Zypern: Zwangsabgabe von 20% für alle Beträge über 100.000 Euro

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Am Ende gleicht Zyperns Plan B auf verblüffende Weise Plan A.  Nachdem man sich zuerst in die nationale Fahne eingerollt und eine Zwangsabgabe ohne eine einzige „Ja“-Stimme abgelehnt hatte, kommt sie nun doch, auch wenn die Einlagen unter 100.000 Euro verschont werden. Wie Finanzminister Mijailis Sarris berichtete, sind die Details noch nicht ganz klar, doch habe man sich mit der Troika auf eine Abgabe von 20 Prozent auf Beträge über 100.000 Euro geeinigt.

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Am Sonntag trifft sich Präsident Nikos Anastasiadis in Brüssel mit der Eurogruppe und dann soll entschieden werden, ob sich das allein aufdie Bank of Cyprus bziehen soll, wo die meisten Ausländer ihre (schwarzen) Gelder geparkt haben oder doch auf alle Banken.  Definitiv gekniffen sind bereits diejenigen, die ihr Geld bei der Laiki Bank angelegt haben.  Dieses „Institut“ wird nach den Beschlüssen vom Freitag aufgespalten in eine gute Bank, die Kleinanleger und „gesunde Kredite“ beinhalten wird, und eine bad-Bank für grosse Vermögen und Giftpapiere. Wer bei Letzterer landet, wird sein Geld über Jahre nicht wiedersehen – und wenn sie wieder dran kommen, wird es erheblich geschrumpft sein.

Ausserdem wurde ein Solidaritätsfond beschlossen, bestehend aus Staats- und Kircheneigentum, und Instrumente zur Kontrolle der Finanzströme, was nichts anderes bedeutet,  als dass die Banken für viele Kunden auch teilweise geschlossen bleiben werden, wenn sie ihre Türen wieder öffnen. Und niemand wagt zu sagen, bis wann dass ein könnte.

Lesen Sie aus aktuellem Anlass bitte auch:
* In eigener Sache: Rauswurf für deutschsprachige Verlage

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42 Kommentare zu “Zypern: Zwangsabgabe von 20% für alle Beträge über 100.000 Euro

  1. El Bernabeu sagt:

    Der Plan klingt doch ganz vernünftig. Die Kleinsparer werden verschont. Die Reichen müssen zahlen.
    Warum nicht gleich so?

    • fischi sagt:

      Klingt erstmal so.
      Aber es besagt auch, dass die Banken bestimmt kein sicherer Ort für privates Geld sind.
      Hier wird uns vorgegaukelt, dass es sich um russisches Geld handelt und Russen sind ja sowieso das Letzte.
      Ansprechpartner für die Rettung der Banken sind nicht die Kunden sondern die Besitzer.
      Mal sehen wie es dann in Slowenien läuft, ist warscheinlich der nächste Kandidat.

    • Uhupardo sagt:

      Yap, da werden sich die „Grosssparer“ in Russland und anderswo richtig freuen. Wobei es eine Frechheit ist, von „Kleinsparern“ zu reden bei Leuten, die 100.000 Euro auf einem zyprischen Konto bunkern.

      Aber eins ist mal klar: Nachdem jetzt die Konten – egal mit welchem Prozentsatz und welcher Untergrenze – angegriffen werden, ist die Welt ab sofort eine andere. Und jeder kann einen Krieg anfangen – wie er endet, kann niemand mehr kontrollieren.

      • Fabienne sagt:

        Das sehe ich genauso. Wenn die Kleinsparer bis 100.000 Euro auf zyprischen Bankkonten bunkern, wieviel bunkern dann die sogenannten Grosssparer? Und wenn auf zyprischen Banken so viel Geld bunkert, warum sprechen wir dann hier von Bankenrettung? Diese ganze Eurorettung ist doch ein realsatirisches Finanzunterfangen mit illusionsbedingtem Unfähigkeitshintergrund…

    • EuroTanic sagt:

      Das soll wohl ein Witz sein oder? Die „reichen“ Sparer sollen geschröpft werden, obwohl die nichts mit der Krise zu tun haben. Aber die Aktionäre, die eigentlichen Profiteure werden voll geschont, die Banker selbst tragen keine Konsequenzen, das Eigenkapital der Banken, abgeschriebene Vermögenswerte werden nicht angerührt. Wo soll das denn ok sein?

