
Während sich in manchen Ländern die Menschen eher wünschen, sie wären den Euro endlich los, will Lettland jetzt Teil der Gemeinschaftswährung werden. Heute stellte der lettische Finanzminister in Brüssel den offiziellen Antrag und bat die EZB um Einschätzung der „Eurofähigkeit“ des Landes. 2015 oder 2016 soll es dann so weit sein.
Lettland, seit dem 1. Mai 2004 Teil der EU, wäre dann das 18. Land des Euro-Raums, wenn man davon ausgeht, dass alle anderen siebzehn bis dahin noch drin sind. Mit gerade einmal zwei Millionen Einwohnern, von denen etwa die Hälfte in den sieben grössten Städten wohnen, ist Lettland eherwestlich orientiert, das Verhältnis zu Russland ist gespannt. Während das Bruttoinlandsprodukt seit der Überwindung der Russlandkrise (ab 2000) stets über sechs Prozent wuchs, brach das BIP ab 2007 massiv ein – 2009 sogar um 18 %, der stärkste Rückgang aller EU-Staaten.
Mit Wirkung vom 1. Januar 2005 wurde der Lats fest an den Euro zu einem Wechselkurs von 1 EUR = 0,702804 LVL gekoppelt. Die lettische Zentralbank hält den Lats-Wechselkurs in einer schmalen Bandbreite gegenüber dem Euro bis zur Euroeinführung. Die Maastrichtkriterien werden nach eigenen Angaben seit 2012 erfüllt.
Das nächste potentielle Armenhaus. Wer in der derzeitigen Lage, noch in den Euro eintritt kann nur unlautere Absichten haben. Sicherlich ist das Erreichen der Beitrittskriterien genauso frisiert, wie bei anderen Wackelkandidaten auch.
Die haben die eine ähnliche Flagge wie wir. Ich habe einen Bekannten in Litauen … eher bescheidene Verhältnisse. Wird in Lettland nicht viel anders sein. Da bekommt der Präsident 4000 EUR im Monat und ist ein reicher Mann:). Alle anderen um ein Haus weniger … das wären für unsere Politiker auch angemessen. Eine Art BGE um 900 EUR …
„Während sich in manchen Ländern die Menschen eher wünschen, sie wären den Euro endlich los, will Lettland jetzt Teil der Gemeinschaftswährung werden.“
Lettland, aber wünschen es sich das auch die Letten?!
Ich bezweifle das.
Ihr Zweifel ist berechtigt: Nach einer Umfrage vom Februar sind zwei Drittel der Letten dagegen.
Was nur zwei Drittel? Dann müssen die Letten ja eine mindestens ähnlich unerträgliche Presselandschaft wie wir in der BananenRD haben. 🙂
Der Eurobeitritt hat weniger mit dem Euro als mehr mit Russland zu tun. Mit dem Euro erhoffen sich die Letten Schutz vor dem übermächtigen, in der Vergangenheit auch recht gewalttätigen Nachbarn.
Letztlich ist für dieses kleine Land nur eine „laufende“ Währung wichtig. Substanz wie Vermögen sind ohnehin gering und meist in anderen Währungen angelegt. Insofern ist das Risiko für die Wirtschaft/Volksvermögen gering.
Die Vorteile sind also für die Letten eindeutig für einen Beitritt.
Lettland ist seit 2004 Mitglied der Organisation des Nordatlantikvertrags. Wäre damit das Schutzbedürfnis des „übermächtigen Nachbarn“ nicht bereits gedeckt?
[…] Banken. Dazu gehören auch die Berufslügner aus Lettland. Die wollen doch tatsächlich in den EURO. Haben die Letten so viele […]