Precht und Juncker: Wer ist schuld an den Schulden

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Richard David Precht im Gespräch mit Ex-Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker, der bekennt, sich „oft hilflos gefühlt“ zu haben und diese Position „nicht gerne“ bekleidet zu haben. Angesichts der zunehmenden Macht der Finanzmärkte befinde sich das Primat der Politik in Auflösung. Doch die Politik sei nicht so hilflos, wie oft behauptet wird.  Sie könne sich durchaus das Heft zurück nehmen, das man ihr aus der Hand genommen hat.

Erwarten Sie von diesem Gespräch keine kontroverse Debatte, eher ein wirtschaftsphilosophisches Pläuschchen, das aber dennoch interessant genug ist. Es geht um die „ungezügelte Geldgier als Drama unserer Zeit“ und die Frage, was Geld für die Menschen generell bedeutet. „Geld allein ist kein Glücksbringer“, so Juncker. Wobei er jedoch einschränkte, dass man auch mit Geld viele gute Dinge bewirken könne. Dieser Gedanke stellte sich dann allmählich auch als die Grundüberzeugung unseres Premiers heraus. „Geld ist nicht alles“, aber Geld sei auch nicht unbedingt verwerflich. „Auf die Verwendung kommt es an“, betonte Juncker, „positive Verwendung des Geldes kann glücklich machen; Geld allein nicht.“

Dass die internationale Wirtschaftsordnung nicht gerecht und eine „Fehlkonstruktion“ sei – daran lassen beide Gesprächspartner keinen Zweifel. Doch als Juncker als Welt-Alleinherrscher entscheiden soll, wie man das ändert, bleibt er eher vage und versichert, dass er „nicht naiv genug“ sei, um an ein baldiges Ende dieser unverantwortlichen Form des Wirtschaftens zu glauben.

31 Kommentare zu “Precht und Juncker: Wer ist schuld an den Schulden

  1. globalvoter sagt:

    Was die Jungs scheinheilig sind, wenn Ihnen ein halbwegs Intelligenter und mehr als der Durchschnitt Gebildeter Fragen aus dem Nähkästchen stellt. Wie schön und menschlich sind doch unsere Top Politiker. Mir kommen die Tränen vor Rührung. Geld macht nicht glücklich!
    Wie kann man nur so eine bescheuerte Frage denn stellen. Geld ist zur Versorgung/Einkauf (von Sklaven) und Machtausübung sehr nützlich. Davon leben und geilen sich Machtpolitiker und Bankster auf! Und, freilich, auch andere Machtstrebende alle Art. Das FIAT Schuldgeldsystem ist nicht ungerecht, sondern unmenschlich und hat in einer modernen Neuen Gesellschaft nichts zu suchen, weil daraus Blasen entstehen und Kriege dazu losgebrochen werden, um wieder vor vorne los zu zocken! Das System ist exponentiell und fördert die Machtgeldkonzentration, sodass die große Mehrheit es nie schafft, durch Arbeit all die Zinseszinsen im Konsumgut, versteckt, zu verdienen, die es zur Vermögensbildung und Freiheit von der Macht und den Mächtigen, d.h. zur wahrhaftigen Selbstbestimmung und Selbstachtung, glückhaft, brauchen könnte. Es sei denn man verdient sich der Macht und spielt mit: Der Schwarze Peter.
    Der smarte Pracht stellt solche kniffligen Fragen nicht, damit das liebe Politschwein oder der sonstige PR Kunde nicht noch mehr lügen müsste.
    Die Amoralität des System wird nur eklatanter, weil es zyklisch ist und, hoppla, wir mal wieder an dem Ende der Fahnenstange (Blase) angekommen sind. Die Politiker haben das globale, entkettete und entwurzelte System nicht sehen können wollen, weil sie dann hätten es einschränken müssen wollen! MAN wollte aber nicht. Wo wär dann die ganze schöne Asche denn hergekommen, die man so schön einfach auf Kosten der Schafe hat borgen können. Macht kommt bei den Politikern von machen, insbesondere durch Geld der anderen, denn richtig arbeiten wollen die alle nicht! Es gibt keine Berufsgruppe, die sich bei der Ausübung der Tätigkeit so herzlich amüsiert gibt. Besonders, wenn die Kameras laufen. Fällt das auf!? Nein!? Gute Nacht! Pracht! Mehl aus dem gleichen Sack!

