Ergebnis drastischer Sparmassnahmen: Schulden wie noch nie!

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Er ist angetreten, den Staatshaushalt „endlich zu sanieren“. Statt dessen verzeichnen die Kassen jetzt den höchsten Schuldenstand seit 100 Jahren! Nach all den Kürzungen und Streichungen, nach all den drastischen Sparmassnahmen der Regierung Rajoy, sind die Schulden Spaniens 2012 um den Rekordbetrag von 146 Milliarden Euro gestiegen – also um 400 Millionen Euro pro Tag. Damit belaufen sich die Geamtschulden des Landes auf 882 Milliarden Euro angestiegen. Das entspricht 84 Prozent des Bruttosozialprodukts, ähnlich wie in Deutschland. Man muss bis ins Jahr 1910 zurückgehen, um eine ähnliche Zahl zu finden.

Im laufenden Jahr 2013 sind im Budget des Staatshaushalts 38,66 Milliarden Euro für Zinsen vorgesehen, damit ein Drittel mehr als im vorigen Jahr. Wenn so etwas in einer Wachstumsphase passiert, ist es vielleicht zu schultern. Doch das Gegenteil ist der Fall: Spanien durchläuft die zweite Rezessionsphase innerhalb von vier Jahren. Um die Zinsen für die Refinanzierung überhaupt noch aufbringen zu können, strich und kürzte die konservative Regierung alles zusammen, was nicht niet- und nagelfest war. Beamtengehälter und Sozialleistungen aller Art wurden überall reduziert, die Mehrwertsteuer drastisch angehoben, die Arbeitsmarktreform sorgt überall für Entlassungen tausender von Arbeitnehmern.

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Die Folge: Inzwischen sechs Millionen Arbeitslose, der Inlands-Konsum brach zusammen. Das Ergebnis: Die Steuereinnahmen des Staates sind in allen Bereichen dramatisch eingebrochen und die Regierung muss jeden Tag mehr Schulden machen, um die wachsenden Schulden bedienen zu können. Ökonomie pervers – am Beispiel Spanien zeigt sich aktuell, wie schon in Griechenland, dass die Kaputtspar-Spirale ein Land immer weiter in die roten Zahlen treibt, aus denen es dann „gerettet“ werden muss, weil eine Einheitswährung Euro auf einem Europa so verschiedener Länder und so verschiedener Wirtschaftsstrukturen wichtiger zu sein scheint als jede Vernunft.

So ganz langsam sollte jedem aufgehen, dass diese Situation unhaltbar ist, weil nach Griechenland, Portugal und Spanien ebenfalls Italien, Frankreich und zum Schluss Deutschland an der Reihe sind, unweigerlich in den Strudel gerissen zu werden. Das ist so schlecht wie gut, weil der Euro nur als Beschleuniger eines in sich untauglichen System dient und sich alle diejenigen irren, die glauben, ohne die Einheitswährung wäre all das nicht passiert. Der einzige Unterschied: Die hemmungslose Ressourcenverschwendung; das „mehr um jeden Preis“ in allen Bereichen, die idiotische Religion des unendlichen Wachstums in einer endlichen Welt; die kriminelle Zockerei des bis heute ungehemmten, weil unregulierten Casino-Finanzsystems, das mit Realwirtschaft rein gar nichts mehr zu tun hat … all das hätte durch die Auf- und Abwertungsmechanismen verschiedener Währungen noch eine Weile kaschiert werden können.

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Doch Rettung gab es auch ohne den Euro nicht, ebenso wenig wie die Situation jetzt durch einen Austritt aus dem Euro nachträglich zu retten wäre, egal wo. Wir werden uns, ob wir wollen oder nicht, etwas Neues einfallen lassen müssen und die Zeit drängt. Je länger die „Rettungs“versuche und die Agonie andauern, die Politiker aller Länder von einem zum nächsten Brandgipfel hetzen, desto weniger Gelegenheit bleibt, um die umfangreiche Umstrukturierung einleiten zu können, die uns unmöglich erspart bleiben kann. Ob nun Bandbreitenmodell, wie wir das in dieser Situation für richtig halten oder „Plan B“, eine Mischung davon oder ganz etwas anderes … die Uhr tickt und alle wären gut beraten, jetzt konsequent nach vorne zu denken, sich die wirklichen Auslöser der Krise bewusst zu machen und in Windeseile nach neuen Lösungen zu suchen, bevor das innerhalb des längst eingetretenen Chaos unter ugleich schwierigeren Umständen getan werden muss.

