„Das ist der sozialste Staatshaushalt in der Geschichte!“

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Selbst nach Jahrzehnten Journalismus gibt es noch Dinge, die einen fassungslos hinterlassen. So wie heute. Da stellt sich der Finanzminister Spaniens nach allen Streich- und Kürzungsmassnahmen seiner Regierung, die bereits einen halben Bürgerkrieg ausgelöst haben, ans Mikrofon und sagt wörtlich: „Das ist der sozialste Staatshaushalt in der Geschichte der spanischen Demokratie!“ – da fällt es schwer, noch die passenden Vokabeln zu finden: „Unverschämt“, „Gipfel der Dreistigkeit“, alles viel zu schwach und abgelutscht. Der Minister setzt Orwells „Neusprech“ perfekt und komplett skrupellos um.

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7 Armstrong-Titel gehen jetzt an welche anderen Doping-Sünder?

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Nun feiern sie wieder! Endlich hat man ihn überführt, diesen schlimmen Betrüger! „Lance Armstrong hat keinen Platz im Radsport“, unterstreicht Verbandsboss Pat McQuaid am Montag, „so etwas darf nie wieder passieren.“ – Und die „Welt“ titelt „Der gefallene Supermann“, der „Tagesspiegel“ konstatiert den „Gipfel aller Dopingskandale“, der Stern sieht den Absturz „From Hero to Zero“ … und das „Hamburger Abendblatt“ treibt die Perversion auf die Spitze: „Profitiert nun Ullrich?“ – Hurra, der böse Doping-Sünder ist überführt, jetzt wird alles besser. Aber was ist denn wirklich passiert?

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Back to Franco 4: Prügelnde Polizisten sollen nicht mehr gefilmt werden dürfen

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Wenn Polizisten wahllos auf Demonstranten einprügeln, sorgt diese Ungerechtigkeit für soziale Unruhe in der Bevölkerung. Um eben diese soziale Unruhe in der Bevölkerung zu vermeiden, hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Man sorgt dafür, dass Polizisten nicht wahllos prügeln – oder man sorgt dafür, dass es nicht bekannt werden darf. Letzteres zieht Ignacio Cosidó vor: Der Generaldirektor der Polizei will dafür sorgen, dass die Uniformierten während ihrer „Arbeit“ nicht mehr gefilmt werden dürfen. Opposition, soziale Organisationen und Juristen protestieren wütend gegen den neuerlichen Versuch der Einschüchterung von Demonstranten.

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Investitionen: Bankia-Schnäppchen in Spanien gefällig?

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1.100 Immobilien in ganz Spanien werden ab sofort versteigert. Darunter sind echte Schnäppchen für diejenigen, die gerade nach einer Investition suchen, um ihre Euro unterzubringen. Alle Wohnungen und Häuser sind im Besitz der staatlich intervenierten Bankia. Die spanische Immobilienblase sorgt für viele attraktive Angebote: Bei Rabatten von bis zu 60 Prozent gibt es die eigene Wohnung schon ab 40.000 Euro. Interessenten müssen auf der Seite BankiaHabitat ein Gebot abgeben. Dort oder unter der Telefonnummer 901 117 788 kann man auch eine Besichtigung des Objekts beantragen.

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News aus der Kristallkugel: Wie es jetzt (nicht) weiter geht …

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Gestern musste sich Griechenland „kompromisslos an die Auflagen halten“, um gerettet zu werden. Heute wird die nächste Milliarden-Tranche nach Athen überwiesen, weil … sie überwiesen wird. Gestern spekulierten deutsche Politiker, hinauf bis zum Wirtschaftsminister, mit dem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Heute ist der Verbleib des Landes in der Währungsunion alternativlos. Gestern musste Athen das Defizit strikt einhalten. Heute bekommt das Land mehr Zeit, um seine Sparziele zu erfüllen. Gestern war gestern, heute ist heute ist heute, und heute ist alles ganz anders als gestern. Wie seit Jahren in dieser Krise. Die Frage ist: Wen interessiert sein Geschwätz von heute morgen auch nicht mehr?

