Anonymous veröffentlicht Personendaten von Polizisten im Netz

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Was kann man tun gegen prügelnde Polizisten? Wie wehrt man sich gegen Uniformierte, die wahllos auf alles eindreschen, was ihnen entgegen kommt, wenn die Polizisten gegen ihre eigene Dienstvorschrift keine Identifikations-Kennmarken tragen? Diese Frage kam auch in den Kommentaren zu unserem Artikel nach dem Generalstreik am 14 November auf. Die Internet-Piraten von Anonymous haben jetzt ihre eigene Antwort darauf gegeben.

Sie veröffentlichten am Wochenende erstmals Namen und Dienstnummern von 18 Polizisten der Mossos d’Esquadra in Katalonien. Laut Anonymous gehören diese 18 Namen zur Brigade der Antidisturbios (brimo), die für die brutalen Übergriffe gegenüber Demonstranten verantwortlich sind. In einer Stellungnahme des Innenministeriums heisst es dagegen, nicht alle dieser Polizisten seien Antidisturbios. Ein Ministeriumssprecher dementierte, dass die Hacker von Anonymous in das Datennetz der katalanischen Polizei eindringen konnten.

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Anonymous erklärte, diese Veröffentlichung von Personendaten von Polizisten sei den brutalen Aktionen der Antidisturbios in den vergangenen Monaten geschuldet. Einige solcher Szenen, in denen sogar ein 13-jähriger Junge und ein 16-jähriges Mädchen verprügelt worden waren, finden Sie in dem oben verlinkten 14N-Artikel. Die Internet-Piraten kündigten an, es „der Polizei in Zukunft mit selber Münze“ heimzahlen zu wollen, „wenn die Ungerechtigkeiten gegenüber den Bürgern nicht aufhören“. Man werde „mehr solcher Personendaten und entsprechende Information über die Unterdrückungsmassnahmen“ veröffentlichen.

Wörtlich heisst es: „Wir nehmen uns die Freiheit, euer System zu durchleuchten, um unsere eigenen Listen anzufertigen, die diejenigen Namen enthalten, die den Protest des Volkes gegen die Finanz-Diktatur von Politikern und Bankern zum Schweigen bringen wollen.“

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78 Kommentare zu “Anonymous veröffentlicht Personendaten von Polizisten im Netz

  1. Ein Lichtstrahl in der Düsternis dieses europäischen Finanzfaschismus.

  2. ichbindaswortistich sagt:

    Endlich tut jemand etwas zum Wohle des Volkes. Wenigstens wissen die Polizisten und Politiker nun, wie es ist, wenn einem die Kontrolle über die eignen Daten entzogen wird, und daß sich die Menschen nicht restlos alles gefallen lassen, gleichviel, mit welcher Brutalität und welch sonstigen Einschüchterungsmethoden man von Staats wegen vorgehen mag.

    Im übrigen sehe ich Anonymous nicht als Piraten an, sondern als Menschen, die andren Menschen zu ihrem Recht verhelfen, wo es ihnen von seiten des Staates vorenthalten oder genommen wird.

    • Uhupardo sagt:

      Man muss auch „Piraten“ nicht unbedingt negativ belegen.
      Erst wenn jeder prügelnde Polizist mindestens so viel Angst haben muss wie demonstrierende Bürger, weil seine Identität bekannt ist, gibt es ein „Gleichgewicht des Schreckens“.

      • Alexander Owen sagt:

        Die Frage die sich die Gesellschaft stellen sollte ist, ob dieses Gleichgewicht des Schreckens erstrebenswert ist. Im Kalten Krieg hatten wir den gleichen Zustand, ich bezweifle, dass sich irgendjemand diese Zeit zurückwünscht.

        Wir müssen vor allem anfangen, dafür ein zu treten, eine vollkommene Gewaltentrennung herzustellen, in der Politiker nicht über die Besetzung von Posten der restlichen Gewalten bestimmen. Darüberhinaus brauchen wir zivile Beschwerdestellen, die Disziplinaverfahren bei den Polizeieinheiten mittels Staatsanwälte und Geschädigten unabhängig von den Polizisten durchsetzen. Heute ist es so, dass Polizisten gegen Polizisten ermitteln und ein bekanntes Sprichwort heißt, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

        Auch in Deutschland haben wir Übergriffe durch Polizisten (Stuttgart ist ein bekanntes Beispiel) die jeglicher Verhältnismäßigkeit entbehren und diese Leute müssen ermittelt werden und mit allen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln belehrt werden.

        Ein weiteres Problem in Deutschland ist die unterschwellige Rechtsgesinnung vieler Polizisten (NSU-Morde konnten nur von Ausländern begangen werden, Kontrollen von Schwarzen auf Grund ihrer Hautfarbe etc.), wir brauchen eine bessere Ausbildung und Sondierung des Polizeipersonals und müssen zurückkehren zum Freund Helfer und weg vom Unterdrücker und Schläger.

        • Uhupardo sagt:

          „Wir müssen vor allem anfangen, dafür ein zu treten, eine vollkommene Gewaltentrennung herzustellen, in der Politiker nicht über die Besetzung von Posten der restlichen Gewalten bestimmen. Darüberhinaus brauchen wir zivile Beschwerdestellen, die Disziplinaverfahren bei den Polizeieinheiten mittels Staatsanwälte und Geschädigten unabhängig von den Polizisten durchsetzen. Heute ist es so, dass Polizisten gegen Polizisten ermitteln und ein bekanntes Sprichwort heißt, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.“

          Sehr kluger und richtiger Kommentar. Das ist allerdings schon seit Jahrzehnten so und seit Jahrzehnten richtig.
          In Spanien gibt es jetzt aber eine akute Situation, die Sie unserer Berichterstattung sicher entnommen haben. Das Ganze hat dadurch noch eine andere Qualität bekommen. Den Menschen, die auf der Strasse aus guten Gründen protestieren wollen, reichen ruhige und intellektuelle Diskussionen über nötige Systemveränderungen in diesem Moment gerade nicht mehr. Denn heute haben sie aktuell Angst, dass sie, ihre Kinder, Eltern und Grosseltern morgen bei der nächsten Demo verprügelt werden. Angesichts dessen ist es kein Wunder, dass auf veränderte Situationen veränderte Massnahmen folgen.

        • ichbindaswortistich sagt:

          Selbstredend ist ein Gleichgewicht des Schreckens nicht erstrebenswert, allerdings muß man bisweilen Feuer mit Feuer bekämpfen. Die Lebenswirklichkeit von Politikern und Konzernvorständen haben mit der Lebenswirklichkeit der arbeitenden (und arbeitsuchenden) Bevölkerung schon lange nichts mehr zu tun. Es sind Lebenswirklichkeiten, die sich voneinander unterscheiden wie zwei entfernte Welten. Bisweilen frage ich mich, ob Politiker und Konzernvorstände inzwischen wie in George Orwells ‘Nineteen Eighty-Four’ die Mitglieder des inneren Zirkels der Partei Opfer ihrer eignen Propaganda geworden sind.

