Finger weg von Ulrich Hoeness!

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Entrüstung ist der einzig richtige Begriff: In dieser Redaktion brach heute Morgen erheblicher Zorn aus.  Die Staatsanwaltschaft München soll gegen Ulrich Hoeneß wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermitteln. Das kann einfach nicht wahr sein!  Das moralische Fussballgewissen der Nation, den europäischen Chefankläger aller unsauberer Praktiken selbst unter solch ungeheuerlichen Verdacht zu stellen – da hört der Spass wirklich auf!  Wir fordern die Staatsanwälte nachdrücklich auf, die inakzeptablen Ermittlungen sofort einzustellen!


Noch ist laut Medienberichten nicht klar,
ob nur Uli Hoeness ein Konto in der Schweiz hatte und nun per Selbstanzeige zu bereinigen versuchte, oder ob die berühmte Portokasse des FC Bayern auch da liegt, aber spielt das wirklich eine Rolle? Schliesslich arbeitet der Mann nach eigenen Aussagen hart wie niemand, um den Finanzbedarf zu decken: „„Früher habe ich 80 Prozent meiner Arbeitszeit mit den Spielern verbracht. Heute verwende ich 80 Prozent darauf, das Geld einzutreiben, um sie finanzieren zu können.“ – Ob das nun über ein Konto in der Schweiz passiert oder sonstwie, wen interessiert das? Versuchen wir nicht alle, das Finanzamt weitmöglichst auszutricksen? Na, also!


Uli Hoeness erklärt, was er mit seinem Geld macht.

Uli Hoeness ist eines der wenigen Vorbilder der Nation. Mit ausgeprägter persönlicher Integrität legt er den Finger in jede Wunde, ist überaus erfolgreich und redet immer Klartext über die Verfehlungen aller anderen. Das hat ihm den Respekt der gesamten Nation eingebracht. Hätte man selbst so einen Nachbarn, der ständig grosskotzig abfällig über das gesamte Wohnviertel redet, würde man ihm unweigerlich irgendwann eins auf die Fresse geben – aber das ist doch eine ganz andere Sache und überhaupt nicht vergleichbar! Hier geht es um das nationale Fussballgewissen, das beschädigt werden soll.

Wie schlimm das enden kann, wenn man die Staatsanwälte nicht sofort zurück pfeift, zeigt der Leserbrief in einem grossen Magazin von heute Morgen: „Ich habe Hoeneß immer für einen ehrlichen und anständigen Mann gehalten. Langsam verlieren wir in der Republik den Boden unter den Füßen. Wer politisch und auch moralisch stets bei Gegnern direkt seinen Finger in die Wunde legt, der sollte selbst Anständigkeit vorleben. Als Vorbild jedenfalls taugt dieser Mann für mich nicht mehr.“ – Er habe die Angelegenheit ursprünglich über das Deutsch-Schweizer Steuerabkommen regeln wollen, das dann bekanntlich Mitte Dezember 2012 nicht zustande gekommen sei, erklärt Hoeness. Über das Steuerabkommen hätten Personen, die in der Schweiz nicht versteuerte Gelder liegen haben, dies mit einer für den deutschen Fiskus anonymen pauschalen Einmalzahlung legalisieren können.

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Na, also bitte! Er hat doch offensichtlich aktiv versucht, seine Schweizer Gelder per günstiger Strafzahlung rechtzeitig zu waschen! Was kann der erfolgreiche bayerische Saubermann denn dafür, wenn die Politik unfähig ist, so ein Steuerabkommen zu verabschieden? Deswegen muss man ihm jetzt an die Karre zu fahren versuchen? Finger weg von Uli Hoeness! Als hätten wir keine anderen Probleme! Wer sollte denn in Zukunft die Entrüstung schüren über die unsauberen Finanzierungspraktiken von Real Madrid, Chelsea und Manchester City oder die historisch verbürgte Unterlegenheit des BVB in der Bundesliga? – „Nächstes Jahr kommt eher der Gerichtsvollzieher nach Madrid als Franck Ribery“, sprach der Bayern Manager noch vor gar nicht langer Zeit und sollte wieder einmal grösstenteils Recht behalten.

Ribery kam wirklich nicht. Der Gerichtsvollzieher allerdings auch nicht, denn der läuft sich gerade eher in München warm, was diese Redaktion nicht hinzunehmen bereit ist. Es gibt ausser Hoeness, Martin Winterkorn, Angela Merkel und Dieter Bohlen kaum noch taugliche Idole in Deutschland. Wir glauben sonst eher nicht an Verschwörungstheorien, aber hier ist es zu offensichtlich, dass die Justiz instrumentalisiert wurde, um eine der wenigen verbliebenen moralischen Instanzen auszuhebeln, die von der ganzen Nation bewundert werden.

Auch wenn dabei „offen und ehrlich“ meist mit „Grossmaul“ und Durchsetzungskraft mit schlechter Erziehung verwechselt werden – wobei die Grenzen in dieser Gesellschaft wahrscheinlich längst verschwommen sind -, geht der Schutz des bundesdeutschen Manager-Denkmals hier klar vor Strafverfolgung. Zur Not wird man das mit Protestkundgebungen in München und Berlin zeigen müssen, anlässlich derer die Demonstranten sehr deutlich machen, wo der Volkszorn die Grenze zieht. Und das alles vor dem schweren Champions-League-Halbfinale … nicht einmal davor hat die Staatsanwaltschaft den nötigen Respekt! Oder sollte auch hier perfide Absicht dahinter stecken?

