Die reichsten zwei Prozent besitzen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung

Auch wenn Ihr Englisch nicht besonders gut ist, verstehen Sie dieses 4-Minuten-Video. Es zeigt, dass 80 Prozent der Weltbevölkerung praktisch nichts besitzen. Dagegen haben zwei Prozent der Menschen auf diesem Planeten mehr als die Hälfte allen Besitzes auf der Erde in ihren Händen. Die reichsten 300, die alle zusammen in ein einziges Verkehrsflugzeug passen, besitzen zusammen so viel wie die ärmsten drei Milliarden.

Vor 200 Jahren waren die reichsten Länder dreimal reicher als arme Länder. Am Ende des Kolonialismus in den 60er-Jahren waren sie 35mal reicher. Heute sind sie 80mal reicher. Reiche Länder behaupten oft, sie würden armen Ländern deswegen finanziell helfen, mit 130 Milliarden Dollar pro Jahr. Eine Menge Geld. Aber warum wird die Differenz dann immer grösser?

Ein Grund dafür: Konzerne ziehen durch „Steuervermeidung“ jährlich 900 Milliarden Dollar aus den armen Ländern ab. Zusätzlich zahlen die armen Länder jährlich 600 Milliarden Dollar an die reichen Länder für die Schuldenbedienung derjenigen Kredite, die bereits mehrfach zurückgezahlt worden sind.

Von den reichen Ländern aufgestellte Handelsschranken ziehen weitere 500 Milliarden Dollar aus den armen Ländern ab. Insgesamt fliessen damit zwei Billionen Dollar aus den armen in die reichen Länder – jedes Jahr! 130 Milliarden „Hilfe“ gegen zwei Billionen Abfluss. Wer hilft da wem?

Dias komplette System ist faul, es ist nicht zu reparieren und muss komplett umstrukturiert werden oder die wenigen Reichen werden immer reicher, während 80 Prozent der Menschen immer weiter in der Misere versinken.

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23 Kommentare zu “Die reichsten zwei Prozent besitzen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung

  1. Michael sagt:

    Selbst ein armer Europäer ist unter den reichsten 95%. Die Schlechtigkeit der Welt ist unbestritten.

    • Uhupardo sagt:

      Es geht nicht einmal um „Schlechtigkeit“. Selbst wenn man alle moralischen Werte beiseite lässt und auf den wichtigen Begriff soziale Verantwortung komplett pfeift, muss klar sein, dass eine immer krassere Reichtumsverteilung auf diesem Planeten zu immer mehr (bewaffneten) Konflikten führen muss. Das kann niemand wollen, auch und insbesondere die wenigen Reichen nicht.

      • Michael sagt:

        Das ist ein wahres Wort. Mit dieser Ansicht stehen wir nicht alleine da. Ich empfinde es eher anmaßend, dass der Westen und grad auch Europa einem nicht unbeachtlichen Teil der Weltbevölkerung versucht ihr Konsumverhalten aufzuzwingen wohl auch, da das Wachstum in der Ursprungsregion begrenzt ist. Aber es geht ja keiner her und will günstig produzieren, viel Schindluder wird getrieben mit dem Ziel die Gewinne ins Unermessliche zu treiben. Das geht bei weitem zu weit. Auch China wird draufkommen oder ist bereits am Erwachen … war ja in den 50ern und 60ern auch nicht anders bei uns Mitteleuropa. Aber damals waren die U.S. und Europa eher synchron und haben gleichzeitig ähnliche Probleme bekommen. Das ist jetzt nicht mehr ganz so. Bringen sie Fernseher zu den Eskimos oder in zivilisiertere Teile der Welt (sog. unterentwickelten – wenn ein Film entwickelt ist, dann ist für neues auch nicht mehr aufnahmefähig), in der der Westen noch nicht seinen kranken Konsumwahn hat verbreitet, sie sehen was passiert. Jetzt haben wir den Beleg wie bei uns die Entwicklung voranschritt und könnte wenn man wollte angemessen reagieren … aber kein Anzeichen auf Besserung in Sicht. Im Nachinein ist man immer klüger. Manche lernen es nie.

  2. C.A.Wittke sagt:

    Dazu passt die folgende Graphik; versuchen Sie mal UK zu finden, oder Deutschland… oder Afrika? Und das war 2005 auf Basis 2004. Wie sieht China heute aus?

    http://www.worldmapper.org/posters/worldmapper_map169_ver5.pdf

    Nimmt man den Trend auf ist klar, daß es ohne (extreme) Kriege nicht gehen wird.

    caw

  3. Quertreiber S.L. sagt:

    Im Prinzip stellt sich mal die Frage, wieviel eigentlich auf jeden Einzelnen kommen würde, wenn man die weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen unter allen Erdenbewohnern gleichmäßig aufteilen würde. Ich habe dazu schon sehr unterschiedliche Meinungen gelesen. Bevor man sich daher Gedanken über neue Möglichkeiten der Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung macht, müsste vielleicht erst mal ein Inventar erstellt werden, um zu sehen, was es eigentlich genau aufzuteilen gibt.
    Die Explosion der Weltbevölkerung macht ja schon ein wenig Angst. Da interessiert es vielleicht, ein paar Milliarden Menschen zu eliminieren. Dann bleibt für die Überlebenden mehr übrig, vorausgesetzt, dass es dann noch Überlebende gibt und etwas, was man dann noch aufteilen könnte.

