Drei Wochen Haft ohne Wasser – vorsorglich

Kann man jemanden bestrafen, weil er in einem öffentlichen Video eine Meinung äussert? Nein, kann man nicht und das ist gut so.

Aber sehr schade ist es manchmal schon! In diesem Fall wäre sonst unser Vorschlag gewesen: Vorsorglich einsperren! Drei Wochen lang, ohne Geld und vor allem ohne Wasser! Dann würde Peter Brabeck erfahren, was unter „Extremlösung“ wirklich zu verstehen ist.

Was uns auf diese Idee bringt, erfahren Sie in diesem Film (Min. 2.00 bis 3.30), obwohl man vom Nestlé-Konzernchef kaum eine andere Aussage erwarten darf.

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24 Kommentare zu “Drei Wochen Haft ohne Wasser – vorsorglich

  1. Ernesto sagt:

    Der ist warscheinlich sogar überzeugt von dem, was er da von sich gibt.
    Bevor mir ganz übel wird und um den Faden mal weiter zu spinnen:
    Wenn wir dann demnächst auch für die Atemluft bezahlen müssen, gehört die Luft in meinem Haus dann mir oder der Bank? Warscheinlich mir, aber für verbrauchte Atemluft, also Abluft, wird es dann eine Abgabe geben…

    • Uhupardo sagt:

      Selbstverständlich. So lernen Sie dann auch, mit dem knappen Gut Atemluft verantwortungsvoll umzugehen, Ernesto. Manchmal kann einem selbige wirklich wegbleiben, schon ohne dass man dafür zahlen muss.

    • dank sagt:

      Auch wenn ich mich damit wiederhole:

      Gehe fest davon aus, dass dies auch noch kommt: Rechnungen und Kosten für Atemluft.
      Kommen muss, allein der “umweltpolitische” Gedanke dahinter ist doch “tragend”.
      Moment…oder ist das nicht längst so? Die Luft muss doch von der Industrie auch schon indirekt bezahlt werden – bzw. sorry, ach genau, dass nennt sich CO2 Emissionshandel – hoppla. Und lässt die Industrie diese Luftnummern, nicht auch wieder vom kleinen Manne über die Produkte zahlen? Zahlen die Menschen nicht schon, damit ihnen nicht die Luft wegbleibt – oder anders herum bis ihnen die Luft dann doch wegbleibt?
      Ok, damit nur indirekt – aber eine direkte Steuer sollt da doch noch machbar sein, kann nicht mal einer eine Mail an die Deutsche Einheitspartei schreiben?!

      Schöne neue Welt.

      • aus Madrid sagt:

        Jetzt muss ich erstmal tief durchatmen.
        Den Anspruch auf Luftraum weitumfassender zu regulieren wird mit grosser Wahrscheinlichkeit in Zukunft eine entscheidende Debatte sein.
        Vielleicht können wir dann bei Vodafone und ähnlichen Luftraumnutzern für die mit daten bepacketen Wellen, die da hindurch geschossen werden ein Verbot oder Nutzungsgebühren erheben.
        Bis zur Erschöpfung erschöpfen bei vollem Wahnsinn.
        Interessant wäre es, jetzt schon verschiedene mögliche Haltungen herauszuarbeiten.

  2. NESTLE kann gar nicht so viel FOOD herstellen wie man nach dem Video k….. möchte. Wen bezahlt eigentlich NESTLE für das Wasser, welches sie der Natur abzapfen?
    Es hat zumindest zur Folge, dass bei mir das Zeugs rausfliegt. Bedeutet halt ein bischen Arbeit, weil die ja oft ihre Finger im Spiel haben.
    Wenn einer bei denen oben drin sitzt mit solch einer Auffassung über Nahrungsmittel und Wasser, will ich mir nicht vorstellen, was hinter den Türen in der Produktion abgeht.

  3. Auf die Inhalte des Video-Vortrags möchte ich erst gar nicht eingehen.

    Aber einen Punkt teile ich mit dem aktuellen Konzern Chef Peter Brabeck, auch ich bin ein positiv Eingestellter.
    Seit dreißig Jahren boykottiere ich, ganz positiv eingestellt, Nestle Produkte.

  4. fischi sagt:

    Der bekommt für sein Geschwätz mit rund 8 Millionen im Jahr bezahlt.
    Könnt euch ja mal das Video ansehen, da sieht man wie skrupellos die wirklich sind.