74 Kommentare zu “Finger weg von Ulrich Hoeness!

  1. soisses sagt:

    Eben! Kohl und Schäuble ließ man ja auch laufen! Ach, Strauß fällt mir da noch ein .

  2. soisses sagt:

    Nachtrag:
    Bei Steueroptimierung, im grauen Bereich, nimmt man ja den Bundesbürgern nichts weg, heute, sondern den, Banken, äh, Griechen, Zyprern, Portugiesen, etc. Großes Pfui!
    Da kommt mir der Gedanke, dass die Banken wahrscheinlich selber die CD’s verkaufen!?

  3. Uhupardo sagt:

    ÖR-Radio:
    Hoeneß hat angeblich bereits 5 Millionen Euro an Abschlagszahlung geleistet, er solle mehrere Hundert Millionen Euro in der Schweiz haben. Seehofer sagt, er hätte schon seit einiger Zeit von den Entwicklungen gewußt.

  4. …und nun die gute Nachricht: Uli H. hat gar keine Nachbarn, die unter ihm leiden könnten! Er hat sich dankenswerterweise (fast) die gesamte Westseite des Tegernsees unterhalb von Bad Wiessee unter den Nagel gerissen. So herrschen dort auch weiterhin Frieden und allgemeine Glückseligkeit.

  5. LinQ sagt:

    Der Zumwinkel ist schon lange vergessen. Wird Zeit, dem Michel wieder integrität vorzugaukeln, indem man einem „großen“ wieder auf die Finger haut.

  6. Ramón Rodríguez sagt:

    Endlich! Diese Hetzerei gegen Hoeness hält man doch nicht aus. Lasst den Mann in Ruhe! Wie soll der denn die nötige Ruhe vorm Spiel gegen Barcelona finden? Vielleicht hilft ihm irgendein positives Meditationsprogramm. Mal eins vorschlagen …
    http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2013/04/19/doku-am-freitag.xml

  7. Ich weiß genau weshalb mir Fußball am Arsch vorbei geht. Wegen der unsittlichen Gehälter und dem Menschenhandel!

    • soisses sagt:

      Sklaverei, aber freiwillig und gut dotiert! Auch Edel-Linke, das Volk und andere Heuchler finden das ok und nachhaltig!? Na ja, das Volk kann ja nichts dafür. Wurden von den Kapitalisten verführt. Brot + Zirkus. Wie alle Kriminellen, heute, ja nur Verführte/Geschädigte sind. Deshalb sind wir Alle auf Bewährung! Die Zukunft gehört nicht dem Neoliberalismus, sondern dem Neosozialismus . Fat big Merkel is watching you!

    • H.C.B. sagt:

      Genau so ist es, ich finde der Mann gehört in den Knast er hat uns das heißt den Staat betrogen.
      Er hat genauso seine Steuern zu bezahlen wie jeder, der ein Einkommen hat, aber die Gier nach noch noch mehr die ist so groß u. das erwischt werden so gering, das, fast jeder es versucht von unseren Eliten Stars u. Sternchen.
      Ich wünsche ihm nichts Schlechtes aber er müßte für die Steuerhinterziehung in den Knast!

      • Peter Schneder sagt:

        …siehe mein kommentar weiter unten:

        uli hoeness zahlt qua wohnsitz in deutschland den spitzensteuersatz…auf sein gehalt bei bayern münchen und als inhaber einer wurstfabrik. ich vermute, dass er also jährlich steuern in siebenstelliger höhe in deutschland überweist.

  8. El Bernabeu sagt:

    Schwerer Schock für die Bayern.
    Damit dürfte Hoeness am Ende sein.
    Normalerweise müßte er vom Präsidentenamt bei den Bayern schnellstens zurücktreten.
    Frage mich nur, woher er die „mehreren hundert Millionen Euro“ angehäuft hat.
    Mit seiner Wurstfabrik? dem FC Bayern? oder hatte er noch andere Geldquellen?

    • Uhupardo sagt:

      Niedlich sind ja besonders die Bayern-Fans in ihren Reaktionen. Die einen wissen, das sei „eine Privatsache vom Uli, die mit dem Verein gar nichts zu tu hat“; die anderen weisen darauf hin, dass „man am besten bei solchen Sachen den Mund hält, wenn man selbst illegal Musik runter lädt“.

      Warten wir ab, was sich in dem Fall ergibt. Sollte es auch nur ungefähr um die koloprtierten Summen gehen, gibt es Haftstrafen ohne die Möglichkeit auf Bewährung. Wichtiger ist jedoch, dass die grosskotzige moralische Instanz, die schon immer so echt war wie ein 3-Euro-Schein, jetzt definitiv demontiert ist. Das reicht doch, da wird es bald eine Video-Neuauflage brauchen.

      • El Bernabeu sagt:

        Tja, die Bayern-Fans passen sich eben dem Niveau ihres Präsidenten an.
        Aber ich bin mir gar nicht sicher, ob das nur eine „Privatsache“ von Hoeness ist, oder ob er zum „Wohle des Vereins“ gehandelt hat.
        Wenn letzteres zutreffen sollte, kommen schwere Zeiten auf den deutschen Musterverein zu.

