Neue Partei kanalisiert die Protestwelle: Partido X – die Zukunftspartei

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Die Kampfansage ist unmissverständlich:  „Wenn Politiker das Problem sind, werden wir das Problem der Politiker sein!“  –  Eine neue Partei macht sich auf, „so viele lobbygesteuerte Politiker in die Arbeitslosigkeit zu schicken wie nur möglich“.  Direkte Bürgerbeteiligung, horizontale Strukturen, Transparenz über eine „Wikiregierung“ und in der Summe „Demokratie und Punkt!“, darum soll es in Zukunft gehen.  Ob die neue Formation eine Bedrohung für das etablierte Zweiparteien-System werden kann, wird sich bald herausstellen.

Partido X – die Zukunftspartei ist aus der Bürgerbewegung 15-M entstanden. Die Verantwortlichen bestehen aber darauf, nicht die politische Repräsentanz einer Bewegung zu sein, „die so viel grösser ist und ganz anders strukturiert“. Dennoch komme man über die Parteigründung nicht herum, denn „damit man uns ernst nimmt, müssen wir eine reale Konkurrenz für die herrschende politische Klasse sein“, sagt eine Sprecherin, die ihren Namen nicht nennen will, „weil wir Personenkult weder wollen noch brauchen“.

Das klingt nach ganz anders als bisher und ist wohl auch so gemeint. Direkte Bürgerbeteiligung will man nach dem Muster der „digitalen Kabinette in Rio Grande do Sul“ (Brasilien) oder wie bei „Better Reykjavik“ in Island, denn die „existierenden Spuren von Demokratie“ seien längst nicht genug. Deswegen sollen die sozialen Forderungen ein Sprachrohr bekommen, die in Spanien Hunderttausende von Menschen in ihrem Protest auf die Strasse treiben. Gegründet wurde die neue Partido X bereits am 17. Dezember; heute stellt sie sich erstmals der Öffentlichkeit vor.

Man werde in der nächsten Zeit ausloten, wie gross die Unterstützung für die Zukunftspartei ist und dann entscheiden, ob man bei den nächsten Wahlen antritt, heisst es. Ob das alles in einem reinen Internet-Strohfeuer enden können? – „Das ist ein Risiko, das wir eingehen und eingehen müssen“, lautet die Antwort. In den kommenden Tagen sollen Struktur und Programm unter der Internetadresse http://www.partidodelfuturo.net/ bereitgestellt werden. Auf Facebook ist die neue Partei hier zu erreichen.

Die neue Formation hat ihre Wurzeln in der Bürgerrechtsbewegung 15-M und tritt an, um lobbygesteuerte Strukturen aufzubrechen, mehr Demokratie zu schaffen und kanalisiert den Protest der Strasse.  Keine schlechten Voraussetzungen, den etablierten beiden Parteien Spaniens vors Schienbein zu treten.  Man wird abwarten müssen, was daraus wird, Euphorie ist vorerst fehl am Platz – in jedem Fall aber kann man der Zukunftspartei in diesen schweren Zeiten einen gewissen Wohlwollens-Vorschuss zubilligen. Wir werden natürlich kontinuierlich über weitere Entwicklungen berichten.

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38 Kommentare zu “Neue Partei kanalisiert die Protestwelle: Partido X – die Zukunftspartei

  1. Hessenhenker sagt:

    Klingt gut und ist deshalb nach deutschen Gesetzen natürlich nicht möglich.

  2. Ramón Rodríguez sagt:

    Man kann – ganz grundsätzlich – darüber streiten, ob eine Lösung innerhalb des bestehenden Systems überhaupt möglich ist. Aber wenn, dann ist das der richtige Weg. Ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt.

