Arbeitsmarktpolitik: Piraten – ein hoffnungsloser Fall

Dieses Piraten-Video sollte hier vorgestellt und besprochen werden. Nach Genuss des Videos musste die Redaktion jedoch wegen akuten kollektiven Augenrollens eilig in die Notaufnahme. Deswegen bleibt es beim Video. Anschauen auf eigene Gefahr!

“ Nicht Löhne senken sondern Lohnkosten senken, das ist die Schlüsselidee! Regionale Regelkreise für Vollbeschäftigung.“ – Gute Unterhaltung! Uns fällt dazu nichts mehr ein, wirklich nicht.

Das Video stammt von dieser Seite: Klick

Anm. d. Red.: Liebe Piratenleser, wenn Sie jetzt ob des Titels sauer sind, lesen Sie ein Stündchen in http://www.bandbreitenmodell.de und regen sich dabei langsam ab. Eine sehr gute Investition nach diesem Video.

Lesen Sie dazu auch:
* Wenn Piraten auf Realität treffen

33 Kommentare zu “Arbeitsmarktpolitik: Piraten – ein hoffnungsloser Fall

  1. Stan sagt:

    Also der Arne hats geliked , zumindest sieht „Smash 2012 “ so aus ^^
    ich muss ganz ehrlich sagen , wer wird sich dieses 1:40 wohl anschauen
    ich bestimmt nicht , vieleicht sollst du kurz ansprechen wo du die Highlights siehst .

  2. Traumschau sagt:

    Mhh, ich bin ja eigentlich ein Laie, aber bei 20:53 habe ich mein Glas mit Weißwein angeschaut und zu mir gesagt: „Junge, du trinkst zu viel, du hast schon Hallus …“- und ausgemacht. Das ist selbst für mich nur schwer erträglich. Puhh …
    LG Traumschau

  3. Ich habe jetzt noch Tränen in den Augen. Weiß nur nicht, ob vom Lachen oder Heulen. „Die alternative Idee ist Lohnkosten senken.“
    Danke Piraten! Ihr müsst ins Kino, nicht in den Bundestag.

  4. Roland Kahl sagt:

    Lieber Uhupardo,

    Danke für diesen Clip, ich wusste nicht dass die Piraten zur Realsatire fähig sind, die kommen in diesem Beitrag nicht weiter als vom Hölzchen zum Stöckchen. Wirkliche Antworten sind Fehlanzeige, statt dessen eine zerfasernde Diskussion ohne Anfang und ohne Ende, das kommt mir vor wie die „3 K – Reststrahlung“ (das weiße Rauschen im Fernseher, wenn nichts gesendet wird)….Da gibt es Leute, die den Piraten ein wunderbares Konzept namens Bandbreitenmodell auf dem Silbertablett serviert haben, aber so etwas findet nicht mal Einzug in die Diskussion bei den Piraten😦 …. statt dessen ein Geplänkel und ein Lamentieren über die Situation…..die stehen vor dem Rennwagen und steigen nicht ein und gehen die Strecke lieber zu Fuß ab. Wie bescheuert kann man sein?

    …und die waren mal so etwas wie Hoffnungsträger für mich, kaum zu glauben😦

    Beste Grüsse

    Roland

  5. jigga sagt:

    Ich frage mich ja, wo bei den Vorkommentatoren diese gehässigkeit herkommt. 1(!) Pirat hat sich etwas überlegt und präsentiert dies nun einer Runde. Wer sich das Video zumindest bis Minute 32 ansieht kriegt mit, dass schon die ersten 3 Nachfrager mit einfachsten Einwänden das ganze Modell kaputtschießen. Im politischen Meinungsbildungsprozess gibt es nunmal nicht nur Ideen die von Anfang an den großen Wurf darstellen. Wenn andere Parteien derart Transparent wären und jeden Vorschlag jedes Dorfablegers präsentieren würden, würde sich wahrscheinlich noch ein viel erschreckenderes Bild ergeben.