      • Uhupardo sagt:

        Natürlich ist das nicht ok. Andererseits müssten wir wahrscheinlich lange suchen, bis wir jemanden finden, der uns leid tut unter denjenigen, die mehr (und viel, viel mehr) als 100.000 Euro Schwarzgeld auf Zypern gebunkert haben.

  2. Da bin ich ja auf die Reaktionen derer gespannt, die mehr als 100.000 auf der Bank haben. Ruhig werden die auf jeden Fall nicht bleiben. Und die haben wohl letztlich mehr Gewicht als die kleinen Fische.
    Die wirklichen Haie haben ihre Scherflein längst im Trockenen!

    • Fabienne sagt:

      „Da bin ich ja auf die Reaktionen derer gespannt, die mehr als 100.000 auf der Bank haben.“

      Viel spannender wird es, wenn genau die sich in Zypern einkaufen. Was wohl die NATO zu einem russischen Millitärstützpunkt im Mittelmeerraum meint?

      • Das hatten wir schon diskutiert…
        Es gab ja ursprünglich ein russisches Angebot: Lizenzen für die Gasfelder gegen Bailout.
        Der zypriotische Finanz- und Energieminister waren in Moskau – und dann war das (zumindest öffentlich) vom Tisch.
        Kann schon sein, dass da leise noch rumgekungelt und uns hier ein Theater vorgeführt wird… Würde mich auch nicht mehr wundern.
        Mich wundert überhaupt nichts mehr.

        • fischi sagt:

          Laut deutschem Fernsehen ist den Russen ihre Pipeline wichtiger als das Gasfeld.
          Kann ich mir aber nicht vorstellen, so dumm können sie nicht seien das den Amis zu überlassen.
          Dann kauft Europa amerikanisches Gas aus Europa, und wenn nicht frei nach Pispers, wir haben eine Armee.

  3. fischi sagt:

    Vor einiger Zeit hat eins von den Politmagazinen mal einen Beitrag gebracht, dass auch viele Deutsche das Schwarzgeld nach Zypern schaffen.
    Die werden schön ruhig bleiben um nicht aufzufallen.
    Und die Steuerflüchtlinge aus anderen Ländern genau so.

    • Uhupardo sagt:

      Das ist richtig. Es gab vor Tagen eine Grafik die den Traffic von Privat-Jets von und nach Zypern in die einzelnen Länder zeigte – da wurde mehr als klar, dass es wahrlich nicht nur (wenn auch mehrheitlich) Russen sind, die ihre Köfferchen nach Zypern geflogen haben. Ein Bekannter von uns (Deutscher) hat auch schon seit Tagen erhebliche Magenschmerzen, weil er sein Schwarzgeld seit Jahren auf Zypern liegen hat und ganz leise sein muss, egal was passiert.

  4. Johannes Eber sagt:

    Die EZB hat über ELA-Kredite über 2 Jahre die zyprischen Geldhäuser finanziert. Während diesem Zeitraum wurde das Haftungskapital der Geldhäuser abgezogen und die EZB hat tatenlos zugesehen. Nach Artikel 65 des Lissaboner Vertrages sind Kapitalverkehrskontrollen nur für den Fall erlaubt, daß die öffentliche Ordnung oder die öffentliche Sicherheit bedroht sind. Wo in Zypern? Ich denke, die EZB, FemDom Merkel und Geisterfahrer Schäuble haben zu hoch gepokert.

  5. Johannes Eber sagt:

    kleine Korrektur, heißt natürlich „mit ELA-Kredite“

  6. Ekki sagt:

    Sollten da nicht mehrere Fragen parallel gestellt werden?