  3. Ellen sagt:

    Einmal mehr besten Dank für die zügige Information, durfte ich doch erst gestern erneut wieder feststellen (bestätigt durch ein Gespräch mit einer Freundin) wie wenig deutsche Bürger über die katastrophale Lage in Spanien und in den anderen Troika-geschädigten Ländern wissen.
    Gezielter Des/Fehlinformation deutscher Medien sei Dank…
    Dem Wohlwollensvorschuß – gepaart mit dem Teil der Hoffnung, der noch immer nicht sterben will – möchte ich mich anschließen.

  4. Ich halte grundsätzlich nichts von Parteien.
    Die sehen mir aus wie die „Piraten“ in Deutschland, deren Vorsitzender Referent des Verteidigungsministeriums war/ist und vorher ein JungCDUler, der nun hier seine Karriere in den Bundestag starten will.

    Ich danke für weitere Informationen zur Entwicklung dieser neuen Partei.

    Ach ja, es gibt da einen berühmten Auspruch: „Die beste Oppostion ist, die ich selbst lenke!“

    • Uhupardo sagt:

      Ob eine neue Partei etwas bewirken kann, werden wir bald sehen. „Den Laden aufmischen“ kann sie ganz sicher, wenn sie genug Unterstützung bekommt, denn ausgerechnet mit den deutschen Piraten, der einzigen Partei, die jemals aus Ahnungslosigkeit ein Programm machen wollte, hat sie garantiert gar nichts gemeinsam.

      Partido X steht auf einer sehr soliden Bügerrechtsgrundlage, mit dem back up von 15-M, da verbietet sich der Piratenvergleich ganz automatisch. Warten wir einfach die weitere Entwicklung ab.

    • krisenfrei sagt:

      „Ich halte grundsätzlich nichts von Parteien.“

      Diese Ansicht ist durchaus diskussionswürdig, aber leider gehören sie zu diesem korrupten System. Und um dieses korrupte System an den Eiern zu packen (sorry für diese Vulgärsprache), müssen nun mal neue Parteien gegründet werden, die 1. ein humanes Weltbild in den Vordergrund stellen und 2. frei von jeglicher Lobbybeeinflussung agieren.
      Natürlich könnte man hier auch noch drittens, viertens, fünftens … usw. aufführen.
      Leider aber habe ich nicht die Zeit dafür.
      In diesem Zusammenhang verweise ich auf zahlreiche Artikel und Blogeinträge bei mir.

      Dem uhu an dieser Stelle vielen Dank für seine unermüdliche Arbeit. Wenn er nicht wäre, würden wir viel weniger erfahren, was so alles auf der iberischen Halbinsel abgeht. Von unseren Systemmedien und den abGEZockten RundfunkAnstalten erfahren wir doch nur Bruchstücke. Für mich ist der uhu inzwischen unverzichtbar geworden.

      Die Systemmedien sind nur dazu da, um das Volk zu verblöden. Leider fallen ca. 95 Prozent immer noch darauf rein. Mit neuen Parteien könnte sich vielleicht langsam etwas zum Positiven verändern. Deshalb halte ich neue Parteien für extrem wichtig, aber nur unter der Voraussetzung, dass sie sich nicht systemkonform verhalten.

      Deshalb.
      Al partido X le deseo mucho exito y suerte. Espero que podais causar mucho revuelo paraque la población despierte y pueda descubrir el juego falso.

      Sorry für die möglicherweise fehlerhafte Grammatik, aber ich war lange nicht mehr in diesem tollen Land und habe lange nicht mehr auf spanisch kommuniziert.

      • Uhupardo sagt:

        „Deshalb halte ich neue Parteien für extrem wichtig, aber nur unter der Voraussetzung, dass sie sich nicht systemkonform verhalten.“

        Gracias, krisenfrei, auch für die freundliche Bewertung des Blogs. Genau diese Hoffnung haben wir auch, was Partido X angeht.