    • Roland sagt:

      @Jigga: Nein, das ist keine Gehässigkeit, sondern Verzweiflung…ich habe mir den Beitrag angesehen, konnte konzeptionell nichts entnehmen, das zu einer Problemlösung beitragen könnte. Das war kein großer Wurf, das war kein kleiner Wurf, das ein Wurfversuch. Mehr nicht. Tut mir leid.

      Im Übrigen wird andersrum ein Schuh draus: Wenn man schon mit 3 Fragen ein „Konzept“ kaputtschießen kann, ist es in keiner Weise belastbar.

      Dann noch etwas zum Meinungsbildungsprozeß: Wenn sich keine qualitativ guten Konzepte wie z. B. das Bandbreitenmodell durchsetzen können, ist das für mich potentiell abschreckend. Konzepte sind grundsätzlich auf ihre Machbarkeit zu prüfen. Egal wie groß die Gremien sind, was haben die eigentlich all die Monate gemacht?!?

      Sie können hier, an dieser Stelle, gerne (!) jeden erdenklichen Vorbehalt und jedes Argument GEGEN das Bandbreitenmodell (mit Begründung) vortragen. Dann können wir gerne im Rahmen einer sachlichen und faktenorientierten Diskussion feststellen, ob es Ihnen gelingt, das Konzept des Bandbreitenmodells „kaputtzuschießen“.

      Beste Grüße

      Roland

      • Uhupardo sagt:

        „Wenn sich keine qualitativ guten Konzepte wie z. B. das Bandbreitenmodell durchsetzen können, ist das für mich potentiell abschreckend.“

        Abschreckend ist es. Aber mehr noch ist es erklärend!

        Ich will es mal ganz grob und kurz zusammenfassen, damit es griffig wird – mit der wichtigsten aller Fragestellungen:
        „Wer hat sehr gute Gründe, gegen das Bandbreitenmodell zu sein?“

        Der Staat
        Die Staatseinnahmen im BBM erhöhen sich drastisch. Wer also für mehr Staatseinnahmen plädiert, um damit was auch immer zu tun, ist für das BBM.

        Der Arbeitnehmer
        Wer heute 4.000 Euro verdient, wird sie auch weiterhin verdienen, nur steuerfrei, ist also für das BBM. Wer heute für 800 Euro im Call Center arbeiten muss, um irgendwie seine Miete bezahlen zu können, bekommt im BBM den Minimumlohn von 2.000 Euro steuerfrei, ist also auch für das BBM.

        Der mittelständische Unternehmer
        Hat im Moment drei Autowerkstätten in drei Städten und 2 Waschstrassen, beschäftigt 20 Leute und macht 3 Mio. Umsatz im Jahr. Ärgert sich ständig über seine hohen Steuern. Ab sofort sagt das BBM, er muss 24 Leute auf der pay roll haben, um den günstigsten Umsatzsteuer-Satz berechnen zu dürfen. Also schreibt er vier mehr auf die Lohnliste, zieht die Löhne von den Umsatzsteuereinnahmen ab und … kann seinen kompletten Gewinn ab sofort unversteuert behalten, ohne jeden Abzug. Er muss nicht mehr darüber nachdenken, wie er die Steuer bescheisst, kann darauf verzichten, Geld in Luxemburg zu verstecken und sich illegal zu machen.
        Dieser Herr ist nicht nur für das BBM, er feiert es!

        Der Konzern
        Beschäftigt sich mit Computern und Programmen rund um die Welt in 20 Ländern, hat seine Konzernzentrale in Delaware. Macht in Deutschland zehn Milliarden Umsatz im Jahr mit 11 Mitarbeitern. Die Gewinne fliessen nach Delaware ab, zahlt in Deutschland auf seinen Gewinn der deutschen Filiale damit fünf Prozent Steuern, der Rest ist „netto in die Tasche“.
        Dieser Konzern ist strikt gegen das BBM, denn er müsste, um in einem BBM-Land mit hoher Kaufkraft, in dem alle gute verdienen, ab sofort acht Mitarbeiter pro Umsatzmillion in Deutschland einstellen und seinen Personalstamm somit ungeheuer ausweiten. Die Tatsache, dass er dann seine deutschen Gewinne steuerfrei hätte, interessiert ihn nicht, weil er auch jetzt praktisch keine Steuern zahlt.

