Grüne in NRW entmündigen nicht nur Wirte sondern alle Menschen

krisenfrei

Wenn man Menschen schützen und dem Begriff „Freiheit der Entscheidung“ überhaupt noch irgendeine Bedeutung beimessen will, wäre es ganz einfach. Nur eine Beispiellösung:

1. In Kneipen bis 100 Quadratmetern Fläche entscheidet der Inhaber, ob Raucherkneipe oder Nichtraucherkneipe.

2. In Gaststätten von mehr als 100 Quadratmetern Fläche muss ein separater klimatisierter Raucherraum eingerichtet werden, wenn geraucht werden soll.

Zwei Punkte und das war´s schon. Diese oder andere Lösungen des Problems standen zur Verfügung. Keine davon kam zum Zuge: In NRW wurde soeben das schärfste Nichtraucherschutzgesetz in Kraft gesetzt. Das Rauchen wurde verboten und nicht nur in Kneipen. Raucherclubs darf es nicht mehr geben und das strikte Verbot gilt auch für Festzelte, Betriebs- und Vereinsfeiern oder Brauchtumsveranstaltungen.

Das ist Entmündigung von Staats wegen. Wirte haben kein Bestimmungsrecht mehr über ihren Betrieb, Menschen werden in jeder Weise gegängelt. Weil das noch nicht genug ist, muss auch noch Denunziantentum gefördert werden, wie es jetzt…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Politik.

15 Kommentare zu “Grüne in NRW entmündigen nicht nur Wirte sondern alle Menschen

  1. dank sagt:

    Kurzum zielt es nicht nur auf die Entscheidungsfreiheit ab, sondern auch darauf, dass Versammlung-/Diskussionssräume (früher oder später) geschlossen [da, wo früher viele Ideen zu Neuem entstanden und gegen alte Zöpfe Rebellionen vorbereitet wurden] und auch die Gesellschaft ein weiteres Mal geteilt wird. Und wenn die Stücke klein genug sind, lässt sich diese viel besser kontrollieren…

    • Uhupardo sagt:

      „Und wenn die Stücke klein genug sind, lässt sich diese viel besser kontrollieren…“

      Genau darum geht es! Es ist nicht das angesprochene Gesetz als Detail, das hier wichtig ist, sondern die Tendenz der Gängelung, der Einschränkung von Bürgerrechten, die hier angesprochen werden muss. Jedes Staatsgebilde, egal welcher Ausprägung, neigt dazu, immer mehr Raum zu kontrollieren und zu absorbieren. Dahinter muss nicht einmal böse Absicht stecken. Dieser schleichenden Trend braucht ständige Wachsamkeit und ein ständiges Gegengewicht der Bürger, wenn nicht ein Baustein nach dem anderen fallen soll. Das ist anstrengend aber unverzichtbar.

      • Quertreiber S.L. sagt:

        Mal sehen, wie viele zig Kommentare hier nun kommen, denn die Raucherverfolgung vs. Raucherfreiheits-Debatte erfreut sich immer regen Andranges. Ich finde, hier geht es nicht bloß um die Beschränkung der persönlichen Freiheit, sondern darum, die Bevölkerung in viele verschiedene Einzellager aufzuteilen, damit sie sich dann untereinander tüchtig wegen irgendwelchen Unwichtigkeiten in die Haare kriegen, statt sich der viel wichtigeren Gemeinsamkeiten zu besinnen. Es ist das Divide et impera Prinzip, das hier wieder mal zur Anwendung kommt.

  2. backpart sagt:

    Derzeit qualme ich nicht, trinke keinen Alkohol und versuche diesen Zustand für immer zu halten. Nein, das Rauchen sprechen die Grünen hier nicht an. Gängelung und gegenseitiges Ausspielen. Der Großteil der Bevölkerung kann das nicht begreifen, weil nicht im Bilde; whatever. Nur eine kleine Minderheit sieht diesen totalitären Staat, in dem, egal welche Partei, uns alle aufmischt.

