Alles in Butter? – Preis-Rallye bei Milchprodukten ab Herbst

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Ab Herbst werden alle Milchprodukte empfindlich teurer. Ob Joghurts, Sahne, Käse oder Butter: Ab Ende des Sommers werden die Verbraucher ganz tief in die Tasche greifen müssen, wie einer von Europas grössten Herstellern von Milchprodukten gegenüber Uhupardo versicherte: „Unsere Lager haben sich wie immer über den Winter geleert. Jetzt müssten sie für den kommenden Herbst wieder aufgefüllt werden, aber es kommt aum etwas rein, wir liegen 50 Prozent unter Ziel.“ Gründe sind laut Unternehmenssprecher die enorm gestiegenen Rohstoffkosten aller Art an allen Börsen, Futtermittel inklusive.

Es werde bei allen Milchprodukten „ab Herbst garantiert eine satte Preis-Rallye“ geben, versichert das Unternehmen in Süddeutschland. Butter sei schon jetzt „weit weg von billig“, doch das ist offensichtlich erst der Anfang: „Wir können zum Beispiel auf Anfragen von neuen Butter-Kunden gar keine Angebote mehr verschicken, egal zu welchem Preis, die produzierte Menge reicht kaum noch für unsere Bestandskunden. Das ist eher Zuteilung heute, Wettbewerb hat sich erledigt.“ Wahrscheinlich werde man die Exportmengen nach Asien und Afrika zurückschrauben müssen“, setzt der Sprecher hinzu, „um wenigstens unsere Kunden in Europa überhaupt noch mit Milchprodukten versorgen zu können.“

Das ist dann wohl das Gegenteil von „Butterberg“ und „Milchsee“, Sie erinnern sich? Subventionspolitik hatte dafür gesorgt, dass Bauern ihre Erzeugnisse zu staatlich garantierten Abnahmepreisen verkaufen konnten, so dass es zu dieser Zeit besonders bei Milch zu faktischen Festpreisen kam, die nur wenig um den jeweiligen Interventionspreis schwankten. Aufgrund dieses Anreizes stieg die Produktion an Getreide, Vieh, Milch und Milcherzeugnissen wie Butter usw. sprunghaft an, bis die Produktion gegen Ende der 1970er-Jahre den Bedarf weit überstieg. Somit sank der Preis der Waren auf dem Markt, und der Staat kaufte immer mehr überschüssige Ware, die dann gelagert wurde – der Butterberg.

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Um die Bestände zu verringern, wurde über mehrere Jahre, zuletzt 1985, im Dezember die sogenannte Weihnachtsbutter verkauft. Dies erfolgte auf Anweisung des Bundesernährungsministeriums. Die Butter wurde zunächst (z. B. 1979) um 50 Pfennig, später um 70 Pfennig, pro 250 Gramm günstiger angeboten. Damit sollte der Preis unter der Schwelle von 2 DM bleiben. Die Abgabe war auf vier Pakete je Familie begrenzt. Die 250-Gramm-Pakete trugen die Aufschrift „Molkereibutter aus Interventionsbeständen“. Interventionsbestände sind durch staatlich garantierte Abnahme von Agrarprodukten entstandene Lagerbestände. Die Weihnachtsbutterverkäufe trugen geringer als geplant zum Abbau des Butterberges bei.

Heute dagegen sorgen vor allem Börsenspekulationen dafür, dass sich die Rohstoffe enorm verteuern und damit Milchprodukte für die einen unerschwinglich werden … und die anderen erst gar keine mehr bekommen.