    Zum einen ganz prinzipiell: Wenn Zypern schon jetzt pleite ist, wie soll es dann überhaupt mit noch mehr aufgenommenen Schulden („Rettungspaket“) besser funktionieren?

    Warum wird jetzt bei Zypern solch ein Druck aufgebaut? Geht es nur um russische Schwarzgelder oder um die erheblichen legalen russischen Investitionen? Soll Russland nicht eventuell komplett aus dem Mittelmeerraum verdrängt werden (siehe auch Syrien)?

    Wäre es für Russland überhaupt möglich, Erdgas aus zypriotischen Feldern zu fördern? Käme es mit solch einem Schritt nicht zu einer Konfrontation mit der Türkei (NATO)?

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es bei Zypern um mehr als nur den Erhalt der Euro-Zone gehen könnte?

    • Uhupardo sagt:

      „Zum einen ganz prinzipiell: Wenn Zypern schon jetzt pleite ist, wie soll es dann überhaupt mit noch mehr aufgenommenen Schulden (“Rettungspaket”) besser funktionieren?“

      Gar nicht. Denn es sind ja nicht nur mehr Schulden durch das Rettungspaket. Jetzt ist auch noch das Wirtschaftsmodell (= Kasino) der Insel zum Teufel, weil alle versuchen werden, ihr Kapital dort abzuziehen, sobald möglich, und garantiert niemand mehr auf Zypern Geld anlegen wird. Ein tödlicher Teufelskreis ohne Ausweg in den nächsten 20 Jahren zumindest.

      • 006 sagt:

        Ein tödlicher Teufelskreis ohne Ausweg in den nächsten 20 Jahren zumindest.

        Das klingt vielversprechend! Wenn ich das richtig verstehe, läuft das wohl entweder auf ein 20jähriges Fasten hinaus … oder aber auf … Auswanderung! In die Bundesrepublik D. – Motto: Hier trifft sich die Welt.

        • Uhupardo sagt:

          Da die Merkel-Regierung auf dem deutschbestimmten Europa besteht, ist der Treffpunkt der Welt ebenso logisch wie richtig, genau wie die eingegangenen finanziellen Verpflichtungen, deren Limit noch lange nicht erreicht ist. Trotzdem alles nur Vorstufen eines Zusammenbruchs, bei dem man sich wünschen sollte, dass er nur den Euro als Währung betrifft.

    • Ja, das sehe ich auch so. Und ich habe auch das dumpfe Gefühl, dass wir nur Teile der Oberfläche zu sehen bekommen und weder wissen noch erfahren, was da wirklich vorgeht.

      Ich sehe das Problem Zypern (jedem sollte inzwischen klar geworden sein, dass jede Krise künstlich gemacht ist!) auch als einen Angriff auf Russland.

      Dass Russland dabei so ruhig bleibt, zeigt mir, dass sie „hinter den Kulissen“ wirken – und ich würde zu gerne wissen, was da abläuft…
      Nun, wir werden es nur an den Ergebnissen ablesen, nein, erahnen können.

      • Ekki sagt:

        @Uhupardo
        Das kommt wohl noch dazu. Frage: Wenn also absehbar ist, dass das Wirtschaftsmodell damit untergehen könnte, warum dann an dieser Stelle die Forderung nach Kundenbeteiligung?

        @Solveigh. Ein Angriff auf Russland könnte doch eine westliche Isolation Russlands bedeuten?

        Der erste Besuch des neuen Präsidenten der Volksrepublik China, Xi Pingjing, gilt Russland. Der russische Erdölkonzern Rosneft wird seine Lieferungen an China von 15 mio Barrel auf 50 mio Barrel (2015) erhöhen (RT russia, 24.3.2013).

        Im Westen der sich abzeichnende wirtschaftliche Zusammenbruch im Osten zumindest eine Stabilisierung der Wirtschaft: Fast-Energieautarkie, großer Binnenmarkt von etwa 2 Mrd. Menschen (China, Russland und ASEAN).