    • Quertreiber S.L. sagt:…. sagt:
      17. April 2013 um 13:33
      Jacque Fresco (Venus-Projekt) on Larry King (1974)

      ist auf jeden Fall ein Ansatz der bedacht werden kann.

      • Steuben sagt:

        Nein, ist er nicht! Diese Zeitgeistsekte kann mir gestohlen bleiben! Kreisrunde Techcitys, die von einer Oligarchie von Wissenschaftlern und Ingenieuren gemanagt werden? Nicht mit mir!

        • Muss es auch nicht Steuben…
          Der Ansatz und das Ergebnis müssen nicht korrelieren.
          ——————————
          Aus exakt diesem Grund gab es wenige Monate nach Veröffentlichung von Zeitgeist Moving Forward ein Zerwürfnis zwischen Peter Joseph(Akteur) und Jacque Fresco-Roxanne Meadows(Venus Projekt).
          ————————————–
          ändert aber au nix am Problemchen kauen! gell

  4. unnaaf sagt:

    Schaut euch mal die Videoempfehlungen bei Youtube (also ja eigentlich Google) an. Ich schaue schon ab und an Beiträge wie diesen, Interesse ist also vorhanden und Youtube weiss das natürlich.
    Die drei Vorschläge, in denen es überhaupt um das gleiche Thema geht, sind ganz offensichtlich wenig professionell gemacht und haben auch sehr wenig Aufrufe.
    Da ist es dann kein Wunder, dass Videos wie dieses nur schlappe 100000 Views bekommen, oder sehe ich das falsch.

    • Uhupardo sagt:

      Deswegen ist Vernetzung jeden Tag wichtiger. Das „Revolutionsinstrument“ Internet ist nicht auszubremsen, wenn solche Inhalte geteilt werden. Dieser Artikel hat innerhalb von no time bereits 500 Leser, heute Abend eine nennenswerte vierstellige Zahl. Je mehr User das weiter verbreiten, per Mail, Twitter, Facebook … desto weniger nützen die Bestrebungen, solche Inhalte „verstecken“ zu wollen. Nur muss jeder etwas dafür tun. Auf geht´s!

  5. Allinator sagt:

    @Quertreiber S.L. das mit dem gerechten Aufteilen wäre echt eine super Sache.
    Ich sage wenn alle das gleiche hätte und jeder genug, würde es keinen Neid und keinen Grund für Kriege geben.
    Das mit der Bevölkerungsreduktion ist Unsinn meiner Ansicht nach. Nahrung und Platz wäre für nochmal soviele Menschen da. Wie gesagt muss eben alles gerechter aufgeteilt und der künstliche Mangel abgeschafft werden.
    Dazu kommt das künstlich geschaffene Energieproblem, welches keines wäre wenn endlich alternative Energiemethoden zugelassen würden die immer in den Schubladen der kriminellen Konzerne veschwinden damit man nur mit schädlichen Methoden Geld machen kann.
    Fazit ist, es muss definitiv etwas passieren oder es wird sehr bald sehr ruppig werden.

    • Quertreiber S.L. sagt:

      Ja, hoffentlich haben Sie da recht. Wie gesagt, bezüglich der zur Verfügung stehenden Reserven, da scheiden sich die Geister. Ich kann das selbst nicht beurteilen, leider.

  6. Steuben sagt:

    Also ich habe heute gelesen, dass alles nur ein Fehler in einer Excel Tabelle war! Der größte Raubzug aller Zeiten beruht also auf einem zufälligen Fehler in der EXCEL Tabelle eines Harvard Ökonomen! Junge junge halten die uns für dämlich! Das schlimme ist die überwiegende Mehrheit der Menschen glaubt sowas tatsächlich!

  7. Fréd-Éric Porschéé sagt:

    Moderne Sklaverei?
    Die wenigen Superreichen besitzen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung?
    wie gru-seelig ist das
    Die Hälfte der Weltbevölkerung wird von wenigen besessen?
    seitdem ich das gelesen habe,
    bin ich nur noch von einem Gedanken besessen
    möglichst schnell noch etwas leckeres essen,
    bevor ich abgeholt werde zum Sklavenfrondienst
    oder werde ich hier in MUC durch einfaches Über-See-Hen
    schlichtweg vergessen?