  5. Hester Jonas sagt:

    Igitt – einfach nur widerwärtig dieser Typ

    Ich weiß schon warum ich diesen Konzern seit Jahrzehnten boykottiere.
    Nestle gehört zu den aggressivsten Konzernen auf diesem Erdball
    Voll psychopathisch, ganz im Sinne des mehrfach ausgezeichneten canadischen Films „The Coorporation“

    Nestle geht im wahrsten Sinne über Leichen
    Leider wissen das viel zu wenige Menschen, denn ein Boykott der Produkte ist die einzigste Sprache die die verstehen.
    Die Produktliste sollte sich jeder mindestens bis zur Einprägung der Produkte in die Küche oder direkt an den Kühlschrank hängen, denn die Liste ist lang.

  6. Allant sagt:

    Drei Wochen Haft ohne Wasser? Da wärt ihr aber gnädig.
    Drei Monate wenigstens, zum essen und trinken, die ganze Palette an Nestle Produkten.
    Jeder esse was er gekocht.
    Danach möchte ich die Ergebnisse des Gesunheitszustandes sehen.

    Die meisten dieser Produkte enthalten Maisstärkemehl, (hergestellt aus genmanipuliertem Mais)in dieser Form in Europa zugelassen.

    • Uhupardo sagt:

      „Drei Wochen Haft ohne Wasser? Da wärt ihr aber gnädig.“

      Wenn man von der Kleinigkeit absieht, dass das niemand überlebt, ist das gnädig, schon richtig.

      • Allant sagt:

        Genau, das meinte ich, wollte nur nicht direkt werden, deswegen lange genug mit diesem Schrott füttern, damit sie körperlich spüren, wie gesund und wohltuend ihre Produkte sind.
        Zusätzlich jeden Tag etwas Maissirup, auch so eine Zutat, die in den meisten Fertigprodukten, vorallem in Getränken enthalten ist und sehr gesundheitsschädigend ist.
        Krebspatienten leiden oft monate- und jahrelang, für die gut Betuchten sollte es in drei Wochen vorbei sein, obwohl ohne Wasser ….., sicher etwas unangenehm.
        Genau deswegen bleibt mir oft die Luft weg, weil soviel gentechnisch veränderte Nahrungsmittel, in irgendeiner versteckten Form auch bei uns verwendet werden, und dann wieder groß verkündet wird, Europa ist Gentechnik frei.

    • fischi sagt:

      Drei Wochen ohne Wasser, da ist die Variante mit den Hahffabriken und den Bäumen schon mal die humane Lösung

  7. aus Madrid sagt:

    Oh, oh… „Wasser soll zu einem öffentlichen Recht erklärt werden?“ Wieso denn soll ?? Die Zugänglichkeit zum Wasser ist oft nicht einfach aber rechtmässig in den Meisten Verfassungen des Planeten erfasst.
    Wieso benutzt er in seiner Ausführung dann diese Modalität? Sollen wir uns schon im Vorhinein an diese Aussage gewöhnen, Wasser sei kein öffentliches Recht? Geht es um den Zugang zum Wasser wenn er über Wasser spricht? Was ist gemeint? Wasser kann doch kein Recht haben. „Sie haben recht, Wasser“ ?? Ich verstehe den Mann nicht so recht, ich bin durch die Visuelle Information, die mir seine äussere Erscheinung vermittelt, auch einwenig abgelenkt: meine Gedanken driften in Richtung Science Fiction ab, zu Cyborgs und genetisch veränderten Menschen, Versuchslaboratorien in der Schweiz… zu allem Möglichen…
    Zurück muss ich mich zwingen zu dem was der Herr in dem Video sagt: Dieses Element ist für den menschlichen Organismus lebensnotwendig, das ist klar wie Trinkwasser und dieser Herr findet es angemessener, dass man dem „Lebensmittel einen Wert gibt“. Einen Wert hat ein Lebensmittel wie Wasser, weil es ohne das Mittel zum sicheren Tod führt. Was für einen zusätzlichen Wert meint der Herr denn?

    Nun zum Element Wasser und Zusammenkommen auf internationalem Niveau:

    Dazu gab es dieses Jahr 2012 in Marseille die große, mit Steuergeldern finanzierte UN-Konferenz „6th World Water Forum“, von Großkonzernen beHerrscht, die ihre Argumente für Privatisierungsinitiativen, welche der nette Nestlé Herr, einwenig plump, ebenso wiedergibt, auszuarbeiten und umzusetzen, in der Tat, umzusetzten.

