News aus der Kristallkugel: Wie es jetzt (nicht) weiter geht …

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Gestern musste sich Griechenland „kompromisslos an die Auflagen halten“, um gerettet zu werden. Heute wird die nächste Milliarden-Tranche nach Athen überwiesen, weil … sie überwiesen wird. Gestern spekulierten deutsche Politiker, hinauf bis zum Wirtschaftsminister, mit dem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Heute ist der Verbleib des Landes in der Währungsunion alternativlos. Gestern musste Athen das Defizit strikt einhalten. Heute bekommt das Land mehr Zeit, um seine Sparziele zu erfüllen. Gestern war gestern, heute ist heute ist heute, und heute ist alles ganz anders als gestern. Wie seit Jahren in dieser Krise. Die Frage ist: Wen interessiert sein Geschwätz von heute morgen auch nicht mehr?

Klar ist nur, dass Spanien den Hilfsantrag stellen wird. Also stellen soll. Nur nicht jetzt sofort. Aber sonst unbedingt, in jedem Fall. Griechenland habe doch nichts ursächlich mit Spanien zu tun, meinen Sie? Doch, doch, hat es. Erstens inhaltlich, weil die Befürchtung grassiert, wenn Griechenland falle, kippt auch Spanien. Und das, so ist man ziemlich sicher, sprengt den Euro dann definitiv. Zweitens poltitisch-taktisch, denn im einzigen europäischen Machtzentrum – also in Berlin – will man die beiden lästigen Themen (nächste Tranche für Griechenland und spanische Rettung) unbedingt am selben Tag durch den Bundestag peitschen, denn bald sind Wahlen und da kann man schlechte Stimmung nicht gebrauchen.

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Mariano Rajoy hat auch keine Eile mit seinem Hilfsantrag. Gerade ist die Risikoprämie das erste Mal seit April unter die 400-Punkte-Marke gefallen und so kann man sich vorerst halbwegs günstig refinanzieren. Natürlich nur deswegen, weil Moody´s soeben darauf verzichtet hat, Spanien auf Ramsch-Niveau herabzustufen. Und das passierte wiederum nur, weil alle einhellig davon ausgehen, dass Rajoy früher oder später die „Rettung“ beantragt, die er jetzt seit Wochen akribisch mit allen Seiten verhandelt. Ende Oktober, spätestens Anfang November wird er das Fingerchen heben, davon gehen alle fest aus.

Käme das Hilfeersuchen nicht, würde ein Shitstorm durch den Finanzsektor toben und „die Märkte“ sorgen für die nächste Katastrophe. Doch daran glaubt niemand. Rajoy wird seinen „virtuellen Kredit“ beim ESM beantragen. Man dürfte der Madrider Regierung ein paar rein kosmetische Auflagen verpassen, nichts Substanzielles, denn Rajoys vorauseilender Gehorsam hat das Land schon vorher, wie gewünscht, ausreichend kaputtgespart. Danach kauft die Europäische Zentralbank wie angekündigt spanische Staatsanleihen im Sekundärmarkt. Hier gibt es noch ein paar Differenzen: Während Rajoy will, dass die EZB die spanische Risikoprämie bis auf 200 Punkte senkt, besteht Deutschland auf 300 Punkten, „damit Spanien in seinen Spar-Anstrengungen nicht nachlässt“. Oder anders: Wir lassen die Risikoprämie zumindest so hoch, dass Rajoy weiterhin gezwungen ist, sein Volk auszupressen.

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„There will be no Staatsbankrott.“

Griechenland bleibt also im Euro, weil Griechenland im Euro bleibt. Schäuble hat es geklärt, there will be no Staatsbankrott. Grund: It all hangs together. Die Griechen bekommen noch ein paar weitere Knebelvorschriften – und dafür ein paar Jahre mehr Zeit, ihre Defizitziele zu erfüllen. Dann können die nächsten 30 Milliarden nach Athen überwiesen werden. Diesmal auf ein Sperrkonto, damit die Politiker in Athen nicht auf die perverse Idee kommen, das Geld für die Belange der Bevölkerung auszugeben, während es doch für die Banken gedacht ist. Kontrolle ist besser, diesen Südländern ist nicht zu trauen. Das muss jetzt auch Rösler verstehen, diese später Rache des Vietcong, und darf sich nicht mehr trauen, von einem Austritt Griechenlands zu schwadronieren, denn dann gibt´s Ärger mit der Jubelscheuche, die inzwischen nichts mehr davon hören will.

