Investitionen: Bankia-Schnäppchen in Spanien gefällig?

BankiaHabitat

1.100 Immobilien in ganz Spanien werden ab sofort versteigert. Darunter sind echte Schnäppchen für diejenigen, die gerade nach einer Investition suchen, um ihre Euro unterzubringen. Alle Wohnungen und Häuser sind im Besitz der staatlich intervenierten Bankia. Die spanische Immobilienblase sorgt für viele attraktive Angebote: Bei Rabatten von bis zu 60 Prozent gibt es die eigene Wohnung schon ab 40.000 Euro. Interessenten müssen auf der Seite BankiaHabitat ein Gebot abgeben. Dort oder unter der Telefonnummer 901 117 788 kann man auch eine Besichtigung des Objekts beantragen.

Erst am Ende der Versteigerung (15. November) wird Ihnen mitgeteilt, ob Sie stolzer Immobilienbesitzer geworden sind. Sie werden währenddessen per e-Mail über den Stand der Versteigerung informiert und können dann eventuell nachlegen. Man kann allerdings auch eine höhere Summe zahlen, um direkt zu kaufen. Wer von seiner Wahl überzeugt ist und nichts riskieren will, wählt diese Option.

Die allermeisten Objekte sind Neubauten, also Erstbezüge. Das beginnt in Castellón zum Beispiel bei einem 1-Schlafzimmer-Studio auf 49 Quadratmetern für 40.000 Euro und geht bis zu einer Doppelhaus-Villa mit vier Schlafzimmern und zwei Bädern mit 347 Quadratmetern Wohnfläche für 260.000 Euro. Oder wie wär´s mit einer Doppelhaushälfte im kosmopolitischen Madrid mit vier Schlafzimmern und 265 Quadratmetern für 270.000 Euro?

BankiaHabitat2
Wie in Castellón gibt es praktisch in allen Provinzen Spaniens attraktive Angebote in der Bankia-Versteigerung, die gestern begonnen hat.

Sollten Sie lieber in der Gegend von Valencia etwas suchen, bitte sehr: Dort findet sich ein 61-Quadratmeter-Appartement mit zwei Schlafzimmern für nur 55.000 Euro; oder ein alleinstehendes Haus mit 180 Quadratmetern Wohnfläche und fünf Schlafzimmern für schlappe 220.000 Euro. Vielleicht wollen Sie aber mehr Sonne, dann auf nach Teneriffa in die eigenen vier Wände. Dort findet sich in Granadilla de Abona ein 1-Schlafzimmer-Studio mit 46 Quadratmetern für 41.000 Euro – andere geben mehr für ein Auto aus! Wer bevorzugt, in La Rioja lieber serienweise Weine zu probieren, kann dort ein echtes Schmuckstück kaufen: Ein Haus mit zwei Schlafzimmern für gerade mal 91.000 Euro.

1.100 Objekte in fast allen grösseren Provinzen Spaniens warten auf neue Eigentümer. Und der Witz ist: Bis zu diesem Augenblick sind nicht mehr als 210 Besichtigungswünsche bei BankiaHabitat eingegangen. Da scheint nicht viel Werbung gemacht worden zu sein. Wer also neugierig geworden ist, kann sich auf der angegebenen Seite selbst informieren und eventuell ein paar Euro gut unterbringen, die man in den nächsten zwei, drei Jahren nicht zwingend braucht. Spanien ist schön und nicht wenige der Angebote sind wirkliche Schnäppchen.

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15 Kommentare zu “Investitionen: Bankia-Schnäppchen in Spanien gefällig?

