Meister“ Dr. Rudolf Steiner wie ich, sehr zu schätzen wissen. Er hat nicht nur für Kinder Grosses getan wie seine Waldorf Schulen, sondern auch der Kunst, Architektur und Geistes-Wissenschaft.

        Ihm, Dr. Rudolf Steiner gilt mein besonderer Dank!

        Freundliche Grüße von David aus Phnom Penh

        • uhupardo sagt:

          „Freundliche Grüße von David aus Phnom Penh“

          Der Inhalt Ihres Postings ist der Inhalt Ihres Posting, egal wo Sie es tippen. Aber wenn der Text aus Phnom Penh von einer urdeutschen IP kommt, sieht das schon etwas seltsam aus … Sie haben nicht zufällig ganz tolles „Farmland in Kambodscha als Wertanlage“ im Angebot?

  6. krisenfrei sagt:

    the winner is: Goldman Sachs!

  7. fischi sagt:

    Für Spanien ist das bestimmt erstmal eine Hilfe bis die Märkte was anderes machen.
    Was soll denn sonst aus den ganzen Wetten gegen den Euro werden.
    Allerdings geht wieder etwas Macht der Parlamente an die Bankster über.
    Und diesen Lügnern traue ich nicht gutes zu.

  8. Martin sagt:

    Da fliegen die Löcher aus dem Käse! Immerhin hat sich der Rinderwahnsinn jetzt europaweit epidemologisch ausgebreitet und Münchhausen macht die Runde. Wenn das nur gut geht.

  9. uhupardo sagt:

    Erstaunlich, wie viel Kritik hier geäussert wird. Der EZB-Rat hat die Anleihenkäufen mit 25:1 Stimmen gebilligt. Nur Deutschland war dagegen. Wo bleibt denn die Anerkennung des demokratischen Willens der europäischen Völker? 😉

    Es war doch klar, dass es für den Herbst nur genau zwei Möglichkeiten gab: Eurobonds/Staatsanleihenkäufe … oder Bumm. Oder hat jemand im Ernst erwartet, dass die europäischen Regierungen gemeinsam einig die Auflösung des Währungssystems beschliessen?

    • fischi sagt:

      Die haben noch nicht fertig.
      Bumm ist bloss aufgeschoben.

      • uhupardo sagt:

        Natürlich ist Bumm nur aufgeschoben, fischi. Das war aber nicht die Frage. Die wollte nämlich klären, was diejenigen, die aus allen Wolken fallen, jetzt an Massnahmen erwartet hatten.

    • almabu sagt:

      „…Erstaunlich, wie viel Kritik hier geäussert wird. Der EZB-Rat hat die Anleihenkäufen mit 25:1 Stimmen gebilligt. Nur Deutschland war dagegen. Wo bleibt denn die Anerkennung des demokratischen Willens der europäischen Völker? ;-)…“

      Da wurden keine Regierungen oder gar Völker gefragt, da haben Banker über etwas abgestimmt, das ihnen gar nicht gehört! Das hatte mit demokratischem Willen gar nichts zu tun!
      Draghi hat versprochen, der notleidende Süden wird es gerne hören, dass ihm uneingeschränkt geholfen wird! Das bedeutet im Endeffekt weiter so und ist eine Geldpumpe zu Gunsten der Banken, die dem kleinen Mann im Süden nicht zu Gute kommen wird, wetten?

      • uhupardo sagt:

        „Das bedeutet im Endeffekt weiter so und ist eine Geldpumpe zu Gunsten der Banken, die dem kleinen Mann im Süden nicht zu Gute kommen wird, wetten?“

        Wette mit Bravour gewonnen!

  10. Johannes Eber sagt:

    Diese LTRO 3 (long-term refinancing operation) wird genauso wirkungslos verpuffen wie LTRO 1 (Dezember 2011) und LTRO 2 (Februar 2012). Steigen werden die börsennotierten Rohstoffe (grains, oil and metal) sowie Aktien und damit die Inflation. Die Großkapitalisten werden wieder reichlich Ernte halten. Das jetzt hemmungslos von der EZB gedruckte Geld wird in die reale Wirtschaft nicht einfließen. Die OECD hat für Deutschland eine kommende Rezession prognosdiziert. So leid es mir tut, dies zu schreiben: Deutschland braucht mindestens 10 Millionen registrierte Arbeitslose; nur dadurch sind in diesem Land radikale Veränderungen möglich. Ich werde mit meiner Prognose recht behalten!

  11. Johannes Eber sagt:

    Meinem Kommentar möchte ich noch hinzufügen:
    in der „New York Times“ wurde geschrieben, daß die USA bereit sind, Israel ultramoderne Tankflugzeuge sowie Bomben, die den Inhalt unterirdischer Befestigungen vernichten können zur Verfügung zu stellen. Rußland hat eindringlich vor einen Angriff auf die „Islamische Republik Iran“ gewarnt. Dem kann ich mich nur anschließen, da dieser geplante militärische Überfall, daß Potential einer großen militärischen Auseinandersetzung hat. Will man von dem absoluten Versagen des „ekelhaften Kapitalismus“ ablenken und einen Sündenbock suchen?