  3. Man sollte den Spaniern beibringen Molotowcocktails zu basteln. Irgendwo ist die Grenze überschritten zur Zeit von der Staatsgewalt.

    • BoneBabe sagt:

      Schau doch mal auf YouTube wie Minenarbeiter in Asturien auf unsere „Freunde und Helfer“ reagieren. Es ist wirklich nicht nötig uns „zu zeigen“ wie man Mollies bastelt.;-).

    • Michael H sagt:

      Das ist doch Quatsch! Gewalt bringt nix. Da müssen wir uns anders durchsetzen.

      Auch wenn es schwer wird, mittels Gewalt wird es uns bald richtig schlecht gehen.

      • Uhupardo sagt:

        „mittels Gewalt wird es uns bald richtig schlecht gehen.“

        Hinweis: Die Zukunftsform des Verbs in dem Satz gilt vielleicht für Lippstadt oder Nürnberg. In Spanien ist sie längst nicht mehr nötig. Das unterscheidet auch bei den Standpunkten – da sieht der „Quatsch“ gleich anders aus. Und wie „anders durchsetzen“?

  4. Hackentrick sagt:

    Sollten Leute unter der Bezeichnung „Anonymous“ tatsächlich die Klarnamen von Polizisten veröffentlicht haben, sehe ich das mit gemischten Gefühlen und stimme nicht freudig jauchzend in den Chor der anderen User ein.

    Unabhängig davon, ob sich die genannten Polizisten tatsächlich schuldig gemacht haben, könnte ich es nicht gutheissen, wenn sich demnächst vor deren Häusern ein wütender Mob versammelt – auch wenn das die Anonymous-Aktivisten gar nicht wollten. Ich sehe schon die ersten entsprechenden Aufrufe auf Facebook kommen…

    Nein, tut mir leid. Ich finde die Aktion ziemlich bedenklich. Wenn einem die Namen vorliegen, kann man auch verantwortlicher damit umgehen.

    • Uhupardo sagt:

      Alles verstanden, Hackentrick. Es ist allerdings immer nur eine Seite, die Skrupel hat (und immer dieselbe). Wer in dieser Situation zu den Antidisturbios gehört, wozu ihn niemand zwingt, nimmt ein gewisses Berufsrisiko in Kauf. Dazu gehört auch ein berechtigt wütender Mob vor dem Haus. Augen auf bei der Berufswahl.

      • Hackentrick sagt:

        Das hat nichts mit Skrupel zu tun, finde ich. Für den Rückfall in die Steinzeit und das „Auge-um-Auge“-Prinzip gehe ich nicht auf die Strasse und demonstriere für Veränderungen. Wenn es dumm läuft, ist die Aktion der Anonymous-Aktivisten ein versehentlicher Aufruf zur Lynchjustiz, auch wenn die das sicher gar nicht beabsichtigen! Ausserdem: Wer legt denn die Hand dafür in’s Feuer, dass es sich bei den veröffentlichten Namen tatsächlich um die prügelnden Polizisten handelt?
        Nochmals: Es gibt auch verantwortungsbewusstere Wege im Umgang mit den Klarnamen der Polizisten. Den Internet-Mob anzuheizen gehört für mich nicht dazu…

        • Uhupardo sagt:

          Der Kommentar zu almabu x 2

        • BoneBabe sagt:

          Wenn die Mossos wie gesetzlich vorgeschrieben, Ihre Dienstnummer gut sichtbar tragen würden, wäre so eine Liste ja auch gar nicht nötig. Man könnte wenigstens versuchen, bei Übergriffen Anzeige zu erstatten. Geringverdienern steht diese Möglichkeit zwar zukünftig nicht mehr offen aber falls unter den Opfern von Übergriffen dann doch mal ein finanziell bessergestelltes Opfer ist, hätte dieses rein theoretisch die Möglichkeit, sein Recht zu bekommen

    • Lockez sagt:

      Warum soll man ewig den Ars… einziehen vor staatlicher Gewalt ???
      Man hat nur 2 Wangen die man hinhalten kann, leider verhauen die brutalen und hirnlosen Biobotz unschuldige und friedliche Menschen in fast allen Ländern der Welt, auch bei UNS ist es so !!!
      Also verstecken Sie sich weiter und halten Ihre 2 Ars…backen auch noch hin, wenn Sie mal in den Genuß von wildgewordenen Prügelattacken kommen sollten.

    • Sascha sagt:

      Ich finde die Aktion von Anonymous ebenfalls sehr bedenklich. Das ist nichts anderes als Pöbel-Justiz. Was wenn eines der Häuser von den Polizisten demnächst brennt? Was wenn sie einen falschen Namen veröffentlich haben? Was wenn Familie und Kinder des Polizisten sterben? Anonymous wird wie immer keine Verantwortung übernehmen. Höchstens anonymes Bedauern bekunden. Oder sie sagen wieder, dass das gar nicht die echten Anonymous waren (ha!).

      Es wäre natürlich wünschenswert, wenn die Polizei dem Volk dienen würde (Polizei dient Staat dient Volk). Aber dafür benötigten wir eine Demokratie. Aber das würde heißen, dass wir von Bildzeitungslesern und RTL-Guckern regiert würden.

      • Bildzeitungslesern und RTL-Gucker.. reichlich pauschal, findest Du nicht?
        Die Gruppe die Du da ansprichst ist wohl eher eine die gar nichts macht außer Sofa warm halten.

        • Sascha sagt:

          Je direkter die Demokratie, desto größer ist die Macht der Medien, anhand derer sich die Wähler informieren. Hinzu kommt, dass durchschnittliche Bürger bei den allermeisten Themen Laien sind.

          Demokratie heißt irgendwo auch, dass Wichtiges von Laien entschieden wird. Dann muss ich wieder an die Geschworenengerichte der USA denken, die für europäische Standards irrational und emotionsgesteuert entscheiden.

          Zu allem übel sind diese Laien oft auch noch egoistisch und kurzsichtig. Wenn eine Volksabstimmung zu den Steuern stattfinden würde, würden ziemlich viele für 10% stimmen. Wie der Staat dann noch funktionieren soll, wird erst mal ignoriert.

          • fakeraol sagt:

            „Je indirekter die Demokratie, desto größer ist die Macht der Lobbyisten. Hinzu kommt, dass durchschnittliche Politiker bei den allermeisten Themen Laien sind.
            Zu allem übel sind diese Laien oft auch noch egoistisch und kurzsichtig.“

            Soweit richtig, und auch:
            „Wenn eine Volksabstimmung zu den Steuern stattfinden würde, würden ziemlich viele für 10% stimmen. Wie der Staat dann noch funktionieren soll, wird ERST MAL ignoriert.“

            Auch richtig. Der Unterschied ist, das wenige Politiker viel leichter beeinflussbar und bestechbar sind, Gesetze gegen ein ganzes Volk zu beschliessen, von dessen Auswirkungen sie sich selber ausnehmen, als wenn das Volk selber die Gesetze beschliesst, unter denen es dann zu leiden hat.
            Und Politiker ignorieren dauerhaft den Willen und die Rechte des Volkes, wärend dieses seine Gesetze immerhin anpassen würde, wenn es merkt, das sie so nicht funktionieren.