Griechenland muss im Euro bleiben, Spanien sowieso. Nicht aus Solidarität natürlich – was ist das denn? – sondern aus Eigeninteresse: Wenn der Euro stirbt, stirbt Europa. Das gilt heute wie gestern. Das Einzige, woran sich noch nichts geändert hat. Denn geändert hat sich ansonsten schon fast alles. So wie auch die Idee der Bankenunion. Ende Juni wurde vereinbart, dass die jetzt kommt und zwar zack, zack. Damit sollte der fatale Zusammenhang zwischen Staatsschulden und Finanzierungsproblemen gelöst werden. Inzwischen hat Berlin aber die rhetorische Verwirbelungsmaschine eingeschaltet. Bankenunion sicher, aber klar, nur nicht zum 1. Januar, das muss alles ganz genau vorbereitet und besprochen und … dings. Also 2014. Ende 2014. Frühestens. Die EZB könne ja ab 1. Januar die Banken kontrollieren, die sowieso schon interveniert wurden, aber die anderen … das hat Zeit, schallt es aus Berlin.

Nun wird wieder gekämpft beim Abendessen am Donnerstag. Frankreich, Italien und Spanien werden wie immer versuchen zu verhindern, dass die Bundesregierung ihren Kopf durchsetzt und die Bedingungen allein fest schreibt. Wie immer wird dieser Plan fehlschlagen und die direkte Rekapitalisierung der Banken ohne den Umweg über die Staatshaushalte nicht zu erreichen sein. Man wird das heisse Eisen einfach an die Finanzminister weiter schieben und sagen, die Regierungschefs seien dafür nicht zuständig. Doch ohne die Bankenunion ist der gordische Knoten nicht zu lösen. Spielt aber keine Rolle. In Deutschland drohen die Wahlplakate, und die haben mehr Gewicht als praktische Lösungen. Vor allem dann, wenn „die Märkte“ gerade halbwegs Ruhe geben und keinen Aufstand verursachen.

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Das gilt auch, und natürlich noch viel mehr, für die wirklich wichtigen Fragen. Nämlich wie man sich ein Europa in der Zukunft überhaupt vorstellt. Oder wie die Konstruktionsfehler des Euro zu beseitigen wären. Da kommt die heisse Kartoffel, die Schäuble gerade durch den Saal geworfen hat, natürlich besonders unangenehm: Man müsse dringend hin zur Fiskalunion, meint er, und zu einem europäischen Finanzminister, der durchregieren kann … auch wenn er den nicht so nennt. Doch das hatte Sarkozy schon einmal abgeschmettert. Man darf gespannt sein, was Hollande dazu sagt. Und dann droht da noch das böse Gespenst Eurobonds *schuhuuu*, das die Südländer garantiert wieder auf den Tisch bringen werden und gewöhnlich Schlottern im Hosenanzug auslöst.

Wie man sieht, herrscht überall Einigkeit darüber, dass man sich nicht einig wird. Besonders nicht zwischen Paris und Berlin. Frankreich will die spanische „Rettung“ jetzt sofort, die Bundesregierung will lieber warten. Paris besteht auf dem Juni-Fahrplan bezüglich Bankenunion, Berlin hat das seitdem ganz anders verstanden und kann sich an die genauen Vereinbarungen nicht so recht erinnern. Die deutsche Regierung verliert jeden Tag mehr Sympathiewerte, egal wo, doch schafft sie es bisher, ihre Linie durchzusetzen. Wer braucht Freunde, solange er Recht behält?

Das alles ist kompliziert genug, aber letztendlich ein harmloser Witz gegenüber den Fragen, die irgendwann gestellt werden müssen, wenn den (angeblich) Verantwortlichen klar wird, dass alle ihre (angeblich) so schwierigen Entscheidungen rein gar nichts dazu beitragen können, die wirklich wichtigen Themen zu behandeln, ohne die eine tatsächliche Lösung unmöglich ist:

* Wie verhindert man, dass steigende Produktivität zu immer mehr Arbeitsplatz-Abbau führt?

* Wie kann die unerträgliche Kluft zwischen Arm und Reich abgebaut werden?

* Wie entgeht man dem ewigen „Wachstumszwang“?

Aber wollen wir sie nicht überfordern, die Verantwortlichen, solange sie so beschäftigt sind … hat ja (keine) Zeit.