    • globalvoter sagt:

      Sorry! P.S. Übrigens, Precht ist prächtig, daher sein neuer Künstlername Pracht. Er steht, ja, auf der Bühne und stellt dar, wie alle im Einheitsfernsehen ARD/ZDF, im Einheitsparteiensystem, im Einheitsbankensystem, im Einheitseuro, im Einheitsbegräbnis der Freiheit und Selbstbestimmung.

    • Im Großen und Ganzen schließe ich mich Ihren Gedanken an….globalvoter….

      Ich kann auch nicht erkennen was an der Rückschau von Junker, seit dem tendenziellen Fall der Profitrate, lief alles schief.

      Und dem typischen ausrangierten alt Politiker Gejammer blä blä blä so von Interesse sein müsste, das dafür Sendezeit verschwendet wird.
      Ein Werbeblock hätte es auch getan.
      Und zu Pracht! Mehl aus dem gleichen Sack!
      ja so ist dass.

  2. Bruchmüller sagt:

    Immerhin kommt allmählich in Schwung, dass man darüber redet. Die Kritik am praktizierten Geld- und Wirtschaftssystem reicht von …mit Fehlern behaftet …bis …Wurzel allen Übels. Und sie wird in der Tendenz lauter. Mich lässt das zunächst hoffen, dass der aufgestaute Trivialschrott gängiger Kreislauf- und Gleichgewichtsmodelle zwangsläufig auf der Halde landen muss.

    • Uhupardo sagt:

      Bei aller Wut und Ohnmacht angesichts der Geschehnisse: Jetzt endlich bewegt sich etwas! Das ist richtig … und mehr, als man in den vergangenen Jahrzehnten konstatieren konnte, obwohl viele wussten, worauf es hinauslaufen musste.

  3. Ulrich Fiege sagt:

    Zuerst muss ich etwas weiter ausholen, die demokratische Legitimation der Europäisierung ist nicht vorhanden. Die Eigendynamik der Sicherheitsapparate um die Bürger lückenlos zu überwachen hat ja seinen Grund, der „Berner Club“ beschreibt die europäische TREVI-Gruppe (Terrorismus, Radikalismus, Extremismus, Violence internationale) um mit der angeblichen Terrorgefahr gegen die eigenen Bürger vorzugehen einer wachsenden Bedeutung zu.

    Die Kontrollmechanismen durch die Schengen-Abkommen die Grenzkontrollen überflüssig machten wurden mit der Einführung der “Ausübung von Polizeibefugnisse“ auf das Hoheitsgebiet durch Ersatzkontrollen in das Hinterland verlegt, da die Schwelle die für die Observation oder Verhaftungen von Bürgern im Polizeigesetz sehr Hoch angesiedelt war, wurde durch das Zollkontrollgesetz was jetzt Gegenstand der Behörden ist, die Hemmschwelle nahe Null gesetzt.

    Grenzüberschreitende Verfolgungen und Verhaftungen sowie die Observation der Bevölkerung auch Präventiv ist durch Zivilbeamte zwar ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht und eine Behörde wie die Gestapo oder Stasi ohne weiteres Denkbar, aber all das Belegt das Vorkehrungen getroffen wurden um Kritik oder Widerstand gegen die aktuelle Politik schon im Keim ersticken zu lassen, siehe dazu auch die EU-Verfassung.

    Die Vorratsdatenspeicherung schon 2005 beschlossen, zwingt die einzelnen EU Staaten schon längst die Kommunikations und Verbindungsdaten mindestens 6 bis 24 Monate zu speichern, aber worauf ich eigentlich hinaus möchte ist Europäisierung des Strafrechts, der in Artikel 50 der EU-Grundrechtscharta und des Artikels 54 im Schengener Durchführungsübereinkommens (SDÜ)
    Hat der Europäische Gerichtshof die Tragweite dieses Verbots der Doppelbestrafung erheblich gestärkt, wenn ein Strafverfahren durch die Staatsanwaltschaft eingestellt wurde oder das Verfahren durch Weisungen und Auflagen zu einer Einstellung führt, kann kein zweites Verfahren wegen dieser Straftat in einem anderen EU Land geführt oder eröffnet werden.