        Fazit: Der Konzern, der bisher alle Tricks nutzt und nutzen kann, um nirgendwo Steuern zu zahlen, ist gegen das BBM. Alle anderen sind logischerweise dafür und feiern das neue System.

        Mit so einem Ergebnis kann man leben oder?

        • Roland Kahl sagt:

          Klasse dargestellt, lieber Uhupardo, Du hast mich überzeugt!🙂

          • Uhupardo sagt:

            Ob das auch für alle diejenigen Millionen gilt, die im Niedriglohnsektor arbeiten, jeden Abend mit Sorgen einschlafen, wie sie ihre Rechnungen zahlen sollen – und auch beim nächsten Mal Merkel und Rajoy wählen, weil sie überzeugt sind, das sei „das Beste für unser Land“ und man solle „bloss keine Experimente“ riskieren?

          • fakeraol sagt:

            Waren Sie bisher nicht überzeugt von dem Modell, für das Sie als Ansprechpartner stehen?
            Oder klatschen Sie sich gerade selber Beifall?

        • Georg sagt:

          Das klingt für mich nach Zauberei. Dem Konzern juckt das BBM nicht, er behält seine Strukturen einfach bei und zahlt seine 2 Cent Steuern auf den Bahamas, der Rest zahlt durch die Bank einfach weniger Steuern als zuvor? Deine Erklärung klingt für mich unlogisch. Gibt sicher eine umfangreichere mit Hintergründen, hast du da was dazu?

          Wenn der Konzern nix zahlt, der Arbeitnehmer UND der Arbeitgeber weniger, wodurch kommen die Mehreinnahmen des Staates? Wird auf mehr Konsum durch mehr Wohlstand spekuliert, quasi wie in der Schweiz wo vom mehrfachen eben auch ein geringerer Steuersatz gezogen werden kann? Oder auf Konsumsteuern wie Mehrwert- und Tabaksteuer?

          • Uhupardo sagt:

            “ Dem Konzern juckt das BBM nicht, er behält seine Strukturen einfach bei und zahlt seine 2 Cent Steuern auf den Bahamas“

            Das darf er. Jedoch wird dieser Konzern ab diesem Tag keinen einzigen Euro Umsatz mehr in Deutschland machen können. Wenn er auf einen riesigen Markt verzichten will, in dem die Kaufkraft höher liegt als überall anders, weil alle Menschen gut verdienen, dann soll er einfach gehen. Andere werden sich die Hände reiben und seine Marktanteile liebend gerne übernehmen. Und tschüss.
            Falls er aber in Deutschland weiterhin Gewinne machen will, wird er die vorgeschriebene Anzahl von Mitarbeitern pro Umsatzmillion einstellen und bezahlen müssen.
            Mehr zu Unternehmern: http://www.bandbreitenmodell.de/unternehmer.html

            „Wenn der Konzern nix zahlt, der Arbeitnehmer UND der Arbeitgeber weniger, wodurch kommen die Mehreinnahmen des Staates?“

            Konzerne werden sehr viel mehr zahlen als heute – was nicht schwierig ist, denn heute zahlen sie praktisch gar nichts.
            Was dabei zahlenmässig herauskommt im Vergleich zum aktuellen Stand, lesen Sie hier:
            http://www.bandbreitenmodell.de/umsatzsteuereinnahmen.html

            • Georg sagt:

