Brennpunkt „Gluthitze“: Ihr seid so niedlich!

hitze

Wenn die ARD einen „Brennpunkt“ ins Programm schiebt, ist wirklich Wichtiges passiert. Aufstände, Katastrophen, Terrorismus – mindestens. Wenn das auch noch am Sonntag passiert und damit der heilige Tatort verschoben werden muss, dann ist eiliges Weltgeschehen passiert, dann ist Historisches angesagt.

Und wie lautet der Titel des heutigen ARD-Brennpunkts? – „Gluthitze über Deutschland“

Nicht einmal 40 Grad. Ihr seid so niedlich, Pinguine!
Weicheier! Bergaufbremser! 🙂

Lamin versteht Europa nicht

arbeitsmarkt

Lamin ist 31 Jahre alt. Der grosse und ein bisschen schlaksige junge Mann hat es geschafft. Vor drei Jahren hatte er in seinem armen afrikanischen Land allen Mut zusammen genommen, sich Geld geliehen und ein kleines Restaurant unweit der grossen Touristenhotels eröffnet. Mit der Mischung zwischen einheimischer und internationaler Küche hatte er Erfolg, verdiente gutes Geld damit.

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Ich kann mir aussuchen, wie es mir geht

J.J.Cale

Gesund, genug zu essen, eine gute Flasche Wein im Keller. Es geht mir hervorragend, kaum besser möglich.

Heute ist derjenige mit 74 Jahren gestorben, der mich seit Jahrzehnten begleitet. Ganz dicht an mir, immer präsent, ein enorm wichtiges Stück meiner Welt: J.J.Cale. Von allen Musikern dieses Planeten der weitaus wichtigste, mit grossem Abstand. Schlimmer konnte es kaum kommen. Seine Musik bleibt, aber er ist nicht mehr da. Es geht mir schlecht heute, wirklich sehr schlecht.

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„Gibt es denn niemanden, der die Ministerin vergewaltigt?“

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Die italienische Ministerin für Integration, Cécile Kyenge (48), sagt nicht selten „Ich bin nicht farbig, ich bin Negerin“. Ihre Ernennung am 28. April, ebenso wie ihr Eintreten für die Rechte von Immigranten, erzürnen die Lega Norte, die xenophobische Partei, die Berlusconis Regierung unterstützt hatte. Hielten sich die Beleidigungen gegenüber der Ministerin bisher gerade noch im Rahmen, geht es jetzt voll zur Sache.

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Merkels Regierung stellt sich an die Spitze des EU-internen Xenophobie-Vortrags

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Zeitgeist meint: Keine Zeit mehr für Geist.  Werte haben sich erledigt.  Ich tue, was ich will. Konsequent.  Und ich sage es dir so auch. Konsequent, rücksichts- und respektlos.  Weil es mir inzwischen egal ist, was du davon hältst.  Werd´ damit fertig, wie du kannst.  Dein Problem.

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Gute Nachrichten: Die Verbraucher sind verunsichert

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Die Verbraucher sind verunsichert. Das wurde endlich Zeit, möchte man rufen! Die Häufung von Bank-Skandalen und Falschberatungen besorgt die Verbraucher ebenso sehr wie die aufeinander folgenden Lebensmittelskandale, wie eine heute veröffentlichte Umfrage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) zeigt.

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Unheimliche Geschäfte

Ob Liborzins, Spekulation mit Nahrungsmitteln oder Emissionszertifikate – immer noch wird in solch einem Beitrag von „Geldinstitut“ geredet. Und immer noch wird gefragt, ob der Deutschen Bank „ihr Profitstreben wichtiger war als ihr guter Ruf“ oder ob der Geldladen vielleicht seine Bilanz gefälscht hat. Als hätten sich solche Dinge nicht längst von selbst beantwortet.

„Was ist los mit der einst so angesehenen und stolzen Bank?“, lautet die Frage im gestrigen ZDF-Programm „Unheimliche Geschäfte“. Die Antwort: Nichts Besonderes! Zumindest nichts, was mit dieser und jeder anderen Bank nicht immer schon los war. Was sich jetzt ändert – zu langsam, zu wenig – ist die Sichtweise auf die Banken, die noch nie etwas anderes waren als Geldläden, die verkaufen und Gewinne machen wollen wie jedes andere Unternehmen auch.

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Bedrückendes Zeitzeugnis: „Ich war Gefängniswärter im Irak!“

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Mitte März wurde ein Video veröffentlicht, das zeigte, wie spanische Soldaten zwei iranische Gefangene in der Basis von Diwaniya mit Fusstritten traktierten. Die Erzählung des Soldaten Carlos (fiktiver Name eines jungen Spaniers, der von August bis Dezember 2003 im Irak stationiert war) sagt nicht direkt etwas aus über dieses Geschehnis, erklärt aber den psychologischen Hintergrund: eine Mischung aus Anspannung, schlechter Vorbereitung, falsch verstandener Kamaraderie und dem Gefühl eigener Hilflosigkeit. Sein Bericht ist ein bedrückendes Zeitzeugnis.

Ich kam Ende 2001 zur Armee, noch unter dem fürchterlichen Eindruck der Geschehnisse des 11. September. Ich war gerade 20 geworden und hatte keinen Zweifel darüber, dass die Muslime unsere Feinde waren und der Westen der Hort der Zivilisation und der Kultur. Als man mich fragte, zu welcher Einheit ich wollte, bat ich darum, in erster Frontlinie zu sein, falls es zum Konflikt kommen sollte. Ich kam dann zur schnellen Eingreiftruppe FAR. Das wurde als Elite-Einheit angesehen, die psychischen und physischen Anforderungen waren sehr hoch, die Disziplin eisern.

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Georg Schramm ohne Kabarett: „Ein Drittel der Bevölkerung ist denen scheißegal!“

Dumme Reiche versuchen alles, um den Abstand der Wohlhabenden zu den Habenichtsen weitmöglichst zu vergrössern. Schlaue Reiche versuchen eben diesen Abstand nicht zu gross werden zu lassen, damit sie auf der Strasse keinen aufs Maul bekommen. – Wahrheiten sind meist ganz simpel, nur verstehen muss man sie selbst. Georg Schramm redet Klartext, ganz ohne Kabarett.

Eurovision 2013 in Malmö – live Ticker

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Ja, nein, wir lassen es uns auch diesmal nicht nehmen, den weltweit grössten unwichtigsten Musikwettbewerb der Welt so hemmungs- wie respektlos zu kommentieren. Nachdem wir im vergangenen Jahr, erstmals seit Jahrzehnten, den Siegertitel zielsicher vorausgesagt hatten, sind wir jetzt aus Erfahrung kompetent und versuchen es erneut. Sie dürfen uns in den Kommentaren dann erklären, warum das alles kompletter Unsinn ist.

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