  9. BRD-AKUT sagt:

    Wer anderen(Daum) eine Grube gräbt…
    Der Würstchen-Willi vom Tegernsee hinterzieht Steuern, is ja n Ding!
    Wäre ich nie drauf gekommen, das reiche Personen Steuern hinterziehen, ich dachte immer, das machen die, die das Geld dafür gar nicht haben.
    Auf jeden Fall ist es sehr erfreulich, das diese „moralische Instanz“, der rechte Arm der „Lichtgestalt“ des deutschen Fussballs, in der Öffentlichkeit als das zu sehen ist, was er ist, ein ekelhafter Heuchler, „zufälligerweise“ ein Angehöriger der vermögenden 10% Deutschlands…
    Nun weiss man aber auch, woher Bayern München das Geld nimmt, um anderen Vereinen Spieler abzukaufen, die ihnen gefährlich werden könnten, um sie dann zwecks unschädlich machen auf der Ersatzbank parken.
    Alles in allem repräsentiert Hoeneß den Charakter des FC Hollywood,
    Danke dafür, (L)Uli

  10. Janz sagt:

    Wie immer werden die reichen Verbrecher, so auch Hoeness, mit einem blauem Auge davonkommen. Unsere Scheiss Justiz steckt nur die kleinen Bürger in den Knast, wenn Sie lumpige 10000 Euro am Staat vorbeischmuggeln. Mich kotzt dieses koruppte widerliche System, was nur für die reichen Schmarotzer geschaffen wurde, schon immer an. Die kleinen hängt man,d en Geldadel lässt man laufen. Was für ein verficktes Land!

    • Raw Key sagt:

      Ach, wenn man lumpige 10,000 Euro am Staat vorbeischmuggelt, muss man nur pfiffig genug sein, sich nicht belangen zu lassen. Man muss nur wissen wie – Selbstanzeige ist das Zauberwort, das geht auch für den kleinen Bürger.
      Würde man statt den kleinen Männern allerdings den Geldadel und all die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft hängen, könnte der kleine Mann gar nicht so schnell schauen, wie das „verfickte Land“ zu Grunde geht. Klingt bitter, aber ohne die ominösen „oberen Zehntausend“ würde hier wenig bis nichts mehr laufen.

  11. Johannes Eber sagt:

    Hoeneß hatte schon immer mehr Einbildung als Bildung vorzuweisen. Aber meine Sympathie für diesen Besser- und Alleswisser hat sich immer in Grenzen gehalten. Mehr Wörter ist mir diese Person zurzeit nicht wert.

  12. Uhupardo sagt:

    Den Kommentar von Roland Kahl aus FB wollen wir mal schnell hier verewigen, der ist es wert:

    „Das alles sind ja nur die Auswüchse der Neidgesellschaft, denn Leistung muß sich lohnen. Und wer ist schon der Staat der jetzt daherkommt und das hart erworbene Vermögen *besteuern* will. Wir haben genügend Leute in der Arbeitsmarktreserve, die unbezahlt das bisschen Steuern spielend leicht und vor allem gerne erarbeiten werden. Dafür bekommen sie sogar etwas Grundabsicherung für das Nötigste und dürfen mal ein bißchen Sport im TV gucken. Ich finde auch, dass man solche Leistungsträger auf ein Podest stellen und als Statue des Leistungsgedankens verewigen sollte. Damit sich die Millionen Verlierer ein richtiges Vorbild nehmen können *sarkasmus OFF*

    • Michael sagt:

      Geld zu haben ist ja noch kein Verbrechen. Aber das Zitat stimmt. Aber das Missverhältnis und wer profitiert von wem, wenn auch indirekt. Sei es ihm persönlich gegönnt. Es wird wirklich Zeit diese Finanzindustrie einfach abzulehnen und deren Produkt in erster Line im ersten Schritt. Das kann man tun. Das Problem sind ja nicht die Steuern die der Herr nachzuzahlen hat. Spekulationsgewinne sind ja Steuerfrei. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob man gewisse Einkommen überhaupt bekommt, wenn man selbige versteuern will, denn ein Einzelner der die Einkünfte erklärt, wirft möglw. Fragen bei anderen auf. Soweit denkt die Finanz wohl.

      Der Bruno Kreisky hat mal so etwas gesagt: Geld zu haben ist kein Verbrechen. Spannend sei wie man zu selbigen kommt… heute hat diese Aussage ja nicht mehr allein ein Dimension die sich auf eine Person bezieht, sondern auf die Gesamtsystematik, da die abzuschöpfenden Gesamtbeträge so gigantisch sind, dem Kleinbürger gegenüber aber maßgeblich verknappt werden, im Moment im Übermaß. Alles gedeckt durch die Hüter des Geldmonopols – Finanzindustrie + Politik. Die beiden Gruppen sind amtlich. Den Staat – den lasse ich mal außen vor, der ist eher schon ein ‚Opfer‘ wenn auch ein mächtiges.

      Die Medienkampagne – wie bei unserem Goldi. Zuerst hat er jahrelang den ÖSV Skisprungsport neues Feuer verliehen, dann jahrelang hergehalten als einziger noch irgendein Ergebnis ist gesprungen, Nachher habens ihm vorgeworfen, weil ihn die Kinder so mögen – nachdem man eine für privaten Gebrauch bestimme Menge von Pulver gefunden also Pulverschnee:) – er sei ein schlechtes Vorbild für die Jugend. Das wurde inszeniert als ob der Goldi am ‚Knallroten Autobus’*) die Kinder Marihuana Konsum hätte angestiftet zu rauchen …

      Steuern nachzuzahlen ist eine Sache – aber muss man das in .de Medial ausschlachten.