              Ah, die Konzerne müssen pro Umsatzmillion Mitarbeiter beschäftigen, ok. Was ist mit Jobs, die weniger Arbeitsplätze benötigen? Ein Webhoster beispielsweise kann mit 3, 4 Mitarbeitern richtig viel verdienen, ohne irgendwelche schmierigen Tricksereien. Scheinbeschäftigung? Oder eine Steuer in Höhe eines festgelegten Mindest- oder Durchschnittslohns?
              Es klingt aber echt sehr interessant, ich werde mich mal auf der Seite einlesen. Danke für den Link🙂

              • Uhupardo sagt:

                Der Webhoster, wenn er mehr als 250.000 Euro Umsatz macht (bis zu dieser Grenze wird das BBM nicht angewendet), wird auch die definierten X Mitarbeiter pro Umsatzmillion im Inland auf der pay roll haben. Jedoch sitzen dann keine überflüssigen Leute bei ihm die Zeit ab, wie sich das manche vorstellen. Nein, sein Betrieb bezahlt „abwesende Arbeitnehmer“. Das können zum Beispiel Rentner sein oder Studenten oder Menschen aus denjenigen Branchen (Friseur, Landwirt, Gastronom …), die als Kombi-Lohn definiert sind (unten auf dieser Seite: Klick). So hilft er der Gemeinschaft unter gleichen Bedingungen wie alle anderen.

                • fakeraol sagt:

                  Webhoster bzw. ISP ist ein interessantes Beispiel.
                  Ein Konzern mit einem großen Webauftritt braucht einen ISP mit leistungsfähiger Infrastruktur. So ein ISP müsste Mitarbeiter einstellen, die er eigentlich nicht benötigt und hätte dadurch einen Wettbewerbsnachteil gegenüber dem ISP, der im Ausland sitzt. Der Konzern wird also seinen Auftritt lieber kostengünstiger im Ausland hosten lassen.
                  * Wird dem Konzern, um nicht den landeseigenen ISPs das Geschäft kaputt zu machen, verboten, diese Arbeit ins Ausland zu verlagern?
                  * Werden Internetsperren gegen den im Ausland gehosteten Webauftritt eingerichtet und jede Menge Schnüffler eingestellt, die auf (zum Zwecke der Umgehung der Sperren) geänderte IPs und auf Proxys etc. reagieren sollen, damit der ausländische ISP seine Arbeit nicht im Inland anbieten kann?
                  * Oder werden ISPs im Inland von den Regeln des BBM freigestellt, weil sie sonst nicht überleben können?

                  Das gleiche Problem tritt bei allen nicht materiellen Waren auf, bei allem, was über eine Daten- oder Telefonleitung übertragen werden kann.
                  Ebenso z.B. für Fluggesellschaften und das Transportgewerbe. Dürfen ausländische Flugzeuge, LKWs und Kurierdienste dann nicht mehr von/nach BBM-Land fahren bzw. fliegen? In so einem Fall würde das Ausland auf jeden Fall reagieren und ebenfalls Sanktionen gegen die Transportfirmen aus BBM-Land einführen. Das wäre dann ein Sieg nach Punkten für das Ausland, denn das BBM-Land-Transportgewerbe wäre fakisch auf BBM-Land beschränkt, den ausländischen Transportfirmen stünde der ganze Rest der Welt offen.

                  Es ist übrigens keinesfalls selbstverständlich, daß die anderen Länder dann das BBM übernehmen würden, denn die „Upper-Class“ dort wird ihren Einfluß geltend machen, daß man ihnen nicht ihren leistungsfreien Wohlstand streitig macht.

        • fakeraol sagt:

          > Der mittelständische Unternehmer
          > Er muss nicht mehr darüber nachdenken, …

          Da laut Herrn Gastmann im BBM ständig ein Unterangebot an einstellbaren Bürgern bestehen soll, muss er mit den anderen Unternehmen ständig „Reise nach Jerusalem“ um die, nicht für alle Unternehmer ausreichend vorhandenen, Angestellten spielen, weil er,wenn er sein Einstellungssoll nicht erfüllt, faktisch unverkäufliche Ware hat.
          Ich sehe da einiges an Motivation, seine Buchhaltung zu „optimieren“ bzw. Gewinne ins Ausland zu transferieren, um solchen Belastungen zu entgehen.

