Amancio Ortega wird heute um 406 Mio. Euro reicher

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Wenn man sich richtig anstrengt, kann man auch ordentliches Geld verdienen. Es ist gut zu wissen, dass sich die Leistungsträger dieser Gesellschaft keine Sorgen um ihr täglich Brot machen müssen. Nehmen Sie sich also Amancio Ortega als Beispiel, bevor Sie sich wieder beklagen, wie schlimm alles ist! Der Ex-Präsident von Gründer von Inditex wird heute durch Dividenden-Ausschüttung um 406,5 Millionen Euro reicher.

Am Donnerstag wird die erste Hälfte der diesjährigen Dividende an die Inditex-Aktionäre ausgeschüttet: 1,1 Euro pro Aktie (2,2 Euro insgesamt in 2013). Amancio Ortega, der 59,2% des gesamten Aktienpakets von Inditex (Marken: Zara, Bershka, Stradivarius, Oysho, Pull&Bear, Maximo Dutti u.a.) hält, kassiert damit heute persönlich 406,5 Mio. Euro. Das kam gerade noch rechtzeitig für den Mann mit einem geschätzten Vermögen von 57 Milliarden US-Dollar, denn sonst wäre er am Ende noch auf Platz 4 der Forbes-Liste der reichsten Personen der Welt abgerutscht. Gerade noch einmal gutgegangen!

(P.S.: Bedanken möchten wir uns bei Ihnen allen ganz herzlich für einen neuerlichen Uhupardo-Leser-Rekord im April, nachdem wir schon im März einen verzeichnen durften. Muchas gracias!)

20 Kommentare zu “Amancio Ortega wird heute um 406 Mio. Euro reicher

  1. hanns sagt:

    aus aktuellem Anlass ist da noch hinzuzufügen: Inditex lässt auch sehr viel – unter absolut menschenunwürdigen Bedingungen – in Bangladesch produzieren. Zu Löhnen, die sogar noch unter den niedrigen gesetzlichen Löhnen dort liegen, In Fabriken, die so schlecht und billig gebaut sind, dass sie bei Bränden zur Todesfalle werden oder einfach mal zusammenbrechen und hunderte unter sich begraben. Der Reichtum von Leuten seines Schlages ist moralisch so viel wert wie der Reichtum der Quandts & Co: Es ist Blutgeld.

    • Uhupardo sagt:

      Ja schon, aber die schaffen doch Arbeitsplätze. Alles nur Neiddebatte. Und wie Ulrich Hoeness ist auch Amancio Ortega ein sehr sozialer Mensch.😉

    • Lunar sagt:

      ….ich kaufe auch bei ZARA, bis jetzt ohne schlechtes Gewissen – habe einmal gelesen, dass viel in Europa produziert wird. Stimmt wohl nicht?

      • Uhupardo sagt:

        Darüber gibt es keine zuverlässigen Informationen, das Unternehmen hält sich diesbzgl. absolut bedeckt. Seien Sie aber versichert, dass in fast allen Fällen ein Textilunternehmen mit seinem Produkt nicht mehr „konkurrenzfähig“ ist, wenn es in Europa hergestellt wird. Das gilt nicht nur für „Zara“.

        Ein paar Zahlen bekommen Sie hier dazu: „Inditex fährt europäische Produktion zurück“
        http://www.cincodias.com/articulo/empresas/inditex-pisa-freno-produccion-dentro-ue/20120813cdscdiemp_3/

        625 der 1.398 Zulieferer sitzen in Asien, 122 in Afrika, 64 in Südamerika (Brasilien hauptsächlich).

        In Bangladesh arbeiten 233.000 Menschen bei 150 Herstellern und 84 Zulieferern für Inditex. In China 166.000 Menschen bei 762 Herstellern.