Dazu baucht es dringend das Bewusstsein jedes Einzelnen und sein persönliches Engagement: Raus aus der Schockstarre, weg vom „es ist alles ganz schrecklich“ und der Suche nach schuldigen Namen und Gesichtern, deren Austausch auch nur weitere schuldige und Namen und Gesicher hervorbringen würde, aber an der Situation rein gar nichts ändert. Schluss mit den richtig falschen Vorträgen! Sich von einem kompletten System verabschieden zu müssen, an dessen Funktionieren man ein Leben lang fest geglaubt hat, mag sehr schmerzhaft sein, doch daran festzuhalten wird jetzt unweigerlich zu weit mehr Schmerzen und Leid führen müssen. Irgendeine Radikal-Operation ist jetzt dran, werter Patient, mit ein paar bunten Pillen sind Sie definitiv nicht mehr zu heilen! Besser Sie machen sofort einen Termin …

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33 Kommentare zu “Ergebnis drastischer Sparmassnahmen: Schulden wie noch nie!

  1. Johannes Eber sagt:

    Dazu paßt auch nachstehender Kommentar „1913 – Parallelen zu heute?“ unter
    http://www.timepatternanalysis.de/Blog/2013/02/15/1913-parallelen-zu-heute/
    Wirklich sehr lesenswert.

    • Hallo Johannes Eber
      zu dem Link:

      „Wann ist der gegenwärtige Kondratieff-„Winter“ zu Ende?
      In der zweiten Hälfte dieser Dekade.“

      Diese Annahme ist ein tragischer Irrtum.
      Weder in dieser noch in der nächsten Dekade wird der Kondratiev Winter zu Ende gehen.
      Die Annahme es handle sich gegenwärtig nur um ein wirtschaftliches Problem ist einfach zu kurz gesprungen.
      Wir haben in allen fünf Lebensbereichen Probleme die sich akkumulieren.
      Dass nenne ich eine Systemkrise! die kann man nicht einfach auf Wirtschaft runter dampfen und gut isch.

      • Johannes Eber sagt:

        @ Lieber „abfallwirtschaft“,

        es ist unbestritten, daß es eine Systemkrise ist und daher haben Sie auch vollkommen recht. Ich möchte damit zum Ausdruck bringen, daß das Geldmonopol diese Systemkrise zum Anlaß nehmen wird, einen großen Krieg zu entfachen. Ja, es ist tatsächlich so, erst muß dieses perverse, kapitalistische System verrecken, damit es einen Neuanfang geben kann!

  2. die Simpsons sagt:

    Die Ökonomen und die Finanzmafia werden weiterhin die richtig falschen Vorträge halten, denn sie partizipieren und sitzen an den Futtertrögen dieses Systems. Die Politik interessiert sich nicht für die Menschen, sondern ausschließlich um Machterhalt. Das Credo der Politik heisst: „Sollen Sie doch Kuchen essen“. Was letztendlich bedeutet, dass man jegliche Art der kreativen Steuergestaltung abschaffen will.

  3. Der Dramatik und der Folgerichtigkeit mit der Uhupardo diesen Thread schreibt, kann ich nur zur Gänze zustimmen.
    Unser System hat fertig.
    Weder Zeit gewinnen und auf ausbleibende Wunder hoffen werden helfen. Eben so wenig wie ein Weltkrieg Nr3 wird dieses System noch einmal in den Sattel bringen.

    Sämtliche erkennbaren Alternativen, so wie die die noch kommen werden, sind mehr oder minder nicht mehr an diesem System ausgerichtet. Die zunehmende Radikalität im Denken und Handeln, werden den Niedergang des K-Systems begleiten und dieses letztendlich beerdigen.
    Amen

    • holzbock sagt:

      Moin Abfallwirtschaft, ich hoffe, dass du Recht behältst und das K-System letztendlich beerdigt wird. Aber es gibt leider sehr mächtige Profitöre dieses Systems, und sie werden alles daran setzen, dieses zu erhalten. Wie in dem Artikel „Solidarität ist immer gut? …“ berichtet wird, bastelt die EU an Gesetzen, die die Verteidigung des Systems optimiert. Und wie China dem Westen zeigt, funktioniert Kapitalismus gut ohne Demokratie.
      Leider ist es sehr schwer, hier in Deutschland eine Massenbewegung auf die Beine zu stellen. Ich bin immer wieder deprimiert, wenn ich sehe, wie wenig Menschen hier in unserem Kaff auf die Straßen gehen, wenn unser Aktionsbündnis versucht, etwas auf die Beine zu stellen. Der größte Teil der Bevölkerung in Deutschland will dieses System behalten, mit ein paar Schönheitsoperationen vielleicht – die Reichen ein bischen mehr besteuern, die Arbeitslosen zur Arbeit zwingen, vielleicht noch einen Mindestlohn und fertig ist die soziale Marktwirtschaft.

      • Hallo holzbock ……. deprimiert

        ich gehe mal davon aus das Du meinen Beitrag zu positiv ansiehst. Deine Bedenken sehe ich auch genau so wie Du.
        Dennoch zum Positiven, ich sehe immer mehr Menschen die wie auch Eure Truppe, sich mit den vorherrschenden Bedingungen kritisch auseinander setzen.
        Es ist die Vielfalt der Themen und der Akteure, die mich immer wieder erstaunen, das kenne ich so nicht in meiner Rückschau. Selbst Menschen die sich nur? für eine Kartoffel, eine Schweinerasse stark machen sind im Ausnahmezustand gegen das System.
        Zum Negativen Du hast völlig recht, ich übersehe nicht! was geht und sich daraus ergeben könnte!.
        Aber mal ehrlich holzbock ist es unsere Aufgabe solange wir noch leben unsere Absichten daran aus zu richten?
        Ich denke nicht, das ist nicht unsere Aufgabe!