      *) Kli-Kla-Klawitter-Bus

      • Uhupardo sagt:

        „Steuern nachzuzahlen ist eine Sache – aber muss man das in .de Medial ausschlachten.“

        Ja.

        Die Begründung liefert u.a. Sylvia Schenk, Sportbeauftrage bei Transparency International: „Wenn er Herrn Blatter angreift und fordert, dass dieser den Fifa-Saustall endlich aufräumen soll, aber selbst Geld an der deutschen Steuer vorbeibringt, dann schmeißt Uli Hoeneß hier mit Felsbrocken aus dem Glashaus. Die Glaubwürdigkeit von Hoeneß ist extrem erschüttert. Es wird sicher ganz schwer sein für ihn, da wieder herauszukommen.”

  13. Lockez sagt:

    Hoeneß war schon immer ein arroganter und bösartiger Kackehauer !
    Er hätte weiter Fußballspielen oder Trainer werden sollen, als Manager (Ich kann diese Wort nicht mehr leiden!) ist er sehr überheblich und ohne Sachverstand wenn er sich über andere Leute aufregt. Einfach nur Großmaulig wie der beknackte Stefan Raab.

    • Raw Key sagt:

      Puuh. Regiert hier der unreflektierte Zorn oder ist das wirklich ein ernstgemeinster Beitrag zum Thema?

      • Lockez sagt:

        Das alles ist doch nur Mainstream-Geblähe!
        Dieser Pseudomoralapostel Hoeneß wird ein paar Euros Strafe bezahlen müssen und bekommt das Geld locker wieder rein.
        Wenn ich nur 1 Euro Steuerschulden hätte, dann würde mich das Finanzamt mächtig drangsalieren, aber solche werten Damen und Herren müssen nur paar Almosen zahlen und sind Fein raus aus der Geschichte.

  14. Willli sagt:

    Ha, da hat der Choleriker der Nation sich selber erwischt!
    Angriff ist die Beste Verteidigung – so sagt man. Betrifft den Umgangston als Bayern-Chef vermutlich ebenso wie sein Unternehmertum.
    Das Problem ist für mich nicht die nicht gezahlte Steuer. Viel mehr ist es die Frage woher das ganze Geld kommt. Letztendlich sind das nicht mehr zusammengesammelte Groschen einer Marktfrau, sondern im großen Stil beschafftes Geld. Höchst wahrscheinlich gezahlt von einer Vielzahl von Menschen, die niemals einen Promille-Wert des Hoeneß´schen Vermögens auf der Kante liegen haben, aber brav die Dauerkarte beim FC Bayern zahlen.

  15. Raw Key sagt:

    Na, da haben wir ja fast schon ein mediales Erdbeben – eine Topstory, zu der fast jeder etwas zu sagen hat. Und wie sie es sagen! Laut, blumig, empört.
    Dass sich Uli Hoeneß da etwas zu Schulden hat kommen lassen, das eben kein Kavaliersdelikt ist, und sein Ansehen darunter sicherlich sehr leidet und leiden wird, steht außer Frage.
    Wie in diesem Fall zu verfahren ist und welche Strafe dafür ausgesprochen wird (oder auch nicht) muss von der Staatsanwaltschaft geklärt werden (und nicht am Stammtisch…).

    Was beeindruckt, sind die medialen Mechanismen, die hier greifen: was genau es mit dieser „Steuerhinterziehung“ auf sich hat, weiß zwar – wie übrigens beim Thema „Promotion und Plagiate“ – keiner so richtig, aber hier bekommt man einen menschgewordenen Dämon präsentiert, auf den man sich dann mit allerhand Halbwissen, Vermutungen und Hörensagen einschießen kann. Herrlich! Und tausendfach besser, denn Skandale um irgendwelche Großkonzerne sind eben doch eine recht abstrakte Angelegenheit, wenn man kein konkretes Gesicht zum Skandal hat. Und: es gab zwar auch mal dies Frau Schavan, die hat auch viel Böses getan, aber wer kennt die schon? Nein, Uli Hoeneß ist doch das große Los – ein polarisierender, weit den Mund aufreissender Saubermann, der am besten morgen am Galgen baumeln soll!

    Doch im Ernst: mich empört diese Meldung auch, und ich will Hoeneß nicht in Schutz nehmen, aber ein paar Dinge sollten in der Debatte relativiert werden:
    Muss es sein, dass plötzlich über Unsummen kolportiert wird, die sofort unreflektiert ihren Weg durch alle Medien finden? Die SZ berichtet noch dazu, dass das Geld an sich kein Schwarzgeld, sondern versteuertes Vermögen ist – für das allerdings keine Kapitalertragssteuer gezahlt wurde.
    Muss es sein, dass sich die Politik – respektive die Opposition – so lautstark zu Wort meldet?

    Und zu guter letzt: ist es nicht ein Unterschied, ob eine Privatperson sich derlei zu Schulden kommen lässt, oder ein Verein mit seinem ganzen Umfeld unsauber wirtschaftet?
    Rückschlüsse auf den FC Bayern wurden bislang noch nicht gezogen, was nichts zu bedeuten hat, aber doch recht aussagekräftig ist.