            Nett, dass Du weitere Argumente gegen die parlamentarische Diktatur lieferst.

      • fakeraol sagt:

        Du verwechselst da etwas. Von Bildzeitungslesern und RTL-Guckern werden wir HEUTE regiert. In einem Land, das nicht mehr von Profitsucht, sondern vom kategorischen Imperativ regiert würde, gäbe es solche Medien und die von ihnen ausgehende Manipulation und Verdummung nicht mehr.
        Wenn Du analog zu „unseren“ politischen „Leistungsträgern“ meinst, das Volk sei zu dumm und deshalb sei es gefährlich, es wirklich demokratisch selber entscheiden zu lassen, dann muss ich dich fragen:
        Woher kommen denn die Politiker, die es heute angeblich besser machen, als das Volk es könnte?

    • el cuervo sagt:

      Druck erzeugt nunmal Gegendruck. Wenn die Aktion tatsaechlich Namen von nicht pruegelnden Polizisten enthaelt, so ist dies bedauerlich, hat aber vllt. den positiven Effekt, das diese ihren nicht unbedeutenden Einfluss auf ihre Kollegen geltend machen.
      Ich stehe der Aktion auch kritisch gegeueber, aber bei der gegenwaertigen Lage in Spanien muss man auch die Frage stellen, welche Rechtsmittel den Pruegelopfern zur Verfuegung stehen. Es sieht ja so aus, dass die Puegelpolizei nicht nur geduldet, sondern von ganz oben gewollt ist. In dieser Situation sind die Rechtsmittel nichts weiter als ein stumpfes Schwert und es muessen wirksame Alternativen erdacht werden. Hier geht es tatsaechlich Auge um Auge. Die Polizei geht, rechtswidrig unidentifizierbar, brutal gegen die Protestierenden vor um sie von vorneherein vom Demonstrieren abzuhalten und ein Teil der Protestierenden veroeffentlich anonym die Namen dieser Polizisten.
      Dies ist sicher nicht der Zustand den wir uns wuenschen, aber nennen Sie mir bitte wirksame Alternativen, welche auch anwendbar sind, wenn sich die Obrigkeit gegen die eigene Bevoelkerung stellt.

    • Reiner Reibach sagt:

      @Hackentrick Sie haben einen Grundsatz nicht verstanden. Der Staatsapparat ist zum Schutz der Freiheit des Volkes geschaffen worden. Quasi eine treuhänderische Übergabe.
      Vielleicht muss das mal wieder geklärt werden indem ein paar der Staatsangestellten, auch unter Gewalt klar gemacht wird, dass das Volk die Macht hat.

      In Spanien wird inzwischen der passive Protest genauso verfolgt wie der aktive. So langsam reicht es. Die Mensch hungern und die Banken werden geschützt durch die Polizei?

      Das Volk ist keine Masse die man ausrauben kann wie einem beliebt, weder durch Banken, noch durch die Regierung.

      • Hackentrick sagt:

        Sehr geehrter Herr Reibach, ich sehe – bei aller gemeinsamen Abneigung gegen die Prügeleinsaätze der Polizei – einen deutlichen Unterschied zwischen uns beiden: Ich habe auch Angst vor ‚dem Volk‘, sollte es mit den hier propagierten Methoden die Stimme erheben… 😉

      • Und das allerschlimmste ist doch die Weisungsgebundenheit der deutschen Beamten – hast du erstmal den Justizminister auf deinem Lohnzettel stehen, kann der über die Staatsanwaltschaft Weisungen erlassen und die weisen direkt die Beamten (Polizisten, Ermittler) an, doch bitte nicht „in die falsche Richtung“ zu ermitteln – diese mittelalterliche Weisungsgebundenheit gibt es doch nur in Tschechien, Österreich & bei uns 😦

        http://www.youtube.com/watch?v=RrwVOjOqBbc

  5. Finde ich echt Klasse! (vorausgesetzt es sind die richtigen Daten)

  6. almabu sagt:

    Damit würde doch nur der gesetzlich vorgeschrieben Soll-Zustand wiederhergestellt, der eine Identifizierung der Polizisten vorschreibt. Wo ist also das Problem? Es sind doch die Polizisten, die hier das Recht brechen, oder?

    • Uhupardo sagt:

      Das ist genau der zentrale Punkt. Wenn prügelnde Polizisten gegen ihre eigene Dienstvorschrift keine Identifikations-Plaketten tragen, muss man sie anders zu identifizieren versuchen, Fehlerquote inbegriffen.

      Wer die Fehlerquote vermeiden will, sorgt dafür, dass an jeder prügelnden Uniform eine Dienstnummer baumelt und fertig.

      • Johannes Eber sagt:

        Genauso ist es Uhupardo. Wenn der Staat Gesetze bricht, indem die „Antidisturbios“ keine Identifikations-Plaketten haben, ist es legitimes Recht, diesen Gesetzesbruch mit geeigneten Gegen- und Notmaßnahmen zu begegnen. Ich wünsche „Anonymous“ viel Erfolg und eine „quantitative gute Ernte“. Nur mit diesen Gegenmaßnahmen besteht die Hoffnung, diesen hirnlosen Schlagstockeinsatz einzudämmen. Auf einen groben Klotz gehört eben auch ein grober Keil.

      • fakeraol sagt:

        Die Alternative dazu wäre, nur noch als „Polizisten“ zu identifizieren, wer sich durch sein Namens-Dienstnummernschild als solcher ausweist. Damit ist jeder Gewalttäter ohne Schild ein Straftäter, zu dessen vorläufiger Festnahme jeder Bürger das Recht hat.

        Das erschreckende an diesen Zuständen ist, dass der gane Unterdrückungsapparat immer noch nicht begreift, das sie sich bisher nur so verhalten können, weil die Masse der Leute immer noch an die Geltung der Gesetze glaubt.
        Alles, was zwischen der Polizei und den Politikern einerseits, und dem Volk andererseits steht, ist ein Stück Papier, auf das die Gesetze gedruckt sind.
        Wenn das Volk sich nicht mehr an die Gesetze gebunden fühlt, weil die von Polizei und Politikern schon lange missachtet werden, steht die Polizei nicht mehr 5% gewaltbereiten Leuten gegenüber, die man in den Medien immer als „Spinner“ und „Chaoten“ abtun konnte, sondern der „bürgerlichen Mittelschicht“, also der Masse des Volkes, und dann reichen Schlagstöcke nicht mehr, um den Status Quo weiter aufrecht zu erhalten.
        Die Frage ist dann, ob wir flüchtende Polizisten sehen werden, oder einen Blutsonntag wie in China. Es soll ja auch schon Militärs gegeben haben, die sich geweigert haben, den Anordnungen der Regierung weiter Folge zu leisten, und vor einiger Zeit hatten Demonstranten in Wisconsin das State Capitol besetzt und die Polizei, die geschickt wurde, um die Demonstranten zu räumen, erklärte sich solidarisch und das sie die Räumung NICHT durchführen würde.