Lesen Sie dazu bitte auch:
* Mit dem Molotow-Cocktail auf der Gartenmauer
* 25 Fakten zum Nachdenken: Warum das System irreparabel ist!
* Wer ist schuld an der Krise?
* Rajoy will jetzt einen “virtuellen Kredit” statt Staatsrettung

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20 Kommentare zu “News aus der Kristallkugel: Wie es jetzt (nicht) weiter geht …

  1. Hessenhenker sagt:

    „Schäuble hat es geklärt, there will be no Staatsbankrott. Grund: It all hangs together.“

    Muß es nicht heißen: they all hang together?
    Sorry, aber ich mach mir Sorgen um meine Auftragslage als Henker.

  2. krisenfrei sagt:

    “There will be no Staatsbankrott.”
    Meinten Sie etwa den:

    schäuble

  3. […] viaNews aus der Kristallkugel: Wie es jetzt (nicht) weiter geht … « uhupardo. Oktober 19, 2012 at 3:06 pm by admin Category: Griechenland […]

  4. Andreas Schmitt sagt:

    Wir sollen das Theater nicht mehr beachten, die EU wurde bereits vor die Wand gefahren und man kann/will sie nicht mehr retten. Der Fiskalvertag und Schuldenbremse werden den EU-Staaten den Rest geben. Da helfen nur noch Schulden- und Vermögenschnitt, nur die Reichen werden es niemals zulassen. Ende Gelände!
    Es gibt keine Lösung der Krise, es gibt nur noch Probleme beim Versuch die Krise zu lösen!

  5. Johannes Eber sagt:

    „there will be no Staatsbankrott“

    Der Psychopath „Schäuble“ ist ein Erfüllungsgehilfe der „globalen Finanzmafia“ und deshalb als allgemeingefährlich einzustufen. Er kann nicht einmal einen Satz in englisch mit 5 Wörter richtig wiedergeben (there will be no bankruptcy). Ich hoffe, daß dieser Hoch- und Volksverräter seiner gerechten Strafe nicht entgehen wird. Ich hasse ihn!

    • Uhupardo sagt:

      Sie hassen Schäuble. Er soll seine gerechte Strafe bekommen. Na schön, stellen Sie sich vor, Uhupardo hätte die Macht, Schäuble jetzt aus dem Amt zu feuern und seiner gerechten Strafe (was immer das ist, egal) zuzuführen.

      Dann übernimmt das Amt Herr Müller (CDU) oder etwas später Herr Meier (SPD).

      Und dann? Sie haben Ihr Mütchen gekühlt. War sonst noch was?

      • Johannes Eber sagt:

        @ Lieber uhupardo,

        mir liegt nichts daran, mein „Mütchen“ zu kühlen und mir ist auch voll bewußt, daß nach „Schäuble“ eine andere Person seinen Platz einnehmen wird. Aber dieser „Schäuble“ ist in seiner Einzigartigkeit extrem gefährlich. Nur ein Zusammenbruch des Euros, wird diesen Mann sein elendes, kriminelles Handwerk beenden.

        • Uhupardo sagt:

          „Aber dieser “Schäuble” ist in seiner Einzigartigkeit extrem gefährlich.“

          Worin besteht denn diese „Einzigartigkeit“? Oder: Was tut Schäuble, was jeder andere CDU-Finanzminister in dieser Situation nicht auch tun würde?

          • Andreas Schmitt sagt:

            Herr Schäuble trägt wahrlich die größte Mitschuld an der Krise in Spanien. Griechenland und bald auch Deutschland. Warum?
            „1. Nach dem Abitur 1961 am Gymnasium in Hausach, dem heutigen Robert-Gerwig-Gymnasium, absolvierte Schäuble ein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Freiburg und Hamburg, das er 1966 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Im Jahr 1970 folgte das zweite juristische Staatsexamen.

            2. 1971 wurde er nach Vorlage einer Arbeit über Die berufsrechtliche Stellung der Wirtschaftsprüfer in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zum Dr. iur. promoviert. Er trat dann in die Steuerverwaltung des Landes Baden-Württemberg ein und war hier zuletzt als Regierungsrat beim Finanzamt Freiburg tätig. Anschließend war er von 1978 bis 1984 als Rechtsanwalt beim Landgericht Offenburg zugelassen.“

            Zu 1. Er hat Wirtschaftswissenschaft studiert und das in den 60-70er Jahren. Damals herrschte noch Vollbeschäftigung und was hat Herr Schäuble als Wirtschaftswissenschaftler gegen die Massenarbeitslosigkeit in Spanien, Deutschland und.. als Rezept? Richtig, noch mehr Menschen entlassen, noch weniger Konsum, noch mehr Wirtschaft ruinieren.