          Das BBM kann man prima mit einem Monopoly-Spiel nachspielen und sehen, wie die Entwicklung sein wird. Wer es mal versuchen will, kann ja dann hier berichten über das Ergebnis.

      • fakeraol sagt:

        Ich hab schon versucht, Schwachpunkte aufzuzeigen, allerdings keine Antworten auf meine Einwände bekommen, sondern immer wieder allgemeine Verweise auf verschiedene Seiten von bandbreitenmodell.de .

        Ein Wiki mit Diskussionsseite wäre die richtige Plattform, um so ein Modell wirklich auf Herz und Nieren zu prüfen. Da Herr Gastmann nicht wirklich auf die Einwände eingeht, und Uhu hier keine Diskussion von Teilaspekten haben möchte, die er als für das BBM angeblich nicht relevant ansieht, ist das hier nicht durchführbar.

    • fakeraol sagt:

      Daß der Vortrag gequirlte Sch*** ist, keine Frage. Allerdings sollte man trotzdem wenigstens bis zu den ersten Diskussionsbeiträgen danach weitergucken, um nicht dem falschen Eindruck zu erliegen, alle Piraten würden so denken. Daß auch in der Diskussion Kritik kommt, die mit ebenfalls falschen Annahmen begründet wird, ist kein Alleinstellungsmerkmal der Piraten – das habe ich hier auch schon zur Genüge beobachtet.

  6. Liebe Redaktion von Uhupardo. Das Viedeo ist wirklich eine Zumutung, aber dann auf das Bandbreitenmodell, als echte Alternative zu verweisen zeigt, dass hier ein erheblicher Nachholbedarff besteht.
    Das Bandbreitenmodel hat das Schuldgeld- und damit das, daraus resultierende Zinseszinsproblem überhaupt nicht realisiert und will dann auch noch die asozialste aller Steuern, nämlich die Umsatzsteuer als einzige Steuer einführen und so die Welt retten.
    Es hat sich augenscheinlich noch nicht überall rumgesprochen, dass die Umsatzsteuerbefürworter davon ausgehen, dass alle gemäß ihrem Einkommen anteilig gleich viel konsumieren.
    Dies ist erwiesenermaßen nicht so. Je höher das Einkommen, desto geringer der anteilige Konsum. Also 1000.- Einkommen bei 50% UST muss zu 100% ausgegeben werden, entspricht 50% Steuerlast. Einkommensmillionär haut im Monat von 100.000.- 30.000.- auf den Kopf sind 15.000.- Steuerlast und somit 15%.
    Diese Theorie haber ich mir, nach Rücksprache mit VWL Prof. Bernd Senf bestätigen lassen.
    Also wenn Alternative guckst du hier: http://www.monetative.org/ und http://www.berndsenf.de

    • Peter Wittfeld sagt:

      Lieber Bernhard Stockem, Deine Sichtweise ist klar, logisch und ich habe sie bis 2009 ebenfalls geteilt. Dann lernte ich das Bandbreitenmodell kennen und erkannte, dass nicht unser Geldsystem das eigentliche Problem ist sondern der Arbeitsmarkt. Das BBM hat das Ziel alle Menschen mit ausreichender Kaufkraft zu versorgen und die momentanen Steuervermeider (Großkonzerne) an den Kosten zu beteiligen. Das Ganze kannst Du ja unter http://www.bandbreitenmodell.de nachlesen und ja, die Auswüchse der Finanzmafia müssen unterbunden werden. Dazu braucht es aber keine Monetative da reichen klare Regulierungen. Wenn die Monetative zur Versorgung des Staates mit Geld eingesetzt werden soll dann ist das OK, nur die Kreditnachfrage von Unternehmen und Privatpersonen sollte weiter vor Ort von Banken geleistet werden. Meine Erkenntnis aus den Büchern von Bernd Senf und ähnlichen ist,: „Nur die Veränderung des Geldsystems reicht nicht aus um die aktuellen Probleme zu lösen“. Dazu bedarf es tiefer gehender Strukturveränderungen und die sind im BBM zu finden.