    Zufällig habe ich das Ganze etwas verfolgt und die sehr interessante Initiative des „Alternativen Wasserforums in Marseille“ kennengelernt: http://www.fame2012.org/en/
    Interessant ist es, die Internetseiten dieser beiden Foren zu vergleichen. Sehr unterschiedliche Haltungen, Akteure und Anstrebungen werden deutlich.

    Im gleichen Jahre, Rio+20 von der ONU inszeniert in ähnlicher Weise in Marseille, händchenhaltend, presselächelnd, mit dem Finanzzweig, Industrie und den Großkonzernen.

    Auch hier gab es das internationale alternative Forum parallel zum offiziellen das mit zahlreichen Multistaatlichen Mitteln bessere Konferenzsäle, Kundengeschenke, Werbung, so wie ein enormes Sicherheitsaufgebot finanzieren konnte.
    Auch hier, Konferenzen hinter verschlossenen Türen, Kugelschreiber für die Unterschriften der Politiker, dank großzügiger Spenden, immer griffbereit.
    Beide alternativen Foren waren für ihre Privatfinanzierung gut organisiert. Es tut sich also sehr viel auf Seiten und in den Köpfen der Bevölkerungen. Im Ton des H. Nestlé ist die Ablehnung gegen „diese NGO´s“ sehr deutlich, sie stören ihn.

    Mit Steuergeldern wird gegen das allgemeine Wohl angegangen, möchte ich noch einmal betonen.
    Seit 2007/8 beobachte ich an mir, dass ich stetig konservativer werde. Ich fiinde immer mehr zu konservieren und nicht, zumindest nich so zu modifizieren.
    Wenn „sie“ es geschafft haben wollen, endlich aufzuzeigen, dass ein Staat nicht mehr dient, dann ist der günstige Moment gekommen, an die Argumente der Privatisierungen als rettende Lösungen präsentiert werden, die, so prognostizieren Nestlé & Co, dankbar angenommen werden (müssen). Die ewigen Nörgler… werden sie behutsam wegggetragen.?

    Aus diesen Konferenzen prägen sich oft Neusprechtermini wie z.B „Green Economy“ (Rio+20). Sie prägen sich erschreckender Leichtigkeit ein.

    Ich bin zwar für die Einsicht durch Selbst- und Werterfahrung und dadurch versuchen, Verständnis und Mitgefühl aufzubauen, bei jenen die dieser Eigenschaften ungenügend ausgestattet sind. Ob 3 Wochen ausreichen um positive Ergebnisse zu erzielen, eine Wertschätzung des Wassers zu ermöglichen, bei diesen harten Fällen? Angesichts der Reaktionen auf die Folgen mancher aus diesen dubiosen „Gedankencontainern“ hervorkommenden Lösungsanschlägen, scheinen sie mir auch ungenügend. Aber stimmt ja. 3 – 4 Tage ohne Wasser ist schon tödlich.

    LG

  8. đeя вαeяeиαυfвıиđeя sagt:

    Reblogged this on đeя Bαeяeиαυfвıиđeя oder Kultur-Soeldner.

  9. […] Denn sonst gewinnen Peter Brabeck und seine Freunde: Klick […]

  10. Mir ist übel sagt:

    Falls jemand noch ein paar Produktmarken haben will die unter Umständen auch zum Nestle Konzern gehören… hier bitte: http://n1ls.de/wp-content/uploads/2012/06/the_illusion_of_choice.png

  11. aus Madrid sagt:

    Paul Bulcke, CEO, Nestle S.A. spricht in der London Business School, über seine Karriere und Rolle als Generaldirektor (Chief Executive Officer) der Nestle S.A.

    -min. 0:25 „The creation of jobs, the creation of wealth, value in general, is done by companies.“

    DE- Die Arbeitsplatzschaffung, der Wohlstand, die Werterzeugung im Allgemeinen, wird von Firmen gemacht.

    Der Künstler in ihm spricht in Min. 3:03: „What I like and what I feel is the strength that one can have in a company to inspire people.“

    DE- Was ich mag und was ich fühle ist die Macht/ Stärke die man in einer Firma haben kann, Menschen zu inspirieren.

    Sonderschnitt ab Min. 4:18 um hervorzuheben: „We are a very principle based company, we are not a rule based one.“

    DE- Wir sind eine auf Prinzipien aufgebaute Firma, wir sind keine Firma, die auf Regeln basiert. (Wie das gemeint ist, ist mir nicht ganz klar.)