        Du hast einen Bezug zur Natur wie ich selbst, aus dem Grund stelle ich Dir ein Video ein

      • Willi sagt:

        Hallo Holzbock, Du hast natürlich recht. Solange die Menschen ein Dach über den Kopf haben, zu essen, ihr Bier und das ach so tolle Ferhnsehprogramm, geht keiner auf die Straße. Leider! Erst wenn bei uns Zustände wie in Spanien oder Grichenland herrschen, dann wird sich das ändern. Bis dahin dauert es noch ein wenig. Aber die Abwärtsspirale läuft und ist nicht aufzuhalten. Hoffentlich erleben wir nicht Mord und Totschlag oder gar einen Krieg.

        • fakeraol sagt:

          Ich hab mich schon mehrmals gefragt, warum die gleiche Schiene, wie in Portugal, Spanien, Griechenland, Italien (?) nicht auch in Deutschland gefahren wird, warum man die Deutschen noch „schont“. Ich hab da so einen Verdacht, daß man zuerst die „Schuldensünderländer“ gegen die Deutschen (und Franzosen?) aufhetzen will, „teile und herrsche“, und dann in einem zweiten Schritt auch bei diesen die Daumenschrauben anzieht, und die anderen Länder sagen „geschiet denen recht so, haben sich schließlich von uns mit unterer Verschuldung retten lassen und auf uns herabgesehen“.
          Möglich?

          • Uhupardo sagt:

            Nicht so ganz unmöglich, fakeraol.Nur muss nicht einmal diese Absicht dahinterstecken (oder überhaupt eine Absicht), denn so kommt es sowieso, welche andere Möglichkeit gäbe es?

  4. Helmut Josef Weber sagt:

    Es ist ja zum Haare raufen!
    Im Telegrammstil:
    Schulden kann man nicht zurückzahlen.
    Die Verschuldung steigt alleine durch die Zinseszinsen in der Form einer Exponentialkurve.
    Geld ist Schuld und entsteht durch die Geldschöpfung aus dem Nichts.
    Genau das machen wir auch, wenn wir bei LIDL mit der Kreditkarte 100 Euro bezahlen.
    Zahlte man Schulden/Geld zurück, wäre das Geld weg.
    Alleine die Zinseszinsen sind Schuld an der Verschuldung und Zinseszinsen werden immer mehr, da man sie, wie die Schulden, auch nicht zurückzahlen kann.
    Ich weiß, um das richtig zu erklären müsste ich 2 bis 3 Seiten schreiben und wir Menschen können uns ein exponentielles Wachstum nicht vorstellen, denn in der Natur gibt es das nicht.
    Verkürzt:
    In der EU sind die Staaten mit etwa 14 Billionen verschuldet.
    Aber es gibt auch 14 Billionen Guthaben, denn irgendjemand hat die 14 Billionen verliehen.
    Es gibt immer genauso viel Guthaben wie Schulden, das ist k e i n Zufall.
    Und den Leuten gehören auch die Zinsen und die verleihen sie wieder, usw. usw.
    Würden keine neuen Schulden gemacht, könnten die Zinsen nicht wieder angelegt werden.
    Dann gäbe es auch für Omas Sparbuch keine Zinsen mehr und keine Zinseszinsen.
    Streicht man die 14 Billionen Schulden, sind 14 Billionen Guthaben weg; auch das Geld von Omas Sparbuch.
    Ich weiß, irgendwann knallt es und das kann auch Niemand verhindern.
    Durch die niedrigen Zinsen will man jetzt alles in die Länge ziehen.
    Irgendwann wird wieder, wie bei allen Währungsreformen der letzten Jahrhunderte, alles auf NULL gestellt.
    Es geht nicht anderes.
    Stellt sich nur noch die Frage:
    „Wie weit werden die Regierungen noch die weitere Verelendung ganzer Staaten zusehen/zulassen, bis sie den Stecker ziehen“.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    • Uhupardo sagt:

      „Es gibt immer genauso viel Guthaben wie Schulden, das ist k e i n Zufall.“

      Zufall ist es nicht. Richtig ist es auch nicht. Vermögenswerte übersteigen Schulden um ein Vielfaches.
      http://www.bandbreitenmodell.de/mythos-schuldgeld

      • fakeraol sagt:

        Uhu, ich hab schon mal versucht, das deutlich zu machen:
        Was der Herr Gastmann da alles als „Vermögen“ rechnet (obwohl er vorher selber noch darauf hinweist, daß man mit diversen Dingen, die „Vermögen“ darstellen, keine Geldschulden bezahlen kann, weil sie kein Geld sind!), wird von den Banken nicht als Zahlungsmittel akzeptiert.
        Ausserdem zählen in diese „Vermögens“statistiken (man beachte seinen eigenen Hinweis „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“ 😉 ), viele Dinge mit rein, deren Bewertung sich abhängig von Angebot & Nachfrage ständig ändert. D.h., diese Zahlen der Statistik sind auf Sand gebaut.