    Die Bankster sind damit fein raus und die haben wirklich an alles gedacht!!

  4. Andreas Czarny sagt:

    Nee, klar: “Geld allein ist kein Glücksbringer” deswegen sind die Lohnsenkungen in Südeuropa wohl für das Glück der Menschen unbedeutend. Schönes Wetter in Spanien sollte genügen. Solche Hohlköpfe regieren uns in die Armut und Arbeitslosigkeit.

    • Uhupardo sagt:

      Ganz so ist es wieder nicht, wenn Sie sich die Sendung anschauen. „Kein Geld ist ein Unglücksbringer“, lautet es da inhaltlich in etwa, während Geld allein kein Glücksbringer ist, wenn man es nicht über den Verwendungszweck erreicht. So falsch ist das nicht.

      • Andreas Czarny sagt:

        Richtig, ich bin auf diese Worthülse reingefallen. Mehr Geld macht nicht glücklicher, mehr Geld macht zufriedener.
        Wissenschaftliche Analyse wird hier kurz vorgestellt:
        Mehr Geld macht doch glücklicher

        Nach einer Studie sind Einkommen und Zufriedenheit oder Glück linear (Es ist keine Gerade, sondern eine Kurve) verbunden, eine Schwelle, wie oft behauptet wird, sei nicht festzustellen.

        Es ist eine schöne Geschichte, wenn es gerne heißt, Geld mache nicht glücklich. Beruhigend wird versichert, dass es den Reichen auch nicht besser geht, weil man Glück nicht kaufen kann, oder zumindest, dass ab einem mäßigen Wohlstand die Lebenszufriedenheit nicht weiter wächst, was man auch das Easterlin-Paradox nennt. Auch Wirtschaftswachstum, der für mehr Wohlstand in einer Gesellschaft – BIP pro Kopf – sorgt, mache die Menschen nicht zufriedener, wird behauptet. Sybillinisch kam eine globale Umfrage zu dem Ergebnis, dass mehr Geld zwar zufriedener, aber nicht glücklicher mache, wenn Die Menschheit sagt, ob Geld glücklich macht.

  5. Andreas Czarny sagt:

    Wunderbares Gespräch:
    Junker “ Weil ich wußte was zu tun ist, Nein, ich wußte nich,t was im Detail was zu tun ist, ich wußte, dass etwas passieren muß.“ Ein Politiker wie er leibt und lebt, nichts wissen aber etwas tun müssen. So haben die EU-Politiker gehandelt: Einfache Rezepte zur Lösung einer Währungskrise mit 10-jährigem Vorlauf gesucht! Wer am lautesten seine Lösung angepriesen hat, dem haben sie geglaubt.
    Das konnte nicht gut gehen, jetzt wissen die Letzten warum.

  6. lazarus09 sagt:

    Dann mal eine Runde Mitleid für Herrn Juncker .Tja so ist’s eben in einer Welt, die den Besitzenden deren Kapital und Rendite streben untertan ist, regiert von Kommissaren und von so genannten Volksvertretern, Sockenpuppen des Kapitals mit Gesetzen, die von Lobbyisten der Profiteure geschrieben werden.
    Und zur Ablenkung gibt dann Konsumklima-Propaganda und Kaufrausch-Jubelmeldungen. Alles so gewollt😉 denn sonst hätte man es gleich anders gemacht …

  7. Johannes Eber sagt:

    Den Lebensstandard von Juncker und der ganzen Politiker- sowie Industriellen-Bagage sollte man auf Hartz 4-Niveau absenken, die würden nicht ein Vierteljahr physisch überleben. Dann könnte diese Bagage einmal neue Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln.

    • Hää häää häää Johanes Eber
      Nicht nur diese Bagage hätte neue Erfahrungen und Erkenntnisse in ihrem Leben zu erkunden auch wir🙂 hätten neues Anschauens-wertes- Material.
      Ich frage mich nur ob wir deren jämmerliches Gejammer ertragen könnten.

  8. Joachim Lang sagt:

    Ich finde, der Uhu verweist ganz zu Recht auf den „Wer ist Schuld an der Krise“ Text. Was nützt es, irgendwelche Personen oder Personengruppen ins Visier zu nehmen und ihnen die Verantwortung an der Krise zuzuschieben. Da können wir ebenso selbst in den Spiegel schauen. Wer ohne Makel ist, der werfe den ersten Stein (oder so ähnlich). Nein, der Fehler liegt perfiderweise im System selbst.