  1. Ulrich Fiege sagt:

    Wenn ich das Haus mit 2 Schlafzimmern kaufe um für 91 000 Euro auch Weinproben Aktiv mit zu gestalten, bekommen die Banken doch auch das Geld von denen, denen ich das neue Haus zu verdanken habe weil sie verkaufen mussten? Spanien wäre nicht saniert nur die Aktionäre der Banken wären ein Stück weiter Reicher, das ist ein blödes Konzept und hört sich eher nach „Bankraub“ an statt eines soliden Konzeptes. ok ein Schnäppchenhaus mit laufenden Kosten hätte ich auch, aber was ist wenn die sich wieder etwas Neues einfallen lassen auf dem Gebiet der Grund oder Diversen anderen Steuern? Außerdem würde ich mich in so einem Haus gar nicht Wohl fühlen, im Garten campen wahrscheinlich die Vorbesitzer und trampeln mir den Rasen kaputt?

  2. Andreas Schmitt sagt:

    Soll ich das als Realsatire verstehen? In 3 Jahren werden wir ein Visum brauchen, um nach Spanien einreisen zu können. Es ist das Ende der EU. Hasta luego!

  3. fischi sagt:

    Gut dann sind wir bei den Imobilienpreisen so etwa auf Ostdeutschen Niveau.
    Blos die Preisfrage ist die eine, wenn die Imobilie selber genutzt werden soll steht erstmal die Frage nach Arbeit.
    Da zeichnet sich das gleiche Problem ab was wir haben.
    Neuerdings versucht das Amt Stellen in Tschechien mit allen Konsequenten zu vermitteln.

  4. Don Furioso sagt:

    „Und der Witz ist: Bis zu diesem Augenblick sind nicht mehr als 210 Besichtigungswünsche bei BankiaHabitat eingegangen. “ Seltsam, wo es doch sonst immer Kandidaten fürs „Bottom Fishing“ gibt! Könnte es sein, dass 1. es einfach zuviel Inventar gibt und 2. jeder Angst vor steuerliche Unwägbarkeiten hat?
    Ja, Spanien ist wunderschön. Ich hoffe, es entstehen nicht wieder monochrome Ausländerghettos, bestehend aus Profiteuren, die nichts vom Umland mitbekommen wollen.

  5. […] Immobilien in Spanien gefällig? Mehr als 1000 “Bankia-Schnäppchen” stehen zur Versteigerung. https://uhupardo.wordpress.com/2012/10/19/investitionen-bankia-schnappchen-in-spanien-gefallig/ […]

  6. Sicherlich mögen es Schnäppchen sein, doch wer will in einem Land leben, dass sich gerade am Anfang eines sozialen Umbruchs befindet. Das Ergebnis ist noch lange nicht absehbar. Die Probleme noch lange nicht gelöst. Die Landschaft Spaniens und seiner Inseln sind sicherlich als wunderschön zu katalogisieren. Der Ausverkauf der Immobilien wird weitergehen. Ich denke nicht, dass die Probleme in zwei bis drei Jahren gelöst sind.

  7. immospezi sagt:

    Der vorherige Besitzer im Vorgarten?? Kaum vorstellbar, da die meisten der Bankobjekte im Erstbezug verkauft werden! Die stehen nur schon eben seit 3-5 Jahren leer. Die typischen mediterranen Objekte sind momentan schwerer vermarktungsfähig, da die Bauträger jetzt neue, kleine Einheiten im sehr modernen Stil bauen. Käufer sind im Schwerpunkt Skandinavier, die diesen Bauhaus-Stil sehr mögen. Die klassischen Objekte können daher nur noch zu Dumpingpreisen verkauft werden, da ich für die ursprünglichen Verkaufspreise jetzt eben ein schickes neues Objekt bekomme. Im Gegensatz dazu ziehen für die neuen Objekte die Preise wieder langsam an, jedenfalls in der Costa Blanca Süd Region. Die Objekte der Banken werden auch von langjährig etablierten Agenturen mit Komplettservice angeboten.

    • Uhupardo sagt:

      „Der vorherige Besitzer im Vorgarten?? Kaum vorstellbar, da die meisten der Bankobjekte im Erstbezug verkauft werden!“

      … wie auch deutlich im Artikel zu lesen war, correcto.