    • Fréd-Éric Porschéé sagt:

      1 schönen guten Morgen!

      ausgeschlafen?

      Lieber Uhupardo,

      warum mache ich mir eigentlich die Mühe,
      auf Wort-Spielerische Art auf einen Mangel hinzuweisen und kein Mensch spricht mir ein Lob dafür aus?

      In der schlagzeile des Beitrag fehlt etwas: Subjekt – Prädikat – …….
      na was denn?
      ……………….das Objekt !
      2 % besitzen mehr als…. Kartoffeln? Sauerkraut? Tassen im Schrank?
      das Objekt kann sich also jeder aussuchen.
      Stellt Euch mal vor, ich sei erst 8 Jahre alt und würde nun das 1.Mal Uhupardo
      auf einem PC finden und hätte mich noch nie mit der Eigentumsfrage bschäftigt
      was soll ich davon halten? Nichts nämlich, als besitzen 2% mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung (letzteres als Objekt).

      Alle die den Artikel gelesen haben, ergänzten automatisch im Kopf die Schlagzeile mit …
      an Vermögen. Selbst Vermögen ist doppeldeutig: das Vermögen, etwas zu tun, gibt es ja auch noch….
      ich vermag eben auch nichts anderes, als zwangsartig den Leuten das Wort im Mund rumzudrehen.

      Euer Fréd-Éric

  8. udoschueller sagt:

    Dazu ein Kommentar auf Ohauerha. BGE als Lösung unserer Probleme? http://wp.me/p2KG6k-aL

  9. Jon Do sagt:

    Die Darstellung des Großdeutsches Reichs auf einer aktuellen Weltkarte untermauert nicht gerade die Glaubwürdigkeit der recherchierten Zahlen.

  10. matrixsun sagt:

    Hallo allerseits,

    ich hätte da noch einen anderen vorschlag zu machen,
    wie wäre es denn, wenn wir 98 % den 2 % den rest auch noch geben, denn können die nämlich das spiel alleine weiter spielen und wir erarbeiten uns einfach mal ein neues system das funktioniert.

    Es liegt doch nur an uns ob wir den dollar, euro, das system an sich oder eine neue währung akzeptieren. Ist doch alles nur illusion, wie weit die geht und wohin, liegt doch nur in unserer fantasie.

  11. […] Sie dazu auch: * Wir brauchen dringend Wachstum, deswegen müssen wir sparen! * Die reichsten zwei Prozent besitzen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung * 25 Fakten zum Nachdenken: Warum das System irreparabel ist! * Wir haben über unsere […]

  12. Jürgen Schmelzer sagt:

    Hi, es ist alles ganz einfach, trozdem ein muss für uns und alle Menschen, denn sonst ist es in 15 – 30 Jahren mit der Welt aus. Das Einfache heißt , “ Endlose Energiedarstellung, ohne jegliche Umweltbelastung “ mit der Beteiligung aller Völker., der Welt. Nur dieses Fundament “ Energie “ trägt die erforderliche Weltveränderung, denn sonst gibt es uns alle in 15- 30 Jahren nicht mehr. Das Schöne und Gerechte an der Sache ist, die Natur macht keine Ausnahme, somit müssen selbst die paar Superreichen tatenlos zusehen, wie sich die Machtstrukturen verändern. Macht bitte alle mit bei diesem innovativen Energie-Konzept, wir haben die endlose Energiedarstellung entwickelt, eine Massennutzung steht kein Hindernis im Weg im Gegenteil ist dringend geboten. Die Erzeugung von 1 kw kostet zirka 2,5 Cent, hört sich teuer an, doch darin ist die Amortisation der Anlage enthalten. Heut zu Tage werden alle Energiepreise angeglichen, jeder Anbieter macht seinen satten Gewinn , und auch der Staat. Diesen können wir zwar nicht aushebeln, wollen wir ja auch gar nicht. Doch das Geld muss gerechter verteilt werden, ohne Kampf oder gar Revolutionen kann das Niemand. bewirken, außer unsere Energie. Unsere kleine Gruppe stellt den Bürgern Beteiligungen an dieser innovativen Energiegewinnung zur Verfügung, machen viele mit, verändert sich der Geldwert so wie der Geldverlauf auf unseren gesamten Erdball, es kommt der Wohlstand für alle Menschen. Außerdem wird der Klimawndel wieder normalisiert, also auch Sicherheit für die, denen wir den Klimawandel verdanken, doch ihre Geldberge werden abnehmen. Geld ist für eine Beteiliogung nicht erforderlich. MfG Jürgen Schmelzer Mail: j.s.123@hotmail.de
    .

  13. neuesdeutschesreich sagt:

    Reblogged this on neuesdeutschesreich.

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