        Glaubt ihr, dass der Westen dies nicht sieht? Glaubt ihr, dass der Westen „tatenlos“ zusehen wird, wie ihm sozusagen die Felle davonschwimmen?

        • Uhupardo sagt:

          „Das kommt wohl noch dazu. Frage: Wenn also absehbar ist, dass das Wirtschaftsmodell damit untergehen könnte, warum dann an dieser Stelle die Forderung nach Kundenbeteiligung?“

          Das sollten Sie das Tandem Merkel/Schäuble fragen. Wir werden noch darauf eingehen, weil alles danach aussieht, als sei die Behandlung der Zypern-„Krise“ bis zu diesem Augenblick eine kaum begreifliche Akkumulation der Mittelmässigkeit und des Pfuschs politischer Entscheidungsträger gewesen. Manche glauben, wie immer, daran, dass sei alles Absicht und ein perfekter perfider Plan … die Realität sieht aber ganz anders aus.

          • Ekki sagt:

            Ein Plan, wie perfide er auch immer sein mag, wäre mir lieber. Es wäre dann zumindest Vernunft im Spiel. Auch wenn diese langfristig danebenliegen mag.

            Die vermutete „Akkumulation der Mittelmäßigkeit“ macht mir eventuell mehr Angst. Die Träger der Mittelmäßigkeit, müssen sie denn die eigentlichen Planer der „Krise“ sein?

            • Uhupardo sagt:

              Der perfide Plan wäre uns hier auch lieber. Doch hier ist es wohl wirklich kollektives Versagen durch viele individuelle Fehlleistungen. Mittelmässige Politiker haben bewiesen, dass ihnen komplett die Einschätzung der Lage entglitten ist (oder sie sie nie hatten).

              Wenn beispielsweise el gran presidente, José Manuel Durão Barroso, in Brüssel (Dienstag, 19.15 Uhr) vor eine Gruppe von Europaparlamentarier hin tritt und völlig aus dem Häuschen und mit rotem Gesicht brüllt „Ich war es nicht! Wir waren es nicht! Es war Zypern! Habt ihr das jetzt verstanden?“, dann ist es die alte Taktik schlechter Diplomaten: Zuerst alle Argumente suchen, um einen Fehler zu rechtfertigen, zweitens das schlechteste davon auszusuchen – und drittens zu versichern, man habe genau das nicht getan.

              Der völlig aufgelöste Barroso hatte begriffen, dass es ein Kardinalfehler war, die Bankeinlagen anzugreifen. Der Versuch einer Rechtfertigung dessen, was nicht zu rechtfertigen war, machte ihn völllig fertig. Das ist nur ein Spotlight auf die Serie der Mittelmässigkeiten, die zu der Geschichte führten.

        • Ekki sagt:

          Korrektur: statt „eine“ muss es „seine“ lauten.

          @Solveigh. Ein Angriff auf Russland könnte doch seine westliche Isolation bedeuten? (Darf zwar Energie iefern, hat aber keinen politischen Einfluß in Europa, bzw. auf strategisch wichtige europäische Länder wie Zypern; mit seiner Nähe zum mittleren Osten und Israel).

          • Soeben in einem anderen Artikel gefunden, den ich noch nicht vollständig gelesen habe, darum hier nur dieses Zitat, das einiges erhellt, worum es in Zypern wirklich geht – meine Vermutung war schon ganz richtig!

