Hochfrequenz-Handel muss verboten werden

Dirk Müller im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages: „Bin ich gefragt oder sind Sie dran?“

„Ich würde den Hochfrequenz-Handel an der Börse komplett verbieten!“

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8 Kommentare zu “Hochfrequenz-Handel muss verboten werden

  1. tfl sagt:

    Bin ich vielleicht John Wayne oder sind Sie das?

    Der hat den Schlipsträger auf der anderen Seite aber schön ausgebremst. Sowas müsste im deutschen Fernsehen jeden Tag zur Primetime laufen! Und seinen Argumenten ist auf die Schnelle nichts hinzuzufügen.

  2. Es wäre aber auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein:
    Die selbe Krise gab es bereits 1914 und in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Da gab es noch keine Hochfrequenz-Händler.

    Also, ist das doch auch nur ein Ablenkmanöver.

    Darum unermüdlich und zum wiederholten Mal:
    Wer ist Schuld an der Krise?
    https://uhupardo.wordpress.com/2012/07/13/wer-ist-schuld-an-der-krise/

    • Uhupardo sagt:

      Wohl kein Ablenkungsmanöver, zumindest nicht so gedacht. Man darf Dirk Müller wahrscheinlich glauben, dass er – innerhalb seines Börsen-Tunnelblicks – dieses Thema so behandelt, wie er es sieht: Schädlich, abschaffen.

      Dennoch ist das Fazit natürlich richtig.

      • fakeraol sagt:

        Richtig. So wenig, wie die Tiere in die Natur kacken, „um den Boden zu düngen“, sondern weil sie den Mist loswerden wollen, zocken Hochfrequenzhändler oder ein Dirk Müller an der Börse, „um die (Real-)Wirtschaft mit Geld zu versorgen“, sondern ob langsam oder hochfrequent, um Profit zu machen, mit Geld mehr Geld zu machen.

      • El_Sven sagt:

        Nun ja,… es ging doch um Hochfrequenzhandel… da kann man schlecht erwarten, dass der Dirk jetzt einen übers Zinsgeldsystem, die Automatisierungsdividende oder die Kapitalisierung sämtlicher Werte, Moralvorstellungen – letzlich des gesamten Lebens erzählt. …das macht der Mann auch, wenn man ihn drauf anspricht.

        • Uhupardo sagt:

          „oder die Kapitalisierung sämtlicher Werte, Moralvorstellungen – letzlich des gesamten Lebens erzählt … …das macht der Mann auch, wenn man ihn drauf anspricht.“

          Und vor allem, wenn man ihn dafür bezahlt, redet Dirk Müller über alle solche Themen, was denn sonst. Davon lebt er. ;o)

  3. fischi sagt:

    Ob das nicht doch eine ganz andere Dimension ist.
    Ich habe gelesen, dass in USA 70% und Deutschland 40% dieser Hochfrequenzhandel ist.
    Die Bedingung ist ein Server direkt bei der Börse und das Teil muß das schnellste sein was es gibt.
    Ich weis nicht ob es fertig ist, aber ein Seekabel zwischen Amerika und UK wird auch extra gelegt.
    Und das alles, dass Maschinen gegeneinander zocken können.
    Ich kann Dirk Müller verstehen.

  4. Volksverdummung sagt:

    Es lebe die Finanzmarkt-Scheinreform…

    Materialien:
    1.
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/116/1711631.pdf
    Gesetzentwurf der Bundesregierung v. 26.11.2012 (Hochfrequenzhandelsgesetz):
    „Entwurf eines Gesetzes zur Vermeidung von Gefahren und Missbräuchen im Hochfrequenzhandel“

    Wer weiss, wer diesen „Hochglanzentwurf“ zur Rettung des Hochfrequenzhandels und der damit verbundenen „Finanzprodukte“ (v. a. Derivate) an uns verbrochen hat?
    Hat jemand eine zündende Idee…?
    .
    2.
    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/42358655_kw03_pa_finanzen/index.html
    Bericht zur Finanzausschussanhörung, unter dem mehr als surrealen Arbeitstitel:
    …“Ja zur Einschränkung des Hochfrequenzhandels“.

    a. Der zusammenfassende Text enthält immerhin eine Liste der eingeladenen sachverständigen Interessenvertreter, die sachverständig ihre politischen Nebelkerzen plazieren durften. Selbstredend ganz uneigennützig.

    b. Das dort zu findende Video mit der kompletten Ausschusssitzung (ca. 110 min.) läuft bei mir leider nicht. Deswegen werde ich auch nie erfahren, warum der Hochfrequenzhandel, der sich ohnehin nur auf den Derivatehandel fokussiert, angeblich irgendeinen greifbaren Nutzen für die Finanzmärkte und die Realwirtschaft haben soll.
    Denn die -lern- und krisenresistenten- „Experten“ haben wohl „argumentiert“, dass der Hochfrequenzhandel (=Pushen des hochriskanten und systemgefährdenden Derivatehandels) erhalten bleiben müsse, weil er für „Liquidität“ sorge.
    (übersetzt heisst das wohl: Der konventionelle Wertpapierhandel ist nicht nur unseren Kunden zu langweilig. Wir brauchen Handelsmöglichkeiten Grosskunden, die den Kick suchen)
    Ich nehme an, die „Anwälte der Börsen“ und des „Standortes Deutschland“ haben nur auf die damit verbundenen Umsätze und zu vereinnahmenden Börsengebühren geschielt!

    c. Natürlich ist niemand -der Experten- so blöd, um nicht zu wissen, dass das Totalausfallrisiko beim Derivatehandel exorbitant ist und dass dieses Kartenhaus irgendwann unrettbar kollabieren muss.
    Selbst unqualifiziertere Mitglieder des Finanzausschusses sollten diesbezüglich über ein rudimentäres Basiswissen verfügen.
    (Das System der zockenden Finanzindustrie hält sich auch mit legalisiertem Bilanzbetrug über Wasser -in der EURO-Zone legalisiert seit Okt. 2008; Liquiditätsgeschenke zum Fast-Nullzinstarif gibt`s von der EZB bei Bedarf noch lau oben drauf!).

    3.
    Zum „Nachtisch“ empfehle ich einen Text, der Standpunkte, Bedenken, und Vorbehalte der geladenen „Experten“ etwas kritischer beleuchtet:
    „Bundesregierung will Scheinregulierung beim Hochfrequenzhandel“, v. Silvio Duwe (17.01.2013)
    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38376/1.html
    .
    FAZIT:

    Die Experten dürften selbst wissen, dass Sie ein realwirtschaftlich völlig irrelevantes System verteidigen.
    Die Politiker wissen es.
    Wir wissen es.

    Aber statt den „Stecker zu ziehen“, immer die gleiche Leier!
    Finanzmarktreform und staatliche Kontrolle? „Ach, liebe Politiker. Geht nicht, wollen wir nicht, weil wenn, dann nur dann, wenn die EU, London und die Wall Street auch mitziehen…“
    .
    HESSE
    .

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