      • fakeraol sagt:

        > „ … und 2. frei von jeglicher Lobbybeeinflussung agieren.
        Und genau da liegt das Problem des „Part [en Teil] eile und herrsche“-Systems:
        Solange eine Partei mit ihren Ideen (mögen sie richtig oder falsch sein) keinen breiten Anklang in der Bevölkerung findet, wie z.B. die „Mlpd“, wird sie eine kleine, unbedeutende Veranstaltung einiger Idealisten/Spinner bleiben, die ihrem Weltbild treu bleiben kann.
        Wenn sie aber Zulauf bekommt, wie die Piraten zeitweise, bedeutet das Macht, und Macht ist das, was Karieristen und Opportunisten, „Wendehälse“ und Fähnchenschwenker anzieht (Siehe diesen JungCDUler), oder anders ausgedrückt: „Wenn irgendwo ein Trog steht, kommen die Schweine zum Fressen.“.
        Dieser Zusammenhang von Erfolg=Zulauf=Macht und machtgeilen A*löchern, denen die Idee nur als Vehikel für ihren Aufstieg dient, ist unabhängig von der vertretenen Idee.

        Uhu, versteh mich nicht falsch, ich wünsche der Partido X von Herzen, daß sie ihre Ideen umsetzen können und nicht davon abkommen, weil ich ihre Intentionen für ehrlich halte,
        ich habe allerdings wenig Hoffnung, daß ein Wunder geschieht und es ihren Gegnern nicht doch wieder gelingt, sie zu zersplittern in Gruppen, die die Ideen mehr oder weniger konsequent umsetzen wollen („man muss Kompromisse machen, um was zu erreichen“ etc.), die sich dann gegenseitig bekämpfen und die Idee aus den Augen verlieren.

        Das Konstrukt „Partei“ ist halt Teil des hierarchischen Systems, das dem Machterhalt dient. Um Frieden zu schaffen, nützt es halt nichts, den Soldaten Waffen wegzunehmen und damit auf sie zu zielen mit der Aufforderung, die Agressionen zu beenden.

        Menschen würden halt für eine Idee kämpfen, aber Parteien kämpfen zuallererst gegen andere Parteien. Deshalb glaube ich, daß die einzige Organisationsform für die Menschen, die die Umsetzung der Ziele ermöglichen kann, die eigentlich alle Menschen gemeinsam haben (angemessene Teilhabe am Reichtum der Erde und sich keine Sorgen um die eigene Zukunft, die der Kinder, Verwandten, Freunde, und letzten Endes aller Mitmenschen machen müssen), die Anarchie ist, wie es sie 1936 – 39 in Spanien gab.

    • Ralph Metzger sagt:

      🙂

      Das habe ich bei meinem ersten Beitrag hier gemerkt !“

      Übrigens gibt es in Spanien selbstverständlich auch Piraten, leider kann ich kein Spanisch, kann also nicht herausfinden, ob der spanische Piratenchef auch im spanischem Verteidigungsministerium beschäftigt ist.

      Egal was man von Parteien hält oder nicht, sie sind derzeitig im System, deshalb freue ich mich über diese neue Parteigründung und hoffe, dass sie viele „Nichtwähler“ die politische Notwendigkeit des Wählens klarmachen hilft.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ralph Metzger (Basispirat)

      • fakeraol sagt:

        Zuerst müssen sich die Menschen mal darüber klar werden, was „wählen“ bedeutet:
        es bedeutet, die „Stimme“, also das Recht, zu entscheiden, abzugeben.
        es bedeutet, die Stimme in eine „Urne“ zu werfen (daß der Zusammenhang zum Tod nicht an den Haaren herbeigezogen ist, sieht man regelmäßig am Widerspruch zwischen den (Wahl)versprechen, für die man gestimmt hat und der dann tatsächlich umgesetzten Politik).
        es bedeutet, zu legitimieren, den Politikern einen Freibrief auszustellen („freies Mandat“) und sich damit vorauseilend mit allem einverstanden zu erklären, was dann entschieden wird.
        es bedeutet, mit dem Einsatz von Uran-Munition im Kosovo-Krieg einverstanden gewesen zu sein,
        es bedeutet, damit einverstanden zu sein, daß die Zukunft der eigenen Kinder möglicherweise eine ist, wie die der ehem. Bewohner des Todesstreifens um Fukushima, die trotz Evakuierung jetzt massiv mehr Krebserkrankungen haben.
        es bedeutet, mit dem Tod jedes einzelnen Kindes einverstanden zu sein, das in Basra oder Falludscha jetzt al lebensunfähige Kreatur mit schwerstewn Missbildungen geboren wird, und mit dem Leid der Mütter, die ihre Babys sterben sehen.