    Deshalb fand ich es gut, dass es ein philosophisches Gespräch war, und kein politisches, Und wenn da von Versündigung geredet wird und von Kardinaltugenden und Vorbildfunktion, dann reagiere ich darauf nicht mit Argwohn, nur weil diese Worte aus dem Munde von jemand anscheinend „Mächtigen“ kommen. Nein, ganz und gar nicht. So wird das Werte-Bewusstsein in jedem von uns sanft massiert, und ich finde, das ist schon mal ein guter Ansatz. Denn das sollte Grundlage jeden politischen Handelns sein.

    Und wenn das über ein Mainstream-Medium vermittelt wird, umso besser.

    • Uhupardo sagt:

      Das sehen wir ganz ähnlich, Joachim Lang.

      Mehr noch: Es ist einerseits sehr gut, dass Mainstream-Medien endlich kritisch wahrgenommen werden. Doch andererseits schlägt in letzter Zeit sehr nervig oft das Pendel zurück: Da wird gar nicht mehr geprüft, analysiert und mal eine Sekunde die Luft angehalten, bevor der Kommentar kommt – ist Mainstreammedium, ist Politiker, also alles Dreck. Eine Religion (die des „es stimmt, weil ich es im TV gesehen oder in derZeitung gelesen habe“) wird nahtlos abgelöst durch die andere (stand in der Dings-Zeitung, lief im Staatsfernsehen, also verlogener Müll).

      Wir beschäftigen uns mit Inhalten und werden das auch weiterhin so halten („Programm, Programm, Programm“), egal wo was erschienen ist und zugegebenermassen nimmt das Augenrollen hier in letzter Zeit zu, wenn wieder mal jemand meint, ein Thema mit „Mainstream-Dreck“ erledigen zu können. Darf er, soll sich aber nicht beschweren, wenn es als „gewogen und zu leicht befunden“ ohne Reflex bleibt.

      • lazarus09 sagt:

        Die Gesichter des Problems lassen sich auf den Listen der “ Reichsten “ ( egal welchen Landes ) ansehen . Es sind nicht Politiker oder Bankster denn die sind wie wir alle wissen austauschbar.

        Enttäuschend einzig die Haltung des Stimmviehs, das, solange nicht betroffen, munter auf die Opfer asozialer kapitalfreundlicher Politik einprügelt. Leider muss manch einer nach jahrelangem „Aufklären“ feststellen, dass dass Gebirge von Ignoranz und Untertanenmentalität zu groß zu sein scheint für den steten Tropfen.

    • Andreas Czarny sagt:

      Es liegen seit Jahren, gar seit Jahrzehnten Vorschläge, wie man die Welt ohne Wettkampf der Nationen, ohne Währungsspekulationen, ohne Spekulationen mit Nahrungsmittel einrichten sollte. Nur tun die Verantwortlichen nichts daraus, sie handeln wie Herr Junker, „ich weiß, daß ich nichts weiß, also muß ich irgend etwas tun“. So war es doch im Fall Griechenland: die Staatsschulden waren den Rettern zu hoch, draufgehauen – heute sind die Schulden noch höher, der Zypern hatte zu viele Banken – draufgehauen- Banken sind platt, die Wirtschaft am Boden und es bleiben verzweifelte Menschen; Spanien hatte zu viele Arbeitslose und Immobilienblase – draufgehauen- na bitte, jetzt haben sie noch mehr Obdachlose und Arbeitslosigkeit. Überall findet man etwas zum Draufhauen, nur die Probleme werden so nicht gelöst.
      Jetzt wollen sie den Wettkampf der Nationen noch verschärfen, obwohl halb Europa vor dem Abgrund steht.
      Portugal hat 17,7% Arbeitslosigkeit, was ist die Lösung? Die Arbeitszeit wird von 35 Stunden auf 40 Stunden/Woche erhöht – bei sinkenden Umsätzen der Betriebe(!). Nichts gegen längere Arbeitszeit, aber nicht in der Rezession! Das bringt nur noch mehr Arbeitslosigkeit und Armut, die Arbeitszeit kann man doch erhöhen wenn die Wirtschaft wieder läuft.
      Es sind Menschen am Werk, die ihre asoziale Agenda vorantreiben wollen, koste es, was es wolle. An echte Probleme trauen sie doch nicht heran. Auf die Schwachen, auf die Schuldner draufhauen, das kostet nichts, keine Zeit wird zum Nachdenken verschwendet. Der Sturm wird sich ja irgendwann auflösen und die Sonne scheint. Auf welches Elend wird sie wohl scheinen?
      Und Spanien? Es hätte doch gar nicht so viele Zwangsräumungen geben dürfen.
      „Luxemburg/Madrid – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das spanische Verfahren zur Zwangsräumung von Wohnungen für illegal erklärt. Nach einer Entscheidung der Richter verstößt die nationale Gesetzgebung des Landes gegen den im EU-Recht verankerten Verbraucherschutz.“
      Jetzt sagen Sie, ob alle Obdachlosen Spanier schuld daran sind, daß die Politiker rechtswidrige Gesetzte erlassen haben.