    • Hackentrick sagt:

      Das Problem ist, dass Unrecht vs. Unrecht nicht so einfach funktioniert. Man sollte sich schon aller möglichen Konsequenzen bewusst sein, die die Aktion von Anonymous-Leuten hervorrufen kann.

      Aber gut… Ihr habt eure Meinung dazu, ich habe meine.

      • fakeraol sagt:

        Gehst Du bei der Demo auch brav auf dem Fussweg und beachtest „rechts vor links“?
        Ich finde es schon sehr bedenklich, die zu recht wütenden Menschen abwertend als „Mob“ zu bezeichnen.
        Nach allem, was ich bisher in den Videos gesehen habe, sind die Bürger auf den Strassen besonnener als diese Prügelhorden. Wenn Du zu entscheiden hast, ob noch weitere hundert unschuldige Bürger schwer verletzt werden, oder ein _möglicherweise_ „unschuldiger“ (auch Polizisten, die ihre Kollegen gewähren lassen, machen sich schuldig) Polizist, wie bewertest Du dann das Recht auf körperliche Unversehrtheit? Welche andere Wahl haben die Menschen, um der Diktatur Widerstand zu leisten, die den „Rechtsstaat“ längst ersetzt hat (soweit es den überhaupt je gab)?
        Die Polizei als ganzes einschliesslich der Prügelhorden kommt nicht mehr ihrer Aufgabe nach, den „Souverän“ und die öffentliche Ordnung zu schützen, die durch Gesetze repräsentiert wird, gegen die die Vorgesetzten der Polizisten mit ihren Anweisungen verstossen (was Befehlsverweigerung zur Folge haben müsste), die Behörden mit der Umsetzung des von den Politikern angeordneten Unrechts verstossen, und die Politiker, die in DE z.b. das „Grundgesetz“ längst zu einer Farce gemacht haben.
        Wenn sie statt zu prügeln anfangen, zu schiessen, willst Du sie dann immer noch ordnungsgemäss zuerst nach ihrem Namen und ihrer Dienstnummer fragen?
        Nicht das Volk, sondern DIE haben durch ihr eigenes Handeln die bestehenden Gesetze faktisch für ungültig erklärt. IN meinen Augen gilt in diesem Fall nur noch der Kategorische Imperativ (http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ). Die Bürger versuchen sich trotzdem immer noch, so gut es geht, an diese Gesetze zu halten, was kann man denn noch von ihnen erwarten?

        • Hackentrick sagt:

          Wie ich persönlich mich bei Demos verhalte, muss hier nicht erörtert werden 😉

          Ich bitte um Differenzierung: Ich habe keinen der Demonstranten als Mob bezeichnet. Der Mob sind für mich diejenigen, die sich durch sich womöglich verbreitende Internetaufrufe zur Lynchjustiz berufen fühlen (es ist nur wenige Monate her, dass eine aufgebrachte Meute vor einer Bremer Polizeistation den Tod eines Unschuldigen gefordert haben). Ich habe auch nicht behauptet, dass das passieren wird, sondern dass das eine Konsequenz der Veröffentlichung der Namen sein könnte. Und dann sollte man halt vorsichtig sein.

          Wenn hier jemand meint, den beteiligten Polizisten gehört eine auf die Fresse, der sollte eigenverantwortlich diesen Schritt tun und nicht andere dazu aufstacheln oder das Ganze toll zu finden. Einfach „finde ich gut“ anzuklicken ist leicht, persönlich dafür einzustehen ist etwas ganz anderes…

          Ich bin doch auch dafür, dass die verantwortlichen Polizisten für ihre Prügelei bestraft werden, aber bitte nicht auf diesem Weg. Anonymous hätte beispielsweise über die Medien mitteilen können, dass man im Besitz der Klarnamen ist und diese für mögliche Anzeigen durch betroffene Demonstranten zur Verfügung stellt.

          • Ellen sagt:

            Ein Stück weit kann ich Deinen Bedenken sicherlich folgen.
            Was aber wäre eine REALISTISCHE Alternative?
            Strafanzeige gegen den/die Prügelpolizisten? Ein eher sinnloses Unterfangen, denn ich denke, es wird mit einer ernsthaften Verfolgung in Spanien zumindest (!) genauso aussehen, wie in Deutschland. Offiziell ist zwar die Staatsanwaltschaft damit betraut, real aber ermitteln Kollegen gegen Kollegen. Tja…
            Im Jahr 2010 etwa wurden 2133 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten abgeschlossen, nur in 63 Fällen wurde Anklage erhoben oder ein Strafbefehl beantragt. Circa 93 Prozent der Verfahren wurden eingestellt.
            So ungern ich es auch sage, aber mit rechtsstaatlichem Handeln (Anzeige ect) kommt man nur in einem wirklichen Rechtsstaat weiter…daher -wenngleich mit etwas Bauchschmerzen- bin auch ich ein Befürworter des Anonymous-Vorgehens

  7. almabu sagt:

    Wo ist hier Unrecht, wenn Recht wieder hergestellt wird?

  8. Allant sagt:

    Also, ich finde es gut wenn die Namen derer veröffentlich werden, die ihren Beitrag leisten, das korrupte Regierungs- und Finanzsystem zuschützen.
    Anonymus setzt sich ein für das Recht.
    Zumal ich auch weiß, dass solche Einheiten für solche Einsätze extra ausgebildet werden, erlaube ich mir auch zusagen, dass die mir keinen Moment leid tun, wenn irgendwann ihre Häuser belagert und sie angegriffen werden.
    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
    Jeder kann sich entscheiden für Recht oder Unrecht.
    Völkerrechte in unseren Ländern werden lange schon mit Füssen getreten, Rechtssysteme dienen längst schon dem Kapitalismus, in jedem EU Land, nicht nur in den Südländern.
    Wie mehr aufgedeckt wird, unso besser, sie lassen uns keine andere Wahl.
    Lange genug wurden friedlich Wege eingeschlagen, die haben nichts gebracht, Hohn und Spott waren die Antworten, jetzt zusätzlich noch Gewalt.
    Unsere Regierungen sind alle schon unterwandert vom korrupten Finanzsystem, die gnadenlos alles tun, um Länder auszuplündern, und mit dem daraus geschlagenen Kapital wieder andere souveräne Länder anzugreifen und zu unterwerfen.
    Und schon allein aus diesem Grund,erstens, weil wir uns selber schützen müssen, zweitens , weil ich keineswegs mit diesen sinnlosen Kriegen einverstanden bin, die auf unsere Kosten geführt werden, einen Dank an Anonymus und an UHUPARDO, für die Veröffentlichung dieses Artikels.

