Bedrückendes Zeitzeugnis: „Ich war Gefängniswärter im Irak!“

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Mitte März wurde ein Video veröffentlicht, das zeigte, wie spanische Soldaten zwei iranische Gefangene in der Basis von Diwaniya mit Fusstritten traktierten. Die Erzählung des Soldaten Carlos (fiktiver Name eines jungen Spaniers, der von August bis Dezember 2003 im Irak stationiert war) sagt nicht direkt etwas aus über dieses Geschehnis, erklärt aber den psychologischen Hintergrund: eine Mischung aus Anspannung, schlechter Vorbereitung, falsch verstandener Kamaraderie und dem Gefühl eigener Hilflosigkeit. Sein Bericht ist ein bedrückendes Zeitzeugnis.

Ich kam Ende 2001 zur Armee, noch unter dem fürchterlichen Eindruck der Geschehnisse des 11. September. Ich war gerade 20 geworden und hatte keinen Zweifel darüber, dass die Muslime unsere Feinde waren und der Westen der Hort der Zivilisation und der Kultur. Als man mich fragte, zu welcher Einheit ich wollte, bat ich darum, in erster Frontlinie zu sein, falls es zum Konflikt kommen sollte. Ich kam dann zur schnellen Eingreiftruppe FAR. Das wurde als Elite-Einheit angesehen, die psychischen und physischen Anforderungen waren sehr hoch, die Disziplin eisern.

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Richter schickt Ex-Chef der Sparkasse Caja Madrid ins Gefängnis

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Das Gericht hat heute sofortige Untersuchungshaft angeordnet für Miguel Blesa, den Ex-Chef der grossen Caja Madrid. Zudem musste Blesa sofort seinen Pass abgeben, weil Fluchtgefahr bestehe, so der Richter. Die Nichtregierungsorganisation Manos Limpias, die als Nebenkläger in dem Verfahren auftritt, hatte eine Kautionszahlung von drei Millionen Euro gefordert.

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Berlusconi zu einem Jahr Gefängnis verurteilt

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Im sogenannten Unipol-Fall ist Silvio Berlusconi heute Morgen zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Doch das könnte erst der Anfang sein. Zwei weitere Verfahren erwarten den italienischen Politiker in den kommenden Tagen. Am 18. März geht es um den Fall Ruby, Unzucht mit Minderjährigen und Machtmissbrauch. Fünf Tage später geht es um den Fall Mediaset, in dem Steuerhinterziehung angeklagt ist.

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Afghanistan: USA sperren mehr als 200 Kinder als „Kriegsgefangene“ ein

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In der Ära der Beliebigkeit, in der Skandale keine Skandale mehr sind und Handlungen gegen die Menschenwürde als „Aufreger“ in Facebook gerade noch eine Halbwertzeit von 15 Stunden haben, muss man die Nachrichtenticker schon aufmerksam verfolgen, um solche Meldungen nicht zu übersehen, die vor 20 Jahre noch einen weltweiten kollektiven Aufschrei ausgelöst hätten: Die USA haben seit 2008 hunderte von afghanischer Kindern als „Kriegsgefangene“ festgenommen und halten sie in der US-Basis von Baghram gefangen.

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„Wenn es illegal wird, eine Strasse zu überqueren, geht das Land zum Teufel.“

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Manchmal muss man einen einzelnen Baum sehr genau beschreiben, damit der Leser verstehen kann, wie der Wald aussieht. Dieser Baum ist weiblich und heisst Laura Díaz (26). Sie war „zur unpassenden Zeit am unpassenden Ort“, wie sie sagt, und endete 20 Stunden lang in einer übel riechenden schmutzigen Gefängniszelle. Dabei wollte sie diesmal gar nicht zur Demo der Indignados in Madrid. Laura war in einer Disco an diesem Abend und auf dem Weg nach Hause. Was dann passierte, wird sie nie mehr vergessen.

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