Barcelonas Sandro Rosell: Ein Heuchler pfeift im dunklen Wald

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Sein Vorgänger Laporta wollte unbedingt in die Politik. Sandro Rosell äussert diese Absicht nicht. Sollte er aber unbedingt einplanen. Seine Mischung aus Opportunismus, Heuchelei, fehlender persönlicher Integrität und gewollt widersprüchlicher PR würde ihm eine grossartige politische Karriere garantieren. Den Sprung ins Parlament kann man ihm deswegen nur empfehlen – und zwar bevor Katalonien eventuell unabhängig wird und sein FC Barcelona dann natürlich nicht mehr in der spanischen Liga spielt.

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Und jetzt die Zugabe: Godall und Barça-Gate


Bisher unveröffentlichte Aussagen des ehemaligen Vize-Präsidenten des FC Barcelona, Alfons Godall, sind jetzt bekannt geworden. Hier die übersetzte Version:

„Wenn man den Eindruck hat, dass irgendetwas schief läuft, wie unser Präsident letztens gesagt hat, dann muss man sich beschweren, die Sichtweise des Clubs dort anbringen, wo die Dinge entschieden werden. Es nützt nichts, das gegenüber den Medien zu tun, wenn man es nicht dort sagt, wo man es vorbringen muss.

Die Frage ist, warum wir alle den Eindruck haben, dass uns in dieser Saison die Schiedsrichterentscheidungen besonders benachteiligen. Aus diesem Blickwinkel betone ich noch einmal: Es ist sehr wohl möglich, wenn man die Politik Laportas weiter verfolgt hätte, Präsenz zu zeigen und die Stimme des Clubs dort deutlich hörbar zu machen, wo das erforderlich ist, wäre das vielleicht anders gelaufen.

Er (Rosell) ist sich möglicherweise über die Stärke des Clubs nicht bewusst. Da war die Handlungsweise von Laporta viel komplexfreier …“

 

*Lesen Sie dazu auch den vorigen Artikel zur Sache:
Superstar Godall: Barça-Gate offiziell bestätigt

Warum Mourinho 2008 doch nicht Barcelona-Trainer wurde

José Mourinho ist 2008 ganz kurz davor gewesen, einen Trainervertrag beim FC Barcelona zu unterschreiben. Nur ein verweigertes Abendessen war schuld daran, dass die Operation nicht zustande kam und der Portugiese nach Mailand „flüchtete“.

Zu der Zeit hatte Barcelonas Präsident Joan Laporta mit dem Trainer bereits stillschweigend alle Einzelheiten geklärt. Der Vertrag war detailliert ausgehandelt und ausgedruckt, alles fertig zur Unterschrift. Ein ähnlicher Vertrag, wie ihn Mourinho heute in Madrid hat, wenn auch nicht ganz so gut dotiert.

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