Suchspiel: Vollbeschäftigung für Maschinen

Produktion der BMW 3er-Serie.

Spielregel: Suchen und zählen Sie die Menschen!

Das BBM (BandBreitenModell)

1. Das BBM basiert auf einer einzigen (!) Steuer, der Umsatzsteuer. Sonst gibt´s keine Steuern mehr (Einkommenssteuern, Gewerbe- und sonstige Steuern entfallen).

2. Unternehmen, die *ausreichend* gutbezahlte Arbeitnehmer beschäftigen, werden steuerlich belohnt (müssen lediglich 15% Umsatzprovision abführen), wer Personal minimiert, muss mehr Umsatzsteuer aufschlagen (bis zu 200%). Ausreichend gutbezahlte Arbeitnehmer sind gutes Geschäft für AN und AG. Wer Geschäfte in Deutschland machen will, muss Beschäftigung bieten. Somit werden alle Interessen verknüpft (Kaufkraft = Ausreichende Beschäftigung + ordentliche Vergütung der Arbeitnehmer + regionale Produktion).

3. Um in den Genuss des BBM zu kommen, müssen Mindestkriterien erfüllt werden: Eine maximale (Höchst-)Arbeitszeit, eine definierte, aber justierbare Beschäftigungsquote (pro Umsatzmillion „x“ Mitarbeiter), vier verschiedene Arbeitsmodelle (Vollzeit, Teilzeit, Abwesende Beschäftigung, Auszubildende) aus denen die Unternehmen wählen können sowie Mindesteinkommen, die deutlich höher als die heutigen Vergütungen sind. Punkt.

Für weitere Informationen unter den einschlägigen Links im http://www.bandbreitenmodell.de nachsehen.

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11 Kommentare zu “Suchspiel: Vollbeschäftigung für Maschinen

  1. hajac sagt:

    Nur mal so zur Erinnerung. Könnte natürlich sein, dass die meisten davon nichts wissen, weil es vor ihrer Zeit auf dieser Erde war.
    Es war Ende der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Da kamen die Gewerkschaften, voran die Metaller, auf die Idee eine Maschinensteuer zu fordern. Sie begründete das mit dem Argument, dass die Maschinen zunehmend die menschliche Arbeit ersetzt und sich das in der Zukunft verstärkend fortsetzen wird.
    Es ist also ein ziemlich alter Hut, der hier aufgetischt wird.
    Nun ist Deutschland nicht der Nabel der Welt und eine Insel der Glückseligen. Europa auch nicht. Das war auch damals schon so.
    Die dann folgenden Arbeitszeitverkürzungen ersetzten im gewissen Umfang die nicht umsetzbare Maschinensteuer.
    Der Hintergrund Ihrer Idee „Uhupardo“ ist sicher richtig. Es ist eine Umstrukturierung der Gesellschaft überfällig. Diese würde am besten gelingen, wenn man nach wie vor die „soziale Marktwirtschaft“ fährt. Dabei ist anzumerken, dass ein jedes System Regeln braucht. Was wir heute erleben ist, dass genau diese Regeln, die es eigentlich immer noch gibt, nicht eingehalten werden und die Regierungen der Länder das auch noch befördern.
    So sind z.B. die Börsen zu Wettbuden verkommen. Eigentlich waren sie dafür da, Finanzmittel für die Unternehmen bereitzustellen, also Gelegenheit zu geben, sich an den Unternehmen zu beteiligen. Das bedeutet „sich beteiligen“, am Erfolg eines Unternehmens zu partizipieren. Das ist aber heute durchweg nicht mehr der Börsensinn. Heute geht es darum, eine Aktie zum Preis von X zu kaufen und dabei die Wette einzugehen, dass man diese Aktie in möglichst kurzer Zeit für den Preis (X+Y) weiter geben zu können. Der Erfolg des Unternehmens ist dabei nebensächlich. Er dient lediglich dazu, den Bürgern eine Plausibiliät des Tuns dieser Zocker vorzugaukeln.
    Hier müssen Regeln wieder greifen.
    Es ist ein gravierender Fehler, alles gleichkämmen zu wollen. Es steht doch außer Frage, dass z.B. Griechenland andere Bedürfnisse und Erfordernisse hat, als irgendein anderes Land. Das trifft auf jedes Land zu. Demnach hat jedes Land für sich seine Hausaufgaben zu machen und sie dann natürlich auch zu verantworten.
    Die Bürger müssen sich aber darüber im klaren sein, dass faktisch jede Steuer von ihnen selbst zu zahlen ist. Man kann Unternehmen nicht direkt besteuern. Logischer Weise fließt jede Steuer in die Preisfindung ein, die dann der Verbraucher, also der letzte in der Kette zu zahlen hat. Das weiß doch eigentlich jeder. Dann gibt es für das Unternehmen mehrere Möglichkeiten, die Steuer zu verarbeiten: Entweder, es kann den damit erhöhten Preis auf dem Markt durchsetzen, oder es geht pleite und die Arbeitsplätze sind weg. Der weitere Druck, der aber dabei eine untergeordnete Rolle spielt, ist der Rationalisierungszwang und damit ebenfalls der Verlust an Arbeitsplätzen. Letzte Möglichkeit ist dann noch die Verlagerung des Unternehmens in einen anderen Teil dieser Welt.
    Auf Einzelfragen einzugehen verbietet sich hier leider.