    • Uhupardo sagt:

      Bernhard Stockem, sie glauben, das eigentliche Problem dieser Welt sei der Mythos Schuldgeld und der daraus resultierende Zinseszins.

      Das ist so nicht. Nicht der Zins ist das eigentliche Problem, sondern die Anhäufung extrem großer Vermögen in den Händen weniger!

      Dazu gibt es wirksamere Lösungen als Zinsverbote: Klick

      Das Wesen unseres heutigen kapitalistischen Systems ist es, ein einziges Ziel zu verfolgen: Die Vermehrung des Kapitals der Kapitalbesitzer durch Profite. Alle andere ist diesem einen Ziel untergeordnet (mehr unter „BWL-VWL-Paradoxon“).

      Mit Ausname der wenigen hoch qualifizierten Mitarbeiter werden alle anderen nur so hoch bezahlt, daß sie arbeiten und das gewünschte Ergebnis liefern. Da die Menschen („dank“ Globalisierung) weltweit untereinander und auch mit Maschinen/Automaten/Robotern/Computern/Software konkurrieren müssen (mehr unter „Hauptursachen der Arbeitslosigkeit“), lassen sich durch Lohndrückerei die Kosten senken und damit die Profite der Unternehmenseigentümer steigern. Kein wie auch immer geartetes anderes Geldsystem könnte daran etwas ändern, schon gar nicht global.

      Wir sehen vor allem 4 Lösungsmöglichkeiten, um das Zinsproblem und das Problem des Auseinanderreißens zwischen Arm und Reich zu lösen:

      * Ein minimaler Kreditbedarf (mehr)
      * Vermögensbeschränkungen bei Immobilien und Unternehmensbeteiligungen (mehr)
      * Währungsreformen (mehr)
      * theoretisch, aber nicht praktisch: Umlaufgesichertes Geld (mehr)

      • Michael sagt:

        Das Video ist neoliberale Propaganda. Ich hoffe das ist dem Vortragenden klar:). Er meint es vermutlich nicht böse.

        Wenn man Zahlungsmittel einen Wert unterstellt, dann ist der Zins immer ein Problem – das wäre dann Geld. Selbst wenn man keinen Wert unterstellt, sind die Konsequenzen nicht beherrschbar, sieht man im Moment.

        Mir gefällt die Kritik von Jörg Gastmann nicht ganz. Ich sehe Geld auch nicht als etwas Wertvolles an. Aus dem Gesichtspunkt hat er recht. Er geht mir etwas zu gewagt mit den Geldfunktionen und Bewertung um in seiner Kritik. So einfach geht es nicht.

        Der Bernd Senf sieht das Problem der Umverteilung als zwingende Konsequenz aus der Kapitalakkumulation über den Zins und als Reaktion darauf, das wäre zumindest eine Konsequenz, die nicht nutzbringende (’sinnlose‘) Arbeit. Letztendlich die Reaktion auf die innere Schranke, die Schicksal des Wachstums besiegelt. Da ist was dran. Auf jeden ein Grund weniger. Die künstliche Verknappung der Zahlungsmittel, damit Geld/Zahlungsmittel ein erstrebenswertes Gut bleibt ist nicht begründbar.