        „Wert“ != „Geld“
        „Vermögen“ != „Geld“
        „Schulden“ == „Geld“ == „gesetzliches Zahlungsmittel“

        “Es ist schwierig jemand dazu zu bringen, etwas zu verstehen wenn sein Gehalt davon abhängig ist, es eben nicht zu verstehen.“ – Sinclair Lewis 1935

        • Uhupardo sagt:

          Eine Unternehmensbeteiligung von 5 Millionen Euro ist kein Vermögen? Das erklären Sie mal, wem Sie wollen …

          “Es ist schwierig jemand dazu zu bringen, etwas zu verstehen wenn sein Gehalt davon abhängig ist, es eben nicht zu verstehen.“ – Sinclair Lewis 1935

          Es gibt sogar Leute, deren Gehalt nicht einmal davon abhängt und sie sind trotzdem nicht dazu zu bringen, etwas zu verstehen.

          • fakeraol sagt:

            Wenn das Unternehmen z.B. ein Imobilienfonds ist und in den USA tätig ist, genau zu dem Zeitpunkt, wo sich rausstellt, das Häuser unverkäuflich sind, weil alle auf einmal ihre Subprime-Kredite bezahlen müssen:
            Nein, genau in dem Moment ist es kein Vermögen mehr und Sie werden mit sicherheit keine Bank finden, die Ihnen dann für ihren Unternehmensanteil auch nur noch 5 Dollar zahlt.

            Ja, es gibt mehr „Vermögen“, als „Schulden“, aber nicht alles „Vermögen“ ist Geldvermögen und wenn Ihr Chef Ihnen seine gut erhaltenen Anzüge anbietet als Lohn, weil seine Frau grad mit dem Tresorinhalt durchgebrannt ist, dann wird Ihnen Ihre Frau die Lumpen um die Ohren hauen, wenn Sie damit nachhause kommen und Sie fragen, in welchem Laden sie damit die Lebensmittel fürs Abendbrot und das Essengeld für Ihre Kinder bezahlen soll.

            Geld ist Vermögen, aber nicht alles Vermögen ist Geld.

            Zu „Vermögen“ werden auch Sachwerte gerechnet. Deren Wert schwankt aber in Geld ausgedrückt.

            „Schulden“ werden aber typischer Weise nicht in „2 Armani-Anzüge und 13 Käsebrötchen“, sondern in Euro oder Dollar oder Yen angegeben und genau so wollen die Gläubiger das dann auch sehen.

            „Schulden“ == „Geld“
            „Vermögen“ == „Geld“ + „Sachwerte“ + „Finanzzertifikate“ + …….

            • Uhupardo sagt:

              „Ja, es gibt mehr “Vermögen”, als “Schulden”, aber nicht alles “Vermögen” ist Geldvermögen“

              Allerdings mit der Erweiterung „es gibt viel mehr Vermögen als Schulden“.
              Das ist Ihnen inzwischen endlich aufgegangen immerhin. Mehr braucht es nicht.

              Natürlich ist nicht alles Vermögen auch Geldvermögen. Mehr noch: Geldvermögen ist nur ein minimaler Teil vom Kuchen – und lustigerweise der einzige, auf den sich Leute wie Sie stürzen, dabei bleibt der weitaus grösste Vermögensteil vollkommen unbeachtet, weil er nicht in die Geldsystem-Schublade passt und dadurch nicht zu behandeln ist.

              (Und Sie haben recht: Falls Unternehmensbeteiligungen gerade nichts wert sind, sind sie nichts wert. Sie bezahlen allerdings auch nicht mit Geldscheinen, die gerade durch den Brand ihrer Wohnung zerstört wurden – das ist noch lange nicht das Ende konstruierter Situationen falls nötig.)

              • fakeraol sagt:

                Uhupardo sagt: „Allerdings mit der Erweiterung “es gibt viel mehr Vermögen als Schulden”.
                Das ist Ihnen inzwischen endlich aufgegangen immerhin. Mehr braucht es nicht.

                Ich darf mich selbst zitieren:
                https://uhupardo.wordpress.com/2013/01/06/jorg-gastmann-bandbreitenmodell-einfach-mal-die-perspektive-wechseln/#comment-13811
                Kein ernst zu nehmender “Schuldgeld”-Kritiker beschränkt die Lösung allein auf das Geldsystem, sondern bezieht alle Resourcen mit ein, aus deren blossen Besitz Profit erpresst werden kann.