Lesen Sie dazu auch:
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48 Kommentare zu “Alles in Butter? – Preis-Rallye bei Milchprodukten ab Herbst

  1. Dafür werden jährlich 18 Millionen Schweine gekeult und entsorgt. Wegen Überproduktion. Und das ganze wird noch subventioniert. Nein 18 Millionen Schweine nicht in der EU, sondern allein in Deutschland.
    Nittlerweile komme ich zur der Einsicht, dass nicht nur die Diktatoren wie Hitler, Stalin, Mao und Pol Pot massenhaft menschliche Leben vernichtet haben, sondern auch die heutige Industrie und die Börsenspekulanten. Nur denen kann man es nicht so gut nachweisen. Mal sehen, was in den Geschichtsbüchern diesbezüglich in 50 Jahren hierzu steht. Und die Politik sieht zu.

  2. Ein weiterer Grund, Milchprodukte einzuschränken. Dieser Hype der damals um das Zeugs gemacht wurde, hängt heute noch in den Hüften und in den Gefäßen.

  3. Roland sagt:

    Es gibt nur eine Rosskur, wer Milch saufen will soll sich eine Kuh halten, damit er mal feststellt was dazugehört, dass er welche trinken kann. Wir haben 99% Fresser und 1% Lebensmittelerzeuger und nun soll jeder mal die Luft anhalten, der viel zu billig kauft und dann noch 50% davon wegschmeißt. Ob Lebensmittelindustrie oder Verbraucher alles eine Sorte Menschen -Billig Einkaufen-

    • Uhupardo sagt:

      Sehr verständlich, was Sie da sagen, Roland. Die Frage bleibt allerdings immer dieselbe: Wie viel vom satten Preisanstieg im Herbst wird denn an den Michbauern gehen, was glauben Sie?

      • Roland sagt:

        Das ist ganz einfach, weg von der Landwirtschaftspolitik wachse oder weiche: Konservative Ständepolitik und keine verlogene Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit die gibt es nur beim Nehmen aber nicht beim Geben.

        • Uhupardo sagt:

          Hier geht es um Milchprodukte, Roland. Wie viel vom satten Preisanstieg im Herbst wird an den Michbauern gehen?

          • Roland sagt:

            Ja und liegt doch am Verbraucher oder?

            • Uhupardo sagt:

              Fragen mit Gegenfragen beantworten? Na, dann bitte:
              Welcher (prozentuale) Teil des Gesamtpreises eines Produktes an den Erzeuger geht, liegt am Verbraucher? Seit wann?

              • Roland sagt:

                In dem der Verbrauch überlegt, wo er einkauft. Beim Handel oder bei Erzeuger. Ist ein Prozeß von Jahren, aber hilft.

                • Roland sagt:

                  Zu Thema Nebenerwerbslandwirtschaft und Agrarpolitik
                  Es wird die Seele aus dem Dorf gerissen. Man kann nur begrüßen, dass der kleinbäuerliche Betrieb der seit der Agrarentwicklung nach dem Motto „wachsen oder weichen“ zum Nebenerwerbslandwirt degradiert wurde, wieder Aufmerksamkeiten erweckt. In den letzten 50 Jahren haben wir leider verzeichnen müssen, dass der Anteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten an der Bevölkerung von 40 % auf 1 % zusammengeschrumpft ist. Dies hat zur Folge, dass immer weniger Menschen im Geiste der Nachhaltigkeit Verständnis aufbringen können. Wir haben Millionen über Förderprogramme in unsere Dörfer fließen lassen, aber Menschen, die für das Funktionieren unserer Dörfer notwendig sind, wandern ab. Das hat zur Folge, dass dem Dörfersterben nichts entgegenzusetzen gibt außer einer grundlegend zu überdenkenden Landwirtschaftspolitik mit regionalen Wirtschaftskreisläufen unter Berücksichtigung des Anspruches, den Einklang mit der Natur wieder zu erkennen. Als erster Schritt muss die Gleichstellung der nebenberuflichen Landwirte mit den hauptberuflichen hergestellt werden. Das sich seit 1990 im Pachtrecht Veränderungen entwickelt haben, die diesem kontraproduktiv entgegenstehen, muss politisch überdacht werden.
                  Man sollte zudem bedenken, dass ohne Bauernstand die Seele aus dem Dorf gerissen wurde. Der Schritt weg vom Bauernhof hat nicht nur die Nahrungsmittel denaturiert und die Nutztiere degradiert, sondern auch das dörfliche Sozialgefüge zerstört. Gern wird dabei vergessen, dass es diese organische Lebens- und Hilfsgemeinschaft war, die als Speckgürtel überhaupt erst das Wachsen von Städten ermöglicht hat. Wir brauchen wieder Menschen mit Traditionsbewusstsein und Engagement für die zukünftigen Generationen, um diesem Umstand entgegenzuwirken. Eine weichenstellende Entwicklung geht aber nur über einen sich wiederfindenden Bauernstand, der selbständig und selbsthaftend in Treue zur Heimat im Einklang mit der Natur arbeitet. Ein Bauer produziert nicht, sondern erntet. Die bäuerliche Landwirtschaft war die soziale und wirtschaftliche Grundlage aller Hochkulturen.
                  Auf dem Bauernhof wuchsen bei selbstbestimmter Tätigkeit Menschen mit Kreativität heran, die auch der gewerblichen und industriellen Entwicklung unserer Gesellschaft und Wirtschaft wichtige Impulse gaben.
                  ROLAND BEYER,
                  SAALFELD/THÜRINGEN