            Zypern

            Die zuletzt abgewählte zypriotische Regierung hatte eine ambivalente Haltung im Syrienkonflikt eingenommen. Die zypriotische Regierung zeigte sich verärgert über Berichte, dass die britischen Militärbasen auf Zypern für anti-syrische Spionagemaßnahmen benutzt werden könnten.[16] Die russische Flotte zur Abschreckung der NATO hielt unter anderem auch in Zypern.[17] Russische Waffentransporte an die syrische Armee liefen über zypriotische Häfen ab.[18] Zuletzt war der vergangene zypriotische Präsident, Dimitris Christofias, im Libanon und hat mit der libanesischen Regierung umfassende Abkommen, unter anderem zur Militärkooperation beider Länder, abgeschlossen.[19] Der derzeitige Präsident Nikos Anastasiadis verfolgt einen Pro-NATO-Kurs – die Haltung zum Syrienkonflikt scheint noch unklar zu sein.
            Quelle: http://theheartlandblog.wordpress.com/2013/03/24/militarisch-diplomatische-kurzubersicht-uber-die-lage-in-syrien/

        • Eben, Ekki, eben.
          Und der Westen hat nicht die Macht, das zu verhindern, also versuchen sie es über solche Manöver wie Zypern.

          @uhupardo:
          Mittelmäßigkeit der Entscheidungen und des Handelns der Politiker. So scheint es, ja.

          Ich weiß, dass Sie mir regelmäßig irgendwelche „Verschwörungstheorien“ unterstellen. Das ändert jedoch nichts daran, dass
          a) diese angeblich „mittelmäßigen“ Politiker ihre Aufgabe – die Zerstörung der Nationalstaaten und das Ausrauben der Völker – perfekt erfüllen
          b) diese angebliche „Mittelmäßigkeit“ lediglich die Oberfläche des Geschehens ist. Da uns der wichtigste Teil der Informationen, die zu einem wirklichen Verständnis der Vorgänge absichtlich vorenthalten wird, muss uns das Handeln als chaotisch und mittelmäßig erscheinen. Das ist Absicht, ja.
          Die Ergebnisse werden die Wahrheit meiner Behauptungen beweisen.
          Wer sich jedoch mit der Geschichte beschäftigt und in der Lage ist, Parallelen zu sehen und Zusammenhänge zu erkenen, kann auch heute schon erkennen, wohin die Handlungen der Politiker und vor allem der Strippenzieher dieser Marionetten zielen.

          Alles nur Verschwörungstheorie – ich weiß!

          Es lohnt sich, beide Teile anzusehen!

          • Uhupardo sagt:

            Ich weiß, dass Sie mir regelmäßig irgendwelche “Verschwörungstheorien” unterstellen.

            Das muss man Ihnen wirklich nicht unterstellen, Solveigh. Sie lassen von selbst keine einzige aus, nicht eine einzige (von Chemtrails bis …). Da muss es dann automatisch aus sein mit den Differenzierungen. Die sind jedoch sehr, sehr, sehr wichtig.

            Es ist zum Beispiel auch unsere Sicht der Dinge, dass die Umverteilung von unten nach oben orchestriert ist. Natürlich ist sie das. Aus 1000 „guten“ Gründen. Die Zypern-Causa aber passt zwar in dieses Schema, ist aber, wenn man genug Einzelheiten kennt, ein klares Ergebnis von ineinander greifenden Entscheidungen mittelmässiger Polit-Gehirne, die dieses Ergebnis produzierten.

            Das kann man sehen und differenziert darstellen. Oder man kann mit düsteren Miene wie immer durch die Wolken schauen und wie immer pauschal erklären „Alles Absicht, alles so geplant, ihr werdet schon sehen … irgendwann“. Ist uns nur zu einfach.

            • Siehe meinen Kommentar über diesem meinem Kommentar.

              • P.S.
                Sie lassen von selbst keine einzige aus, nicht eine einzige (von Chemtrails bis …).

                Dieser Satz ist in seiner Gänze eine einzige Unterstellung und unbewiesene Behauptung.

                • Uhupardo sagt:

                  Ein guter (und bekannter) Vortrag. Das kann man so unterschreiben. Wir auch.