  8. Wenn man bedenkt das die spanischen Banken über 700.000 Immobilieneinheiten im Bestand haben sind diese 1.100 Einheiten nur ein zaghafter Versuchsballon.
    Als Abonnent von „idealsita.com“ (span. Immoportal) bekomme ich regelmäßig auch Bankangebote zur Anmietung/Kauf. Beispiele:
    http://www.idealista.com/news/archivo/2012/10/15/0526087-pisos-nuevos-en-alquiler?xts=352991&xtor=EPR-72-%5Bpisos_alquiler_nuevos%5D-20121016-%5Blink%5D-%5B%5D-%5B%5D
    oder:
    http://www.idealista.com/news/archivo/2012/09/11/0511265-pisos-de-alquiler-baratos?xts=352991&xtor=EPR-72-%5Bpisos_marques_2012%5D-20120912-%5Blink%5D-%5B%5D-%5B%5D
    Welche ruinösen Auswirkungen diese „Marktflutung“ auf den gesamten Immomarkt in Spanien haben wird ist völlig offen.

  9. Bankia (viertgrößte spanischbe Bank) versucht halt von ihren „angeblichen“ 40 Milliarden Euro faulen Immobilienkrediten loszukommen. Ist ja legitim.

    Wie die Versteigerung ablaufen soll, finde ich etwas seltsam. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann kann ich die Immobilie sofort kaufen oder ein Gebot abgeben. Per Email werde ich dann über den Stand der Auktion informiert? Ich sehe also nicht, wer da noch mitbietet? Das erinnert mich doch sehr an – bezeichnen wir es freundlicherweise als seltsame – Auktionen, die wir aus gewissen Onlineauktionshäusern kennen. Nur ein Schelm, der böses dabei denkt.

    Wahrscheinlich werden in Spanien in den nächsten Monaten noch mehr Wohnungen und Häuser leer stehen.

    Sieh hierzu den Artikel über Einwanderer, die Spanien verlassen.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article110084580/Keine-Jobs-mehr-Einwanderer-fliehen-aus-Spanien.html

  10. almabu sagt:

    Natürlich drücken diese „Schnäppchen-Preise“ das Preisniveau des gesamten Immobilienmarktes weiter nach unten, was vielleicht ein erwünschter Nebeneffekt sein mag? Aber damit verlieren nicht nur die Objekte von Eigentümern an Wert, sondern auch die Sicherheiten der Banken, was deren Probleme gelinde gesagt nicht mindert!

    Ich persönlich habe in meiner direkten Umgebung im Großraum Barcelona schon vor über zwanzig Jahren stark überhöhte Preise angetroffen. Die Immo-Blase ist also keineswegs auf die letzten paar Jahre beschränkt.

    Es ist für mich nicht absehbar, um wieviel der Wert dieser Immobilien als Sicherheit der Banken noch abgewertet werden müsste um realistische, am Markt verkaufbare Preise erzielen zu können?

    Ansonsten heisst es für die Krisengeplagten Spanier, neben dem Kampf gegen die allgegenwärtige Ungerechtigkeit, mit schwarzem Humor irgendwie zu überleben.

    Ihnen ist dieses Video gewidmet:

    • hanns sagt:

      das ist wahrhaftig das problem: selbst diese scheinbaren „schnäppchenpreise“ sind natürlich immer noch viel, viel zu hoch, vor allem dann, wenn das spanische BIP weiter schrumpfen wird.

  11. Wuehler sagt:

    Sokrates
    Die Banken versuchen doch jetzt wieder einmal den seriösen Kunden zu verarschen und unternehem alles mögliche, um von den Schrottimmobilien loszukommen. Diese Politik der geldgierigen unfähigen Bankmanager ist einfach unterste Schublade. Wir haben es doch selbst im Falle der CAM-Bank erlebt, was dort für Verantwortliche sitzen. Solange Korruption und Vetternwirtschaft herrschen, ist denen nicht zu helfen und die Nichtspanier sollen es wieder retten.

  12. fischi sagt:

    Zum Thema Banken habe ich folgenden Artikel gefunden.
    Falls das wirklich wahr ist, hilft doch bloß die Zockerbuden abzureißen.

    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38283/1.html

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