        • Lunar sagt:

          ….darauf hin habe ich gleich meinen Schrank inspiziert – mein schöner dunkelblauer Blazer von Massimo Dutti —> designed in Spain, made in Spain, ich schaue meistens auf „made in ….“, habe aber auch schon daneben gegriffen……

          • Uhupardo sagt:

            Kann stimmen, muss nicht.
            Inzwischen werden auf dem spanischen Markt „einheimische Kartoffeln“ verkauft, die aus Rumänien stammen und vom Importeur umetikettiert werden. Der Verbraucher hat keine Chance mehr.

            Wir achten auch auf „made in …“, machen uns jedoch keine Illusionen: Inditex näht ein „Made in Spain“ in den Blazer – ob das nicht doch aus Bangladesh stammt, wer wollte das jemals kontrollieren (können)?

            • fakeraol sagt:

              So ein Quatsch! Natürlich ist das „made in Spain“ gerechtfertigt! Schließlich liefern aus Bangladesh nur Zulieferer. Sie schreiben doch selber: „Inditex näht ein “Made in Spain” in den Blazer„, Endproduktion ist also in Spanien.

              War doch mit den Grundig-Fernsehern auch nicht anders: zusammengelötet und -gebaut in DDR-Knästen, ein tolles Westprodukt wurde es dann dadurch, das bei Grundig noch die Typenschilder draufgeklebt wurden.
              In vielen Golf 2 konnte man auch Scheinwerfereinsätze „made in Ruhla“ (DDR) entdecken. Ohne den Osten hätte es im Westen auch nicht alles und vor allem nicht so billig geben können.

              • fischi sagt:

                Aber auch in der DDR wurde das System schon verstanden.
                Da wurden zum Beispiel Stoffe aus den anderen RGW Ländern umedikettiert und an den Westen verkauft.
                Am Ende hat wohl jeder verantwortliche in West und Ost genau gewußt was da läüft, getäuscht wurden bloß wieder die Verbraucher.

  2. Amal sagt:

    So viel Geld auf einen Haufen ist nie sauber verdient, da muss man gar nicht weiter nachhaken. Grundsätzlich nicht. Man kann in diesem System mit sauberer und ehrlicher Arbeit nicht reich werden. Wer reich ist, ist es immer auf Kosten der Armen.

    • Uhupardo sagt:

      Ach was, so viel ist eine knappe halbe Milliarde Euro auch wieder nicht. Das ist kaum ein Prozent Vermögens-Zugewinn an einem Tag. Also in etwa als wenn man einer Schlecker-Frau 100 Euro in die Hand drückt. Man muss das in der Relation sehen … und wenn es Spanien gut geht, sollen die Leistungsträger auch etwas davon haben.

  3. Lockez sagt:

    Das freut mich aber für diesen armen Milliardär, dafür hat ER ja „hart“ gearbeitet!
    — Da wird mir echt Übel…. —

    Dabei ist er auch nur Hampelmann von den Billonären, denn irgendwo muß das Geld ja sein wenn man die Staatsverschuldungen so ansieht, denn da geht es um Billionen.

  4. đeя вαeяeиαυfвıиđeя sagt:

    Reblogged this on đeя Bαeяeиαυfвıиđeя oder Kultur-Soeldner.

  5. Haas Dietrich sagt:

    Es ist doch so, daß ein Etikett annähen oder ein Umverpacken innerhalb Europas(Spaniens Deutschlands usw) schon eine Wertsteigerung erfährt, und somit mit einem Etikett „Made in Spain(Germany)“ ganz legal versehen werden kann.
    So werden auch die Kartoffeln aus Rumänien zu produced in Spain

  6. fidel sagt:

    Bei 52% Spitzensteuersatz bleiben um die 200Mio.€ nach Steuern übrig.
    Wiki sagt, dass der Mann im Jahr 2012 – 20 Mio.€ an die spanische Caritas spendete.
    Er hat ein schwerbehindertes Kind und gründete eine Institution zur Förderung behinderter Kinder; dann gibt es eine weitere Stiftung zur Förderung von Kultur, Bildung….