    Den Fall Hoeneß würde ich hingegen – wie es die gute Frau Schenck von TI mit dem größtmöglichen Populismus tut – nicht auf eine Stufe mit dem Treiben der FIFA oder der interessanten Netzwerke rund um die UEFA – Platini, Barcelona, PSG und die guten alten Scheichs aus Katar – stellen. Oder mit dem güldenen Viereck, das die Stadt Madrid, Real Madrid, Florentino Perez und die guten Connections der Vereinsoberen zur UEFA aufspannen. Aber derlei Anmerkungen sind ja auf dieser Seite nicht so gern gesehen, und schließlich geht es hier – ganz richtig! – ja um Hoeneß und die Staatsanwaltschaft – und nicht um Blatter und die Schweizer Justiz oder Real Madrid und die EU-Kommission.

    Was bleibt: abwerten, was denn nun an Fakten geschaffen wird. Wer mag, soll ihn zum Rücktritt auffordern, ich bin nicht dafür. Und wenn er für seine Verfehlungen am Ende tatsächlich hinter Gitter muss, dann soll es so sein.

    • Uhupardo sagt:

      Es geht um das bereits von Hoeness gelieferte Eingeständnis einer schweren Straftat, nicht um ein Kavaliersdelikt, das sehen Sie ganz richtig. Angesichts dessen, ist der grossmäulige europäische Fussballankläger bereits jetzt klinisch tot.

      Ein Delikt, für das es ausschliesslich im Steuerrecht insofern eine Ausnahmeregelung gibt, als man der Bestrafung eventuell durch eine Selbstanzeige entgehen kann. Auch bei wesentlich kleineren Beträgen in jedem anderen Bereich wäre Hoeness die Haftstrafe jetzt schon sicher.

      • Raw Key sagt:

        Womit die unzureichend recherchierten medialen Kampagnen und die allzu vollmundigen Wortmeldungen aus Politik und Gesellschaft m.E. trotzdem nicht zu rechtfertigen sind…

        • Uhupardo sagt:

          Vollmundige Wortmeldungen? Sie meinen Herrn Hoeness offensichtlich. Wie man in den Wald ruft, schallt es heraus, Raw Key.

          • Raw Key sagt:

            Offensichtlich nicht, nein. Ich denke eher an Frau Schenk und die zahlreichen Oppositionspolitiker und will gar nicht wissen, um wen die Liste derer, die meinen, sich äußern zu müssen, morgen früh, wenn die Zeitungen am Kiosk liegen, angewachsen ist.
            Das Sprichwort mit dem Wald halte ich hier nicht für angemessen. Denn er ruft zwar gerne in den Wald hinein, der Schall kommt gerade aber aus ganz anderen Richtungen!

            • Uhupardo sagt:

              Ja, so ist das. Wenn der Papst mit einem Kondom auf dem Schniedel erwischt wird, kommen die Reaktionen aus allen Richtungen. Unvermeidlich und richtig so.

              • Raw Key sagt:

                Was nichts an der Tatsache ändert, dass die Reaktionen sachlich bleiben sollten – besonders, wenn sie von Personen des öffentlichen Lebens kommen. Oder etwa nicht? Womöglich habe ich nur allzu konfuse und naive Moralvorstellungen.

                • Uhupardo sagt:

                  Kann man so sehen, Raw Key, durchaus. Allerdings fällt es oft nicht ganz leicht, nicht mt selber Münze zu antworten. „Sachlich bleiben“ war noch nie Hoeness Sache. Er sollte sich nicht beschweren, wenn jetzt der Polemik-Kübel zurück kommt, den er so oft über andere ausgegossen hat. Die Häme (Ent-Täuschung! bei anderen) hat er so oft eingesetzt, dass der Boomerang gar nicht ausbleiben kann. Ob sich Personen offentlichen Lebens dabei zurückhalten sollten? Vielleicht, aber das ist auch nicht so wichtig.

  16. Johannes Eber sagt:

    Wenn Hoeneß noch einen Funken Anstand, Moral und Charakter besitzt, tritt er als Aufsichtsratsvorsitzender und Vereinspräsident des FC Bayern München zurück. Der „Säulenheilige“ wird sich an seinen bisherigen Äußerungen messen lassen müssen. Basta!

  17. almabu sagt:

    Herr H. aus M. in B. hat einigen Medien angeblich Prozesse angedroht, weil Rufmord an ihm begangen würde. Für einige würde es richtig teuer werden, so soll er sich im Vorfeld gefreut haben! Er selbst wolle jetzt erstmal eine ganze Weile öffentlich nichts zum Thema beitragen. Das heisst, er verhält sich (vermutlich auf anwaltlichen Rat) taktisch und lässt erst einmal die Staatsanwaltschaft die Karten auf den Tisch legen. Da nicht nur im Bund sondern auch in BY gewählt wird und der Herr H. mit den Regierenden in Bund und Land beste Kontakte unterhält, wird das Thema vielleicht bis hinter den Wahltag geschoben und danach… dann schau’n mer mal!