    Du kannst das Mietverhältnis, den Arbeitsplatz oder einfach den kleinen Zwist um unwichtige Dinge nehmen, hinter all dem steckt eine gewisse Absicht und Boshaftigkeit, eine Zwietracht, damit wir uns miteinander beschäftigen, nur nicht mit den Verantwortlichen, die sich gemütlich zurücklehnen und grinsen. Dabei frage ich mich, wie lange noch und – wie lange wollen viele Bürger in diesem Staate sich ihre Welt schön reden und lesen? Selbstbetrug ist wiklich das Letzte, was ich mir antun will. In diesem Sinne.

  3. Willie sagt:

    Ach Gottchen. Das Gesetz ist doch super.

    So gut wie alle Länder sind schon viel weiter als wir (auch hinsichtlich der gleichstellung von Homosexuellen). Bei uns werden solche Regelungen jedoch als Freiheitsentzug gewertet. Der Michel weiß selbst nicht, was er will.

    Als Nichtraucher (ich rauche Cannabis auch nur pur) freut mich das Gesetz. Und warum sollten Gaststätten über 100 qm bevorzugt bzw benachteiligt werden (Raucherraum ja oder nein, falls überhaupt möglich und falls er überhaupt funktioniert, denn stinken tut es meist überall)?

  4. Ich habe einen Freund, der ist Asthmatiker. Der findet das Gesetz gut. Ich selber befürworte ein gerelles Rauchverbot in der Öffentlichkeit! Absolut! Nicht aber in Kneipen, da sollte es Raucherkneipen geben, der Nichtraucher kann in eine andere Kneipe gehen. IN der Öffentlichkeit kann ich keinen anderen Weg gehen, wenn ich die Treppen aus der U-Bahn hochkomme und dort hinter 6 Rauchern herzugehen gezwungen bin. Oder in das Krankenhaus, wo vor dem Eingang 12 Raucher eine Rauchschleuse bilden! UNd noch ein Gedanke beschäftigt mich: Wo ist der Unterschied: Ich gehe durch den Park, und rauche eine Zigarette! —– Ich gehe durch den Park, und trage eine Flasche Plutoniumdioxid für meine Keramikwerkstatt mit mir: Weil ich es toll finde. Meine Sache, oder?

  5. Häschen sagt:

    Klar. Raucher sind eher in Lokalen sehr aktiv. Gut im Speiselokal sehe ich es ein und weniger Rauchen macht durchaus auch Sinn.In der Praxis schaut es so aus – im Winter wenn es grauslig und feucht ist, dann stört der Rauch besonders vermutlich jeden. Im Sommer sind die Leut an sich draußen vor der Tür und/oder das Lokal ist leer und/oder die Belüftung an sich sehr gut. Es ist aber nicht so, dass die Leut allein zum Speisen fortgehen besonders am Abend, das war einmal. Ich stelle mir, dann die Frage – wenn ich schon gesellig beisammen bin und dafür Rauch in Kauf nehme, kann ich es beim Essen genauso. Ich habe mir angewöhnt sehr lange bis zur ersten Zigarette zu warten. Es ist aber nicht ganz einfach, wenn man keinen Alkohol trinkt sehr standhaft zu bleiben … bei dem Blödsinn den die Leut daherreden den ganzen Abend ist es besser man blockiert den Schmerz …

    Bezüglich der Parteien – es ist komplett egal wen man wählt. Denke das bemerkte ich schon mal – ein weiser Spruch der österreichischen Unternehmer ist und bleibt – Wähl die Roten (Sozialisten …, jene die das Thema Arbeitnehmer bedienten in den 50er und 60er Jahren) dann zahlens die Arbeitnehmer. Das beworbene Thema ist just jener Titel unter dem den Bürgern höhere Steuern aufgebrummt werden, denn es ist populär. Also sind die Grünen nicht besser oder schlechter als die anderen – in .de wohl. Die Kehrtwendung war beachtlich. Bei uns sind die Grünen jetzt die Untouchables … die Partei der SaubermännerInnen.