      • Uhupardo sagt:

        „Portugal hat 17,7% Arbeitslosigkeit, was ist die Lösung? Die Arbeitszeit wird von 35 Stunden auf 40 Stunden/Woche erhöht – bei sinkenden Umsätzen der Betriebe(!)“

        Nur eine Anm.: Erhöht wurde die Arbeitszeit der Beamten von 35 auf 40 Std., nicht die der Betriebe (die beträgt sowieso 40 Std.).

        • Andreas Czarny sagt:

          Tatsächlich, mein Fehler, die Arbeitszeit der Beamten wurde erhöht und gleichzeitig:
          30.000 Stellen im Staatsdienst fallen weg- mehr als im größeren Griechenland.
          Das Renteneintrittsalter wird auf 66 Jahre angehoben.
          Die Rentner werden über eine Sonderabgabe belastet.
          Dafür bekommt Portugal 2,1 Milliarden Hilfe aus dem Rettungsfonds ESM. Portugal muß als Gegenleistung 4,8 Mrd. Euro einsparen.

    • Hallo Joachim Lang…… perfides System….

      bedingt durch Widerspruche des Selben, da haben Sie recht.

      Aber ich bitte Sie und auch die Moderation, wahr zu nehmen, das dieses eine Erkenntnis ist die mehr als 100-Jahre auf dem Buckel hat.

      Dieses System hat Schulen das ist nun einmal Fakt und an den selbigen könnten Erkenntnisse weitergegeben und weiter geführt werden.Und bei Leibe nicht nur diese.

      Dafür bedarf es nun wirklich keiner Moral philosophischer Streicheileinheiten blä blä
      per TV. So wird das niemals was.

      Der Hammer ist dafür da, das er den Nagel auf den Kopf trifft und nicht um die Wand zu ruinieren.

  9. dank sagt:

    Es ist schon ein wenig überraschend, wie viel mehr Klartext nun langsam gesprochen wird, scheibchenweise – was im Web seit Jahren diskutiert wird.
    Wird Zeit dieses nervige Internetz mal ein wenig einzuschränken…
    Und so sucht jeder den Schuldigen für die eigene Schuldigkeit.

    OT, weil so schön:
    Die Einheitspartei spricht mit gespaltener Zunge (also widerspricht sich – und das nur aus Berechnung, wie immer):
    „Merkel-Gerede hat Anti-Euro-Partei hervorgerufen“

    Wie putzig.

    • Andreas Czarny sagt:

      „An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen

      Der Euro war eine große Chance für Europa. Deutschland hat diese Chance jedoch nie begriffen. Ideologische Scheuklappen haben die Gemeinschaftswährung in eine tiefe Krise manövriert. Ohne eine 180°-Wende wird das Unternehmen „Eurorettung“ scheitern. Leider muss man sich jedoch auch eingestehen, dass es momentan keine Anzeichen für eine solche Wende gibt. Nun könnte nur noch eine europäische Palastrevolution den Euro retten. Vielleicht ist es jedoch dafür jedoch zu spät. Realistisch betrachtet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Euro die nächsten Jahre überlebt, nicht sonderlich groß. Da der politische und volkswirtschaftliche Schaden eines Euro-Zusammenbruchs epochal sein wird, brauchen wir nun eine konstruktive Debatte, wie ein Exit-Szenario aussehen könnte. Wer sich dieser Debatte verweigert, treibt die Menschen – gewollt oder ungewollt – in die Arme von neoliberalen Populisten, wie der Alternative für Deutschland.“
      Wenn das die Zukunft sein sollte, dann gut Nacht.
      [audio src="http://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/130514_Euro-Exit_NDS.mp3" /]