                  Was nicht zu unterschreiben ist, ist sind:
                  1. Die komplette Abwesenheit intellektuellen Zweifels
                  2. Geschlossene Weltbilder

                  zu 1.
                  Wenn Sie also eine Zypern-Theorie aufstellen, warum gerade was passiert (oder eine zu Chemtrails, suchen Sie es sich aus), dann sagen Sie doch, im Bewusstsein, dass es (von Ihnen) nicht beweisen ist, dass Sie das für möglich halten, dass es durchaus so sein könnte, statt immer derselben Version „so ist das und irgendwann wird es sich beweisen“. Das mag dann den einen oder anderen dazu bringen, seine „mögliche Sichtweise“ dem entgegen zu stellen statt gelangweilt abzuwinken – und damit sind wir bei Punkt 2.

                  zu 2.
                  Wenn jemand zu 100% verlässlich alles, was aus dem Westen kommt als fiese, perfekt orchestrierte Absicht einstuft und dabei nicht einmal erkennbar irgendeinen intellektuellen Zweifel besitzt – und gleichzeitig nicht nur jede Handlung der Putin-Regierung bis aufs Messer verteidigt sondern sie sogar noch vorsorglich gegen auch nur mögliche Anwürfe vehement verteidigt – auch ohne jeden intellektuellen Zweifel -, dann ist die Glaubwürdigkeit halt futsch.

              • Uhupardo sagt:

                Es ist halt nur die ewige, durch nichts unterbrochene Einseitigkeit in der Haltung, Solveigh. Selbst wenn Sie und wir in nicht wenigen Dingen einig sind, wie Sie genau wissen, fragt man sich dann irgendwann, was das noch wert ist, wenn die Feinde und Freunde des anderen immer dieselben sind, völlig losgelöst und komplett unabhängig vom jeweiligen Tathergang und Sachverhalt.

                Aber Sie haben recht, man muss wirklich nicht alles zweimal schreiben. Also siehe Kommentar unter:
                hesikamiscellaneous.wordpress.com/2013/03/24/der-nicht-zufallige-tod-beresowskis

  7. […] Parlament wird vermutlich am Sonntagabend eine Zwangsabgabe auf alle Konto-Beträge ab 100.000 Euro beschliessen – und der Aufschrei ist überall laut und vernehmlich. Das ist um so […]

  8. Ben sagt:

    Wunderbare Demokratie ! Jeder, der über 100000 Euro besitzt, ist reich und darf bestohlen werden. Denn diese gigantische Summe kann ja nur illegal erwirtschaftet sein. Merke : Diebstahl ab einer bestimmten Summe ist legitim, wenn sie von Politikern begangen wird. Und zwar von Politikern, der, wie im Beispiel Schavan, der Übergang von der ersten Reihe in die hinteren Ränge des Bundestags, mit der läppischen Summe von 186000 Euro versüsst wird.Und in nicht allzuferner Zukunft darf sie sich an 13600 Euro Pension im Monat erfreuen. Wieviel Euro benötigt ein Zypriote wohl auf seinem eingefrorenen Konto, um diese mickrige Rente zu erwirtschaften ?
    Ein Tip : es sind mehr als 100000, seeehr viel mehr. Aber Frau Schavan und Konsorten benötigen kein Schwarzgeld. Wozu auch, wenn man ein ganzes Volk für die Finanzierung heranziehen kann.
    Wie sagte schon Einstein : Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

  9. Johannes Eber sagt:

    Wie von mir schon geschrieben, sind alle Geldeinlagen der Kunden von zyprischen Geldhäuser über die letzten zwei Jahre abgeflossen. Die EZB hat über diesem Zeitraum die zyprischen Geldhäuser über die ELA-Kredite am Leben gehalten. Die zyprischen Geldhäuser haben keinen Cent mehr auf ihren Konten. Was soll da noch konfisziert werden? Sobald das zyprische Volk die Wahrheit darüber erfährt, daß ihre Lebensersparnisse verloren sind, werden die Geldhäuser in Zypern brennen. Das ist Faktum und das wird Faktum werden.

  10. […] tagt in Brüssel soeben die Eurogruppe. Der Beschluss einer 20-prozentigen Zwangsabgabe auf Einlagen über 100.000 Euro wird erwartet. Wir werden heute Abend immer dann in diesem Artikel die Berichterstattung […]

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