    Es ist heut einfach nicht mehr – es gab eine Analyse – in .at ist das ‚Die da oben‘ massiv ausgeprägt. Wird in .de nicht anders sein im Grundtenor – sehr traurig ist dass in .de die NPD die letzte verbliebene Partei ist, die an traditionell ‚linken‘ Themen vorgibt interessiert zu sein – auf ihre sehr außergewöhnliche Art. Der Rest hat sich total verabschiedet – wie im Lehrbuch. Gut bei der NPD müsste die Kellnerin vermutlich blond und vollbusig sein … aber Rauchen wäre vermutlich nicht verboten. Man bekommt beides im Doppelpack sozusagen, alles eine Frage der Präferenz.

    Ich denke, man nimmt dem Wirt die Möglichkeit – auch wenn es dauert bis sich der Trend durchsetzte – mit Rauchen/Nichtrauchen Profil zu zeigen und sich abzugrenzen. In .at war eines sofort klar – gibt es ein Lokal in dem geraucht werden kann ist die Konkurrenz tot … sobald die Lokale nebeneinander sind – Einkaufszentrum beispielsweise. Ausgrenzung … entferne die Hälfte der Bevölkerung aus den Lokalen und sie bleiben ‚leer‘. Dann halt alle … die Leut finden sich schon andere Wege sich zusammenzusetzen. Macht man ein Vereinshaus … und verkauft die Getränke ‚black‘. Wie man sich bettet so liegt man. Wäre aber interessant, ob jene Politiker in NRW auf Landesebene sich ihre eigenen Steuereinnahmen damit abschneiden oder jene der Gemeinden … Das ist in .de sowieso ein Unikum … und wie das erduldet wird.

    • krisenfrei sagt:

      Zunächst einmal vielen Dank an den uhu für den Reblog zu diesem Thema.

      @ Häschen u.a.

      Zu dem Bevormundungs-„Nichtraucherschutzgesetz“ in NRW gibt es in Münster eine „Raucherparty“-Initiative, die ich bisher regelmäßig besucht habe. Beim letzten Treffen sagte mir die Wirtin, die auch draußen einige Tische aufgestellt hat, nicht einmal Aschenbecher auf die Tische stellen darf. Dafür benötige sie eine Genehmigung, die mit Kosten verbunden sei.

      Noch Fragen?

  6. Die Grünen: Rauchen verbieten, schnell Fahren verbieten, Steuererhöhung für angeblich reiche Familienväter mit 60k brutto, Dosenpfand, Hartz IV, Energiewendestalinismus, Eurokratismus, Kriegspragmatismus, Beamtenversorgungspartei.

    Es ist schon sehr traurig mitanzusehen, was aus der Partei geworden, die ich seit Gründung in den 80er Jahren und über mehr als zwei Jahrzehnte wegen ihrer Offenheit und alternativen Ansätze unterstützt habe.😦

  7. Na ja vor einigen Jahrzehnten, im vergangenen Jahrtausend, war es die Volkshygiene.
    Heuer ist es halt die Volksgesundheit die bemüht wird.
    Aber man diskutiert halt lieber über Asthma und Quadratmeterchen, ist ja auch ganz nett und so anregend.
    Immer das Selbe Schauspielchen, nur die Schauspieler und die Komparsen-Hansel ändern sich namentlich.

  8. Georg sagt:

    Dieses Gesetz als „faschistoid“ zu betrachten, wie im verlinkten Blog, halte ich für absurd.
    Beim Thema Rauchverbot glaube ich eher, dass dies von Leuten durchgesetzt wird, die Rauchen generell abschaffen wollen, und es ist nichts anderes als legalisierter Drogenkonsum. Mit ähnlichem Ziel gibt es ja auch die Branntweinsteuer…was würden all die Leute hier schreien, würden wir 16-j. den Konsum von Wodka erlauben! Dabei dürfen wie inzwischen in manchen Bundesländern sogar wählen! Aber für gewissenhaften Umgang mit Alkohol zu blöd? Naja…aber natürlich sollen Raucher Artenschutz bekommen, ihre Sucht ist etwas anderes.