                • Uhupardo sagt:

                  Jeder geht zum Milchbauern seines Vertrauens um die Ecke und fährt eine kleine Runde ums Bundesland, um auch die anderen Produkte beim Erzeuger zu kaufen … ist eine ausgesprochen hübsche Illusion, hat aber mit der Realität in Frankfurt-Mitte nichts zu tun.

                • Roland sagt:

                  Frankfurt ist nicht der Maßstab aller Dinge. Die Städte platzen aus den Näden und die Dörfer sterben aus.

                • Uhupardo sagt:

                  Sie dürfen gerne jeden anderen Stadtnamen einsetzen, wenn Sie sich an Frankfurt aufhängen. Oder möchten Sie jetzt die Bewohner von Oberhausen, Mainz, Hannover, Düsseldorf, Augsburg, Dortmund, Hamburg, München aufs Land umsiedeln und damit Rohstoff-Spekulationen an der Börse stoppen? Finden Sie Ihren Spagat nicht gerade auch ein bisschen zu raumgreifend?

                • loco40 sagt:

                  Es gibt auch Verbraucher, die kein Auto haben und in der Stadt wohnen. Ich würde sehr gern beim Bauern auf dem Land einkaufen, haber aber keine Möglichkeit dazu. Ich nehme an, Sie kaufen beim Erzeuger, fahren aber mit dem Auto dahin?

    • Quertreiber S.L. sagt:

      Ich überlege mir gerade: die Kuh stelle ich mir am besten ins Badezimmer, weil ich ja den Balkon für den Kartoffelanbau benötige. Die Hühner kann ich gegebenenfalls im Schlafzimmer unterbringen, dann spar ich mir morgens auch den Wecker. Selbstversorgung auf 70 m2 Stadtwohnung… Aber ich stelle mich ja gern Herausforderungen!
      Ja, ja, wir Billigkäufer, wir haben’s faustdick hinter den Ohren. Statt lieber gleich zu verhungern, weil wir mit unseren immer spärlicher werdenden Mitteln kaum noch Kaufkraft haben, kaufen wir Billigprodukte! Das ist natürlich nur, weil wir den Landwirten eins auswischen wollen. Versteht sich von selbst.

      • Roland sagt:

        Ja wer in der Stadt mit allen Berauschungen und Vorteilen leben will muß den Preis dafür zahlen. In übrigen gab es auf den Land auch Häusler die sich keine Kuh leisten konnten, die hatten halt eine Ziege oder Milchschaf gemolken und hatten dadurch noch Wolle zu Strümpfe stricken. Aber diese Kultur habt Ihr alle und die Vorgenerationen verkauft für den Preis des Kreditluxsus. Geht aufs Land kauft Euch einen verlassen Hof und fangt von vorne an in zwei Generationen seit Ihr wieder König im eigen Bauernreich..