        Niemand kann sich damit herausreden, nicht gewusst zu haben, daß Wahlversprechen das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen.
        Niemand kann sich damit herausreden, vorher nicht gewusst zu haben, was die Politiker an Grausamkeiten beschließen werden, was für Fehlentscheidungen sie absegnen werden, und daß sie die letzten Reste von „Demokratie“ mit weiteren Notstands- und Überwachungsgesetzen auch noch zu Makulatur machen werden.

        Nach 60 Jahren westlicher „Demokratie“ weiß jeder Wähler, daß Politiker lügen. Wer heute seine Stimme abgibt, legitimiert, und er tut es in dem Bewusstsein, belogen zu werden und zugestimmt zu haben zu allem, worunter denn nicht nur die Nichtwähler in seinem Land, sondern Menschen weltweit leiden werden.

        Der Wähler legitimiert, und er ist damit direkt und persönlich verantwortlich für alle Verbrechen, die in seinem Namen begangen werden.

      • fakeraol sagt:

        Wegen des LSR keine Links zu Telepolis, sondern nur Suchbegriffe:
        „Wer haut wen in die Pfanne?“ (Bettina Winsemann) 12.06.2008
        Statt ihren Auftrag zur Vertretung des Bürgers ernst zu nehmen, versuchen Politiker, dem politischen Gegner eins auszuwischen zum Schaden des Bürgers, um sich zu profilieren und im Rampenlicht zu stehen.
        „Die geschlossene Demokratie“ (Nico Nissen) 09.06.2008
        Politiker ignorieren den durch direkte Abstimmungen des Volkes verkündeten Willen, und Verfassungsgerichte bestätigen sogar noch „im Namen des Volkes“, daß der Volkswille keine Gültigkeit hat.

        Wer jetzt immer noch nicht versteht, warum Menschen diesem Treiben die Legitimation verweigern, dem ist nicht mehr zu helfen.
        Untertanen wählen auch zwischen Gammelfleisch und einem Haufen Schei**, wenn die Obrigkeit ihnen nichts anderes auf den Tisch stellt.

    • JoergGastmann sagt:

      Es geht nicht ohne Parteien, wenn wir eine parlamentarische Demokratie wollen. Allerdings müssen die Parteien entmachtet werden, siehe http://www.heise.de/tp/artikel/34/34089/1.html.

      Warum Direktkandidaten kein Weg sind, habe ich ausführlich unter http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-04/das-maerchen-vom-direktkandidaten-als-volksvertreter/ erläutert.

      Eine radikale Basisdemokratie ist auch keine Alternative, wie die Piratenpartei zeigt. So lange sie mit ihrem Boot mit 30.000 Paddeln in 30.000 Richtungen paddeln, können sie sich nur im Kreis drehen. Die müssen dringend einen Weg finden, um vernünftigen Lösungen den Weg ins Programm zu bahnen. Dazu gehört nicht nur, die 2-Drittel-Mehrheits-Hürde für Programmpunkte auf 50,1% zu senken. Auch die Macht der Arbeitskreise ist undemokratisch groß.