  9. axel sagt:

    Namen veröffentlichen? Aber Demostranten laufen vermummt rum! Was soll der Mist?

    • Uhupardo sagt:

      Einzeiler bieten sehr wenig, axel, wenn Sie das mit den Argumentationsbemühungen anderer vergleichen.

    • fakeraol sagt:

      Nicht nur, das Polizisten vermummt rumlaufen, es soll ja auch noch verboten werden, sie beim Prügeln zu filmen. Und dem Bürger wird schon dicke Kleidung, wasserdichte Umhänge, und vermutlich bald das Heben der Arme gegen niedersausende Knüppel als „passive BEWAFFNUNG“ verboten.
      Vielleicht sollte sich ja die Regierung ein neues Volk wählen, wenn das alte so unbotmässig seine Untertanenpflichten verweigert.

    • BoneBabe sagt:

      Namen veröffentlichen, denn : Wenn ich als Demonstrant vermummt herum laufe, werde ich rausgegriffen, zusammengeknüppelt, anschließend werden meine Personalien festgehalten ich werde festgenommen und ich werde strafrechtlich verfolgt. Wenn ich als nicht vermumter Demonstrant einen vermumten Polizisten auffordere seine Dienstnummer zu nennen, werde ich rausgegriffen, zusammengeknüppelt, u.U. auch desweiteren werden anschließend meine Personalien festgehalten, ich werde festgenommen und ich werde strafrechtlich verfolgt. Was soll der Mist?

      😉
      Alle Macht geht vom Volke aus…oder so….

  10. Reblogged this on đeя Bαeяeиαυfвıиđeя oder Kultur-Soeldner und kommentierte:
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  11. Achim Strohbach sagt:

    Sofort eine Strafanzeige gegen den prügelnden Beamten/en bei der zuständigen Sraatsanwaltschaft.Den Betreffenen Polizeipräsident auch zur Strafanzeige machen.
    Straftat im Dienst ist ein sehr schweres Vergehen.

  12. Gast44 sagt:

    Das Problem ist der Anteil der Psychopathen unter den Polizisten.
    Unter 20 Polizisten ist einer dabei, der spürt weder Mitgefühl noch Reue wenn er auf wehrlose Menschen einprügelt.

    Die sind wie die U-Bahn Schläger; sie treten auf ihre Opfer noch ein wenn diese schon blutend am Boden liegen.
    Nur U-Bahn Schläger kommen ins Gefängnis wenn sie erwischt werden; psychopatische Polizisten bleiben meist unbehellig und werden von den Vorgesetzten gedeckt.
    Diese Psychopathen sind deshalb Polizisten geworden weil sie so ihre Krankheit (die sie selbst nicht als Krankheit sonders als Überlegenheit empfinden) voll ausleben können!

    Erinnert sich noch jemand an die „Prügelglatze“ von Stuttgart 21, der durch die Menge lief und wahllos auf friedliche Demonstranten einprügelte?

    Andere Polizisten lassen sich von diesen Psychopathen anstecken und prügeln mit; später tut es ihnen leid aber dann ist es schon zu spät.
    Also wer sich schon immer gefragt hat, weshalb Polizisten wehrlose 13-Jährige Mädchen verprügeln oder weshalb Soldaten mordend durch Land ziehen und Frauen und Kinder vergewaltigen, hier ist die Antwort:

    Es sind Psychopathen; sie sind nicht wie wir „Normalos“, sie fühlen nicht dass sie Unrecht tun, ihr Gewissen ist quasi defekt.
    Dieser Defekt im Gehirn ist unheilbar.

    Psychopathen müssen nicht immer gewalttätig sein, es gibt auch die im Nadelstreifenanzug.
    Diese Leute sind besonders gefährlich, denn sie drängen agressiv und ohne Rücksicht auf Verluste nach oben.
    Deshalb sind diese Psychopathen besonders unter Politikern, Bankern und Vorstandsmitgliedern zu finden.

    • Allant sagt:

      @Gast44

      Dies ist auch eine Sichtweise, nur weigere ich mich, denen ihr Psychotherapeuth zu sein.
      In der Homöopathie lautet der Grundsatz: Gleiches heilt man mit Gleichem.
      Vieleicht wäre für diese somit eine Tracht Prügel das Richtige.
      Sollten diese Typen einmal in diesen Genuss kommen, mein Mitleiden wird sich in Grenzen halten. Es gibt Menschen, die verstehen nur die Sprache, die sie selber sprechen.
      Und solange ich von diesem Typ Mensch nicht angegriffen werde, hat ein solcher von mir seine seelige Ruhe, wenn aber, ist es mein gutes mich zu verteigen.
      Und genau unser Recht auf Verteidigung wird uns seit längerem schon untersagt, oder wird mittlerweile schon als Straftat geahndet und als Ungehorsam ausgelegt.
      Ungehorsam muss ja verurteilt werden, freies Denken und Schaffen somit wohl auch.

      • Resolution der Kommunarden

        1. In Erwägung unserer Schwäche machtet
        ihr Gesetze, die uns knechten soll’n
        die Gesetze seien künftig nicht beachtet
        in Erwägung,
        daß wir nicht mehr Knecht sein woll’n.

        Refrain:
        In Erwägung, daß ihr uns dann eben
        mit Gewehren und Kanonen droht
        haben wir beschlossen,
        nunmehr schlechtes Leben
        mehr zu fürchten als den Tod.

        2. In Erwägung, daß wir hungrig bleiben
        wenn wir dulden, daß ihr uns bestehlt
        wollen wir mal feststell’n,
        daß nur Fensterscheiben
        uns vom Brote trennen, das uns fehlt.

        Refrain …

        3. In Erwägung, daß da Häuser stehen
        während ihr uns ohne Bleibe laßt
        haben wir beschlossen, jetzt dort einzuziehen
        weil es uns in uns’ren Löchern nicht mehr paßt.

        Refrain …

        4. In Erwägung, es gibt zuviel Kohlen
        während es uns ohne Kohlen friert
        haben wir beschlossen, sie uns jetzt zu holen
        in Erwägung, daß es uns dann warm sein wird.

        Refrain …

        5. In Erwägung, es will euch nicht glücken
        uns zu schaffen einen guten Lohn
        übernehmen wir jetzt selber die Fabriken
        in Erwägung, ohne euch reicht’s für uns schon.

        Refrain …

        6. In Erwägung, daß wir der Regierung
        was sie immer auch verspricht,
        nicht trau’n
        haben wir beschlossen, unter eig’ner Führung
        uns ein gutes Leben aufzubau’n .