            Zu 2. Herr Schäuble hat in der Steuerverwaltung gearbeitet und er versteht sehr wohl welche Steuern der Staat braucht. Und er weiß sehr gut, welche Menschen die Steuern hinterziehen. Und für diese Verbrecher macht er Gesetze, nein, da gibt es nicht mehr zu sagen.

            Herr Schäuble ist der Einzige in der Regierung mit Fachkompetenz, aber sein Wissen setzt er gegen das Volk im Interesse einer kleinen Elite.

  6. […] Wie es mit dem Euro jetzt (nicht) weiter geht. https://uhupardo.wordpress.com/2012/10/18/news-aus-der-kristallkugel-wie-es-jetzt-nicht-weiter-geht/#… […]

  7. hajac sagt:

    Liest man Ihre Kommentare zu Johannes Eber, dann stellt sich die schlichte Frage, warum posten Sie eigentlich Ihre „News aus der Kristallkugel“?
    Sie tun es doch sicher, um darauf aufmerksam zu machen, dass Politiker zwar immer von Verantwortung reden, in Wahrheit aber gar keine haben. Sie müssen nicht fürchten, für grobe Fehlentscheidungen zur Verantwortung gezogen zu werden.
    Es ist jedem klar, all diese Aktivitäten, die aberwitzigen Aktionen der Politik, gleich welcher Couleur, aufzuzeigen, werden nichts fruchten.
    Der Grund dafür liegt auch auf der Hand. Alle 4 Jahre gibt es eine Wahl. In dieser Wahl kann der Bürger dann entscheiden, welcher Partei er seine Stimme gibt. Zwar konnte er bislang auch seine Stimme neben einer Partei auch einer Person geben, entscheidend war aber das Votum zugunsten der Partei. Zudem ist in der Regel die zur Wahl aufgestellte Person dem Wähler auch gar nicht bekannt.
    Was auf den Wahlzetteln fehlt wäre z.B. eine obligatorische Möglichkeit, seinen Unwillen zu bekunden, etwa in der Art „Keine dieser hier genannten Parteien oder Personen erscheinen mir wählbar“.
    Es wäre sicher spannend zu sehen, ob dies Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung hätte.
    Die Politik hat sich in die Falle begeben, sie ist keineswegs hineingeraten, sie ist ganz bewusst diesen Weg gegangen.
    Der Lissabon-Vertrag sagte im Artikel 125 klipp und klar, dass eine Haftung für die Schulden des jeweils anderen ausgeschlossen sein sollte. Das wurde auch von allen Teilnehmerstaaten unterschrieben und wohl auch ratifiziert.
    Damit war es geboten, Maßnahmen, wie sie jetzt allenthalben durchgeführt werden, eben nicht einzuleiten.
    Zunächst zum Entstehen des Artikels 125. Der Lissabonvertrag sollte ja mal die Verfassung der EU werden. Formuliert wurde dieser Vertrag in den Jahren vor 2005. 2005 aber war eines der Jahre, wo die Bundesrepublik Deutschland das Schlusslicht in der EU markierte, sie trug die „rote Laterne“. Damit ist wohl klar, welchen Sinn Artikel 125 erfüllen sollte. Das war aber auch logisch und nachvollziehbar.
    Jedes Land war und muss für seinen Haushalt die alleinige Zuständigkeit haben und damit natürlich dann auch die alleinige Verantwortung.
