FC Barcelona muss mehr als die Hälfte des Kaders verkaufen

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Sandro Rosell war als Präsident des FC Barcelona angetreten, um sich nicht politische Dinge einzumischen, wie es sein Vorgänger Laporta getan hatte. Zumindest sagte er das und man glaubte, es ihm (dankbar) abnehmen zu können. Über die Zeit seiner Präsidentschaft hat sich mehr und mehr herausgestellt, dass Rosell diesen Vorsatz nicht einhalten konnte. Nun wird Barça als Konsequenz davon weit mehr als die Hälfte des gesamten Spielerkaders verkaufen müssen. Eine wirklich bedauerliche Entwicklung.

Sandro Rosell erklärte soeben einer Gruppe von Schülern, dass es die beste Art sei, seine Zugehörigkeit gegenüber dem FC Barcelona zu demonstrieren, wenn man Catalán spricht, genau wie der Club-Gründer, der Schweizer Joan Gamper, der als Hans Gamper geboren worden war. – „Dass ihr Catalán sprecht, die Sprache versteht und euch in Katalonien auf Catalán zum Club zugehörig fühlt, ist genau das, was man tun muss“, erklärte er in etwas oberlehrerhafter Attitude mehr als 100 Schülern im Stadtviertel Carmel von Barcelona – als die Initiative vorgestellt wurde, die Sprache Catalán zu fördern, die vom Club zusammen mit der „Plattform für die Sprache“ ins Leben gerufen wurde.

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Messi tobt: Rauswurf im Sommer wegen fehlender Sprachkenntnisse beschlossen. Rosell stellte bei dem Star und etlichen anderen Spielern fehlende Integration fest.

Wenn die Schüler also Catalán sprechen, erklärte Rosell ausführlich, „ist das der grosse Beweis, dass ihr den Club fühlt, in Katalonien lebt und die Werte aller Katalanen teilt“. – Nach diesem Vortrag hat der FC Barcelona ein grosses Problem und darf sich auf glühende Aktivität in der kommenden Transferperiode einstellen. Weit mehr als die Hälfte der Spieler des aktuellen Kaders müssen verkauft und fieberhaft neue Akteure gesucht werden. Das wird eine echte Herkules-Aufgabe.

Lionel Messi, Dani Alves, Mascherano, Pedro, Iniesta, Alexis, Adriano, Song, Abidal und all die anderen Spieler, die den Club und seine Werte nicht fühlen, weil sie nicht Catalán sprechen, werden sich im Sommer einen neuen Verein suchen müssen. Rosell wird nicht riskieren wollen, dass sie nach seinem jüngsten Vortrag im Camp Nou als verdammte Legionäre wahrgenommen und beschimpft werden, weil jetzt jedem klar ist, dass sie nicht wirklich hinter dem Verein stehen.

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20 Kommentare zu “FC Barcelona muss mehr als die Hälfte des Kaders verkaufen

  1. figo sagt:

    Messi und Iniesta kein Catalan? das überrascht mich

    • Manuel Steininger sagt:

      Barca: Hört nicht auf Cruyff Verkauft Messi Niemals! Messi und Neymar verstehen sich bestens: Messi is the best forever! Messi Messi Messi —Neymar Neymar Neymar

  2. Santiago sagt:

    naja lieber figo, dass hast du keine ahnung. Messi argentino und iniesta aus la mancha!

  3. aheneghana sagt:

    Reblogged this on Work – live – travel – a life in diversity and commented:
    Sandro Rosell came into office as president of FC Barcelona, in order not to interfere in political matters, as his predecessor Laporta had done . At least he said so and it was believed to be able to take it off him (thankfully). About the time of his presidency, it has proved more and more that Rosell could not meet this intent. Barça will now have to sell as a consequence, more than half of the entire squad players. A really unfortunate development.

  4. Wayne sagt:

    Der 1. April kommt doch erst noch…

    • Uhupardo sagt:

      Jetzt nicht nervös werden. Es mag auch sein, dass sich die Situation ändert, falls Rosell zu einer Haftstrafe verurteilt wird. Es drohen acht Jahre Freiheitsentzug wegen dieser Sache, in der soeben Anklage erhoben wurde. – Der nächste Präsident könnte die Geschichte dann ganz anders sehen oder den Spielern selbst eventuell Sprachunterricht geben.

  5. catalanfutbol sagt:

    Reblogged this on catalanfutbol.

  6. fakeraol sagt:

    OK, man kann also Leute aus aller Welt einkaufen, die einem Ball wegen Geld hinterherlaufen, das ganze „Sport“ nennen, und sich hinterher an die Brust schlagen „Wir haben gewonnen“. Wer „wir“? Die Spanier? mit zusammengekauften Söldnern?

    Und wenn die dann nicht die Sprache sprechen, wirft man sie raus mit der Begründung, daß sie nicht wie Catalanen ausehen oder sich anhören?

    Das ist gaga. Der ganze Zirkus ist gaga. Von vorn bis hinten. Durch und durch.