    • Uhupardo sagt:

      Die Maschinensteuer war die falsche Umsetzung, aber mit dem richtigen Hintergrund.

      Das BBM, für die Bedürfnisse und Gegebenheiten eines jeden Landes eigens modifiziert und strukturiert, führt zu genau dem gesellschaftlichen Wandel, den es braucht: Weg vom Primat der Wirtschaft und hin zu dem des Menschen.

  2. Rico sagt:

    Warum nicht einfach nur dann besteuern, wenn auch tatsächlich ein Produkt oder eine Leistung verkauft wird? Es ist doch blödsinnig Zwischenschritte durch Steuern künstlich zu versteuern, ohne dass ein tatsächlicher Mehrwert geschaffen wurde. Steuer auf Arbeit senken und Steuer auf Umsatz erhöhen. Der Staat kann dann die Umsatzsteuer nehmen um seine Aufgaben zu finanzieren.

    • Uhupardo sagt:

      Sie reden das Primat der Wirtschaft, das ist ein anderer Ansatz. Im BBM verdient jeder mindestens 2.000 Euro. In einem System wohlgemerkt, dass für Unternehmer ungleich attraktiver ist als heute. Menschen haben ein problemloses Auskommen, das komplexe Steuersystem wird auf beinahe Null herunter gefahren, die Kaufkraft des Landes wird deutlich erhöht und der Staat kann Dinge finanzieren, an die er heute nicht einmal denken darf (100% Recycling zum Beispiel).

  3. totschka sagt:

    Wenn ich jetzt mal an das Moorsche Gesetz denke (im weitesten Sinne sollte das hier passen, denn Automatisation hängt auch von der Leistungsfähigkeit der Rechentechnik ab), dann werden wohl in nicht allzu ferner Zukunft für die „kniffligen“ Tätigkeiten wie Tankeinbau und Verlegen der Kraftstoffleitungen oder das Aufsetzen der Aerodynamikhaube der Shark Fin keine menschlichen Roboter mehr benötigt. Das machen auch bald die Kollegen aus Stahl und Silizium.

    Höchste Zeit also nachzudenken, was mit den freigesetzten Faulpelzen passieren soll.
    Eine mögliche Antwort wüsste ich… 😉

  4. Uhupardo sagt:

    Dieser Artikel wurde zwar nicht im Zusammenhang mit dem BBM geschrieben, benennt aber genau die Dinge, die durch das Bandbreitenmodell einen Zugewinn erfahren:
    http://www.spiegel.de/spiegelwissen/sehnsucht-nach-glueck-was-genau-macht-ein-glueckliches-leben-aus-a-884207.html

  5. Bonsta sagt:

    Dass Roboter wenig Interesse haben, sich ein Auto zu kaufen, dürfte jedem klar sein. Sorgen diesbezüglich mache ich mir erst, wenn dem nicht mehr so ist 😉

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