      • fakeraol sagt:

        > „Es geht nicht ohne Parteien, …

        Dazu fallen mir spontan die Worte von Kanzler Sutler aus „V für Vendetta“ ein:
        Mr Descom, was wir jetzt brauchen, ist eine klare Botschaft an die Bevölkerung des Landes. Ich will, daß diese Botschaft in jedem Fernseher zu sehen, in jeder Zeitung zu lesen und in jedem Radio zu hören ist! Diese Botschaft muß durch das gesamte Interlink erschallen! Ich will, daß alle verstehen, daß wir uns kurz vor unserer Auslöschung befinden! Ich will, daß jeder Mann, jede Frau und jedes Kind begreift, wie dicht wir vor dem Chaos stehen! Ich will, daß jedem wieder einfällt, WARUM ES OHNE UNS NICHT GEHT!
        Übrigens sehr sehenswert, der Film.

        > „… wenn wir eine parlamentarische Demokratie wollen.

        Ja, aber: wollen wir das wirklich? Ich meine, nicht nur Merkel, Brüderle, etc., (und Herr Gastmann), sondern wir alle?

  5. Bonsta sagt:

    „Namen sind unwichtig, Personenkult wollen wir nicht.“ Na klar, träumen soll ja erlaubt sein: http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-829241.html

    Es kommt nicht darauf an was man sagt, sondern vor allem wie! Auch nicht zu vernachlässigen ist, wer es sagt. Viel wichtiger, als menschliche Verhaltensweisen zu ignorieren, wäre es, diese für seine Sache einzusetzen, die Massen zu „manipulieren“. Böses Wort… aber eines ist auch gewiss, der politische Gegner nutzt solche Mittel jeden Tag!

    Das, wo ich was erkennen kann, ist, dass hier tatsächlich eine große politische Bewegung dahinter steht. Das ist etwas, was die Sache interessant macht.

    Aber der Weg ist weit. M15 war der Anfang. Die Menschen sind aber durchaus nicht aus der selben Interessenslage auf die Straße gegangen, das muss man zur Kenntnis nehmen. Ein Bauunternehmer, der wegen dem Sparwahn seine Firma schließen musste, hat nicht unbedingt die selben Interessen, wie seine nun arbeitslosen ehemaligen Angestellten. Wer aus dieser Bewegung als Sieger herausgeht, hängt auch damit zusammen, wer die „überzeugensten“ Vertreter ins Rennen schickt. Wer sich von vorneherein verweigert, dies überhaupt zu tun, hat sowieso schon verloren.

    Träumen soll erlaubt sein, es ist aber auch nicht verboten aufzuwachen…

    • Uhupardo sagt:

      „Es kommt nicht darauf an was man sagt, sondern vor allem wie! Auch nicht zu vernachlässigen ist, wer es sagt. Viel wichtiger, als menschliche Verhaltensweisen zu ignorieren, wäre es, diese für seine Sache einzusetzen, die Massen zu “manipulieren”. Böses Wort… aber eines ist auch gewiss, der politische Gegner nutzt solche Mittel jeden Tag!“

      „Zum (ver)Urteilen ist immer noch Zeit“ – altes Uhupardo-Sprichwort.

      Die Partei weiss natürlich selbst, dass sie „Köpfe präsentieren“ muss, wenn sie zur Wahl antreten will. Wir haben es aber als erstens erfrischend anders und zweitens auch als richtig empfunden, als uns heute im ersten Kontakt gesagt wurde „Vorerst lassen wir mal Namen weg, damit sich nicht gleich alle Medien auf Personalien stürzen“. Das würde nämlich genau so passieren („Die Sprecherin der neuen Partei war früher dings und arbeitet heute als wasauchimmer“ und so ähnlich). Deswegen ist es gut, wenn sich der erste Focus nur auf die Partei und die erklärten Absichten richtet.

    • Die Menschen sind aber durchaus nicht aus der selben Interessenslage auf die Straße gegangen, das muss man zur Kenntnis nehmen.

      Die Aufgabe wäre ja also, alle diese verschiedenen Interessen so zu bündeln und zu formulieren, dass möglichst viele mitgehen können und die Interessen möglichst vieler gewahrt und vertreten werden! Ich hatte den Eindruck, dass M15 das gelungen war…
      Hier gebe ich uhupardo recht, mit M15 könnte eine gute Basis vorhanden sein, durch die das möglich ist.

