Unheimliche Geschäfte

Ob Liborzins, Spekulation mit Nahrungsmitteln oder Emissionszertifikate – immer noch wird in solch einem Beitrag von „Geldinstitut“ geredet. Und immer noch wird gefragt, ob der Deutschen Bank „ihr Profitstreben wichtiger war als ihr guter Ruf“ oder ob der Geldladen vielleicht seine Bilanz gefälscht hat. Als hätten sich solche Dinge nicht längst von selbst beantwortet.

„Was ist los mit der einst so angesehenen und stolzen Bank?“, lautet die Frage im gestrigen ZDF-Programm „Unheimliche Geschäfte“. Die Antwort: Nichts Besonderes! Zumindest nichts, was mit dieser und jeder anderen Bank nicht immer schon los war. Was sich jetzt ändert – zu langsam, zu wenig – ist die Sichtweise auf die Banken, die noch nie etwas anderes waren als Geldläden, die verkaufen und Gewinne machen wollen wie jedes andere Unternehmen auch.

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Deutsche Bank will weiterhin mit Nahrungsmitteln zocken

Aller Kritiken zum Trotz will die Deutsche Bank Deutsche Bank auch künftig mit Nahrungsmittel-Spekulationen viel Geld verdienen. Untersuchungen hätten keine stichhaltigen Belege für einen Zusammenhang dieser Geschäfte mit dem Hunger in der Welt erbracht, meint Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen. Oder im Klartext: Die Gewinne in diesem Segment sind so riesig, dass die Deutsche Bank den Image-Schaden in Kauf nimmt. Die Bank hält den Rohstoffhandel für einen Wachstumsmarkt. Da werde richtig Gas gegeben.

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Lebensmittelpreise: Der Markt wird es schon regeln

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Auszüge aus einem Text von Heiner Flassbeck, den sie hier komplett lesen können.

„Investmentbanker, Hedgefonds, und andere Spekulanten tun nichts anderes, als die Preise irgend eines Gutes, oder den Preis eines Abkömmlings dieses Gutes, also eines Derivates, so schnell nach oben zu treiben, dass alle Dummköpfe dieser Welt sehr bald überzeugt sind, dass man mit solchen Papieren Geld verdienen kann. Wenn dann die Dummköpfe in die Märkte einsteigen, steigen die smarten Investmentbanker und Hedgefondsmanager aus.

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Schuldenkrise? – Sind Sie jetzt endlich wach?

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Einer der meistgelesenen Artikel seit Dezember ist dieser hier, den sollten Sie jetzt noch schnell vorher lesen, wenn Sie ihn noch nicht kennen – und bitte erst danach die jetzt folgende Fortsetzung davon. Wir kamen deswegen drauf, weil es gerade in den Leser-Kommentaren ein Gespräch darüber gab, ob 2.200 Euro für einen spanischen Rentner wohl viel oder doch zu viel sein mag.

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Spanische Börse verbietet Leerverkäufe bis Ende Oktober

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Spaniens Börse hat heute Leerverkäufe untersagt, ab sofort und für die nächsten drei Monate bis zum 23. Oktober, um die „Volatilität des Marktes“ zu beschränken. Diese Art von Luftpapieren des Kasino-Kapitalismus wird, ähnlich wie die Derivate, besonders gern von Hedge Fonds eingesetzt. Dahinter steht die heutige Äusserung ausgerechnet des spanischen Wirtschaftsministers Luis de Guindos – wohlgemerkt früher Chief Executive Officer von Lehman Brothers in Spanien und Portugal -, man müsse jetzt etwas gegen die „Irrationalität“ und die „extreme Nervosität“ der Märkte tun.

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Kündigung und Breitseite gegen Goldman Sachs: „Das Ambiente ist vergiftet und destruktiv!“

Es ist wahrlich keine Neuigkeit, dass Goldman Sachs ein Imageproblem hat. Insbesondere seit dem Ausbruch der Finanzkrise setzt es für den „Wächter der Wall Street“ Ohrfeigen von allen Seiten – in den USA und weltweit. Wenn die Attacke aber von innen kommt, mitten aus der eigenen Firma, und dabei als Resonanzkörper die ehrwürdige New York Times benutzt wird, dann dröhnt es deutlich im Gebälk. Das veranlasste die PR-Abteilung, sogar noch vor dem Morgengrauen zu reagieren.

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Euro-Krise? – Gehirn einschalten, das ist doch lächerlich!

Beschränken wir diesmal die Fakten und Zahlen auf ein Minimum, um die Nachricht nicht zu verwässern!

Sie glauben auch, das aktuelle Problem sei eine “Euro-Krise”? Sie glauben auch, Europa müsse nur endlich seine Hausaufgaben machen, dann werde alles gut? Dann hat man Ihnen bereits genug Sand in die Augen gestreut, um das zu erreichen, was unbedingt erreicht werden soll.

Nehmen Sie sich einen Moment, um die folgende Grafik des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu betrachten!

Derivate zu PIB USA

Die kleinen grünen Balken zeigen die Entwicklung des US-Bruttoinlandsproduktes in den vergangen Jahren: Eine konstante, aber im Vergleich nicht nennenswert Steigerung.

Nun betrachten Sie bitte die roten Balken. Dort sehen Sie die Entwicklung der jetzt 600 Billionen faulen Suprime-Derivate, die in Umlauf gebracht worden sind. Zinker-Papiere, Zocker-Zertifikate! Dieses pure Casino-Geld wird gerade gegen die missliebige Konkurrenz in Europa in Stellung gebracht.

Die EU hat etwa 10 Billionen Schulden. Setzen Sie das selbst gegen die 600 Billionen gedruckten Monopoly-Dollar, die von der Wall Street und den britischen Helfershelfern in London in die Welt gesetzt wurden, dann dürfte die Situation ausreichend klar werden.

Wohlgemerkt: Hier ist von den tatsächlichen Schulden der USA noch gar nicht die Rede! Aufgezeigt werden soll allein, wie sehr die Diskussion inzwischen in den Bereich des Kabaretts verschoben worden ist.

Wenn darüber berichtet wird, dass die US-basierten und US-abhängigen Rating-Agenturen Euro-Ländern oder europäischen Banken mit Herabstufung drohen, kann man entweder lachen oder weinen über so viel Verdrehung der Tatsachen.

Europa mag in Schwierigkeiten sein – doch gegen die Monumental-Pleite der USA ist das geradezu ein Treppenwitz der Geschichte. Lassen Sie sich nicht weiter veralbern von willfährigen Helfershelfern, die Ihnen einzureden versuchen, Europa sei das Problem der “Weltfinanzkrise”, während sich die tatsächlich Schuldigen in New York und London vor Lachen auf die Schenkel klopfen, weil sie es tagtäglich fertig bringen, die Aufmerksamkeit von sich abzulenken.

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