Tanken? – Montags!

Montags ist das Benzin am billigsten – und zwar überall in Spanien. Wie mehrere Studien in jüngster Zeit bewiesen haben, sollte man in Spanien unbedingt zum Wochenanfang den Tank füllen.  Hier sehen zum Beispiel die Statistik von vier Tankstellen, die die Madrider Zeitung „ABC“ gerade publiziert hat.  Zwei Wochen lang wurden die Preise notiert. Sie können selbst feststellen, dass am Montag (Lunes) jeweils der Tiefpreis erreicht wird und dann zum Wochenende hin deutlich ansteigt, bevor montags wieder das günstigste Benzin getankt werden kann.

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Eier muss man haben!

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¡Hay que tener cojones! sagt man auch in Spanien, wenn Durchsetzungskraft, Mut und Entschlossenheit verlangt sind.  Wer nicht die nötigen Eier hat, ist bestenfalls ein Weichei. Dabei ist es jedoch unbedingt erforderlich, die richtigen Eier zu haben und am richtigen Platz, wie sich jetzt herausstellt. Wenn es nämlich die vom Hirsch sind und sie auf dem Kopf liegen, ist das ganz falsch und ein böser Shitstorm die Folge. Das erlebt gerade der Tourismusminister der Balearen, Carlos Delgado (Partido Popular), der sich nach einem Jagdausflug in einer ungewöhnlichen Siegerpose fotografieren liess.

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Andalusien will auch fünf Milliarden aus dem Rettungsfond

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Genau 4.906 Millionen sind es, die Andalusien aus den Madrider Töpfen beantragen wird.  Damit sind 14 der 18 Milliarden bereits vergeben, die die spanische Regierung als Finanzierungshilfe für die Autonomien (Länder) vorgesehen hat.  Vorher hatten bereits die Regionen Valencia, Katalonien und Murcia insgesamt knapp neun Milliarden beantragt.   Der Hilfsfond könnte somit bereits leer sein, bevor viele Regionen ihre Anfrage überhaupt bearbeitet haben und einreichen konnten.

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Witz der Woche in Spanien

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„Bloss keine Troika in Madrid – dann müssten wir knallharte Sparauflagen erfüllen!“ – Das ist der Witz der Woche in Spanien, dessen Sinn sich ausserhalb der Landesgrenzen vielleicht nicht sofort erschliesst. Der Hintergrund: Seit Monaten redet Regierungschef Mariano Rajoy davon, man müsse alles tun, damit das Land nicht unter den Rettungsschirm schlüpfen muss, denn sonst kämen die mit den schwarzen Anzügen aus Brüssel und würden Spanien harte Sparauflagen auferlegen. Das Volk begegnet dem inzwischen mit grinsendem Sarkasmus: Noch härtere Sparauflagen als die, die Rajoy längst verkündet hat? Wer sollte denn noch Angst davor haben?

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S&P stuft elf spanische Banken herab … und Rajoy versteht die Welt nicht mehr

Die spanischen Banken könnten nach den französischen Wahlen „gerettet“ – also mit Geld überschüttet – werden, hatten wir vor wenigen Tagen vermutet. Wie es aussieht, läuft es genau darauf hinaus. Heute hat die Rating-Agentur Standard&Poor´s elf spanische Banken herabgestuft, darunter auch die grossen Geldhäuser Santander und BBVA. Um Rajoys konservativer Regierung die Schmach zu ersparen, den Staat „retten“ zu müssen, davon gehen wir weiterhin aus, wird man den Banken Mitte Mai Milliarden schicken und sie unter den „Rettungsschirm“ schlüpfen lassen.

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Spanien ist hochgradig Tsunami gefährdet

Alle Länder werden 2012 ihr Warnsystem in Gang setzen – nur Spanien hat noch nicht einmal begonnen, eines zu entwickeln.

Ein Tsunami in Spanien würde schlimmere Folgen haben als 2004 in Indonesien. Konkret in Cádiz, Almería, Murcia oder auf den Balearen, wo Wellen von mehr als drei Meter Höhe einschlagen können, wie 80 Wissenschaftler aus 40 Ländern am Wochenende im Instituto de Hidráulica Ambiental de la Universidad de Cantabria (IH Cantabria) versicherten.

 

Das jährliche Treffen der Wissenschaftler wurde in diesem Jahr bewusst in Spanien abgehalten, um “der Madrider Regierung endlich bewusst zu machen, welche Gefahr dem Land droht”. Man werde sonst keine Chance auf angemessene Reaktionen haben, wenn der Tsunami kommt.

Forscher Mauricio González vom Instituto de Cantabria versteht die Welt nicht mehr. Es könne doch nicht sein, dass “in unserem Land komplett der politische Wille fehlt, sich auf solch ein Ereignis intensiv vorzubereiten, wenn klar ist, dass Spanien hochgradig Tsunami gefährdet ist, während das alle anderen Staaten das bereits getan haben.”

Alle technischen und wissenschaftlichen Bedingungen seien bereits erfüllt, betonte González. Jetzt müsse man in Madrid endlich wach werden und ein Warnsystem installieren, “denn sonst weiss die Bevölkerung nicht, was zu tun ist, wenn der Tsunami kommt, was in 100 Jahren der Fall sein kann … oder morgen früh!”