        In Erwägung, ihr hört auf Kanonen
        and’re Sprachen könnt ihr nicht versteh’n
        müssen wir dann eben, ja das wird sich lohnen
        die Kanonen auf euch dreh’n.

        Text: Bert Brecht
        Musik: Hanns Eisler

    • Gnatz sagt:

      Ich bin mir da gar nicht so sicher, ob das eine Krankheit ist! Eine Krankheit wäre ja sogar eine Entschuldigung. Bei vielen ist es schlichtweg Dummheit. Ich habe in meinem Leben schon so einige Polizisten kennengelernt. Privat als auch dienstlich! Das ist ein eigener Menschenschlag.
      Sigmund Freud sagte (angeblich): Polizisten sind Menschen die gerne andere dafür bestrafen, dass sie selbst nicht alles dürfen. Als Beamter in Uniform lässt man sich bereitwillig zu einem willenlosen Befehlsempfänger machen solange man sich dadurch selbst über die anderen Menschen seines „Standes“ stellen kann. Darum werden sie auch auf jeden Fall das System das ihnen diese „Macht“ verleiht schützen! Die meiste Polizisten die ich persönlich kennen gelernt habe waren Zivilversager. Sie brauchen eine Befehlshierarchie durch die sie gesagt bekommen wer sie sind, so nötig wie die Luft zum atmen. Meiner Meinung nach sind die Polizisten welche diesbezüglich ein Gewissen haben und die Seite wechseln werden eine Minderheit in der Polizei. Diese Befehlsempfänger in Uniform sind aus meiner sich das Hauptproblem! Ohne sie könnten die Eliten und Kriegstreiber dieser Welt auch nur mit Wasser kochen. Wenn man sich aus Dummheit, falscher Überzeugung oder einfach aus einem eigenartigen Charakter heraus zu einem Gewaltinstrument von Unterdrückern machen lässt muss man auch bereit sein die eigene Medizin zu schmecken. Die Eliten sind zu etwas geworden wovor wir uns schützen müssen. Da sie keine Gnade oder Skrupel kennen sind die welche so etwas in sich verspüren immer im Nachteil. Solange bis beides auch hier schwindet!
      Ich denke wenn man wirklich gegen das System kämpfen will muss man bereit sein auch dafür zu „bluten“- auf die eine oder andere Weise. Verweigerung wo immer es geht – so friedlich wie möglich, aber wenn der Staat zur Gewalt greift muss man ihm auch so antworten!

    • fakeraol sagt:

      Mag sein, dass da auch ein Teil empathiefreie Psychopathen dabei sind, weit verbreitet ist an Machtpositionen auch der Narzissmus.
      Narzisten sind nicht, wie viele glauben, einfach sich selbst überschätzende überhebliche Menschen, sondern werden im Gegenteil von einem in der Kindheit angelegten schwer geschädigten Selbstwertgefühl zu ständig neuen Anstrengungen getrieben, mehr Anerkennung von anderen zu bekommen, mehr zu leisten, nett und sympatisch zu wirken (worin sie viel Übung und grosses Talent und einen feinen Instinkt haben), in hohe Positionen zu kommen, die Anerkennung, Macht und Ansehen versprechen,
      und sie werden doch nie „satt“, nie zufrieden, finden nie Ruhe, weil ihre urkindliche Erfahrung ihnen immer wieder sagt, das sie nicht gut genug sind. Im Grunde sind sie todunglückliche Menschen, die unter schwersten Selbstzweifeln leiden.
      Der Unterschied zu Borderlinern ist, das deren seelische Schädigung noch früher in ihrer Kindheit angelegt wird, wodurch sie ehr zu Selbstverletzung neigen (als Mittel, den seelischen Schmerz zu überdecken).
      Dabei gibt es für beide Störungen verschiedenste Ausprägungen und sie können weder klar voneinender, noch von einem zweifelsfrei „gesunden“ Zustand abgegrenzt werden, d.h., jeder trägt derartige Anteile in sich.
      Beide haben schwere seelische Störungen, für die sie nicht selber verantwortlich sind, und durch die ihnen manche seelischen Fähigkeiten fehlen, die in solchen Verantwortungspositionen ausgeprägt notwendig sind.

      Ich betrachte solche Menschen daher nicht als „Feinde“, sondern als, für solche Macht- und Verantwortungspositionen ungeeignet.

      • Ich betrachte solche Menschen daher nicht als “Feinde”, sondern als, für solche Macht- und Verantwortungspositionen ungeeignet.
        Allerdings muss dabei beachtet und in Rechnung gestellt werden, dass der pyramidenförmige Aufbau des Machtapparates (nur einer kann „oben“ sein), genau DIESEN Typ Mensch nach oben spült(en *muss*).
        Soll das verhindert werden, ist es also unbedingt notwendig, diese Machtpyramide aufzulösen.

  13. fischi sagt:

    Mitleid mit den Schlägern, nein das habe ich nicht.
    Wer als erwachsener Mann Kinder Frauen und alte Leute mißhandelt hat sich nach meiner Meinung außerhalb der Gesellschaft gestellt und sollte von der auch so behandelt werden.
    Wenn es eine Organisation gibt die diese Typen aus der Anonymität herausholt ist das blos zu befürworten.
    Schließlich bezahlen ja auch die Demonstranten ihre Peiniger!

  14. tsing sagt:

    Der eigentliche Skandal ist die hier vielfach angemerkte unterlassene Kennzeichnung der Polizeikräfte. Das kommt einem Blanko-Schuldeingeständnis des Staates gleich, wenn er solches Vorgehen deckt. Nur ist sowas medial eben kein Thema (und das wiederum ist damit ein Thema für sich!).
    Aber die daraus gemachte Erfahrung der Ohnmacht auf Seiten der Protestierenden ist allumfassend. Und daraus leitet sich dann wiederum die Selbstermächtigung seitens der Anonymous-Aktivisten ab…

    Auch bei der Veröffentlichung der Personendaten, ist es wie immer schwer, zwischen empfundenem Recht und Unrecht zu unterscheiden, da es bei beidem auf die Perspektive und das Rechtsempfinden ankommt, was ja bekanntlich NICHTS mit der Rechtssprechung zu tun hat.

    ‚Legitim‘ und ‚legal‘ sind keineswegs das gleiche! Die verbrieften ‚Rechte‘ helfen den Ohnmächtigen eben nicht weiter, da sie auch vor Gericht Auslegungssache sind, beziehungsweise schon bei deren Abfassung zweierlei Maß angelegt wurde; so erklärt sich dann auch die gängige Praxis der ‚Doppelstandards‘ bei Grundrechten für Migranten und HartzIV-Empfänger gegenüber ‚Normalbürgern‘.
    Und Polizisten sind dabei nochmal eine ganz eigene, aus Sicht des Staates ’schützenswerte‘, Spezies, denen Unregelmäßigkeiten so gut wie nie angekreidet werden.
    Wer sich hier in einem Unrechtsstaat wähnt der übersieht, dass ‚das Recht‘ in erster Linie zum Schutz des Eigentums der Wohlhabenden dient, ‚Rechtsprechung‘ also per se ein Abbild der Macht- und Ohnmachtverhältnisse ist.