    Fakt ist, jeder Raucher regt sich jetzt erstmal tierisch auf. Für diesen ist „Rauchen“ ein Genuß. Für alle Nichtraucher ist es nur ein Ärgernis, mal mehr, mal weniger, zudem höchst ungesund.
    Ich würde eher noch einen Schritt weiter gehen und fragen, welche Rolle Drogen generell in unserer Gesellschaft haben und wie weit wir den Konsum akzeptieren wollen. Denn es gibt ja auch „ähnlich harte“ Drogen wie Cannabis. Entweder diese auch legalisieren oder das Rauchen gleich mit abschaffen. Es ist sowieso nur legal, weil es als Geldquelle dient.

    • Georg
      den schenke ich Ihnen….Kreisky – Wir machen uns Sorgen um dich

      aus Ihrem Beitrag werde ich wirklich nicht schlau, was mich wuschig macht.

      Sie schreiben: im ersten Satz!
      „Dieses Gesetz als “faschistoid” zu betrachten, wie im verlinkten Blog, halte ich für absurd.“

      In Ihrem letzten Satz schreiben Sie dieses:
      „Es ist sowieso nur legal, weil es als Geldquelle dient.“

      ich halte dieses für einen Widerspruch! der Widerspruch bleibt auch auf die Gefahr hin, das Sie Faschismus(meinetwegen Kapitalismus) nicht definieren können.

      Das Gesetz selbst

      ( https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&gld_nr=2&ugl_nr=2128&bes_id=11150&aufgehoben=N&menu=1&sg=0 )

      beruft sich letztendlich aufs Arbeitsschutzrecht (und NICHT aufs Jugendschutzrecht) wird auch so öffentlich argumentiert. Die Argumentation die dahinter steht ist letztendlich ökonomischer Natur. Eine ökonomische Abwägung Einnamen der Tabak-Steuer kontra
      Ausgaben im staatlichen Gesundheitswesen platt.
      zB: (BG…….http://www.bgbau-medien.de/bau/bau721/titel.htm?gesamt=1).

      Ich will gar nicht weiter auf die BG-Argumentations-Verquikungen eingehen die dort zu allgemeinen „wissenschaftlicher“ Erheiterung dienen könnten.

      Dabei sollte auch nicht übersehen werden das dieses Gesetz selbst Ausnahmen beinhaltet.
      Von genereller Abschaffung wie Sie glauben kann ich auch nix erkennen.

      Georg sind Sie sicher das Sie ……

      „Ich würde eher noch einen Schritt weiter gehen und fragen, welche Rolle Drogen generell in unserer Gesellschaft haben und wie weit wir den Konsum akzeptieren wollen. “

      Da könnten Sie sich auch über meinen MUSI-Geschmack mit mir unterhalten, sicher ganz nett und anregend.
      Die Prohibition generell betrachtet, war und ist noch erfolgloser, wie der napoleonische-KuK-NSDAP-Feldzug gegen Russland.

  9. Hallo Georg(s) dieser unserer Erde!

    ich muss meinen obigen Beitrag vervollständigen.
    Ich beginne mit einem Gedanken von „Paracelsus“…….“Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist“.
    Die heutige ernst zu nehmende Wissenschaft (nicht Auftragswissenschaft) stellt konsequenter Weiße die Frage, nach der Sucht selbst und ihrer Ursachen!
    Die Frage nach möglichen Substanzen/Dinge die als reiner Ausdruck der Sucht zu verstehen sind: zB. Arbeits-Spiel-Macht-Ess-Vögel-Trink-Spritz-Schnüffel-usw-Sucht , spielen keine Rolle mehr.
    Das Suchtverhalten selbst ist also Gegenstand, nicht sein Ausdruck, moderner Wissenschaft und die Wissenschaft wäre keine, würde diese nicht die Frage nach der Ursache der Selben selbst stellen.
    Zugegeben diese Frage ist weniger schön, einfach zu beantworten als sich über deren Ausdruck zu ereifern.
    Anders ausgedrückt: der Fetisch ist nicht die Religion, nur der Ausdruck der Selbigen und längst nicht ihre Ursache.
    Ein rigoroses in Frage stellen unserer Art im gesellschaftlichen Dasein(Kontext) zu stellen, wäre wohl dringlichst angezeigt.
    Ergo ich bin zuversichtlich wir -packens wieder nicht ! was solls….
    nochmals MUSI ?

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