    Artikel 125 sollte also die Länder zwingen, sich über ihre Haushalte Gedanken zu machen und die Finanzierbarkeit in den Vordergrund stellen.
    Zum weiteren sollte es den sogenannten „Märkte“ das Signal geben, sich zu überlegen, wem sie Geld zur Verfügung stellen wollten und woillen und zu welchen Bedingungen.
    Was hat aber zu dem heutigen Desaster geführt, warum wurde Artikel 125 einfach zur Seite geschoben? Auch dafür gibt es mehrere Gründe. Hauptsächlich aber war es die Angst um die Folgen für das eigene Land. Irgendwoher waren ja schließlich die Gelder gekommen, die nun nicht mehr bedient zu werden drohten. Dafür wurden dann die „Banken“ ausgemacht. Es waren aber nicht nur die Banken, sondern in viel umfangreicherem Maße auch die Versicherungen und auch die Staaten selbst. Es war doch immer ein Jubelschrei zu hören, wenn gemeldet wurde, dass die Bundesbank erhebliche Beträge dem Staat zur Verfügung stellen konnte. Auch Unternehmen hatten sich an diese Spielchen beteiligt. Man denke nur an Porsche, die stolz verledeten, bei einem Umsatz von 9 Milliarden einen Gewinn von 11 Milliarden gemacht zu haben.
    Auch ein Vielzahl an den so „notleidenden“ Kommunen hat nicht unerhebliche Beträge in diesen Börsenspielchen „geparkt“, um an den Zinsgewinnen zu partizipieren.
    Es bestand also die akute Gefahr, dass diese „Anleger“ notleidend werden würden. Hollande verlangt nicht ohne Grund die Überweisung der nächsten Tranche. Damit sollen die französichen Banken bedient werden.
    Kurz gesagt, es hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Netzwerk entwickelt, gegen das die Mafia eine Wohltätigkeitsveranstaltung ist.
    Ist für diese tief staatsgefährdenden Aktionen der daran beteiligten Regierungen irgendjemand zur Verantwortung gezogen worden? Nein!
    Plebiszite einzuführen, um solche Ausuferungen zu vermeiden? Wie naiv muss man sein, solchen Plebisziten regulierende Wirkung zuzutrauen?
    Wie war das in NRW. Da trat eine Regierung Kraft zurück, weil sie einen vom Gericht attestierten verfassungswidrigen Haushalt durchsetzen wollte. Darauf gab es eine Neuwahl. Ergebnis ist ja bekannt. Die Regierung, die gerichtlich bestätigt verfassungswidrig agierte, wurde im Amt von den Wählern bestätigt und zwar wesentlich deutlicher, als bei der Erstwahl.
    Offensichtlich sind die Wähler mit verfassungswidrigem Verhalten Ihrer Vertreter sehr zufrieden und pfeifen auf die Verfassung.
    Da haben wir ein Musterbeispiel, was von Plebisziten zu erwarten ist. Da haben wir aber auch ein Musterbeispiel, das Ihnen durchaus Recht gibt, wenn Sie sagen, was soll es nützen, einen dieser Koryphäen zu bestrafen (Schäuble), weil die Nachfolger bereits in den Startlöchern stehen und nur darauf warten, denselben Unfug weiter zu betreiben.