      Warten wir’s ab!

      • Bonsta sagt:

        Ja, ihr habt ja beide recht. Abwarten wie sich die Sache entwickelt. In dem Text waren einfach für mich ein paar Reizworte. Wir sind hier in Deutschland wohl alle ein bisschen „Piratengeschädigt“.

  6. Allant sagt:

    Super, ich wünsche PARTIDO X alles Gute und viel Erfolg.
    Natürlich ist so eine Neugründung immer mit Schwierigkeiten und Risiko verbunden,aber wer nichts riskiert, kann nichts gewinnen.
    Bin gespannt, wie dies weiter geht, ich freue mich mit Partido X, über jeden kleinen Erfolg, den sie verbuchen können.

    Solange diese Lügner regieren und deren Blockparteien existieren, verändert sich nichts.
    Die Manipulationstaktiken laufen sicher auf Hochtouren, sobald sie spüren, dass sie Gegenwind bekommen, aber man entwickelt mit der Zeit soviel Standfestigkeit,dass man sich nicht mehr beirren lässt.

    Erlebe zur Zeit hier in Italien, wie die Medien loslegen, verschiedene Verbände im Vorfeld des Wahlkampfs agieren, wo wir immer und immer wieder Widerstand leisten müssen, die Blockparteien sich verbünden, die sich wiederum mit den stärksten Parteien der jeweiligen Landesregierungen verbünden, mit blödsinnigen Aktionen werden Streitigkeiten unter dem Volk ausgelöst. Uns bleibt nichts anderes übrig, als die separatistischen Parteien zu unterstützen, Wo das alles endet, wir wissen es noch nicht, auf jeden Fall geben wir nicht kampflos auf.

    Dies ist mein letzter Kommentar den ich hier schreibe, ich wünsche euch allen alles Gute!
    Vereint euch, ihr werdet euch gegenseitig brauchen, auch auf das deutsche Volk kommt noch einiges zu.
    Liebe Grüsse nach Spanien und Deutschland aus Italien.

  7. Helmut Josef Weber sagt:

    Was sollen nationale Parteien noch bewirken?
    Die EUDSSR hat von der Glühbirne über die Banken, bis hin zu den Gelddruckmaschinen schon alles europaweit im Griff.
    Jetzt wird das Trinkwasser „europäisiert“.
    Ich denke, Wähler sind schon eine besondere Art Mensch, und sie werden in Spanien, wie auch in Deutschland, nicht die Parteien wählen, die das im Parteiprogramm haben, was die Wähler haben möchten.
    Die Wähler werden zum überwiegenden Teil die Parteien wählen, die sie weiter in die Verelendung führen wird.
    Warum?
    Ja- ich weiß auch nicht warum?

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  8. Antisozialist sagt:

    Ich wünsche der neuen Partei auch Alles Gute zum Start. Natürlich können nationale Parteien etwas bewirken, sie müssen nur den Willen dazu haben und sich nicht von der EUdSSR erpressen lassen. Wichtig ist auch die Direkte Demokratie. Damit werden viele Politiker nutzlos.

    Weiter so.

  9. aus Madrid sagt:

    Wie gut, wie gut, wie guuut!
    Ich muss meine Finger zurückhalten, dass sie keine euphorischen Zeichen und Wörter zulassen.

    Noch eine gute Nachricht, Uhupardo! Tränen der Freude : )

    Kleine Sprünge, grosse Sätze in Partido X, so wie sie die vorherige Generation „Generación X“ nannten und die Aktuelle „Ni Ni“, (von: ni estudio ni trabajo) wo man den Menschenverachtenden Ton (an den ich mich schon fast gewöhnt hatte!) deutlich spührt, kehrt die Bürgerbewegung 15M vieles wieder in Richtung eines gemeinnützigen und zu teilenden Wertesystems.