                Daß es ausser „Geldvermögen“ noch andere Resourcen/Reichtümer/Vermögen gibt, habe ich nie bestritten (und auch andere Kritiker des Geldsystems nicht), nur die (falsche) Gleichsetzung von „Vermögen“ mit „Geldvermögen“ durch Herr Gastman habe ich hingewiesen. Wir müssen uns wirklich beide gegenseitig nicht Unwissen oder Ignoranz unterstellen.

                Auf lange Sicht hätte ein Schwundgeldsystem zwar eine gegenläufige Wirkung zur heutigen Umverteilung des Vermögens von Arm zu Reich, aber ich würde auich nicht warten wollen, bis dieser Effekt volle Wirkung zeigt. Um diese ungerechte Umverteilung wieder auszugleichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
                * Enteignung von knappen Resourcen und von Vermögen, das nicht der eigenen Versorgung, sondern einer Rendite-Erzielung dient
                * Vermögensbesteuerung und aus den Einnahmen die Auszahlung einer Staatsrente als Äquivalent zur Betriebsrente des BBM
                * Währungs- (auch Staatsbankrott genannt) und Eigentumsreform als radikalste Lösung für einen Neuanfang für alle unter gleichen Bedingungen
                (ich würde das Zweite bevorzugen, wobei auch das nicht abschließend alle Maßnahmen beschreibt, die ich für notwendig und sinnvoll halte)

                Daß ich Wert lege auf die Unterscheidung zwischen Sach- und Geldvermögen, hat einen Grund.
                (Zu „Geldvermögen“ zählt dabei neben Bargeld alles, was einen vertraglichen Anspruch auf Sachwerte darstellt, z.B. Aktien)
                Ein Apfel, eine Hose, ein Pullover, ein Fahrrad, ein Auto und ein Haus, sind Sachvermögen. Sie haben einen (inneren) Wert an sich.
                Geld, und alle anderen Finanzkonstrukte haben keinen eigen Wert. Ihr Wert beruht nur auf dem Glauben der Besitzer daran, daß sie dafür zukünftig Sachwerte eintauschen können. Geld bezieht sich auf den (inneren) Wert von Sachwerten, es existiert nur als „Wert“ dadurch, daß es Sachwerte gibt.

                Diesen Unterschied im Wesen von Geld einerseits, und Sachwerten andererseits zu beachten, ist fundamental wichtig, wenn man Betrachtungen über beides und über Wirtschaft anstellt, weil man sonst zu falschen Schlußfolgerungen kommt.

  5. Helmut Josef Weber sagt:

    Hallo Uhupardo
    Vermögenswerte sind Werte, die Geld einbringen.
    Ein Auto z. B. ist kein Vermögenswert, denn es kostet Geld.
    Selbst ein bar bezahltes, selbstgenutztes Haus, kostet Geld.
    Ein Häuschen, bei dem im Jahr mehr als 12 Monatsmieten an Abtragung an die Bank geleistet werden müssen, ist mein Vermögenswert.
    Ein Spielautomat ist dagegen ein Vermögenswert, denn er bringt dem Besitzer Geld ein.
    Bewirtschafteter Wald ist Vermögen; ein Park zum Anschauen nicht.
    Wird der „Stecker gezogen“ wird, wie bei allen Währungsreformen, durch den Lastenausgleich, Vermögen mit Abgaben belegt.
    Die Abgabe belief sich bei der letzten Währungsreform (1948) auf 50 % des berechneten Vermögenswertes und konnte in bis zu 120 vierteljährlichen Raten, also verteilt auf 30 Jahre, in den Ausgleichsfonds eingezahlt werden.
    Wenn morgen „der Stecker gezogen wird“, trifft es denjenigen der von der Hand in den Mund lebt am wenigsten. Die Menschen und Gesellschaften, die Vermögen erwirtschaftet haben, egal warum und wie, werden 50% enteignet.
    Natürlich ist das hier im Telegrammstil geschrieben, aber zusammenfassend kann man sagen, dass die Verelendung von Bevölkerungen ganzer Länder, nur damit unterbrechen und zurückführen könnte, wenn, wie 1948, eine Währungsreform durchgeführt wird.
    In einem Satz: Wenn das Geld von oben nach unten wieder verteilt wird.
    Ja- und dann geht alles wieder von vorne los.

    Viele Grüße
    H. . Weber

    • Ulrich Fiege sagt:

      „Wenn das Geld von oben nach unten wieder verteilt wird. Ja- und dann geht alles wieder von vorne los.“

      Wie muss ich mir das vorstellen?, als Spende oder Abgabe aus Mitleid? Es geht auch nicht um die Verteilung sondern um Teilhabe, Teilhabe an und in einer Gesellschaft um deren Zusammenhalt und Fortbestand zu sichern. Zivilisation als Selbstzweck und wenn die Unternehmen oder Industrien sich dem entziehen konnten, dann nur weil die Gesetze durch die Politik dahingehend auch ausgelegt bzw. abgeändert wurden.

