„Dies ist eine eingebildete Demokratie!“

Man muss mit Dirk Müller wahrlich nicht in allem übereinstimmen, was er so äussert. Vor allem, weil sein Hauptinteresse nicht das Gemeinwohl ist, sondern darin liegt, Geld zu verdienen über Cashkurs, Buchpräsentation usw. Doch zumindest der erste Teil seines Vortrags trifft den Kern der Sache.

10 Kommentare zu “„Dies ist eine eingebildete Demokratie!“

  1. Der große Popanz alias Demokratie.
    Es ist wirklich keine Neuigkeit was Müller über Demokratie von sich gibt. Ein Blick ins GG würde eigentlich ausreichen. Dort steht nix von Demokratie, was auch immer Diese sein soll, da hat wohl jeder seine Interpretation.
    Es ist aus meiner Sicht schon einmal falsch den Vortrag so zu verfassen als hätte es jeh Demokratie gegeben im Nachkriegsidiotenland oder davor.
    Im GG steht Repräsentative-Demokratie!.
    Was genau so erhellend sein könnte wie PC(politisch korrekt)
    ——————————————————-
    Als Anhänger der regionalen Ausrichtung finde ich Teil Zwei des Müllerschen Beitrags, ein Stück weit na ja interessanter. Auch wenn ich im vorliegenden Fall nicht zur Gänze mitgehen kann.
    Müller will bestehendes retten!
    Ich persönlich wäre zufrieden wenns verreckt!
    Eine eventuelle „Neuausrichtung“ wäre dann so oder so angesagt. Diese andauernde Flickschusterei im „Jahrhundert des Mangels“ macht mir keinen Sinn mehr.

  2. rhakis sagt:

    D.M. hält die Hände wie Mutti….ich habe ihn oft gesehen und ich denke, er redet zuviel. Dem traue ich nicht über den Weg. Ein falscher Fuffi. Sein Blick hat etwas, was ich nicht mag. Das habe ich bei anderen Leuten schon gesehen und ich bin da vorsichtig.

    Ich bin mir sicher, das wäre ein besserer Weg:

    Miete, Strom, Telekommunikation, Gas, Wasser, ÖPVN und die reinen Bankengeschäfte ( keine Casino Royalis ) zur Unterstützung der Wirtschaft und Bürger in die öffentliche Hand geben/dort lassen. Nicht die Gewinnmaximierung sondern das soziale Miteinander pflegen und sichern, das muss die Agenda sein.

  3. muy bien sagt:

    „Man muss mit Dirk Müller wahrlich nicht in allem übereinstimmen, was er so äussert. Vor allem, weil sein Hauptinteresse nicht das Gemeinwohl ist, sondern darin liegt, Geld zu verdienen über Cashkurs, Buchpräsentation usw.“

    ¡Había que decirlo alto y claro por una vez!

    Mr. Dax, alias D. Müller – No gracias!

  4. Sven Boernsen sagt:

    Dass Geld, welches durch hemmungsloses Inflationieren entstanden ist, in irgendeiner Form so etwas wie gesparte Arbeitsleistung sein soll, die man jetzt sinnvoll investieren könnte, das betrachte ich als wirtschaftswissentschaftlichen Unsinn.

    Und das weiß Müller auch, denn dumm ist der nicht.

    • jigga sagt:

      Technisch gesehen ist es aber vollkommen korrekt. Geld entsteht heutzutage größtenteils aus Kredit. Ein Kredit ist nichts anderes als ein Versprechen auf Arbeit, denn der Kreditnehmer kann diesen Kredit nur zurückzahlen, wenn er (oder seine Mitarbeiter oder derjenige in den er investiert) arbeitet um seinerseits Geld zu verdienen.

      • fakeraol sagt:

        < "Geld entsteht heutzutage größtenteils aus Kredit.

        Da ist es wieder, dieses Raunen. Wenn Geld „größtenteils“ aus Kredit (= Schulden) ensteht, muss es ja anscheinend zu einem kleinen Teil auch anders entstehen.

        Bitte liefere irgendjemand einen Beweis, daß die einzigen, die Geld nicht nur weitergeben (Verkauf, Taschengeld, Lohn, Gebühren, etc.) können, sondern zusätzliches Geld aus dem Nichts erzeugen können: die Banken (Geschäfts- und Zentralbanken), Geld auf irgendeinem Weg in die Wirtschaft geben, ohne darauf eine Rückzahlungsforderung (= Schulden) zu erheben.

    • fakeraol sagt:

      Der Fehler in der Darstellung ist schon mal, daß man, bevor es „Geld“ gab, mit „Schuldscheinen“ ein Anrecht auf einen konkreten Gegenstand weitergab. Auf etwas, das bereits produziert wurde, oder zu dessen Herstellung sich jemand bestimmtes verpflichtet hatte.

      Banken geben heute aber Geld aus, für dessen Deckung mit einem realen Gegenwert, einer Ware sie sich für nicht zuständig erklären.. Da regiert dann die vage Hoffnung, es möge sich jemand anderes finden, der mit seiner Hände Arbeit einen realen Gegenwert zu diesem Geld erzeugen möge.

  5. Marius sagt:

    Der Aussage, dass unsere „Demokratie“ eine Farce ist würde ich zustimmen, genauso wie der Aussage, dass Dezentralisierung sinnvoll ist.

    „Das Kernproblem ist ein Schuldenproblem“ naja auch, aber es ist nicht die Ursache, sondern das Symptom eines Wirtschaftssystems voller innerer Widersprüche.

    Die Vermögen der einen Seite (= Schulden der öffentlichen Hand und private Konsumschulden) will er dadurch abbauen, dass sie (von den Vermögenden selber?!) investiert werden. Das halte ich für wenig sinnvoll, denn:
    1) Es wird nur investiert, wenn die Investition Rendite verspricht.
    2) Wenn tatsächlich Rendite dabei rauskommt steigt das Vermögen der Anleger.
    3) In was soll denn bitte investiert werden? Die Wirtschaftsbereiche in denen ein Markt existiert sind entweder gesättigt, oder spekulativer Natur (z.B. Immobilienmarkt)
    4) Die Bereiche in die wirklich was zu investieren wäre (öffentliche Güter wie z.B. Bildung, Infrastruktur insbesondere auf dem Land, zum Teil regenerative Energien) sind für Privatanleger weitgehend uninteressant.

    • jigga sagt:

      zu 1)
      Das muss nicht sein. Die Alternative ist nämlich die (nahezu) komplette Geldvernichtung auf einen Schlag. Was Herr Müller auch äußert. Es läuft wirklich auf 2 Alternativen hinaus.
      1. Zypern für alle. Soll heissen, rigoroser Schuldenschnitt mit gleichbedeutendem Vermögensschnitt.
      2. Die Kapitalansammler bequemen sich mal ihr Geld auch ohne (oder sogar mit kleiner negativer) Rendite in sinnvolle Dinge (wie die von Ihnen in Punkt 4 angesprochenen) zu investieren.

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