    Abwarten…. und wählen! : )

    Emocionados saludos

  10. […] Lesen Sie dazu auch: * Ziviler Ungehorsam: Steuer-Amnestie, aber für alle – Yo no pago! * Protest weitet sich aus – Yo no pago * “Ich zahle nicht”: Tumulte und Festnahmen in der U-Bahn * Neue Partei kanalisiert die Protestwelle: Partido X – die Zukunftspartei […]

  11. Ralph Metzger sagt:

    Spanier vs Deutsche

    in Spanien gab es mal eine Anarchie.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchismus_in_Spanien

    Also, wenn wir Deutschen etwas über Anarchie lernen möchten, sollten wir ältere spanische Mitbürger fragen.

    Leider war diese Zeit nur sehr kurz, und wurde von „NICHT – ANARCHISTISCHEN“ Gruppierungen wieder aufgelöst.

    Ich denke, es ist echt erforderlich zu wählen, meine Bitte, wählt alle Parteien, die nicht im derzeitigem Mainstream sind, wählt Alternativen.

    … (Anm. d. Red.: Ihre Parteienempfehlung haben wir rausgenommen …
    Den Grund finden Sie in diesem Artikel.

    Aber bitte gebt allen etablierten Parteien eine „rote Karte“!

    Viva Espangna!

    Ralph

  12. Versucht es erst mal mit einer echten Graswurzeldemokratie! Überall unabhängige Gesprächskreise von Flensburg bis Konstanz! http://www.runder-tisch-niederbayern.de/

  13. […] hat heute ihren Aktionsplan angekündigt, nachdem wir auf diesen Seiten erst vor wenigen Tagen “Partido X – die Zukunftspartei” vorgestellt hatten. Basierend auf der Bürgerrechtsbewegung 15-M soll eine “demokratische […]

  14. Hajo Selzer sagt:

    Hochachtung vor dem Mut, den die Mitglieder der neuen Partei Partido X an den Tag legen. Es gibt leider viel zu wenig, die sich in nicht System konformen, demokratischen Parteien engagieren, denn so wie Jörg Gastmann schrieb, wird es ohne Parteien nicht gehen.

    Das war auch meine Überlegung als Querdenker vor ca. 3 Jahren. Es musste eine Partei sein, die nicht nur Probleme anprangert oder Visionen aus Wolkenkuckucksheim vertreten, sondern realistische Lösungen aufzeigen.

    Die alte, neue Einstein Partei (ddp) vertritt mit ihrem Programm das bandbreitenmodell, (meines Wissens arbeitet der Entwickler dieses Modells, Jörg Gastmann daran, dies in Spanisch zu übersetzen) ein sozial-humanistisches System, wo der Mensch im Mittelpunkt steht, die Wirtschaft sich dem Menschen unter zu ordnen hat. Und das ist das, was wir selbstdenkende Bürger wollen. Oder?

    Ich wünsche der Partido X allen erdenklichen Erfolg (vorausgesetzt sie ist eine demokratische, Menschenwürde respektierende Partei).

    Es wäre sehr sehr wichtig, wenn unter diesen Voraussetzungen sich die kleinen, neuen Parteien untereinander austauschen und ausloten würden, was man ohne Aufgabe des eigenen Standpunktes, Programms gemeinsam tun kann.

    In diesem Sinne würde ich mich über ein Feedback von der Partido X (gern auch unter hajo.selzer@ddp-partei.de freuen.

  15. […] nichts von Partido X gehört haben, lesen Sie bitte zuerst unsere beiden Artikel vom 8. Januar (hier) und vom 16. Januar (hier). Das komplette Programm in spanischer Sprache können Sie hier […]

  16. […] nichts von Partido X gehört haben, lesen Sie bitte zuerst unsere beiden Artikel vom 8. Januar (hier) und vom 16. Januar […]

  17. […] Neue Partei kanalisiert die Protestwelle: Partido X – die Zukunftspartei […]

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