  12. dank sagt:

    Sorry, OT:
    Aber „nur“ für das gesellschaftliche Geraderücken gedacht, wer wo wie verdient:

    Film: Gomorrha – Reise in das Reich der Gomorrha

    Das Geld wird von den großen Banken gewaschen – ist ja mittlerweile auch in den MSM angekommen.
    Wie heißt eigentlich das Äquivalent in Spanien?

  13. die Simpsons sagt:

    Die Rede von Draghi war eine rein ideologische Rede. Es geht um Zerstörung und den Ausbau der Macht der Banken.

  14. Bonsta sagt:

    Nun ist die EZB wenigstens halbwegs ein „Lender of last resort“ geworden, was eigentlich nur eine Selbstverständlichkeit sein sollte. So weit so gut. Das Problem der Bazooka jedoch ist, dass sie an neoliberale „Reformen“ geknüpft ist. Wie der Artikel schon beschreibt, erst wenn Spanien unter den Rettungsschirm schlüpft, greift die EZB ein. Da an den Ursachen der Eurokrise, den Leistungsbilanzungleichgewichten, nach wie vor kein Gedanke verschwendet wird, wird damit das Problem der Eurozone nicht verschwinden. Die Rezession wird sich weiter durchfressen, da Sparen und Wettbewerbsverbesserungen, was nichts anderes als Zerschlagung von Sozialstaat und Lohndumping bedeutet, weiter auf der Agenda stehen und somit überall in Europa die Binnenkonjunktur weiter lahmgelegt wird. Der Kapitalismus kann zwar vieles, aber sparen, das kann er definitiv nicht.

    Mag der Euro technisch jetzt eher überlebensfähig sein, wird er es so politisch keineswegs werden. Der Druck der Straße, der Massen, wird weiter ansteigen.

    • uhupardo sagt:

      Das ist in der Summe das, was die vorigen Kommentare andeuten sollten: Die Panikmache und den Weltuntergang der veröffentlichen Meinung bzgl. der gestrigen Entscheidung nachzuvollziehen, fällt nicht leicht.

      Was soll denn passiert sein? Wieso wäre es besser gewesen, diese gestrige Entscheidung nicht zu fällen? Welche andere wäre denn besser gewesen?

      Geändert hat sich nichts, ausser ein bisschen Zeitaufschub. Das System ist dasselbe geblieben und wird jetzt ein wenig später vor die Wand fahren. So what? Einige haben den Blutdruck einfach künstlich zu hoch.

      • Bonsta sagt:

        „Die Panikmache und den Weltuntergang der veröffentlichen Meinung bzgl. der gestrigen Entscheidung nachzuvollziehen, fällt nicht leicht.“

        In Deutschland hat man panische Angst vor Inflation. Und wenn die EZB anfängt die „Druckerpresse“ zu starten, ist hierzulande für alle klar, das muss in Inflation enden. Dagegen hilft auch kein rationales Argument mehr, wie dieser Artikel beweist: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/muenchau-warum-draghis-programme-keine-inflation-bringen-a-854001.html

        Ich habe mir das leider angetan, im Forum querzulesen. Da geht kein Weg mehr rein. Die Deutschen machen sich Sorgen um den Wertverfall ihres Geldes, wo doch die ganz reale Gefahr, dass sie nämlich schon sehr bald ihren Job verlieren könnten und damit überhaupt kein Geld mehr bekommen, fast völlig verdrängt wird. Ich habe schon Diskussionen über dieses Thema geführt, das glaubst du nicht. Da machen sich Menschen über ein Vermögen Gedanken, was sie gar nicht haben… Der Mensch lernt nur aus Erfahrung, aber eben nur aus seiner eigenen. Ich wünschte, ich könnte etwas tun, um uns diese Erfahrung zu ersparen. Ich fürchte nur, das ist nicht mehr möglich.

        • uhupardo sagt:

          Bonsta, das genau ist doch die Perversität! Aus deutschen Landen tönt gebetsmühlenartig „Ja, aber da kann Inflation kommen!“.
          Das ist, als wenn ein Krebskranker im Endstadium ständig panisch bemüht ist, die Pudelmütze nicht zu vergessen, damit er sich bloss keine Erkältung holt. Manchmal fällt es nicht leicht, solche Leute ernstzunehmen.

  15. Zitat:“Freundliche Grüße von David aus Phnom Penh”
    Der Inhalt Ihres Postings ist der Inhalt Ihres Posting, egal wo Sie es tippen. Aber wenn der Text aus Phnom Penh von einer urdeutschen IP kommt, sieht das schon etwas seltsam aus.

    Klar, die IP Anschrift ist viel wichtiger als der gesamte Text. Wenn man Dich hat braucht man keine Feinde!
    Wenn ich schreibe, dann als Anschrift immer da wo mein „Lebensmittelpunkt“ ist und nicht wo ich gerade sitze oder wo mich die IP Anschrift hinsetzt.

    Freundliche Grüße aus Nashville, TX
    David

    PS: Country Western ist NICHT mein Musikstil, auch wenn ich jetzt in Nashville (virtuell) bin, hehehehe…

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