    Wer über 20% seines Nettoeinkommens spendet, darf sich über den Mann das Maul zerreißen.

    Aber zuvor zerreißt ihr mich, als neoliberales Lohnmaul…..

    Euer kleinstes Problem ist der Neid.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Amancio_Ortega

    • fischi sagt:

      Laut Wikipedia ist der Spitzensteuersatz in Spanien 43%.
      Aber darum gehts mir nicht.

      „Wer über 20% seines Nettoeinkommens spendet, darf sich über den Mann das Maul zerreißen.“

      Aber Millionen Leute können es sich überhaupt nicht erlauben 20% zu spenden.
      Mit Neid hat das überhaupt nichts zu tun.
      Wenn Jemand 50 Millarden hat und 20 Millonen spendet ist das ungefähr so als wenn man 10 Cent in der Gaststätte Trinkgeld gibt.
      Rechnet mal jetzt nicht nach, ich glaube der Kellner kommt noch schlechter davon.

    • Quertreiber S.L. sagt:

      @fidel:
      Was scheren mich die von der Steuer abzuschreibenden Spenden an die armen Schweine? Als ob Almosen schon je irgendwo etwas gegen das Elend der Armen ausrichten können hätten! Die sind nur dazu da, um Leuten, die da nicht so richtig durchblicken, weiszumachen, was für gute Menschen die Kapitalisten doch sind. Zuerst scheffeln sie Geld auf Kosten der Armen und dann werfen sie ihnen ein paar Krümelchen hin, solange man es von der Steuer abschreiben kann und die Sache ausreichend Propagandawert hat. Die sogenannte Wohltätigkeit ist entwürdigend für den Empfänger. Sie trägt niemals dazu bei, nachhaltig etwas gegen die Ursachen der Not zu unternehmen und als pseudomoralische Rechtfertigung der Reichen führt sie bloß zu einer Verewigung der sozialen Ungerechtigkeit. Gäbe es solche Ausbeuter erst gar nicht, dann wären ihre „netten Spenden“ überhaupt nicht notwendig.
      Denken Sie eigentlich auch manchmal selbst oder wiederholen Sie grundsätzlich nur den Unsinn der Gehirnwäscher?

      • fidel sagt:

        @all
        Wer zwingt die Menschen den die Kleidung zu kaufen oder für den Mann zu arbeiten?
        Sagen Sie jetzt bloß nicht der Staat, durch Vorenthaltung der staatl. Almosen called Sozialversicherung (von wegen Anrecht..)

        Würden alle Verbraucher von ihrem Recht mit dem Geldbeutel abzustimmen gebrauch machen – gäbe es in Europa noch eine gute Löhne bezahlende Bekleidungsindustrie.

        Aber nein, zugunsten von Kfz-Leasingraten und überteuerter Häuser sparen wir an Nahrung und Kleidung. Die Nachfrage war eindeutig – auch in Spanien (=Blasen).

        Ja natürlich gibt es Schweine, die zu erziehen schon durch Verweigerung möglich wäre.

        Übrigens kann jeder seine Spenden abschreiben – aber immer nur zum Teil, sonst gäbe es mehr Spender.

        Es macht Spass hier das schwarze Schaf im Stall der Selbstgerechten zu sein ;o)

  7. Zweizahnohm (einer unten) sagt:

    Der Don Amancio Ortega hat doch sicher Telefon. Rufen Sie ihn an und sagen Sie ihm, dass er für 57 Millionen den Busfahrer von Borussia Dortmund verpflichten kann. Ohne den wird der spanische Fußball nicht wieder auf die Beine kommen.

    • Uhupardo sagt:

      Fussball ist hier nicht Thema und wird es auch nicht. (Was Ihr Glück ist, sonst hätten wir Ihnen jetzt die deutsche Champions-Versagerstatistik der vergangenen 15 Jahre vorgesetzt.)

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