      • Uhupardo sagt:

        „Da der politische und volkswirtschaftliche Schaden eines Euro-Zusammenbruchs epochal sein wird, brauchen wir nun eine konstruktive Debatte, wie ein Exit-Szenario aussehen könnte.“

        … womit das nächste Scheingefecht eröffnet ist – eins, dass Tante Elli und Onkel Willi gerade noch fassen können.

        Den angesprochenen Zusammenbruch gibt es mit und ohne Euro, weil er systemisch schon immer unausweichlich war. Die Auf- und Abwertbarkeit der Währungen hätte es noch ein bisschen länger hinaus gezögert, mehr nicht. Wer sich also auf ein „Exit-Szenario“ am Ende des Euro kaprizieren und seine gesamte Kraft darauf konzentrieren will, hat die Gesamtlage nicht einmal im Ansatz verstanden.

        Es braucht viel mehr als das, um aus dem Loch herauszukommen. Vielleicht sollte man diesen Link weltweit rot an den Himmel sprühen und jedem an die Haustür meisseln, denn sonst …
        https://uhupardo.wordpress.com/2012/07/13/wer-ist-schuld-an-der-krise/

        • Andreas Czarny sagt:

          Sicher, el conocimiento nos hace responsables, nur darum habe ich den Euro-Niedergang angesprochen. Die Zukunft ist nicht vorausbestimmt, Seamos realistas y hagamos lo imposible.

          Informativ fand ich auch das:

          Die Eurokrise geht ins dritte Jahr und die immer aussichtslosere Entwicklung hat mittlerweile den Optimismus verdrängt. Man muss leider konstatieren, dass Deutschlands politische und ökonomische Eliten auf ganzer Ebene versagt und aufgrund ihrer ignoranten Borniertheit den europäischen Traum zu Grabe tragen. Sollte die Politik die Verantwortung der Stunde nicht erkennen, steht dem Kontinent eine düstere Periode bevor. Die Geschichte kennt keine Wiedergutmachung, die Weichen für unsere und die europäische Zukunft werden heute gestellt. Es sind jedoch nicht wir, die die Weichen stellen, sondern es sind genau die Eliten, die uns seit Jahrzehnten mit ihren ideologischen Scheuklappen auf diesen Irrweg geführt haben. Anscheinend sind wir dazu verdammt, sehenden Auges ins Verderben zu laufen. Es ist allerhöchste Zeit für einen Weckruf, der aber wahrscheinlich ungehört bleiben wird.

          http://www.nachdenkseiten.de/?p=14247

    • Hallo dank ……
      „überraschend, wie viel mehr Klartext nun langsam gesprochen wird, scheibchenweise“…

      Meine bisherigen! wie auch dieser Beitrag waren/ist genau aus dem gegenteiligen Grund verfasst!
      Es geht eben leider nicht um eine mir erkennbare Form von Klartext die der TV Beitrag von Precht-Junker scheinbar offeriert.
      Der tendenzielle Fall der Profitrate ist erklärbar, wie auch der weitere Verlauf unserer/der Geschichte seither!. Dieser historische Verlauf ist systemisch erklärbar.
      Und genau dass ist eben der Irrsinn an dem TV-Beitrag.
      Dafür bedarf es eben keinerlei moralischer Junkerschen Erklärungsnöten!.
      Der sich damit wohlig ein saut, wohl in der Hoffnung lebend, genug andere moralische Sauen zu finden die ihm zujubeln .
      Was bitte frage ich Sie sollte Moral für eine messbare Größe seit den 1980-Jahren haben? Auf die wir uns geeinigt hätten, habe ich etwas verpasst? Die damaligen Vorgänge waren politisch akzeptierte wie von der selben Klasse forcierte Vorgänge.
      ———————————–
      Die bürgerliche Revolution seinerzeit war ein „Befreiungsakt“ vom Korsett der damals wohl überwiegend herrschenden monarchischen Zustände die um ihr ständisches Überleben kämpften.
      Ich will dabei nicht übersehen das es auch interessierte Menschen unter den Monarchen gab, die begierig neues Gedankengut schützten und in sich aufnahmen.
      Aber wohl nicht gedanklich geboren aus dem moralischen Dünkel der vor Ihrer Zeit herrschte.
      Nein eben nicht.
      An welchem Punkt in unserem System sind wir mittlerweile angekommen? „unsere“ Errungenschaften werden zunehmend zurückgedrängt. Es gab erst kürzlich ein Beitrag von Uhupardo, der ein Demo-Schild einer spanischen Frau die für ihr selbstbestimmtes Recht zur Abtreibung eintrat und ins deutsche übersetzte.