      Einige kleine und große Unternehmenssteuerreformen weiter und das Unternehmen kann evt. Umsatzeinbußen wegen mangelnder Nachfrage auch über die Vorsteuer beim zuständigen Finanzamt geltend machen, ähnlich wie der Bayer Konzern und die von ihm erwarteten Schadensersatzansprüche im Lipobay Skandal über Steuer und in Euros gemessen vom Finanzamt zurück erstattet und im voraus bekommt. Oder die EEG Umlage, die den Golfplätzen zu Gute kommt usw. usf. Die Lösungsansätze wären vielfältig und der Arbeiter, der 2000 Euro Brutto Lohn bekommt, beteiligt sich genau so wie derjenige der 200.000 Euro bekommt über Steuer an und in dieser Gesellschaft. Es gibt nichts umzuverteilen! Wer deren Worte (Umverteilen) benutzt, hilft denen damit oder dadurch.

      • Helmut Josef Weber sagt:

        Hallo Ulrich Fiege.

        Nein- nicht als Spende und Mitleid, sondern wie das Wort „Lastenausgleich“ es sagt:
        Die Last der Währungsreform wird auf alle Schultern verteilt.
        Die Schultern die viel Vermögen haben, müssen die Hälfte abgeben, damit Z. B. in der neuen Währung kleine Spareinlagen 1:1 umgetauscht werden können usw.
        Teilhaben an der Gesellschaft können wir von Geburt an, weiter im Kindergarten, Schule, Berufsausbildung und die ganzen vielen anderen Möglichkeiten.
        Über die Vorsteuer kann ein Betrieb nur die MWST abrechnen, die er selber schon bezahlt h a t.
        Eingenommene MWST, minus Vorsteuer (MWST des Lieferanten) ergibt die Steuer.
        Sonst könnten wir alle die Produkte nicht mehr bezahlen, weil jeder der ein Produkt weiter verarbeitet, ja MWST berechnet und die würde dann im Preis verbleiben.
        Wenn ein Unternehmen weniger Gewinn macht, weil es ein falsches oder fehlerhaftes Produkt geliefert hat, dann zahlt es auch weniger Steuern.
        Jeder Bürger kann sich an Gesellschaften beteiligen, am einfachsten über Aktien oder Unternehmensanleihen.
        Wer aber eine eigene Gesellschaft gründen will, kann eine UG (Unternehmens Gesellschaft) schon mit 1 Euro gründen und ist wie bei einer GMBH nicht persönlich wirtschaftlich haftbar.
        Und dann kann jeder Gesunde, intelligente, Bürger, der mal zeigen will, was er als Unternehmer auf die Beine stellen kann, loslegen. Klappt es die erste Zeit nicht so sehr, kann er sogar als Aufstocker noch Bezüge vom Amt erhalten.
        Also– mal los.

        Viele Grüße
        H. J. Weber

    • Uhupardo sagt:

      „Selbst ein bar bezahltes, selbstgenutztes Haus, kostet Geld.“

      Kostet 400 im Monat und kann zu jedem Zeitpunkt für 400.000 verkauft werden. Kein Vermögenswert?

      Ein Spielautomat ist dagegen ein Vermögenswert, denn er bringt dem Besitzer Geld ein.

      Obwohl er ständig repariert und gewartet werden muss und so Geld kostet? Jetzt also doch?

      Bewirtschafteter Wald ist Vermögen; ein Park zum Anschauen nicht.

      Und wenn ich einen Käufer für den Park zum Anschauen habe, der gern 1 Mio. dafür zahlt, dann auch nicht?

      Wenn Sie sich per persönlicher Definition pro Einzelfall eine eigene Welt erschaffen wollen, ist das allerdings Ihr Recht.

      • fakeraol sagt:

        > „.. kann „jederzeit“ verkauft werden.“
        Ach? Fragen Sie doch mal die ganzen Amerikaner, die ihr Haus „subprime“ gekauft haben, was es noch wert war, als alle verkaufen wollten/mussten.

        Sie selber haben doch hier Artikel reingestellt, in denen dokumentiert ist, wieviel die spanische Bank den Leuten noch anrechnen wollte auf ihre Schulden, als sie die auf die Straße gesetzt hat.

        Wissen Sie, woran das liegt? Banken wollen nicht mit Häusern bezahlt werden, sondern mit Geld. Hauser nehmen sie zur Not noch zum halben Wert, Ihr 10 Jahre altes Auto, das laut Schwacke-Liste noch 5000€ wert ist, dafür bekommen sie dort vielleicht 100€ angerechnet, und wenn Sie ihrem Bankberater den Großeinkauf fürs Wochenende zu 200€ als Bezahlung anbieten, wird er Sie verstört angucken und unauffällig nach den netten Männern mit der Hab-Mich-Lieb-Jacke telefonieren.