        • loco40 sagt:

          Und von welchem Geld sollen wir in der Stadt Lebenden einen verlassenen Hof kaufen? Mit dem nötigen Geld – das ja im Übrigen auch irgendwo hergekommen sein muss – ist es sehr einfach, so zu argumentieren.

        • Dir scheint nicht bekannt zu sein, dass die Bauern neben und auf den Feldern, inmmitten des Überflusses an Nahrung (ähnlich wie heute die Menschen in der Stadt!) verhungert sind, weil der Besitzer des Landes (landläufig Großgrundbesitzer) ihnen alles, auch die letzte Kuh, das letzte Schaf, das letzte Huhn und Hemd weg genommen hat (als „Steuern und Abgaben“) und dass dadurch die Flucht der Menschen vor dem Hunger auf dem Land in die Stadt erfolgte, was die industrielle Entwicklung überhaupt erst ermöglichte!?

          Lerne die Geschichte und die Zusammenhänge von Entwicklungen kennen, bevor Du die Vergangenheit in Deiner fälschenden Glorifizierung verdrehst.

          • Quertreiber S.L. sagt:

            So ist es. Aber das begreifen die Sentimentalfeudalisten nicht so ganz.
            Im Übrigen lassen sich die archaischen Ideen von Roland sicher ganz famos umsetzen, in der Realität der Gegenwart. Fast sieben Milliarden Menschen auf der Welt. Wie viele Quadratmeter kommen da genau auf jeden Einzelnen? Und dann sind die Böden schon lange versaut, durch Monokulturen, chemische Mittel, usw. Da wird’s sicher ganz tolle Ernteerträge geben, besonders wenn wir perversen Städter, die von Landwirtschaft keine Ahnung haben, alle aus dem Stadtleben aus- und ins Landleben einsteigen. Dass sich das Problem in zwei drei Generationen gelöst haben wird, das ist allerdings nicht zu bezweifeln. Bis dahin sind wir nämlich längst alle verhungert.

            • Roland sagt:

              Die Natur hat ihre eigenen Gesetze von 1,2 Milliarden bis auf 7 Milliarden Menschen sind durch Industriezeitalter sehr schnell gewachsen. Aber es ist besser wir haben ein Ernährungsverhältnis von 1:5 anstatt wie Industriell von 1:130. Bei so einen Verhältnis hat der Erzeuger leider durch den Zwischenhandel keinen Einfluß auf den Preis.

            • Quertreiber S.L. sagt…am:
              17. April 2013 um 14:33

              Es gibt auch Möglichkeiten in der großen Stadt
              „Landwirtschaft“ zu betreiben und dabei muss es nicht um 100% Autarkie gehen, nein bei der Nummer läuft was anderes ab.

              Auf YouTube
              Andernach-die erste,essbare Stadt
              Urban Gardening – Stadtgärten in Berlin
              usw
              und diesen Thread runter ziehen dort habe ich ein Video von der Demo…. „Wir haben es satt“ eingestellt.

              ganz besonders möchte ich auf Sepp Holzers Vorträge(Permakultur)und weltweite Aktionen verweisen.

        • Des dauert doch keine 2-Generationen Roland woher denn.
          In dieser völlig durchgeknalten Zeit geht alles immer schneller ab.
          Aber denk dran wenn die Städtischen-Hunger-Zombies kommen die fressen Dich noch vor deinem Schwein und Kohl auf🙂
          Dennoch zieh die Nummer durch wenn die Möglichkeit besteht, warum denn nicht.

  4. Hans Kolpak sagt:

    Bearbeitete Nahrungsmittel wie hitzebehandelte Milch und die daraus gewonnenen Produkte erzeugen Zivilisationskrankheiten. Deshalb sind dies keine Lebensmittel mehr, sondern nur noch Füllmaterial. Es ist deshalb auch unmoralisch, Butteraktien zu kaufen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Bioprodukte sind oder nicht. Auch die sind hitzebehandelt. Damit die Preise auch wirklich steigen, wird die Milch in Bächen entsorgt, wie meine Fotos belegen.

