Wenn Trolle regieren

schäub1Schäuble fordert Portugal zum Sparen auf. Das ist so unsagbar dämlich, dass es allein deshalb schon ungeheuer provoziert. Solche Kommunikationsbeiträge sind inhaltlich nicht mehr verwertbar, weil sie sich zu allen Grundlagen der Vernunft konträr verhalten. Sie verstoßen gegen die Logik, jede Erfahrung und die Gesetze der Sprache, in denen sie formuliert werden. Dem Troll ist damit Aufmerksamkeit sicher – die der empörten Gegner, die ein Dutzend Anlässe finden, sich zu echauffieren und die derer, welche einfach Freude daran finden, anderen eins auszuwischen. Kaum nötig darauf hinzuweisen, dass Macht und Ohnmacht hier allerdings sehr real sind und die Konsequenzen ebenfalls.

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Griechen und Zyprer sind sauer

In der vergangenen Woche veröffentlichten wir in Übersetzung den in „El País“ publizierten und später „verschwundenen“ Artikel des spanischen Ökonomie-Professors Juan Torres López „Deutschland gegen Europa“, der im Netz hitzige Diskussionen auslöste. Dieser soeben im Griechenland-Blog erschienene zweiteilige Text gehört in denselben Themenkreis und erklärt, warum die Ressentiments gegen die deutsche Regierung täglich überall stärker werden.

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Sparer werden auch ohne Konto-Zugriff in ganz Europa enteignet

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Zyperns Parlament wird vermutlich am Sonntagabend eine Zwangsabgabe auf alle Konto-Beträge ab 100.000 Euro beschliessen – und der Aufschrei ist überall laut und vernehmlich. Das ist um so erstaunlicher, als die Sparer in Europa und den USA jetzt schon seit mehr als zwei Jahren laufend enteignet werden, ohne dass das vernehmlichen Protest ausgelöst hätte. Stichwort: negative Realzinsen.

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Wichtig: Vertrauen der Finanzmärkte – klinisch tot: Vertrauen der Kleinsparer

Während auf Zypern die Menschen immer noch fassunglos vor den Geldautomaten stehen und sich fragen, wie es passieren konnte, das die Eurogruppe nicht einmal die Einlagensicherung von 100.000 Euro respektiert  …

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… ist man in Schweden schon einen Schritt weiter.

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Demokratie muss weg – nur so können ganze Staaten verramscht werden

In Athen wurde die Demokratie geboren, dort soll sie jetzt auch sterben. So wollen es die Finanzeliten. Denn die Verramschung (Privatisierung) ganzer Staaten ist in einer Demokratie nicht möglich. Dazu braucht es eine Diktatur wie damals in Chile unter Pinochet oder wenigstens diktaturähnliche Strukturen, wie sie jetzt in Griechenland, Spanien, Portugal und anderswo aufgebaut werden. Neoliberalismus, und das ist der Treppenwitz, braucht rigide staatliche Strukturen, sonst ist er nicht zu etablieren.


Lassen Sie sich die Aussagen zu Privatisierungen (Bahn, Wasser, Strom) in diesem Video nicht entgehen!

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EU: Neues von Tonio Borg

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Einer der kaputtesten Politiker-Charaktere in Brüssel ist Tonio Borg. Erinnern Sie sich an “Sozialwohnungen für Schwule? Das fehlt uns noch!”? – Genau der ist gemeint: der EU-Kommissar für Gesundheit von der Insel Malta. Jetzt hat er eine neue Erkenntnis abgefeuert: Schuld am Niedergang Griechenlands sind … die Raucher!

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Die Frage ist nicht, ob das Finanzsystem scheitert, sondern wann!

Man kann sich durchaus fragen, welche Art Leute das sind, die erst ein komplettes wirtschaftswissenschaftliches Studium absolvieren und selbst zum Turbokapitalisten werden müssen, um dann erst, viel später, zu begreifen, was wirklich abläuft. Aber bitte: Erkenntnis besser spät als nie. Matthias Weik und Marc Friedrich zu ihrem Buch „Der größte Raubzug der Geschichte“. Die Audio-Qualität ist zwar wirklich lausig, doch die Sendung kann trotzdem vor allem dazu dienen, denen die Situation zu erklären, die immer noch dem Trugschluss unterliegen, dass eine „Rettung“ im aktuellen System möglich ist, wenn man es nur richtig anpackt.

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