  8. fischi sagt:

    Ich glaube wie alle Ostdeutschen habe ich das recht den Schäuble zu hassen.
    Wie der die 17 Millionen DDR Bürger über den Tisch gezogen hat zeugt schon von einem besonders perversen Charakter.
    (Worin besteht denn diese “Einzigartigkeit”? Oder: Was tut Schäuble, was jeder andere CDU-Finanzminister in dieser Situation nicht auch tun würde?)
    Direkte Antwort dieses überhebliche, menschenverachtende Grinsen, das ist einfach nicht zu ertragen.

    • Johannes Eber sagt:

      @ Lieber „fischi“,

      danke für Deinen Kommentar, der mir Mut und Kraft gegeben hat. Nur gemeinsam können wir den „Tyrannen“ ihr perfides Handwerk legen. Und die Zeit wird kommen, wo die „Tyrannen“ in Deutschland hinweggefegt werden; ich bin da ganz zuversichtlich.

  9. Johannes Eber sagt:

    @ Lieber uhupardo

    „aber dieser Schäuble ist in seiner Einzigartigkeit extrem gefährlich“

    Zuerst ein Ersuchen an Dich; ich hoffe, daß Du die Courage aufbringst, meinen Kommentar nicht mit der Löschtaste auszuradieren.

    Und jetzt zu „Schäuble“

    „Schäuble“ wurde am 21. April 1989 zum Bundesminister des Innern ernannt. Er war für die Bundesrepublik Deutschland als Verhandlungsführer federführend für den Einigungsvertrag mit der Deutschen Demokratischen Republik verantwortlich. Jeder, der einen einigermaßen ökonomischen Sachverstand hat, weiß, daß hierdurch Billionenwerte in Deutsche Mark in der Deutschen Demokratischen Republik vernichtet worden sind. „Schäuble“ und die kriminelle Organisation „Treuhandanstalt“ waren daran maßgeblich beteiligt. Das macht die Einzigartigkeit deses „Rumpelstilz“ aus. Desweiteren ist es nicht im geringsten nachweisbar sowie belegbar, daß eine andere Person als Finanzminister der CDU genauso gehandelt hätte. „Schäuble“ hat seine eigene Denkstrukturen, die er mit seiner ihm gegebenen Machtfülle skrupellos umgesetzt hat zum großen Nachteil der überwiegenden Mehrheit des Deutschen Volkes. Hierbei grenze ich ausdrücklich die Türken in Deutschland aus, da dieselben einen eigenen Staat sowie Gesetze in Deutschland installiert haben. Jeder Deutsche in Deutschland weiß, was damit gemeint ist.
    Und jetzt die Abrechnung:
    in Deutschland sind im Jahr 2011, fast 900.000 Haushalte mit Stromsperren belegt worden, weil sie ihre Rechnungen nicht mehr begleichen konnten, Tendenz steigend. Kleine und mittlere Unternehmen werden durch die kalte Steuer-Progression bis zum letzten Blutstropfen durch diese parasitäre, unmenschliche demokratische Diktatur in Deutschland ausgesaugt. Ich weiß, wovon ich schreibe, das erlebe ich immer wieder hautnah. Ein Arbeitnehmer muß 7 Monate im Jahr für das Finanzamt arbeiten. Immer mehr Menschen verarmen in Deutschland und wissen nicht mehr, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Ich weiß es von meiner verstorbenen Mutter. Ihre Rente war noch ausreichend als dieselbe in Deutsche Mark ausgezahlt wurde und mit der Euro-Umstellung reichte das Geld hinten und vorne nicht mehr obwohl sie auch nicht mehr ausgab Und wer hat das mitzuverantworten, ja eben dieser „Schäuble“ sowie „Eichel“ und „Steinbrück“.
    Das werde ich denen nie verzeihen!
    Und jetzt noch ein Nachtrag:
    die preußische „Nationale Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik“ wurde aufgelöst.
    Na von wem schon. Es war eine der besten und härtesten ausgebildeten Volksarmeen der Erde; ich weiß wovon ich spreche; ein Bollwerk gegen Imperialismus und perfiden Kapitalismus. Militärgut und Panzer wurden an die Türkei verschenkt. Dieses Material wird demnächst von der sogenannten „Syrischen Freien Armee“ (Terroristen aus allen Herrenländer werden da hingekarrt) gegen den Staat Syrien eingesetzt. Die Türkei hat sich schon längst in den Krieg involviert, indem sie diesen Terroristen auf ihrem eigenen Gebiet Rückzugsräume gegeben hat.
    Und jetzt noch zu meinen Weltkriegsveteranen vom 2. Weltkrieg.
    1. Veteran (verstorben) – er sagte im Jahr 1990 wörtlich, ich zitiere „wenn er den nur richtig erwischt hätte, der wird uns noch viel Ärger machen“.
    2. Veteran (lebt noch) hat seine Utensilien in einer Holzkiste deponiert für den Tag X
    Ja die sogenannten „Alten“ haben noch mehr Mumm in den Knochen wie die „Jungen“, die nur noch mit dem klimpern der „iPads“ beschäftigt sind.
    Aber wahrscheinlich kommt vor dem Tag X der 3. Weltkrieg über die Menschheit, der seinen Ursprung im „Mittleren Osten“ haben wird. Ich verfüge darüber über sehr gute Informationen ob Sie es mir glauben oder nicht.
    Und jetzt haben Sie bitte die Courage, meinen Kommentar zu veröffentlichen.
    Vielen herzlichen Dank und ein schönen, entspannten und sonnigen Sonntag im schönen Spanien.

  10. Zum Thema Schäuble….Einzigartigkeit….. und fetten Interessen….und der Notwendigkeit von Krise…Krise…
    hätte ich da eventuell etwas anzubieten.

    • Andreas Schmitt sagt:

      Sehr guter Film: Endstation …. ? Armut, Reichtum, Finanzkrise ….

      Dort ab Minute 10.00 die Klötzchen, die immer umfallen. Erinnert mich sehr an Neoliberalen und Herrn Schäuble.
      Und dann springen wir zur Minute 32:37 Eine kurze Geschichte der Schulden, dann ist alles klar was jetzt kommt.

  11. Johannes Eber sagt:

    Ein sehr empfehlenswerter Artikel „Das Verbrechen der Banken“ unter
    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/11047-finanzkrise?tmpl=component&pr

  12. […] Lesen Sie dazu bitte auch: * News aus der Kristallkugel: Wie es jetzt (nicht) weiter geht … […]

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