  18. Peter Schneder sagt:

    wer ohne sünde ist, der werfe den ersten stein…

    noch keinem der kommentierenden eine verfehlung unterlaufen? handwerker ohne rechnung gezahlt, schwarz gefahren, versicherung beschissen usw…

    aktueller stand: uli hat versteuertes einkommen in die schweiz gebracht – und die kapitalerträge nicht angegeben. ja, er zahlt und lebt nicht wie andere millionäre in der schweiz oder monaco…

    finde die linksradikalen beiträge hier teilweise hanebüchen.

    gruss,
    eine nicht-fc bayern fan

    • Uhupardo sagt:

      Sie möchten lieber wieder über reiche Griechen herziehen, die dem Staat Millionen entziehen, weil das bequemer ist und man die Entrüstung viel mehr geniessen kann? Der demaskierte Moralapostel Hoeness passt Ihnen da nicht ins Konzept? Damit werden Sie eine ganze Weile lang leben müssen, Peter.

      Oder um es mit Hoeness selbst zu sagen:
      „Da wird darüber diskutiert, dass dieses Kirchhof-Modell die Reichen bevorzugt. Ich sage: Es ist das Brutalste für die Reichen. Weil sie dann endlich, endlich mal Steuern zahlen. In Starnberg, da gibt es die meisten Millionäre in ganz Deutschland, die haben in den letzten Jahren so gut wie keine Steuern bezahlt.“

      • Peter Schneder sagt:

        ich möchte nicht auf die griechen schimpfen, sondern darauf hinweisen, dass uli hoeness qua wohnsitz in deutschland steuern bezahlt…auf sein gehalt bei bayern münchen und als inhaber einer wurstfabrik. ich vermute, dass er also jährlich steuern in siebenstelliger höhe in deutschland überweist. und somit ordentlich dazu beiträgt, dass es deutschland im gegensatz zu einigen südeuropäischen ländern gut geht…

        • Uhupardo sagt:

          Yap, Deutschland geht´s gut und wir sind schon einmal Bus ohne Fahrkarte gefahren. Damit können wir den Aktendeckel jetzt schliessen.

        • Johannes Eber sagt:

          @ Lieber Herr Peter Schneder,

          Punkt 1 – Es gibt Personen in Deutschland, die ein immenses Einkommen und Vermögen haben.
          Unter diesen Personen gibt es wiederum Personen, die ihr immenses Vermögen im Ausland steuerfrei anlegen bzw. Steuern hinterziehen. Steuern die dem Staat und somit der Allgemeinheit rechtlich gehören. Für diese Geldanlagen dieser diversen Personen, die wachsen und wachsen, müssen wiederum andere Personen Schuldzinsen bezahlen. Es ist kein Kavaliersdelikt, wenn Personen vermutlich zweistellige Millionenbeträge an Steuern hinterziehen. Dieses Verhalten dieser diversen Personen bezeichne ich als geistige Verwahrlosung.
          Punkt 2 – Es gibt Millionen von Personen in Deutschland die brav ihre Steuern und Sozialbeiträge zahlen bzw. zahlen müssen und deren Nettolöhne geradeso zum „nagen“ und „beißen“ reichen. Ich frage Sie, ist das gerecht?
          Punkt 3 – Dieses Forum in die linksradikale Ecke zu stellen, entbehrt jeder Grundlage und schlägt dem Faß den Boden aus. Ich wünsche Ihnen noch einen guten Tag.

  19. Johannes Eber sagt:

    Wenn „Geisterfahrer Schäuble“ mit seiner „Bagage“ das Steuerabkommen mit der Schweiz realisieren hätte können so könnte man jetzt Hoeneß nicht mehr strafrechtlich zur Verantwortung ziehen. Diesen Verdienst muß ich der SPD hoch anrechnen; doch auch diese Partei hat bei mir keinen aber auch keinen moralischen Kredit mehr, seit dieselben die Hartz4-Gesetze durchgepeitscht haben.

  20. Uhupardo sagt:

    Anekdote der Woche:

    Viele Menschen seien jetzt enttäuscht von Uli Hoeneß. „Die Bundeskanzlerin gehört auch zu diesen Menschen“, sagte Regierungssprecher Seibert.

    no comment

    • Die sollte wegen Hochverrats an unserem Volk den Mund nicht zu weit aufreissen und lieber zurücktreten. Hier zeigt sich mal wieder, dass Milliarden verschleudern um Banken und ein unmöglich unreales Geldsystem „retten“, auch von Steuergeld ehrlich bezahlender Bürger, straffrei ausgeht. Ich gönne dieser Finanz GmbH BRD Verlogernheitsfirma jedenfalls keinen Cent um ihren Betrug weiter durchzuführern! Hätte ich Geld, denen würd ich es auch nicht schenken damit sie ’s versemmeln!

  21. Uhupardo sagt:

    Nach Jauch jetzt „Hart aber fair“ über das gestürzte moralische Denkmal. So machen Talk-Shows Freude – wenn man diesen Schweizer noch rauswerfen würde.

    • almabu sagt:

      Beim Versuch, das asoziale Verhalten des Herrn H. zu bagatellisieren hat der Herr L. von der überregionalen Münchener Zeitung, dem H. bei „Hart aber Fair“ einen Bärendienst erwiesen, dessen Folgen noch nicht übersehbar sein dürften?