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Ballack in Spanien festgenommen

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Heute muss Michael Ballack vor dem Richter des Gerichtshofs Nummer 1 in Trujillo (Extremadura) erscheinen. Gestern war er von der Guardia Civil de Tráfico festgenommen worden, als er mit 211 km/h über die Autobahn bretterte, bei erlaubten 120. Ballack, der vor Kurzem seinen Rücktritt vom Profi-Fussball erklärt hatte, war in einem Audi Q7 in Richtung Badajoz unterwegs, als er von der Verkehrspolizei nachmittags um 18.30 Uhr ausgebremst wurde. Da beim prominenten Fahrer keine Anzeichen auf Alkoholkonsum festzustellen waren, liess man ihn wenig später wieder frei; allerdings mit der Auflage, heute vor dem Richter zu erscheinen. Das wird sehr, sehr teuer – aber er hat´s ja.

Tuaregs: „UNO-Intervention in Mali wird ein katastrophaler Fehlschlag!“

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Während der französische Verteidigungsminister Yves Le Drian darauf besteht, die vereinbarte militärische UNO-Intervention im Norden von Mali werde „nicht Monate sondern Wochen“ Vorbereitungszeit brauchen, warnt ein Sprecher der Tuareg vor einem „sicheren Fehlschlag“ und einer „humanitären Katastrophe“. Truppen in diese Region zu schicken, hiesse „Massen-Massaker zu organisieren“, sagte er der algerischen Zeitung „El Watan“. Dennoch ist Frankreich fest entschlossen, die Militäraktion anzuschieben, wenn auch nicht mit eigenen Truppen. Das sei eine „Frage der europäischen Sicherheit“ versicherte der Aussenminister in Paris.

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„Ich habe nur das gesagt, was Jogi Löw eigentlich denken müsste“

Aus dem finsteren Reich der Psychopathen

Uli Hoeness: „Jogi Löw hätte mir längst eine Flasche Champagner schicken müssen, denn, was ich gesagt habe, das ist ja für ihn Hilfe; ich habe nur das gesagt, was er eigentlich denken müsste!“

Selbst wenn ihn die Umstehenden beim Interview für solch einen hanebüchenen Satz auslachen. Er merkt es nicht einmal. Manchmal ist hohes Selbstbewusstsein nur die Kompensation niedrigen Niveaus.

… und weil sich Jogi Löw weigert zu denken wie Hoeness das vorgibt, gewinnt die Nationalmannschaft nicht einmal mit einem 4:0-Vorsprung. Das hat er nun davon, der Jogi.
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Rajoy will jetzt einen „virtuellen Kredit“ statt Staatsrettung

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In einem globalen Spielcasino, in dem komplett  inhaltsleere Zockerpapiere von Banken als „Finanz-Produkte“ verkauft werden dürfen, ist praktisch alles erlaubt.  Wenn man Geld braucht, erfindet man ein neues „Produkt“. Wichtig ist nur, dass damit Gewinn gemacht werden kann. Das hat auch Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy jetzt verstanden und arbeitet auf einen „virtuellen Kredit“ hin, um eine „Rettung“ zu vermeiden und so sein Gesicht zu wahren. Die Frage wird am Ende – wie immer – sein, ob Angela Merkel den Daumen hebt oder senkt.

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Portugal verkündet weitere alternativlose drastische Sparmassnahmen

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„Es gibt keinen Handlungsspielraum“ – so lautet die portugiesische Version von „alternativlos“. Mit dieser Leerformel begründet der Finanzminister nun weitere drastische Sparmassnahmen nach den drastischen Sparmassnahmen. Der Chef der sozialdemokratischen Opposition nennt das eine „finanzpolitische Atombombe“. Um die Finanzen des Landes zu sanieren, sollen die Portugiesen 2013 noch mehr Steuern zahlen, noch mehr Sozialleistungen werden gestrichen. Schon bei der Ankündigung der Pläne gab es heftige Proteste, für den 14. November ist ein Generalstreik anberaumt.

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