    Besser für die eigene Gesundheit und für das feinsinnige moralische Empfinden sind unbehandelte Lebensmittel, wie auf http://www.flacherBauch.com eindrucksvoll belegt ist.

  5. Catweazle sagt:

    Mal eine bescheidene Frage. Gemüsepaprika ist derzeit rund 100% teurer als letztes Jahr zu dieser Zeit und Tomaten liegen auch mehr als 50% darüber. Sind vielleicht in Spanien einige der großen Produzenten pleite?

    • Uhupardo sagt:

      Nein, daran liegt es ganz sicher nicht.
      Stark steigende Presie für Paprika und Tomaten; fallende Preise für Zucchini und Kürbis im Grossproduzentengebiet Almería. Speiseplan ändern.
      http://www.fhalmeria.com/mercados.aspx

    • Fabienne sagt:

      Das liegt wohl eher daran, dass das Gemüse in Spanien (und auch Griechenland) gekauft wird, nach Deutschland (Bsp. Grossmarkt München) transportiert wird ,von wo es weiter nach Frankreich geht. In Frankreich wird dann eben mal schnell umetiquettiert. So werden aus „Paprika aus Spanien“ urkomischer Weise „Paprika aus der Provence“ gemacht und dann wieder zurück nach Deutschland transportiert. Das gleiche Verfahren hab ich schon bei grieschischem Spargel gesehen. Nur wird hier nicht umetiquettiert, sondern nur umgekippt, von der einen Kiste in die andere.

      Jeder will sich auf diesem Weg die Tasche vollhauen und den Preis für dieses Spiel, das am Ende „frisches“ Gemüse nach Deutschland bringt, zahlt der Verbraucher. Aber solang ihr das alle noch kauft, funktioniert s doch…..

      • Fabienne sagt:
        17. April 2013 um 14:07
        Richtig saisonales Futter und trocknen-sauer einlegen-einkochen-Milchsäuregärung das wussten schon die „Steinzeit-Großeltern“
        kann man lernen kein Thema.
        OK Subsistenzwirtschaft hört sich gewichtiger an🙂

  6. Ägypten kommt nach Deutschland. Und das ist kein Zufall, das ist gewollt. Das führt früher oder später zu Unruhen und Aufständen, das führt zum Einsatz der Bundeswehr, das führt zu weiterer Destablisierung.
    Sicherlich kommt dann auch gleich der Ruf nach dem starken Mann, um wieder Ordnung herzustellen.

    Film made in Hollywood und schon zweimal gesehen. Wenn es nicht so schlimm, nein desaströs, ja mörderisch für die Menschen wäre, würde ich gähnen und die Regisseure fragen, ob ihnen denn gar nischt Neues einfällt, mal so zur Abwechslung?

    • Uhupardo sagt:

      Wo ist der Zusammenhang zwischen Ägypten und Milchprodukten?

      • Es geht mir um die Aufstände in Ägypten, die durch eine (weitere) drastische Verteuerung der Lebensmittelpreise ausgelöst wurden und schließlich zum Sturz Mubaraks und der Herrschaft der Mulsim-Bruderschaft führten.

        Ich sehe die angekündigte horrende Verteuerung der Milchprodukte als ersten Schritt in die von mir in dem Kommentar oben beschriebene Richtung. Und ich sehe, dass dies natürlich kein Zufall, sondern organisert ist, um genau das zu erreichen, was ich schreibe.