      • fakeraol sagt:

        > Nicht der Zins ist das eigentliche Problem, sondern die Anhäufung extrem großer Vermögen in den Händen weniger!
        < Dazu gibt es wirksamere Lösungen als Zinsverbote: Klick

        Und was findet sich im ersten Abschnitt als einziger Hinweis auf die Ursache dieser Vermögensanhäufungen?
        Zitat 1: (Vermögen bringt Zinsen)
        Zitat 2: Umverteilung von Arm nach Reich durch Zinsen

        Nebenbei der Hinweis: auch die penetrante Wiederholung der Behauptung, Vertreter der Freiwirtschaftsidee würden ein „Zinsverbot“ fordern, macht diese Behauptung nicht wahr.
        Als ich anfangs die Aussagen zum BBM falsch wiedergegeben habe, waren Sie darüber nach dem dritten Mal ziemlich angefressen. Sein Sie doch bitte so fair, die Idee der Freiwirtschaft auch korrekt wiederzugeben, wie Sie es für das BBM auch erwarten.

        > … lassen sich durch Lohndrückerei die Kosten senken und damit die Profite der Unternehmenseigentümer steigern.
        Wenn man das mal genau betrachtet, sind die Löhne von Heute die Kaufkraft von Morgen. Die Steigerung der Profite entsteht also nicht durch die Lohnsenkung an sich, sondern durch die Lohnsenkung in marktbeherrschenden Unternehmen, bei der die kleinen Unternehmen nicht mithalten können. Wenn alle, große und kleine Unternehmen die Löhne syncron um den gleichen Betrag senken würden, würden alle morgen um den gleichen Betrag weniger am Markt verdienen können, so daß die Gewinnspanne für alle unverändert bliebe. Erst dadurch, daß die Kleinen nicht mithalten können, verlagert sich der Profit von den Kleinen zu den Großen.

        > Kein wie auch immer geartetes anderes Geldsystem könnte daran etwas ändern, schon gar nicht global.
        Wie begründen Sie das angesichts der Tatsache, daß ein anderes Geldsystem im Hochmittelalter 300 Jahre lang eine Blüte der Wirtschaft hervorgebracht hat, deren Nutzen der breiten Masse der Menschen zugute kam und die „Anhäufung extrem großer Vermögen in den Händen weniger“ umgekehrt hat?

        > Wir sehen vor allem 4 Lösungsmöglichkeiten, um das Zinsproblem und das Problem des Auseinanderreißens zwischen Arm und Reich zu lösen:

        * Währungsreformen (mehr)

        Wozu „Währungsreformen“, wenn „Kein wie auch immer geartetes anderes Geldsystem … daran etwas ändern“ könnte?
        Die Argumentation ist in sich nicht stimmig.

    • Ludger sagt:

      Hallo Bernhard,
      mit Deiner Theorie hast Du vollkommen Recht. Millionäre werden mit der Einführung des Bandbreitenmodells zwar absolut gesehen mehr Umsatzprovision (im BBM ersetzt die Umsatzprovision die Umsatzsteuer) bezahlen, relativ zu ihrem Einkommen aber natürlich weniger. Aber wo ist das Problem? Worauf kommt es bei einer gut funktionierenden Volkswirtschaft an?
      Das jeder Teilnehmer einer Volkswirtschaft einigermaßen in Wohlstand leben kann, ohne dabei zu viel Ressourcen zu verbrauchen und die Umwelt zu schädigen.
      Ob ein Einzelner in dieser Gesellschaft dabei mehr oder weniger Steuern, egal ob absolut oder relativ gesehen bezahlt, ist zweitrangig, wenn überhaupt. (das ist ja jetzt auch der Fall, nur das die Vermögenden mehr Möglichkeiten zum Schummeln haben).
      Mit dem Bandbreitenmodell hat jeder mehr: der Bürger, der Staat und die Unternehmer.
      Ist doch toll, oder?
      Dein Beispiel passt leider nicht so ganz: Mit dem Bandbreitenmodell steigt das Minimaleinkommen auf 2000,-€ pro Bürger bei gleichbleibenden Preisen. Die Umsatzprovision wird nur bei Produkten bei 50% liegen, deren Hersteller nicht motiviert sind, genügend Arbeitnehmer zu beschäftigen. Die 50% (statt 15%) werden sie auf den Nettopreis ihrer Produkte aufschlagen müssen und vermutlich deshalb auf ihre Ware sitzen bleiben.