    Verkauft sie alle. Am besten in den nächsten Steinbruch.
    Wenn Ihr „Sport“ sehen wollt, geht nach Afrika in die armen Dörfer. Da könnt ihr Sportler sehen.

    Und falls Euch was an der Realität liegt, hört auf, „Bunte“ zu lesen und „Christiansen“ zu gucken. Geht mal raus und stellt Euch der Realität. Sonst holt die Euch bald eiskalt ein.

    • Ich gebe Ihnen recht. Mit Sport hat dies alles nicht mehr viel zu tun. Die Spieler in den meisten Ligen kann man so austauschen, dass Sie heute bei Madrid, Barcelona, Turin, München, etc. spielen.
      Selbst bei den Nationalmannschaften kommen mir manche Zweifel.

      Es geht halt nur ums Geldscheffeln.

      Eigentlich habe ich beim lesen der Überschrift erwartet, dass der FC Barcelona pleite ist und deswegen seine Fußballsöldnertruppe verhökern muss.

      Schade aber auch

  7. […] gut, dass Liga-Pause ist und einem der Gesprächsstoff trotzdem nicht ausgeht. Während sich Barcelonas Präsident Sandro Rosell mit einem (weiteren) nationalistischen Vortrag lächerlich macht und Jogi Löw angestrengt […]

  8. El Bernabeu sagt:

    Nach dem gestrigen Spiel gegen Bayern, sollten Barcelona vielleicht wirklich den halben Kader verkaufen.
    Bitte was war denn das? Keine Ahnung, aber mit Fußball hatte das nicht wirklich was zu tun.
    Der peinlichste Auftritt, den ich jemals von Barcelona gesehen habe.
    Man hatte schon nach 5 Minuten den Eindruck, daß die Katalanen sich in ihr Schicksal ergeben und die Friedensfahne hissen.
    Null Kampfgeist, Null Ideen, Null Drang nach vorne. Es herrschte Freundschaftsspielambiente und im Camp Nou die dazu passende Friedhofsstimmung.
    Charakerloser Haufen!
    Was nicht heißen soll, das ich die Demontage nicht genossen habe, aber da lob ich mir doch Real Madrids Einstellung, die wenigstens bis zum Schluss fighten und auch als Verlierer erhobenen Hauptes vom Platz gehen können.

    • Uhupardo sagt:

      „Was nicht heißen soll, das ich die Demontage nicht genossen habe, aber da lob ich mir doch Real Madrids Einstellung, die wenigstens bis zum Schluss fighten und auch als Verlierer erhobenen Hauptes vom Platz gehen können.“

      Version mit Zusatz: „Was nicht heißen soll, das ich die Demontage nicht genossen habe, aber da lob ich mir doch Real Madrids Einstellung, die wenigstens in einem einzigen Spiel der gesamten Saison bis zum Schluss fighten und auch als Verlierer erhobenen Hauptes vom Platz gehen können.“

      • El Bernabeu sagt:

        Einspruch:
        Da wären noch die Clasicos diese Saison, die überzeugend und erfolgreich gespielt wurden.
        Champions-League-Heimspiele gegen Manchester City und Manchester United waren auch stark.
        In der Liga-Hinrunde hatten wir allerdings einige schlechte Spiele zuviel, die uns letzlich die Meisterschaft kostete.

        • Uhupardo sagt:

          „In der Liga-Hinrunde hatten wir allerdings einige schlechte Spiele zuviel, die uns letzlich die Meisterschaft kostete.“

          Das ist ein komplett anderes Thema. Eine Liga kann man auch verlieren, sogar mit vielen Punkten Rückstand, das haben andere auch schon geschafft. Was man nicht darf – zumindest bisher nicht in Madrid – ist, die Liga im Januar offiziell als verloren und abgehakt zu geben. Das hat nur einer jemals geschafft und passiert ab Juni hoffentlich nie wieder.

          • El Bernabeu sagt:

            Dafür, das wir die Saison schon im Januar abgehakt haben, wurde aber trotzdem noch eine tolle Rückrunde gespielt. 12 Siege 1 Remis 1 Niederlage (Platz 1 Rückrundentabelle).
            Trotzdem war es insgesamt eine eher enttäuschende Saison.

            • Uhupardo sagt:

              „Dafür, das wir die Saison schon im Januar abgehakt haben,“

              Wer ist denn „wir“? Da gibt es keinen Plural – in keiner Form.

              • El Bernabeu sagt:

                Und ich dachte immer man gewinnt zusammen und verliert zusammen, uhupardo.

                • Uhupardo sagt:

                  Das ist auch so. Wenn allerdings jemand (und wir reden von Madrid) die Liga, egal bei welchem Tabellensttand, im Januar für verloren und abgehakt erklärt, ist es nicht nur sofort aus mit „zusammen“, der Sprecher wird auch sofort als Person disqualifiziert.

        • Der Umstand, dass man Real Madrid am Ende als den besseren Verlierer der beiden span. Mannschaften betrachten kann, tröstet den Madridista, der ansprechenden Fußball und eine zu jeder Zeit siegeswillige Mannschaft sehen möchte, nur bedingt.

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