Bayerische Strohköpfe schicken Heu-Pakete

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Da haben Sie aber geschaut die Lehrer und Schüler in den bayerischen Grundschulen! Überall in Bayern brachte der Postbote plötzlich Pakete in die Lehrinstitute. Inhalt: „Bestes bayerisches Wiesen-Heu!“ – „Des is a rechter Schmarrn“, sagt eine Schülerin und trifft den Nagel wohl auf den Kopf.  Fette 120.000 Euro Steuergelder hat das Landwirtschaftsministerium des Freistaats in diese alberne PR-Aktion investiert. Überflüssiger geht es wirklich kaum noch.

Heu-Päckchen an Grundschulen schicken? – „Eine Werbeaktion für das anerkannt gute Programm ´Erlebnis Bauernhof´, dass jedem Grundschulkind mindestens einen Tag auf einem Bauernhof ermöglichen soll“, teilt das Ministerium dem nachfragenden ZDF mit. Nicht wenige Schulen haben die Heu-Pakete offensichtlich postwendend zurück geschickt an die Strohköpfe im Ministerium. Die Videoversion gibt es hier: Klick

Im Grunde alles keine Überraschung, denn wie wir seit vielen Jahrzehnten dank Ludwig Thoma wissen:

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6 Kommentare zu “Bayerische Strohköpfe schicken Heu-Pakete

  1. Hessenhenker sagt:

    Ein herrliches Bild, Heu in durchsichtiger Plastiktüte.
    Sieht fast genau so aus wie meine „Pressefreiheit“ in Tüten, LOL.

  2. fischi sagt:

    Das war dann warscheinlich das teuerste Heu aller Zeiten.
    Man glaubt es nicht die Bayern…

  3. Zurück zum Absender mit der Bemerkung …. das nächste Mal statt Heu ordentlich Moos zu schicken!
    Jawoll, das ist die richtige Antwort 😀

  4. unschland sagt:

    Das Landwirtschaftsministerium ist dem Grase zugeneigt, die schlauesten Köpfe haben geraucht ;-P um eine so eine naturnahe Erlebniswelt einzutüten.
    Wie stoned waren die, dass die kein Gefühl für die zu vermutende, naheliegende Wirklichkeit haben, dass man nur einem Kind zu der Aktion ein Mikro vor’s Gesicht halten braucht, um passable Real-Satire zu dokumentieren? (Was die hatten, will ich auch!)
    Die Querköpfe aus Bayern waren schneller als der Schwarzfunk aus Mainz
    http://blog.br.de/quer/heu-fuer-alle-landwirtschaftsministerium-klaert-schueler-auf-19122012.html
    „…deswegen irgendwie ein Medium, das die Sinne anspricht.“
    („Quer“ ist unbedingt empfehlenswert, nicht nur für Bergdeutsche)

  5. mein erster Gedanke war, dass die Herrschaften des Landwirtschaftsministerium, das Stroh aus ihren Schädeln ausgelagert haben.
    Die Aktion wird wohl ihren Niederschlag im Schwarzbuch finden.
    Postbote, Karton, Plastik, Heu, gleich Natur pur 🙂

    Ein Besuch auf auf dem Krameterhof, Tamera/Portugal oder eine der vielen „Baustellen“ von Sepp Holzer in der Welt.
    Wäre wohl für die Kinder in Sachen Natur pur lehrreicher gewesen.

  6. Birne sagt:

    Beim europäischen Schulfruchtprogramm hat es für die bayerischen Grundschulkinder im Herbst letzten Jahres nicht mehr für die volle Menge an Obst und Gemüse wegen Geldmangels gereicht.

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