Vorsorge für Zyperns Euro-Austritt wird getroffen

cipre12

Die Finanzministerien der Eurozone bereiten sich auf einen eventuellen Austritt Zyperns aus der gemeinsamen Währung vor, was hinter geschlossenen Türen „als wahres Chaos“ beschrieben wird. Das geht aus den Notizen der heutigen Telefonkonferenz hervor, die Reuters veröffentlicht. Es müssten unbedingt sofort Restriktionen beschlossen werden für diesen Fall, wenn am Dienstag die Banken wieder öffnen, um einen massiven Bank-Run zu verhindern. Als Kuriosum darf gelten: Ausgerechnet Zypern war das einzige Land, das nicht an der Konferenz teilnahm.

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Leserfragen (5)

uhu

Ab und zu erreichen uns Leserfragen per Mail. Da die Antworten vielleicht auch andere Uhupardo-Leser interessieren, werden wir ab und zu ein paar veröffentlichen. Da die Autoren der Mails nicht um Veröffentlichungs-Erlaubnis gefragt wurden, lassen wir die Namen weg. Hier also wieder Fragen aus der jüngsten Zeit.

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Zwangsabgabe für Spanien im Gespräch

raj23

Diese Nachricht sollten Sie als das auffassen, was es ist: Ein Hinweis ohne jede offizielle Bestätigung. Wir hatten heute morgen die Gelegenheit, mit einer Quelle zu sprechen, die gewöhnlich und erfahrungsgemäss gut informiert ist über alles, was sich im spanischen Finanzministerium abspielt. Diese Quelle versicherte uns, es werde „aktuell über eine Zwangsabgabe für spanische Konten nach zyprischem Muster diskutiert“. Das widerspricht allem, was die Madrider Regierung derzeit öffentlich von sich gibt.

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Keine einzige „Ja“-Stimme für Zwangsabgabe im Parlament auf Zypern

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Update: Die Abstimmung ist gelaufen – und genau so zu Ende gegangen, wie in diesem Artikel beschrieben!

Soeben hat die Parlamentsdebatte auf Zypern begonnen. Die Regierungspartei wird sich enthalten, alle anderen werden dagegen stimmen: Die Zwangsabgabe wird im zyprischen Parlament vermutlich keine einzige „Ja“-Stimme erhalten. Nach bisher inoffiziellen Angaben ist der Finanzminister heute zurückgetreten. Das ist alles durchaus logisch und war zu erwarten, denn jeder Politiker, der heute die Zwangsabgabe durchwinkt, ist für alle Zeiten klinisch tot. Dann schon lieber verweigern und auf Zwangsrettung setzen.

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Wichtig: Vertrauen der Finanzmärkte – klinisch tot: Vertrauen der Kleinsparer

Während auf Zypern die Menschen immer noch fassunglos vor den Geldautomaten stehen und sich fragen, wie es passieren konnte, das die Eurogruppe nicht einmal die Einlagensicherung von 100.000 Euro respektiert  …

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… ist man in Schweden schon einen Schritt weiter.

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Angst vor dem Bank-Run: Zyperns Banken bleiben auch Dienstag geschlossen

Nach der Volksenteignung bleiben auch am Dienstag die Banken auf Zypern geschlossen, wie soeben bekannt gegegen wurde. Die Angst vor dem Bank-Run der Residenten und Ausländer ist offensichtlich gross. Nach dem Feiertag am Montag hätte den Kunden das „Restgeld“ am Dienstag wieder zur Verfügung stehen sollen, doch die Schalter bleiben auch am Dienstag geschlossen, wie die Zentralbank mitteilt. Ausserdem wurde die Sitzung des Ministerrats verschoben, die für heute geplant war.

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In Spanien steigt die Nervosität der Bankkunden

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Wie nicht anders zu erwarten, wächst die Nervosität heute in Spanien deutlich. Und die Regierung verteilt halbherzige Beruhigungspillen. Jetzt endlich hat auch der Letzte Zweifel daran bekommen, ob sein Geld auf der Bank wirklich sicher ist, nachdem auf Zypern die rote Linie überschritten worden ist. Mariano Rajoys Team dagegen sieht „eine gute Vereinbarung“ für Zypern, die „nicht auf andere Länder extrapolierbar“ sei.

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Bilder eines angeblichen Unfalls: Polizeischiff rammt Flüchtlingsboot

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Schockierende Bilder: Ein Patrouillenboot der Guardia Civil kommt angeprescht und rammt in voller Fahrt ein Flüchtlingsboot vor der Küste der Kanaren-Insel Lanzarote. Das jetzt von Cadena SER veröffentlichte Video widerspricht der offiziellen Version des „Unfalls“ sehr deutlich. Die sieben Toten an diesem Tag waren alles andere als ein Zufall, wie den Bildern zu entnehmen ist.

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Antrag gestellt: Lettland will in den Euro

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Während sich in manchen Ländern die Menschen eher wünschen, sie wären den Euro endlich los, will Lettland jetzt Teil der Gemeinschaftswährung werden. Heute stellte der lettische Finanzminister in Brüssel den offiziellen Antrag und bat die EZB um Einschätzung der „Eurofähigkeit“ des Landes. 2015 oder 2016 soll es dann so weit sein.

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EU beschliesst Job-Garantie für Jugendliche – auch gern unentgeldlich

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Die EU räumt jetzt gründlich auf mit der Jugend-Arbeitslosigkeit in Europa. Endlich! Demnach soll jeder Europäer unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten, nachdem er eine Stelle verloren oder eine Ausbildung beendet hat, ein Angebot für einen Arbeits-, Ausbildungs- oder zumindest für einen Praktikumsplatz bekommen. Jetzt werden alle die vielen jungen Leute, die niemand braucht, dort eingestellt, wo sie wenig oder möglichst gar nichts kosten. Hauptsache weg von der Strasse …

Prakt1
Schuftest du noch oder verdienst du schon?

Natürlich kann die EU in arbeitsmarktpolitischen Belangen nur Empfehlungen aussprechen, aber „mit der Jugendgarantie haben junge Menschen eine wirkliche Chance auf eine bessere Zukunft“, sagt Kommissionschef Jose Manuel Barroso und appellierte an die Staaten, „der Vereinbarung so schnell wie möglich Taten folgen zu lassen“. Die werden nicht zögern, da kann man ganz sicher sein.

Schon heute und ohne die neue „EU-Job-Garantie“ arbeiten immer mehr Menschen gratis „zur Probe“ oder werden mit Pratikumsplätzen als billige Vollzeitkräfte gern genommen. Die neue Regelung dürfte diese Situation noch befördern. Alles unter dem Motto: „Seht ihr, die EU bringt euch unter, macht euch keine Sorgen“. Dass es damit für eine eigene Wohnung wieder nicht reicht, Mami und Papi den Nachwuchs weiterhin unterbringen und finanzieren müssen, wen stört das schon? Irgendwas ist immer. Immerhin bekommt die Wirtschaft so noch billigere Arbeitskräfte. Amazon kann durchatmen. Ist das gar nichts?