        Ziehe ich dann noch die punkt(lich)genaue Gründung der so genannten „Alternative für Deutschland“ und deren Hype in den Gazetten in Betracht, komme ich zu dem Schluss, dass die „starke Hand“ schon in den Startlöchern steht. Auch Hitler ist von der deutschen Industrie (Industrie- und Finanzkapital) massiv unterstützt worden (er hätte ohne deren Unterstützung = Finanzierung und Anleitung samt Organisations-Struktur gar nicht an die Macht kommen können) – und genau diese selben Kräfte stehen hinter und in der so genannten „Alternative für Deutschland“, die natürlich nur eine für die Konzern– (und Banken-) Eigentümer ist.

  7. Luca sagt:

    Dann werden wohl auch Kosmetika und Waschmittel teurer, denn diese enthalten ebenfalls Milchprodukte. Milchprodukte schaden der Gesundheit und wenn das Fleisch teurer wird, dann wäre dies ein guter Grund, darauf zu verzichten. Vielleicht gibt es dann bald keine Massentierhaltung mehr und damit hat das Leid vieler Tiere ein Ende. Tut Euch und den Tieren Gutes und versucht, Vegetarier/Veganer zu werden. Das steigert die Lebensqualität und ärgert die Fleischmafia. Es gibt inzwischen viele Projekte z. B. für Gemeinschaftsgärten. Warum nicht was Neues wagen und der Lobby eine auswischen?

    • Uhupardo sagt:

      Kosmetika, Waschmittel und viele, viele andere Produkte, genau. Denn von steigenden Rohstoff-, Energie- und Transportkosten sind viele betroffen. Wir haben es nur am Interview mit der angesprochenen Firma festgemacht, weil das gerade anstand und weil die Preissteigerungen bei Milchprodukten am brutalsten von allen ausfallen werden, wie man uns sagte.

  8. fischi sagt:

    Hier im Osten ist doch mehr das Problem, dass die ganzen Flächen immer mehr an irgendwelche Investoren gehen, die nur das anbauen, was den meisten Profit bringt.
    Das fällt doch mittlerweile jedem auf, riesige Monokulturen.
    Genannt wird das denn Bio, Biosprit, Bioenergie.
    Eins ist mal Fakt: den ganzen Blödsinn, der heute in der Landwirtschaft läuft, bekommen zuerst die Verkäuferinnen zu spüren.
    Denn wenn der Umsatz nicht mehr kommt, passiert genau sowas wie im Moment in Deutschland.
    Im Einzelhandel haben die Besitzer den Tarifvertrag gekündigt.

    Aber Liebe geht durch den Magen!

  9. „Preis-Rallye bei Milchprodukten ab Herbst“

    Und als Grund für diese „Nachricht?“ wird ein Börsen-Preis-Anstieg bis zum Herbst? angegeben.
    Oder sollte dieser angestiegene Börsenkurs schon gewesen sein? was für eine Kristallkugel war den bei der „News“ am Werk? gehts noch?

    Ich schaue mir mäßig bis regelmäßig die Rohstoffpreisentwicklungen an! einen Grund für oben angegebenen Verkaufspreisanstieg kann ich bis zu diesem Post nicht erkennen.
    Eine Spekulation nach absenden des Posts bis in den Herbst der die „Nachricht“ rechtfertigen würde erlaube ich mir mangels Kristallkugel nicht.

    Weder die Preise für Futtermittel, noch die für den Transport der Waren notwendigen Stoffe liesen sich am Börsenpreis ablesen.
    ——————————————————-
    Es gibt aber wenigstens einen wichtigen Grund warum die Verbraucherpreisen ansteigen- werden. Der hat aber mit Börse oder erkennbarer Verknappung nix am Hut.
    Da müsste ich auch an das Märchen glauben, das regelmäßig vor den Schulferien die Spritpreise für den Verbraucher aufgrund einer Verknappung oder des Anstiegs von WTI und Brend an der Börse schuld seien.

    Nein was abgeht das nennt sich Preisinflation.

    Und dies ist nicht die erste „Nachricht“ die Börse schreit, um sich die eigenen Taschen zu füllen.