    Dass die Daten gehackt wurden ist aus all diesen Gründen nur folgerichtig. Aber man hätte damit drohen können, es medial versuchen sollen auszuschlachten. Denn was die Mächtigen am meisten fürchten und was sie in Ausnahmen zum Handeln gegen ihre Agenda zwingt ist ein öffentlicher Aufschrei, wie bei den zwangsräumungsbedingten Selbstmorden in Spanien.

    Die Personendaten zu veröffentlichen, ohne zu wissen ob es sich um die Täter handelt ist hingegen grenzwertig bis fatal. Nun können sich viele drüber aufregen oder es verteidigen, aber der Effekt ist auf jeden fall der, dass die meisten von uns kaum mehr über die ursprüngliche Thematik der provozierten Eskalation und des Amtsmissbrauchs von Polizisten oder die dahinter stehende Logik eines illegitimen Rechtsverständnisses nachdenken – und Lösungen und Gegenstrategien genau für diesen Gesamtkomplex von Problemen entwickeln, was dringend notwendig wäre.

    Die Ungleichheit der eingesetzten Mittel wird über kurz oder lang auch eine Bewaffnung der Demonstranten nach sich ziehen müssen oder der Widerstand bliebt symbolisch und im Sinne einer Veränderung der Verhältnisse folgenlos.
    Wenn ich diese Bilder sehe, dann frage ich mich, wie lange es wohl noch dauert bis ein solcher Polizeischläger aus der anonymen Menge heraus umgebracht wird.
    Und es bleibt zu fragen, ob und wem damit geholfen wäre. Erfahrungsgemäß führt das nur zu weiterer Aufrüstung der Staatsmacht, stärkerer Überwachung und Eskalation und zum Einsatz der in den Startlöchern stehenden Paramilitärs und Aufstandsbekämpfungseinheiten wie EuroGendFor usw.

    Wer eine andere Welt will, muss sich an den eigenen Methoden messen lassen! Gewalt ist (zumindest in einer derart ungleichen Machtkonstellation) nie die zielführende Antwort!
    15M/Occupy waren da schon deutlich weiter. Nur müssen die Kräfte insgesamt, aber besonders ‚im Herzen der Bestie‘ (also vor allem in DE) deutlich stärker werden.
    Daher der Aufruf an jede/n, sich persönlich und so wirksam und so pazifistisch wie möglich zu engagieren!

    • 15M/Occupy waren da schon deutlich weiter.
      Es ist wohl eher so, dass die noch geduldet wurden, um Dampf abzulassen.
      Schon in der Wall Street schlugen die Polizisten erbarmungslos zu und inhaftierten jeden, der diese Brutalität filmte oder fotografierte.
      Die nächsten Versuche von occupy wurden bereits im Keim durch brutalen Polizei-Terror erstickt!

      • tsing sagt:

        @solveigh
        stimmt, auch wenn es anders gemeint war: nicht die gewalt der polizisten sondern der gewaltverzicht der occupier!
        aber einerlei… ich kann jede/n verstehen dessen pazifistische ideale angesichts der bilder von grundlos knüppelnden bullen ins wanken geraten. leider.

        • Ich habe aufgezeigt, dass dieser Gewaltverzicht, der ja immer nur von den Demonstranten, von den Unterdrückten und Ausgebeuteten verlangt wird, gar nichts bringt.
          Die unterdrückende StaatsGEWALT SCHLÄGT in jedem Fall zu!

  15. Isa sagt:

    Und ich sag’s gern noch mal: Demonstrieren. Bringt. Nichts.

    Am Geld sind sie zu packen, nur am Geld!

    Generalstreik ja, auf jeden Fall. Aber dann bitte auf ganzer Linie – ein gnadenloser Boykott von allem, was uns im Alltag vor die Füße geworfen wird. Da kann man dann auch gern zuhause bleiben und die Prügelbullen sich die Beine in den Bauch stehen lassen.

    Demonstrationen beinhalten grundsätzlich ein ganz scharfes Machtgefälle, das ich anerkenne, wenn ich demonstriere: da ist jemand, der hat alle Macht über mich, und ich kann nichts weiter tun als mich hinzustellen und herumzuschreien.

    Die Empörung, die Wut, die hat ihre volle Berechtigung. Aber sie geht in die grundfalsche Richtung, denn das Geld, um das es hier ausschließlich geht, fließt nebenher doch weiter! Wir schuften immer doller, und die immer jämmerlicheren Kröten, die wir dafür kriegen, wandern immer noch sofort in den nächsten Konsum von irgendwas Schrottigem aus Fernost, von dem wir glauben, dass unser Leben davon abhängt. Und wie könnt es dann auch anders kommen: zeig mir jemand einen einzigen „betroffenen“ Politiker! Zeigt mir einen weinenden Banker! Einen zitternden Konzernboss! Na? Nix, nirgendwo, noch nie gewesen, trotz tausender und abertausender Demonstrationen auf der ganzen Welt! Wir lassen uns am Gängelband führen und merken’s nicht, wir lassen uns lieber die Köpfe einschlagen, als uns aus unserem eingefahrenen „Ich will, ich will, ich will“-Denken zu lösen, wir riskieren unser Leben lieber im Bullriding als durch freiwilligen Verzicht von Dingen, von denen man uns weisgemacht hat, dass wir sie brauchen.

    Wir haben aber uns, und alle Werte, die jetzt verzockt werden, haben wir geschaffen. Wir sollten sie einander geben, anstatt immer weiter nur den üblichen Verbrechern.

    Das versteh ich unter „Kämpfen“, unter „Aufwachen“ und „Sich bewegen“.

    „Heut machen wir kein Abendbrot, wir machen uns Gedanken.“ (auch Brecht?) Das dauerhaft und zu Millionen… Das wär Revolution!

    • fakeraol sagt:

      Ja, das Geldsystem ist ein grundlegender Bestandteil dieses Systems, der zwar nicht alleine geändert werden muss, ohne dessen Änderung aber auch alle anderen Änderungen keine Aussicht auf dauerhaften Erfolg haben.

      Die Wahrheit ist, wir dürfen garnicht „demonstrieren“. Wir dürfen „kundgeben“, was wir gern tun würden, wenn wir denn dürften, wie wir wollen. Aber wir dürfen nicht „demonstrieren“.

      DIe Militärparaden waren eine „Demonstration“, eine Machtdemonstration, die eigentlich nicht den winkenden Staatsbürgern gegolten hat, sondern dem jeweiligen Feind hinter der Grenze.
      Daher kommt der Arbeitergruss, die Faust in die Luft zu strecken, den Unterdrückern die Faust unter die Nase zu halten und ihnen damit vorzuführen, was passieren wird, wenn sie sich nicht so verhalten, wie es das Volk verlangt.
      Was die Polizei macht, wenn sie ihre Helme aufsetzt und mit den Knüppeln auf ihre Schilder schlägt, das ist eine „Demonstration“, denn gemeint sind damit die Köpfe der Kundgebenden.