      Er nannte das Schwarzgeld in der Schweiz das „Spielgeld“ des Herrn H, das nicht Schwarz aus Deutschland zu den Eidgenossen geschleust worden sei, sondern dort „redlich“ erworben worden sei. (Bei Geldwäsche ist oft Spiel, Glückspiel und Börse die angebliche Herkunft des plötzlich vorhandenen Vermögens!) Hier, im Falle des Herrn H, seien die Basis „geliehene 5 Mio Euro des befreundeten Herrn D. von der Firma A. Der nette Herr D. habe darüber für weitere 15 Mio Kredit garantiert. Schön, wenn man solche Freunde hat!

      Der tüchtige Herr H. hat nun flugs an der Börse gezockt und Ratz-Fatz das Geld wieder eingespielt, den Kredit zurückgezahlt und was übrig blieb war nun seins, am Finanzamt vorbei aus dem Nichts erschaffen, sein ganz persönlicher heimlicher Schatz von dem ausser dem Freund, dem Herrn D. keiner wusste! So etwas, „so a Leich‘ im Keller“ schweisst zusammen…

      Nun traf es sich angeblich so, dass der Herr H. in seiner Funktion als GF bei den Kickern zu seinem Freund, dem Herrn D. von der Firma A. geschäftliche Beziehungen unterhielt. Es stand ein wichtiger Vertrag an. Konkurrent von Firma A. war die Firma N. aus Amerika. Die hatte unter solchen Umständen natürlich keine Chance. Das mögen die Amerikaner gar nicht. Die meinen sowieso, dass in Deutschland zuviel Korruption im Spiel ist. Deswegen müssen Firmen, die an der NYSE in New York in Amerika gehandelt werden wollen, nach deren Pfeiffe tanzen. Nach normalen, internationalen Compliance-Regeln hatte die Beziehung zwischen H. und seinen Kickern und D. und Firma A. ein „Geschmäckle“!

      Es wäre nun also nicht völlig von der Hand zu weisen, dass die Kicker den Herrn H. fragen, wem gegenüber er im entscheidenden Moment loyal war, seinem Arbeitgeber, den Kickern oder dem Freund D. von der Firma A.?

      Noch wahrscheinlicher wäre es, wenn die Firma N. im fernen Amerika zu rechnen anfinge und Verluste durch nicht zu Stande gekommene Verkäufe auflistet und die Kicker und Herrn H. dafür in Regress nehmen wollen.

      Es bleibt spannend…

      • almabu sagt:

        Hinzuzufügen wäre, dass die Firma A. des Herrn D, einen Anteil am FCB kaufte. Bei der Ermittlung des Kaufpreises und der Durchführung des Kaufes dürfte der Herr H. ebenfalls im Spiel gewesen sein. Was, wenn ein unter vier Augen verabredeter Teil der Summe in der Schweiz geflossen wäre? Wer hätte dies bewerten und/oder bemerken können? Nur eine Hypothese…

  22. Uhupardo sagt:

    Der wegen Steuerhinterziehung in das Blickfeld der Staatsanwaltschaft geratene Uli Hoeneß war in der Amtszeit von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück dessen Berater. Erscheint so am Dienstag in einer Leipziger Zeitung und verwundert wahrscheinlich kaum jemanden.

  23. almabu sagt:

    Warum wehren sich eigentlich Union und FDP gegen die Besteuerung des Welteinkommens der Bundesbürger in Deutschland, wie es in den USA längst selbstverständlich ist?
    Ein US-Bürger muss seine Welteinkünfte offen legen und versteuern oder er geht in den Knast. Schweizer Banken liefern den US-Behörden eilfertig die dazu benötigten Daten, wo sie sich bei Deutschland (angeblich!) ziehren, wie die Jungfer beim ersten Mal…

  24. Johannes Eber sagt:

    Jetzt weiß man auch, warum der „Steinbrück“ als Bundesfinanzminister solch einen hochgärigen Mist produziert und hinterlassen hat. Da haben sich zwei „Hochgebildete“ gefunden.

  25. almabu sagt:

    Der geheime Codename für Uli Hoeneß‘ Schweizer Schwarzgeldkonto bei der Staatsanwaltschaft München lautet angeblich UHUPARDO!

    Er bedeutet:
    Ulrich Hoeneß Unsummen Problematischer Altlasten Relevanter Devisen Operation.

  26. almabu sagt:

    Woher hat der Festgeld-Uli, der bekanntlich keine „spanischen Verhältnisse“ in der Bundesliga will, die 37 Millionen €uro für den Transfer des Dortmunders Mario Götze zu den Bayern genommen?

  27. El Bernabeu sagt:

    Da haben die Bayern doch tatsächlich ein Thema gefunden, das den Hoeness etwas aus den Schlagzeilen bringen soll.
    Jetzt ist Mario Götze das wichtigste Thema in den Medien.
    Wie sagte Hoeness noch vor wenigen Tagen?
    Er möchte keine spanischen Verhältnisse in der Bundesliga!
    Und wieder mal soll er Recht behalten.
    In Deutschland wirds keine spanischen Verhältnisse geben, denn dazu bräuchte es nämlich zwei gleich starke Top-Teams.
    Die Schwächung des einzigen Konkurrenten, war wohl das Hauptziel des FCB im Falle M. Götze, denn noch nie war der aktuelle Bayern-Kader so stark besetzt.
    Und trotzdem kauft man mal eben den besten Spieler des direkten Konkurrenten weg.
    In Deutschland gibts bald schottische Verhältnisse mit einem Bayern-Abo auf die Meisterschale für die nächsten 10 Jahre und neuen Punkte- und Torrekorden.