    Ab Min.6:00 offenbart er die Achillesferse der Korporation: „Another good piece of advice is to incorporate society at large in a positive way.“ – „Thats what we call shared value.“

    DE- Ein weiterer guter Rat (für Firmenleitung) ist, die Gesellschaft insgesamt in einer positiven Art zu berücksichtigen/ einzubauen/ einzubeziehen. – Das ist das, was wir „shared value“ nennen.

    Die Übersetzung dieses Ausdrucks „shared value“ ist für mich zu komplex, aber ein Beispiel, wie „Shared Value“ von der Korporation verstanden wird habe ich in Form eines Videos gefunden, das ohne Übersetzung die gemeinten Werte ausdrucksstark vermittelt:

    Da, wo die Aktionen der Korporation als negatives Erlebnis in der Gesellschaft verstanden werden, da wird angesetzt zum Umerziehen, zum Weiterbilden.

  12. aus Madrid sagt:

    Ich nerve mit dem Thema, aber es geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

    Wasserversorgung und die Börsenaktionen, während in diesem Moment die soziale Krankenkasse auseinandergenommen wird in Spanien, mit Hilfe der Troika.

    Gelesen und in eine Suchmaschine folgendes eingeben:
    Water good as gold for investors

    Das System funktioniert für die Geldinvestoren mit Investitionskraft, sie lassen ihr Geld folgerichtig sich vermehren.
    Das Einzige Hindernis, die nörgelnde Bevölkerung, eine Investition in Umerziehung wird wohl nicht zu umgehen sein.
    Auf der Seite von Aguas de Valencia zum Beispiel, mit Klick auf „aprender sobre el agua“.

    In Casablanca, Marrokko, konnte sich Veolia und Lyonnaise des Eaux, Dank monarchischen Dekrets direkt bedienen. auch eine gute Geldanlage wie es scheint: http://www.zawya.com/middle-east/company/profile/828405/

    http://www.bloomberg.com/quote/CGW:US (bei der Graphik 1 year anklicken).

    Bei Fredrik Segerfeldt´s Think Tank Behauptung, die Privatisierung der Wasserversorgung rette Menschenleben, geht mir bei jedem hergeleiteten Argument (ausser der Hut ab), auch die Art und Weise der Spekulation mit der „lebensrettenden“ Ressource nicht aus dem Kopf.

    Moody´s stuft AGBAR (Aguas de Barcelona) ein:
    http://www.intereconomia.com/noticias/moodys-pone-vigilancia-rating-agbar-acuerdo-criteria-y-suez

    Auch Standards und Pur haben ihre aufschlussreiche Meinung zu dem Geldversprechenden Wassermarkt.
    S&P Global Water Index
    http://www.standardandpoors.com/indices/sp-global-water-index/en/eu/?indexId=spgbthsuw-usdw—p-rgl—

    http://eu.spindices.com/search/?query=water&Search=SEARCH&Search=SEARCH

    Vor noch 100 Jahren, teilten sich monarchisch-parlamentierende Machthaber, geographische Flächen an edlen Mahagonyschreibtischen in längs, später dann in Querstreifen. Sie fühlten sich in der Macht dazu, hatten die Macht auch und ebenso den Willen dies und das für ihren Nutzen zu in Angriff zu nehmen.

    Wie Finanzunternehmen und Konzerne mit der Restpolitik und Monarchie sich um die Ressourcen bemühen, erinnert mich das an ein Gedrängel bei so genannten Ausverkaufsaktionen.

    Da kann ich nur hoffen, dass die nette Geschichte mit der Lichtnahrung … : )

    Zumindest wird bei mir bei jeder Plastikwasserflasche die ich sehe, ein Kommentar nicht ausbleiben. Hoffentlich nervt das ausreichend, oder sehr gut.

  13. aus Madrid sagt:

    Es wird mir gerade klar, dass die Links zu den Ratingagenturen gar nicht nötig sind, um die Aussage zu unterstützen, dass Wasser ein Lebensmittel ist und kein Spekulationsmittel werden sollte. Ich ärger mich sogar, denn es könnte sogar als Hinweis auf ein gutes Geschäft gebraucht werden. Uhupardo, bitte ich die Links zu löschen, wenn Sie es als angemessen befinden.

    Ein Fazit? Die Artikel die auf der Börse handelbar sind, sollten stärker reguliert sein. Essbare Waren und trinkbare Waren, sollten meiner Meinung nach dort nicht handeln dürfen und im Internationalen Börsenrecht festgelegt sein.

    Saludos y buen fin de semana : )

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