      Ich kann genau so wenig wie die mir unbekannte spanische Frau erkennen das es hier um „scheibchenweise Klartext “ geht im Sinne einer Weiterentwicklung.
      Nein das Gegenteil ist der vorliegende Fall ansonsten wäre eine Demo so überflüssig wie ein Kropf.
      Eine moralische „TV-Instanz“ von Junker/Precht haben wir wirklich nicht nötig.

  10. wolfswurt sagt:

    Systemzusammenbruch und EURO-Zusammenbruch wird das Volk ohne epochalen Schaden ganz locker überwinden.
    Die mit dieser Angstkeule des Zusammenbruchs und der Katastrophe schwingen sind es, die ihren nichtsnutzigen Lebenstil verlieren werden.
    Und dieser drohende Verlust führt zu inszenierten medialen Angstgeschrei, welches leider von zu vielen arbeitssamen und fähigen aber geistigen Narren munter weiterverbreitet wird.

    Kriege und Naturkatastrophen schlimmsten Ausmaßes wurden seit Menschengedenken überwunden und der Verlust des EURO´s soll das Ende der „Welt“ bedeuten?

    Diese Aussage spiegelt den Geisteszustand ihrer Verkünder wider.

  11. dank sagt:

    Das Volk – ja ja, das wirds überwinden.
    Für meinen Teil beschränkt sich die Sicht aber zuerst einmal auf Individuen. Beim Zerfall des Römischen Reichs haben es die Völker auch „überlebt“ – was aber ist mit den millionen Einzelschicksalen? Es folgt in der Werbepause zum nächsten System(zusammenbruch):
    (Sozial-)Darwinismus…

    Ach so ja und die mit „ihrem nichtsnutzigen Lebenstil“ werden auch im Falle des Resets, Neustarts – Neuordnung oder was auch immer, weiterhin schön oben schwimmen.
    War vor 2000 (und dazwischen) Jahren kaum anders.

    Nein – sicherlich nicht das Ende der Welt, nur das Ende der Welt, wie wir sie kennen und Veränderungen erzeugen vielfach einfach Angst.

    • Hallo dank ….die Sache mit den Einzelschicksalen! dem Darwin und der Angst.

      An der Stelle will ich mal den Link, den ansonsten die Moderation setzt, einbringen.

      https://uhupardo.wordpress.com/2012/07/13/wer-ist-schuld-an-der-krise/

      Ich schreibe es mal so: Die blässlichen Jammerlappen, die es jetzt mit der Angst zu tun bekommen, haben zum Teil je nach Alter, sich im wie mit dem System wohlig eingesaut.
      Sie haben sich keinen Kopf gemacht, wie das ganze System aufgebaut ist, einige sind wohl immer noch zu faul dazu und welche Konsequenzen das System auf Grund seiner systemischen Inhalte nach sich ziehen musste.

      Ich wundere mich wirklich über unsere Geschichtsschreibung.
      Ich kann mir wirklich nicht erklären, dass die Speermenschen angeblich ca. 2000-Jahre lang, immer mal wieder die Welt in Atem hielten.
      Und nach einer kurzen Zuchtphase von 68-Jahren schon „ausgestorben“ sind.

      Angst hinten Angst vorne, wer nicht kämpft hat schon verloren.
      Sie dank sind noch da, ich auch, also machen wir des Beste daraus, absiffen im Weltschmerz gehört nicht gerade zu unseren wichtigsten Tugenden.

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