Dijsselbloem setzt auf Bankenzerschlagung und Zwangsabgaben auch in anderen Ländern

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Der Chef der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem setzt auf den „zyprischen Weg“ auch für andere Länder. Durch Zerschlagung von Banken und Zwangsabgaben auf Konten von mehr als 100.000 Euro würden die Steuerzahler davon verschont, die Restrukturierung des Bankenwesens bezahlen zu müssen, so die Begründung. Damit dürften spätestens ab jetzt etliche Alarmlampen glühen bei denjenigen, die mindestens sechsstellige Summen bei vielen Banken parken, ob in Aktien oder Bargeld.

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Kollisionsgefahr: Geisterschiff treibt menschenleer im Atlantik

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Wenn etwas keinen kommerziellen Wert hat, muss man sich nicht mehr darum kümmern. Seit zwei Monaten treibt das menschenleere russische Kreuzfahrtschiff „Lyubow Orlowa“ im Atlantik. Das über einhundert Meter lange Geisterschiff hat keine Positionslampen und eine Kollision könnte ein ökologisches Desaster auslösen, von der Gefahr für die Menschen auf anderen Schiffen einmal ganz abgesehen. Niemand fühlt sich fühlt sich für den schwimmenden Schrotthaufen zuständig.

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Ergebnis Bankenrettung: Risikoprämie und Zinsen schlagen heute sämtliche Rekorde

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Das ist das Ergebnis der Bankenrettung: Spanien erlebt heute einen regelrechten schwarzen Freitag! Die Riskoprämie schlägt sämtliche Rekorde und steigt auf 606 Punkte; die Anleihenzinsen auf 7,257 Prozent. Die Börse stürzt dramatisch ab und verliert mehr als fünf Prozent. Die Comunidad Valencia kündigte ausserdem heute an, unter den staatlichen Rettungsfond schlüpfen zu müssen, um ihren Verpflichtungen überhaupt noch nachkommen zu können. Das Desaster ist damit komplett, während sich die Proteste in ganz Spanien intensivieren. Der nächste Schritt ist jetzt greifbar nah: Es brauchte ein regelrechtes Wunder, wenn Spanien in den nächsten Tagen nicht auch als Staat unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen müsste.

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Plädoyer für den Süden

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Bevor Sie diesen Artikel angehen, sollten Sie bitte unbedingt diesen Text lesen – mit Dank an Oliver Garcia, der uns hier eine Menge Tipparbeit erspart hat. Wenn man sich anschaut, wie die Lage derzeit aussieht, ist es unwahrscheinlich, dass die Situation noch zu regeln ist, zumindest nicht im Sinne eines vereinten Europa. Ganz im Gegenteil werden die Völker immer mehr und erfolgreich gegeneinander aufgehetzt, was jüngst auch in einigen Kommentaren zu Uhupardo-Artikeln zum Ausdruck kam.

Das bringt uns zu der Frage: Ist eine Einigung Europas unter den jetzt gegebenen Bedingungen überhaupt sinnvoll?

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EM 2012: Auf ein Wort, Don Vicente …

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Das sage ich Ihnen jetzt, Señor Del Bosque, damit es später nicht heisst „Wieder einer, der sich nur meldet, wenn etwas schief geht“. Damit die Sache klarer wird, werde ich Ihnen den Vortrag in klar abgegrenzten Teilen halten. Beide sind richtig, widersprechen sich kein bisschen, auch wenn das so klingen könnte. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Keine Frage, welche Nationalmannschaft die Beste ist! Die Frage ist nur noch, wie sehr der Trainer den Erfolg verhindern kann, wenn er sich nur genügend anstrengt.

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Merkel droht mit „Wachstums-Agenda“

Auf dem grossen Kreuzfahrtschiff der EU steht Deutschland in seiner Luxuskabine am Bug und trinkt Champagner. Besonders gut ist die Aussicht übers Meer heute, weil der Bug ungewöhnlich hoch liegt. Das wiederum liegt daran, dass das Heck bereits abgesoffen ist. An der Bugwand des Luxusliners steht in riesigen roten Lettern „Titanic“. Angela scheint jetzt etwas gemerkelt zu haben, denn Europas oberste Spar-Domina schiebt ihrem „unverhandelbaren Fiskalpakt“ nun eine „Wachstums-Agenda“ nach, die sie im Juni von ihren Kollegen absegnen lassen will.

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Märchenhafte Zahlen als Basis für die Griechenland-„Rettung“

 

Die „Rettung“ beruht auf Annahmen, die eher einem Märchen gleichen als einer wirtschaftlichen Analyse. Die Troika aus EU, EZB und IWF träumt sich Griechenland schön und man hat das beklemmende Gefühl: Sie wissen genau, was sie tun! Die Voraussagen über die Wirtschaftsentwicklung in Athen könnten direkt einer neuen „Starwars“-Folge entspringen.

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