    Schaut selbst…..
    http://www.finanzen.net/rohstoffe/rohstoffe_realtime.asp

    • Uhupardo sagt:

      Die Rohstoffpreise der Materialien, die die angesprochene Firma benötigt, sind in letzter Zeit um 10 – 45 Prozent gestiegen. Dazu gehören sowohl die Rohmaterialien für die Herstellung der Milchprodukte als auch für die Verpackungsmaterialien usw. Das hatte soeben eine nennenswerte Preiserhöhung der Produkte dieses Unternehmens zur Folge und so wird es in diesem Jahr weitergehen. Übrigens eine übereinstimmende Aussage aller Unternehmen dieser Branche.

      „Ich schaue mir mäßig bis regelmäßig die Rohstoffpreisentwicklungen an! einen Grund für oben angegebenen Verkaufspreisanstieg kann ich bis zu diesem Post nicht erkennen.“

      Können Sie nicht erkennen, das ist sehr deutlich geworden.

      • Nein das kann ich nicht erkennen.

        Was sollte deutlich geworden sein?

        Was ich erkennen kann ist!
        Wir werden auf absehbare Zeit keine Währungs-Inflation mit vielen Nullen auf den Scheinchen erleben!
        Wir sind allesamt in einer Deflationären-Phase.
        Um Reibach machen zu können hilft aber Preisinflation wie ich schon andeutete.
        Samt der nötigen Propaganda dazu.

        Am Fressen-Saufen-Heizen/Kühlen-Fahren kommt keiner so einfach vorbei.
        Todsicheres Geschäft kann ich erkennen.

        • Uhupardo sagt:

          „Um Reibach machen zu können hilft aber Preisinflation wie ich schon andeutete.
          Samt der nötigen Propaganda dazu.“

          Das mag ja nicht grundsätzlich falsch sein. Wenn zum Beispiel allerdings über Monate China jedes Stück Aluminium aus dem Weltmarkt saugt, muss man keine Preisinflation „propagieren“. Die gibt es dann von allein.

          • Ja ja die Chinesen-Teufel.

            Wissen Sie oder erinnern Sie sich an das vergangene Jahr ?
            Wetter in Russland wie der USA versauten die Ernte? war etwa Mai-Juni! furchtbar furchtbar.

            Diese Propaganda erzeugte einen echten Preisanschub an den Börsen um danach wieder auf das etwa davor liegende „Nivea“ zu kommen. Das sind Nachrichten die sagen mir nur eines! Göbels-Ministerium funzt.

            Wenn denn tatsächlich der Rohstoff-Preis für Verpackungen(Öl) so sagenhaft angestiegen wäre wie Sie zuvor meinten.
            Stellt sich doch die Frage warum Verpackungen immer aufwendiger werden und der Inhalt immer magerer? Weshalb also mehr Verpackung und weniger Wurst? an der Wurst kann es wohl nicht liegen.

            Oder warum werden Stromkosten für den Verbraucher Jahr für Jahr in D. immer teurer?
            Weil wir in D. Mega-Kohlekraftwerke bauen und bauten, die sämtliche AKWs in den Schatten stellen! und D. dennoch oder besser deshalb netto Exporteur von Strom ist?
            Die Propaganda sagt die Regenerativen sind Schuld.
            So einfach und schön kann die Welt sein.

            Ich werde mich nicht nach solchen „Nachrichten“ richten, ich schaue lieber selbst.

            • Uhupardo sagt:

              „Wenn denn tatsächlich der Rohstoff-Preis für Verpackungen(Öl) so sagenhaft angestiegen wäre wie Sie zuvor meinten.
              Stellt sich doch die Frage warum Verpackungen immer aufwendiger werden und der Inhalt immer magerer? Weshalb also mehr Verpackung und weniger Wurst? an der Wurst kann es wohl nicht liegen.“

              Suie vermischen Dinge, die nicht zusammen gehören und wissen das natürlich. Längst perfekt beschriebene Propaganda-Mechanismen von Ihnen, die sie Propaganda so ablehnen.