      Eine „Demoversion“ im Softwarebereich führt vor, was das Programm alles könnte, wenn man die Lizenz kaufen würde.
      Eine „Demonstration“ ist das Zeigen der Folgen, die eintreten, wenn die Forderungen nicht erfüllt werden.
      Die „Abmahnung“ im Arbeitsverhältnis ist auch so eine „Demonstration“, eine Drohung für den Fall, das der Wille des Chefs nicht erfüllt wird.

      Wir dürfen garnicht „demonstrieren“, der „Souverän“, der „Demos“ darf nichts einfordern, er darf nur als Bittsteller an die von ihm mit der Geschäftsführung beauftragten Vertreter herantreten, die ihm ihren Willen d_i_k_t_i_e_r_e_n.

  16. tinyentropy sagt:

    Sehr grenzwertige Aktion. Ich halte nichts von Selbstjustiz. Nicht alle Personen dieser Liste tragen Schuld. Aber das wäre dem Mob egal.

  17. Andreas Schmitt sagt:

    Den Wahnsinn können wir auf der Straße nicht stoppen, das ist nie gelungen. Ich hoffe, daß jeder schon den Film kennt:

  18. sunnyromy sagt:

    Reblogged this on SunnyRomy and commented:
    Add your thoughts here… (optional)

  19. dank sagt:

    If injustice becomes law, resistance becomes duty.

    Sind ja alles sehr ehrenwerte Gedanken, die von den Bedenkenträgern geäußert werden.
    Und das meine ich ehrlich.

    Stell mir nur eben vor, wie ein Diktator fröhlich Menschen schikaniert, drangsaliert und schlachtet. Dann, nachdem sich endlich ein paar Widerständler zusammengefunden haben, einige davon Bedenken äußern, das eine Beseitigung des Problems ja auch die Sekretärin erwischen mit könnte oder auch Passanten auf der Straße oder oder oder. Die Gedanken sind sicherlich angebracht und nicht falsch, aber da gibts dann 20 Jahre intellektuellen Diskurs und ja, jeden Tag werden die Opfer größer.
    Ok, drastisch. Wirklich?

    Firmen beherrschen die Welt – unbestreitbar – die Struktur „Land“ ist kaum mehr vorhanden. Doch die Länder stellen die Schutztruppen dieses Systems. „Firmen beherrschen die Welt“. Die Firmen sind primär dafür verantwortlich (und das ist dem Systeminhalt geschuldet) immer größer schneller breiter höher profitabler zu werden. Zu Lasten der Menschlein, die teils für diese malochen, zu Lasten der Umwelt, der Ressourcen, des ganzen natürlichen Systems – des Lebens, des Planeten. Täglich sterben hier ebenfalls tausende Menschen, wegen den Machenschaften der Firmen. Spekulationen auf Nahrungsmittel mal explizit genannt.

    Es gibt ein Sprichwort – das auf reale Geschehnisse zurückgehen mag – „Mitgefangen, Mitgehangen“.

    Gerne wenden systemkonforme Menschen ein: Aber das darf man nicht, da werden evtl. unschuldige Menschen (hier Polizisten) mit hineingezogen. Mag sein – aber die Demonstranten sind praktisch alle schuldig und sollen ruhig den harten Stock des Gesetzten zu spüren bekommen? Der Einwand wird so lange aufrechterhalten, bis es entweder an den eigenen (oder seiner Lieben) Geldbeutel oder auch Körper/Leben geht. Der Aufschrei ist groß „ach hätt ich nur mal…, ich könnte jetzt ehrlich…, diese ver*****…..“.

    Kognitive Dissonanz, Bequemlichkeit.
    Was seit Jahrzehnten geistig mit allen getrieben wird, wird geflissentlich komplett übersehen und ins Verschwörungseck abgeschoben. Vom ersten Strampler an wird bei jedem der Versuch gemacht ihn in dieses Korsett des braven Staatsbürgers, der ans unendliche Wachstum glaubt, nur hart genug zu arbeiten braucht, um etwas zu erreichen oder auch selbst Schuld ist, wenn er einfach keinen Job mehr bekommt, keinen Erfolg hat oder einfach nicht genug zu essen, gezwängt. Es muss nur mehr dafür tun, sich mehr auspowern, braucht kein eigenes Leben, keine Freizeit, keine eigenen Gedanken – er soll konsumieren oder krepieren. Basta.

    Sehr gerne bekomme ich Unrecht – aber im Endeffekt wird es die Zeit zeigen, was es bringt, friedlich, ehrenwert und systemkonform zu sein, solange das Pferd noch glaubt, zu leben und wieder auf die Beine zu kommen. Es ist ein Wunder, das bislang noch keiner bei einer Demo komplett ausgetickt ist und Tote zu beklagen sind – egal auf welcher Seite. Bei den zugänglichen Bildern zweifle ich daran, dass es so noch lange gut geht.

    Und wer weiß, wie in 70 Jahren über diese Zeiten gesprochen wird: „Du Oma, Du Opa, warum hat damals eigentlich keiner, …., bevor das Ganze so schlimm wurde…?!“

    „Ja, mhmmmm – wir wussten ja nicht…. und keiner glaubte, dass…. „

    • Uhupardo sagt:

      Richtig. Besonders aber dies gehört „irgendwie“ dazu:

      ————
      Ein Gewerkschaftssprecher beschwerte sich über schlechte Arbeitsbedingungen, mangelhafte Ausrüstung und einen geplanten Personalabbau um 15.000 Mann. Sicherheit müsse die Priorität der Regierung sein. „In sozial angespannten Zeiten brauchen wir eine angemessene polizeiliche Antwort“, warnte er.
      ————

      Die „Sicherheit als Priorität“ und die „angemessene polizeiliche Antwort“ lassen nicht viele Interpretationen zu, nicht wahr?
      Sie lernen es nicht, die Uniformierten. Würden Sie es lernen, brauchten sie keine eigene Demo-Veranstaltung sondern würden sich dem Protestzug des Volkes anschliessen.

  20. wolfswurt sagt:

    Das Volk ist in der Demokratie der Souverän.
    Die gewählte Regierung bekommt vom Volk den Auftrag Ordnungskräfte zu stellen.
    Die vom Souverän gestellten Ordnungskräfte schlagen den Souverän zusammen, weil dieser sich durch die von ihm gewählten Regierungsvertreter nicht mehr in ihrem Interesse vertreten fühlt.

    Damit hat der Souverän die Pflicht die Regierenden abzulösen und die, nicht mehr in seinem Interesse, agierenden Ordnungskräfte zu entlassen oder ebenfalls zusammenzuschlagen.

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