      • Helmut Josef Weber sagt:

        Naja- wenn das Haus bezahlt ist, dann ist es erst schon einmal von versteuertem Geld bezahlt worden.
        Wer 400.000 hinlegen kann, muss erst einmal 800.000 gehabt haben, denn die Hälfte sind Steuern.
        Wer 300.000 an die „Latte hauen muss“ investiert seine 100 TSD, also 200 TSD verdiente.
        Dann darf er etwa 30 Jahre lang 300 TSD abtragen.
        Dadurch verdoppelt sich der Betrag noch einmal, so über den platten Daumen.
        Wer 2002 ein Haus für 200 TSD gekauft hat und heute für 400 TSD verkaufen kann, hat nichts verdient an dem Haus, denn das ist die Inflationsrate der letzten 10 Jahre.
        Gewinn am Geldautomaten sind: Einnahmen minus Auszahlungen minus Wartung, Reparaturen usw.
        Der Park:
        Wer 1 Million für einen Park zahlt, hat vorher etwa 2 Millionen versteuern müssen.
        Also kostet der Park, der 1 Millionen wert ist, 2 Millionen.
        Der Park ist dann eine Vermögensvernichtungsmaschine.
        Ja- meine persönliche Welt.
        Ich habe mir nicht die Welt geschaffen in der ich lebe, sondern ich habe mein ganzes Leben, als Handwerksmeister schwer arbeiten müssen, habe hohe Risiken eingehen müssen, und ich habe mir, dadurch einen ruhigen Lebensabend hier im Süden von Spanien geschaffen.
        Dennoch fliege ich am 05.03. nach Hamburg mit 61 Jahren und gründe noch eine Gesellschaft.
        Mal sehen, was ich noch auf die Beine stellen kann.
        Der Einzelfall:
        Ja- jeder Mensch ist ein Einzelfall, seine Beziehungen, seine Stellung in der Gesellschaft, bei den Menschen die wir lieben usw. usw.
        Und jeder Mensch kann diesen Einzelfall in die Gesellschaft einbringen.
        Für meine liebe Frau und meine lieben Kinder bin ich auch ein Einzelfall und sie bewerten mich danach, wie ich mich Ihnen gegenüber verhalten habe, in den letzten 44 Jahren bzw. 30 Jahren bei unseren Kindern.
        Wenn jetzt jemand schlau nachgerechnet hat.
        Ja- ich habe die erste Liebe meines Lebens(sie 15) mit 17 Jahre kennengelernt, und mit 24 Jahren geheiratet.
        Und unseren Kindern gezeigt, wie man eine liebevolle Ehe ganz ohne Streit führen kann.
        Macht ohne Liebe ist Gewalt.

        Viele Grüße
        H. J. Weber

    • Johannes Eber sagt:

      @ Lieber Herr Helmut Josef Weber

      „Wenn das Geld von oben nach unten wieder verteilt wird. Ja – und dann geht alles wieder von vorne los“.

      Dann machen Sie sich bitte Gedanken über nachstehendes Kriterium:
      – wer sind die Verursacher der Umverteilung?
      – was ist die Ursache der Umverteilung?
      – wer sind die Nutznießer/Profiteure der Umverteilung?

      Ist es nicht so, daß von der Unter- und Mittelschicht zur Oberschicht umverteilt wird?

      Ja, der Lastenausgleich in Deutschland wird unumgänglich sein und mit Garantie kommen und dann machen Sie sich bitte Gedanken, wer davon profitiert.

      • Helmut Josef Weber sagt:

        Hallo Johannes Eber
        Ist es nicht so, das von der Unter- und Mittelschicht zur Oberschicht umverteilt wird?
        Heute noch.
        Es gibt bald nicht mehr zu verteilen von unten nach oben, aber es war so und ist auch heute noch so; n o c h.
        Die untere Einkommensschicht strampelt sich ab, bei sinkenden Löhnen immer mehr Abgaben zu leisten, bei steigenden Verbrauchssteuern.
        Und die mittleren Einkommensschichten verschulden sich immer weiter um einen Standard zu halten, der immer teurer wird.
        Außerdem muss die Mittelschicht die Hauptlast der Steuern zahlen, die wiederum dazu benutzt werden um den Staat zu finanzieren und Sozialleitungen zu zahlen, für die Menschen, die sich nicht selber unterhalten können.
        Die Oberschicht hat viel Einkommen durch Zinsen ohne Erwerbstätigkeit, und die werden durch das exponentielle Wachstum immer schneller anwachsen.
        Ein Lastenausgleich verteilt wieder das Geld von oben nach unten.
        Natürlich werden Diejenigen, die von 10 Millionen 5 Millionen abgeben müssen, besser wieder starten können, als Derjenige, der wie 1948 ein Handgeld und Verrechnung seiner Ersparnisse erfährt.
        Aber es ist eine Chance.
        Wer heute nichts hat, hat auch nach einer Währungsreform nichts.
        Aber der Staat hat sich entschuldet und wie gesagt: Dann geht alles wieder von vorne los.
        Es muss dann wieder Geld als Schuldgeld geschaffen werden, damit das Rad sich anfängt zu drehen.
        Auch der Staat wird sich wieder verschulden.
        Z. B. kann es so kommen wie 1948.
        Die erste 100 Euro bleiben dem Sparbuch erhalten.
        Von 100 Euro bis 1000 Euro 20% Lastenausgleich.
        Von 1000 Euro bis usw,
        Die Sparer, die dann ihr Geld wieder zur Sparkasse tragen, oder abgewertet drauflassen, wollen doch auch Zinsen haben.
        Wer soll denn diese Zinsen zahlen?
        Das Hamsterrad dreht sich also wieder.
        Nutznießer ist nur der Staat, denn er ist entschuldet.
        Schulden sind 1948 nicht abgewertet worden; die durfte jeder weiter bezahlen.