              Eine Sache sind immer aufwändiger werdende Verpackungen mit weniger Inhalt. Dazu übrigens eine hervorragende Dokumentation inklusive Produktliste bei der Verbraucherzentrale Hamburg: Klick

              Eine ganz andere Sache ist ein unverändertes Produkt, für dessen Herstellung die Rohstoffpreise um 10 – 45 Prozent innerhalb weniger Monate ansteigen.

              • Und welche Monate sollten dass gewesen sein? ich finde die In den Idexes nicht die derartige Verbraucherpreise-Anstiege rechtfertigen würden! sorry

                • Uhupardo sagt:

                  Die finden sie zwischen 1. Oktober und Jahresende ganz sicher, wenn Sie sich ein bisschen Mühe geben. Sie sind doch Indexspezialist angeblich und das muss man wirklich nicht sein, um das zu finden – wobei Aluminium nur ein Beispiel war. PE wäre ein anderes mit noch viel heftigeren Ausschlägen.

  10. Elvira sagt:

    Nicht mehr kaufen, es gibt genug Alternativen in unseren Supermärkten, Reformhäusern, Bioläden, veganen Kollektiven, Wochenmärkten. Wer braucht überhaupt schier endlose Kühlregale mit unüberschaubaren Milchproduktangeboten? 100 Sorten Käse, was soll das? Glaubt etwa noch irgendein Mensch an das Märchen der glücklichen Kuh auf der Weide, die abends in den Stall zurückkehrt und sich freiwillig ihre für das Kalb (das man ihr weggenommen hat) produzierte Milch abmelken lässt? In meinen Augen können diese Produkte nicht teuer genug sein für uns hiesigen Verbraucher. Aber da wird schon ein Riegel vorgeschoben werden. Denn nur satte und bespaßte Menschen bleiben brav zu Haue und regen sich nur an ihren diversen Stammtischen auf.

    • Hallo Elvira

      Im Großen und Ganzen haben Sie mit Ihrem Post recht!
      Nur an einer Stelle muss ich intervenieren.

      Es geht um den Preis-Anstieg der Milchprodukte(was immer).
      Wenn die Preise für die Verbraucherprodukte ansteigen kommt das weder den Kühen noch den Kleinbauern zu gute.
      Da wir in D. Anhänger der Konzentrationslager,
      sowohl für die Haltung der Tiere wie der Zweibeinertiere sind, kämme das hauptsächlich in den Taschen der KZ-Lager-Besitzer an.

      Darüber hinaus sind die Preise für diese (Milch) Produkte ein Ergebnis von Subventionen(Steuergeld).
      Was wiederum bedeutet das der vermeintlich billig einkaufende Mensch, diese scheinbare Billigkeit zuvor mit seinen Steuern erkauft und in der Land-Tier-Forst wie Wasserwirtschaft reden wir in allen Bereichen von Milliarden von € Jahr für Jahr auf EU-Ebene, es ist ein Trauerspiel höchster Güte.
      Um in diesen Lebensbereichen etwas, besser radikal, zu ändern, bedarf es völlig anderer „Instrumente“ als die Verbraucher-Preis-Erhöhung!
      Es gab im Januar eine Demo von Verbrauchern-Klein-Bauern-Veganern in Berlin……

      Wir haben es satt…..

  11. đeя вαeяeиαυfвıиđeя sagt:

    Reblogged this on đeя Bαeяeиαυfвıиđeя oder Kultur-Soeldner.

  12. Im übrigen wurde der Butterpreis schon nach oben gesetzt.

    Darüber hinaus meldet Reuters das mehrere Öl-Raffinerien in Europa die Produktion gekürzt haben, um dem „Preisverfall“ entgegen zu wirken.
    Diese Maßnahmen wurden auch in 2009 ergriffen.
    Um den Endkunden-Preis zu halten oder zu erhöhen, bedarf es eben nicht ausschließlich der Spekulation an den Börsen.
    Es geht eben auch über eine „künstliche Verknappung“ der Produktion.

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