    • Uhupardo sagt:

      Jetzt mal ein bisschen Verständnis für Guardiola! Er brauchte mindestens Götze, um nicht von vornherein befürchten zu müssen, gegen die Heynckes-Bilanz abzustinken. Da blieb nichts anderes übrig …

      Lassen wir aber den Götze jetzt mal hier raus und bleiben beim Transferhammer der Saison, bitte. – „Uli Hoeneß wechselt für einen noch nicht genauer genannte Millionbetrag vom FC Bayern München zur JVA München.“ – Das kann man immer noch in einem weiteren Artikel aufarbeiten.

  28. Uhupardo sagt:

    Laut Tagespresse ist Hoeness am 20. März vorläufig festgenommen und nur gegen eine Millionenzahlung wieder auf freien Fuss gesetzt worden. Sehr unüblich bei Selbstanzeigen. Da ist mehr dahinter.

  29. almabu sagt:

    In meiner kommentierten Hypothese von heute, 8:54 Uhr, ergäben sich neben der Steuerhinterziehung mehrere Straftatbestände u.a. Untreue gegenüber seinem Arbeitgeber, dem FCB und passive Korruption, also Bestechlichkeit. Wir werden es erfahren, irgendwann…

    • Uhupardo sagt:

      Um eine etwas persönliche Zwischensumme nach 72 Stunden zu ziehen: Hätte es nicht über Jahre die (auch mediale) Heldenverehrung Uli Hoeness gegeben, zu der er natürlich in jedem Moment mit seinen Aussagen massgabelich beigetragen hat, könnte man sich jetzt auch die Heldenverdammung und die Schadenfreude sparen. Fazit also: Sucht euch keine Idole, weil es ziemlich sicher keine sind.

      • almabu sagt:

        Jetzt auch Ermittlungsverfahren gegen Bayern-Präsident „Kalle“ Rummenigge! Er soll versucht haben, wie ein Kleinkrimineller, zwei Rolex-Uhren aus Katar einzuschmuggeln und ist dabei erwischt worden ;-))

        • Uhupardo sagt:

          Die Erklärung ist so erbärmlich, dass er einem nur noch leid tun kann: „Zwei gebrauchte Rolex, die mir ein Freund geschenkt hat …“

          Nein, Kalle, du hast diese überaus hässlichen Wecker in Katar gekauft, weil sie ein paar Euro billiger waren als in D und wolltest sie durch den Zoll schmuggeln, weil Statussymbol eben Statussymbol ist, egal wie hässlich die Dinger sind. Passt perfekt ins Bild.

  30. […] befriedigt werden. So haben die Suchmaschinen-Anfragen wenigstens in Zukunft Erfolg, wenn ein rotgesichtiger Hoeness wieder einmal die angeblichen wirtschaftlichen Verfehlungen anderer zur eigenen Entschuldigung benutzen will und sich nicht durch Fakten aufhalten lässt, um die […]

  31. fischi sagt:

    Da ich es mit dem Fußball und seinen Idolen nicht so habe lasse ich mal Volker Pispers sprechen.

    http://www.wdr2.de/unterhaltung/kabarett/volker_pispers102.html

  32. Uhupardo sagt:

    Wenn es denn stimmt, was heute kolportiert wird, bekommt die JVA München einen neuen Manager.

    Hoeness habe, als er von den „Stern“-Recherchen erfuhr, in Windeseile eine schlecht gestrickte Selbstanzeige erstellen lassen und erst dann eine Verbesserte nachgelegt, nachdem die Steuerbehörden bereits sein Haus am Tegernsee durchsucht hatten. Das wäre ein klares „zu spät“.

  33. almabu sagt:

    Eher stellt Seehofer Hoeneß als Sozialstunden abzuleistende unentgeltliche Bürokraft in seine Staatskanzlei ein, bevor der unter dem CSU-Spezln-System in die JVA einfährt!

  34. Johannes Eber sagt:

    Eventuell neue Entwicklung im Fall „Hoeneß“ – Bestechung, Korruption und Adidas? Bitte lesen Sie unter: http://www.mmnews.de/index.php/boerse/12815-hoeness-20-mio-g

  35. […] Lesen Sie dazu auch: * Finger weg von Ulrich Hoeness! […]

  36. Uhupardo sagt:

    Señor Hassknecht bringt es wie immer auf den Punkt

  37. Uhupardo sagt:

    Eine „Kleinigkeit“, die keine ist!

    Die offizielle Version in den Medien war: Hoeness hat dem Aufsichtsrat die einstwillige Niederlegung seines Amtes angeboten, der aber lehnte ab.

    Die Wahrheit ist: Hoeness sagte in etwa „Wenn der Aufsichtsrat will, dass ich mein Amt niederlege, mache ich das!“ (Was sowieso klar ist, wenn der Aufsichtsrat das verlangt.) Das tat der Aufsichtsrat dann nicht.

    Das Ergebnis bleibt so unverständlich wie beschämend, aber die Versionen sind durchaus unterschiedlich zu bewerten.

  38. […] Adler, dem Stammtorhüter des Hamburger Sportvereins, nun kotzen. Entgegen der Standard Aussage vom Zockerweltmeister und FC Bayern-Präsidenten Ulrich Hoeneß, “The Trend is your friend!” brachte es die […]

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