So begann es überall: Frankreich herabgestuft von Egan Jones

egan jones

Kommt Ihnen das bekannt vor? – Die kleine Rating-Agentur Egan Jones hat Frankreich soeben herabgestuft! So hat es überall angefangen: Frankreich dürfte durch die Eskalation der europäischen Schuldenkrise stärker unter Druck kommen, heisst es zur Begründung.  Ausgaben zur Stützung taumelnder Banken werden erwartet. Hohe Schulden, anhaltende konjunkturelle Probleme … das Ganze klingt, wie es überall klang. Egan Jones hatte bereits Anfang Dezember den Vorreiter gespielt und Frankreich herabgestuft , weil die Gefahr bestehe, “dass das Land die landeseigenen Banken retten muss”. Standard & Poor´s zog dann im Januar nach und wertete das Land ebenfalls ab. Egan Jones (EGR) ist eine kleine Ratingagentur, geniesst aber aufgrund ihrer Unabhängigkeit jedoch unter Grossinvestoren einen sehr guten Ruf. Ab der Griechenland-Wahl am Wochenende dürfte es spannend werden.

Deutschland von „AAA“auf „AA+“ herabgestuft

Jetzt hat es auch Deutschland erwischt: Wegen der Lasten der Euro-Rettung, die das Land zu tragen hat, seien höhere Arbeitslosigkeit und ansteigende Inflation zu erwarten, konstatierte die US-Rating-Agentur Egan Jones und stufte Deutschland von „AAA“ um eine Note auf „AA+“ herab. Die grossen Ratingagenturen könnten dieser Massnahme bald folgen, wie es kürzlich auch im Fall Frankreich passiert war.

Standard & Poor´s war der Einschätzung der kleineren Ratingagentur Egan Jones im Fall Frankreich mit sechswöchiger Verspätung gefolgt.

Egan Jones hatte Anfang Dezember den Vorreiter gespielt und Frankreich herabgestuft , weil die Gefahr bestehe, „dass das Land die landeseigenen Banken retten muss“. Standard & Poor´s zog dann im Januar nach und wertete das Land ebenfalls ab. Heute war Deutschland dran. Durch die Sparmassnahmen in der Euro-Zone werde die Arbeitslosigkeit steigen, das ständige Geld drucken der EZB sorge für Inflation, begründete die Ratingagentur ihren Schritt.

*
Fitch plant Rundumschlag gegen Euro-Länder