Lebensmittelpreise: Der Markt wird es schon regeln

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Auszüge aus einem Text von Heiner Flassbeck, den sie hier komplett lesen können.

„Investmentbanker, Hedgefonds, und andere Spekulanten tun nichts anderes, als die Preise irgend eines Gutes, oder den Preis eines Abkömmlings dieses Gutes, also eines Derivates, so schnell nach oben zu treiben, dass alle Dummköpfe dieser Welt sehr bald überzeugt sind, dass man mit solchen Papieren Geld verdienen kann. Wenn dann die Dummköpfe in die Märkte einsteigen, steigen die smarten Investmentbanker und Hedgefondsmanager aus.

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Spanische Börse verbietet Leerverkäufe bis Ende Oktober

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Spaniens Börse hat heute Leerverkäufe untersagt, ab sofort und für die nächsten drei Monate bis zum 23. Oktober, um die „Volatilität des Marktes“ zu beschränken. Diese Art von Luftpapieren des Kasino-Kapitalismus wird, ähnlich wie die Derivate, besonders gern von Hedge Fonds eingesetzt. Dahinter steht die heutige Äusserung ausgerechnet des spanischen Wirtschaftsministers Luis de Guindos – wohlgemerkt früher Chief Executive Officer von Lehman Brothers in Spanien und Portugal -, man müsse jetzt etwas gegen die „Irrationalität“ und die „extreme Nervosität“ der Märkte tun.

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Kapitalismus pervers: Nokia Verluste steigen – Börsenkurs auch

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Im zweiten Quartal 2012 hat Nokia 1,4 Milliarden Verlust geschrieben. Das ist deutlich mehr als die 1 Milliarde im ersten Quartal und viermal so viel wie vor einem Jahr. Als das finnische Unternehmen diese Zahlen heute bekanntgab, stieg der Nokia-Börsenkurs um 15 Prozent. Hoffnung macht den Anlegern besonders, dass die Firma 10.000 Arbeitsplätze eliminieren will. Zum Beispiel soll der Forschungsstandort Ulm geschlossen werden. Nur eins von vielen Beispielen für „Kapitalismus pervers“, aber ein gutes.

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Chinesen wollen spanisches Stromleitungsnetz kaufen

 

Herrrreinspaziert, der grosse Ausverkauf hat begonnen! Der chinesische Staatskonzern State Gride hat Absichten bekundet, das spanische Stromleitungsnetz zu kaufen. Das Netz gehört Red Eléctrica und dieses Unternehmen wiederum dem Staat (= den Bürgern Spaniens, zumindest theoretisch). Der touristische Ölminister José Manuel Soria, zuständig für Tourismus Industrie kurioserweise, versicherte zwar, keine Kenntnis von dieser Operation zu haben, doch seine Aussagen haben gewöhnlich die Halbwertzeit eines ordinären Erdbeer-Joghurts.

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Alarmstimmung und komplette Hilflosigkeit in Madrid

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Die Risikoprämie bleibt auch an diesem Morgen bei 540 Punkten! Jetzt zeigt sich, dass die gestrigen Ansagen rein gar nichts genützt haben. Die konservative Regierung in Madrid ist in Aufruhr, operative Hektik ersetzt konkrete Pläne und klare Ansagen, Reisen nach Berlin und New York sollen Hilfe bringen, aber niemand weiss wie. Ministerpräsident Mariano Rajoy setzt auf die griechischen Wahlen – und ist nicht einmal sicher, welches Ergebnis er sich wünschen soll. Deutliche Alarmstimmung in Spanien ist jetzt fühlbar und die Hilflosigkeit der Regierung komplett.

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Bisher reine Panikmache: Kein Bankrun in Spanien

Nachdem verschiedene Medien über einen Bankrun in Spanien fabuliert haben, wird es Zeit, die Lage klar und sachlich darzustellen.  Für Meldungen wie „Angst vor dem Crash: Spanier plündern ihre Bankkonten“ gibt es derzeit keine Anhaltspunkte. Das gilt auch für die Sparkassen der kürzlich halb verstaatlichten Bankia-Gruppe. Mag sein, dass sich die Lage kurz- oder mittelfristig verschärft, bisher allerdings herrscht Panikmache in den Schlagzeilen vor.

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Börse stürzt ab auf das Niveau von 2003 – Banken mit den grössten Verlusten

Die spanische Börse stürzte heute auf das Niveau von Oktober 2003 ab. Bei einem Minus von mehr als drei Prozentpunkten riss es vor allem die Banken nach unten. Seit Jahresbeginn verzeichnet der IBEX damit ein Gesamtminus von mehr als 20 Prozent. Die Riskoprämie stieg heute auf 424 Punkte.

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Angst geht um: Europas Börsen stürzen ab

Europaweit rot eingefärbte Börsenbarometer haben den Wochenanfang in so etwas wie einen „kleinen schwarzen Montag“ verwandelt. Die Angst geht um auf dem Kontinent. Angst vor der schwächelnden Wirtschaft in China, vor der Talfahrt der Euro-Zone, vor der politischen Ungewissheit in Frankreich und Holland – alles das zusätzlich zu den Zweifeln gegenüber den Sparmassnahmen, die Brüssel überall verlangt, mündeten in in ein generelles Verkaufsklima, durch das alle europäischen Börsen drastisch Punkte einbüssten.

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Rajoy flüchtet durch die Hintertür des Parlaments vor den Journalisten

 

Wenn der Regierungschef Angst hat, die Fragen der nationalen Presse zu beantworten, muss man tatsächlich Angst vor den Antworten haben. Es gab keine verbale Beruhigungspille von Mariano Rajoy (Partido Popular) heute in der Parlamentssitzung und auch nicht danach. Kein Wort zur abstürzenden Börse, kein Wort zu den steigenden Zinsen für Staatsanleihen, kein Wort zum neuen Sparprogramm in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Nach der Sitzung flüchtete der Regierungschef eiligst durch die Hintertür …

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Kodak kurz vor der Insolvenz

19.000 Mitarbeiter des Foto-Pioniers müssen um ihren Arbeitsplatz bangen. Laut „Wall Street Journal“ bereitet sich der Kodak-Konzern bereits auf die Insolvenz vor. Noch in diesem Monat könnte die US-Markenikone nach dem „Chapter 11“ des Insolvenzrechts Gläubigerschutz beantragen. Die Aktie stürzte im freien Fall auf 47 Cents ab. Die New Yorker Börse droht Kodak mit dem Rauswurf.

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