    • fakeraol sagt:

      Ein paar Gedanken zum Thema „Steuern“:

      Ein „Steuer“ gibt es auch in Fahrzeugen. Es dient dazu, die Bewegung in eine bestimmte Richtung zu lenken.
      Den Sinn von „Steuern“ besteht doch darin, zu „steuern“.
      z.B. die Tabak-, Alkohol-, und Benzinsteuer: Sie dienen dazu, gegen die schädlichen Auswirkungen von Alkohol- und Tabakkonsum bzw. des Betriebes von Verbrennungsmotoren gegenzu“steuern“. Das ist OK so.
      Aber warum wird dfann eine „Mehrwertsteuer“ erhoben, die ja nur die zahlen, die ihr Geld wieder ausgeben, also eigentlich etwas erwünschtes, der Wirtschaft förderliches tun?
      Warum „Lohnsteuern“, die von denen zu zahlen sind, die arbeiten gehen? Will man die Leute dafür bestrafen, daß sie es tun?
      Warum nicht anstatt dessen eine allgemeine Einkommenssteuer, die auch jene erfasst, die ihr Geld nicht mit ehrlicher eigener Arbeit erhalten, warum keine Vermögenssteuer (mehr), die von jenen zu zahlen wäre, die offensichtlich am leistungsfähigsten sind („Die starken Schultern müssen mehr tragen.“) ?

      Ich sehe beim BBM nicht, daß darüber nachgedacht wurde, was eine Steuer bewirkt, wie man sie einsetzen kann, um positive Wirkungen zu erreichen. Mein Eindruck ist, daß es nur darum ging, eine Einnahmequelle zu haben. Statt stumpf das maximal zulässige Vermögen des Einzelnen bei 30 Mio. zu begrenzen, hätte man diejenigen, die die größten Einnahmen erzielen, mit einer progressiven Vermögenssteuer an der Finanzierung der Infrastruktur beteiligen können, aus der sie ja auch ihren Nutzen ziehen.

  7. Marcus_M sagt:

    Der Arbeitnehmer aka Ebay-Gewinn für die Wirtschaft…rolleyes…

    Was ich für erwähnenswert halte ist:

    Die Lohnkostenersparnis führt (fehlt in der Aufführung ) zu höheren Gewinnen und niedrigeren Preisen.

    Okay, was soll das jetzt? Haben wir dieses Szenario nicht schon?

    Arbeitnehmer, weltweit, eine Horde an Sklaven, gut gebildet, günstig, willig und den Unternehmen Gewinne bringend, Aktienkurse beflügelnd. Löhne sind nach wie vor Kosten, die Unternehmen drücken – wollen und müssen, wegen Konkurrenz. Wie also dagegen vorgehen? Das Arbeitsamt mit einem zweiten flexiblen Arbeitsmarkt nach Ebay-Methode aufbauen und Sklaven dort anbieten?

    -> Habe ich das so richtig verstanden? Arbeitgeber, die für Arbeitswillige bieten, aber so, das der arme Kerl nicht mitbekommt, wie für ihn gewettet wird, wie teuer oder billig er ist?? WTF….

    Wer arbeiten will, der darf auch…wie nun? Ich glaube, ich bin nach den 21:38 Minuten bereit, lieber meinen eigenen Gedanken nachzugehen. Stinkig bin ich wegen der diffusen Aufführung im ersten Akt der Piraten.

    • Michael sagt:

      Verabschieden sie sich von der Idee, dass Lohnkosten das Thema sind. Sobald sie die Lohnnebenkosten absenken und sei es über einen Zugang ähnlich gelagert dem Bandbreitenmodell ist das Thema vom Tisch. Lohnkosten sind ein Politikum und Arbeit ist in Deutschland von der Propaganda belegt. Es wird allein sinnlos gespart … das ist alles. Stimmt der Sinn und Unsinn zugleich ist einfach – Profitgier.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s