        Viele Grüße
        H. J. Weber

        • Johannes Eber sagt:

          @ Hallo Helmut Josef Weber,

          für Ihre ausführliche Antwort haben Sie herzlichen Dank. Meinen Respekt bezüglich Ihres beruflichen Werdegang.

          „Nutznießer ist nur der Staat, denn er ist entschuldet“. Aber wer ist der Staat? Jeder einzelne Bürger und wer nichts besitzt bzw. hat, kann auch kein Nutznießer sein. Nutznießer wird das Geldmonopol (Kapitaleigner der Geldhäuser) sein, das sind 0,001 % der deutschen Bevölkerung mit einem Gesamtvermögen von 22,5 %. Die werden ihre Schuldner gnadenlos vor die Tür setzen, dies ist die nackte Realität. Wenn dieser ausgeschämte, menschenverachtende Kreislauf nicht immer wieder von vorne beginnen soll, muß das Geld-System radikal geändert werden!

          • Uhupardo sagt:

            Die Vermögensverteilung muss radikal geändert werden, Johannes, die Vermögensverteilung! Geld-Systemkritiker greifen immer und alle weit zu kurz.

            • Richtig! Uhupardo
              Die reinen Geldsystem Kritiker greifen zu kurz.
              Wenn die Vermögensverteilung, die Besitzstände und das Erbe der Solchen meint, die erst solche Vermögen ermöglicht, bin ich ganz da bei.
              Besitzstände die von der Person selbst genutzt werden, wie der aller wichtigste Besitzstand der Person, dessen Kompetenz, bleiben selbstverständlich dort wo diese hingehören.

            • Johannes Eber sagt:

              @ Lieber uhupardo,

              absolut korrekt, genau die Vermögensverteilung muß radikal geändert werden.

              • Uhupardo sagt:

                Exacto, das eben ist es, was für uns das Bandbreitenmodell als so attraktiv erscheinen lässt, denn die Änderung des Geldsystems reicht nicht aus, um die Verhältnisse zu ändern.

  6. Johannes Eber sagt:

    Dann fangen wir einmal mit der Vermögensumverteilung an:
    – die Privatisierung der Stromkonzerne in Deutschland muß rückgängig gemacht werden, das muß bedeuten, daß die Aktionäre enteignet werden und das Kapital wieder dem Volksvermögen zufließt, welches durch diese skrupellosen Privatisierungen der damaligen verantwortlichen Regierungsrepräsentanten dem deutschen Volk geraubt wurde.
    – Oelkonzerne sind sofort zu verstaatlichen und deren Aktionäre ebenfalls zu enteignen bzw. dementsprechend auszuzahlen. „Evo Morales“ in Bolivien zeigt es vor, wie es vollbracht werden kann!

  7. stanzebla sagt:

    Weil weiter oben die Oberschicht erwähnt wurde… Leider ist es nicht so, dass für Schulden irgendwo auch ein Guthaben existiert. Das ist manchmal alles komplett fiktiv. Teile der internationalen Oberschicht konnte ich jetzt seit über zehn Jahren beschauen, denn Leute, die ein Schloss kaufen wollen, gehören eher zur Oberschicht. Dabei ist mir aufgefallen, dass die alle nur sehr ungern mit Geld bezahlen. Usus scheint es zu sein, sein Haus/Schloss/Anwesen zum Schein an Freunde zu „verkaufen“, um Steuern zu sparen. Wie das genau funktioniert weiß ich nicht, denn ich selbst gehöre zur Unterschicht. Die Oberschichtler setzen jedenfalls generell nur ungern Geld ein und neigen eher zu Tauschgeschäften. Gibst du mir dein Auto, geb ich dir ein oder zwei Louis-Quinze-Möbel. Alle Leute, die tatsächlich Geld für ihre Arbeit wollen, Handwerker, die keine Schwarzarbeit machen zB, sind total unbeliebt bei der Oberschicht. Dementsprechend werden sozialistische Regierungen auch gern boykottiert. Man kann ja als Oberschichtler ein paar Jahre warten und dann erst sein Geld wieder einsetzen. Irgendwelche Sparmaßnahmen können dann überhaupt nicht funktionieren, wenn die Oberschicht geschlossen in den finanziellen Winterschlaf geht.

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