News aus der Kristallkugel: Wie es jetzt (nicht) weiter geht …

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Gestern musste sich Griechenland „kompromisslos an die Auflagen halten“, um gerettet zu werden. Heute wird die nächste Milliarden-Tranche nach Athen überwiesen, weil … sie überwiesen wird. Gestern spekulierten deutsche Politiker, hinauf bis zum Wirtschaftsminister, mit dem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Heute ist der Verbleib des Landes in der Währungsunion alternativlos. Gestern musste Athen das Defizit strikt einhalten. Heute bekommt das Land mehr Zeit, um seine Sparziele zu erfüllen. Gestern war gestern, heute ist heute ist heute, und heute ist alles ganz anders als gestern. Wie seit Jahren in dieser Krise. Die Frage ist: Wen interessiert sein Geschwätz von heute morgen auch nicht mehr?

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Tuaregs: „UNO-Intervention in Mali wird ein katastrophaler Fehlschlag!“

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Während der französische Verteidigungsminister Yves Le Drian darauf besteht, die vereinbarte militärische UNO-Intervention im Norden von Mali werde „nicht Monate sondern Wochen“ Vorbereitungszeit brauchen, warnt ein Sprecher der Tuareg vor einem „sicheren Fehlschlag“ und einer „humanitären Katastrophe“. Truppen in diese Region zu schicken, hiesse „Massen-Massaker zu organisieren“, sagte er der algerischen Zeitung „El Watan“. Dennoch ist Frankreich fest entschlossen, die Militäraktion anzuschieben, wenn auch nicht mit eigenen Truppen. Das sei eine „Frage der europäischen Sicherheit“ versicherte der Aussenminister in Paris.

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Mali und Mauretanien: Was passiert da in Westafrika?

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Irgendetwas passiert da gerade in Westafrika, was sich bisher schwer einordnen lässt. Am Freitag hat die UNO auf Betreiben von Frankreich eine militärische Intervention in Mali autorisiert. Dort soll der Norden des Landes, der derzeit von islamistischen Organisationen beherrscht wird, wieder unter die Kontrolle der Regierung gebracht werden. Am Samstag wurde der Präsident des Nachbarlandes Mauretanien, angeblich versehentlich, beschossen, verletzt und musste zur Operation nach Paris geflogen werden. Ob diese beiden Ereignisse inhaltliche miteinander verknüpft sind, kann man bisher nur vermuten.

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Hollande bleibt hart: „Ab 1 Million Euro 75% Steuern – keine Ausnahmen“

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Er hat es wirklich getan! In einer TV-Ansprache hat Frankreichs Regierungschef Hollande heute Abend „keine Ausnahmen“ angekündigt: Bei Einkünften ab 1 Million Euro werden 75 Prozent Steuern fällig. Er gebe sich zwei Jahre, um Frankreich wieder auf die Beine zu stellen, versicherte Holland. Von den einzusparenden 30 Milliarden des heute verkündeten Sparprogramms werde er zehn Milliarden aus den öffentlichen Haushalten (Ministerien) abzweigen – ausser in der Erziehung und Bildung wird praktisch überall ein Teil gestrichen. Weitere zehn Milliarden sollen bei den Unternehmen abgeholt werden, besonders bei den grossen, indem Steuer-Schlupflöcher geschlossen werden sollen. Die restlichen zehn Milliarden kommen von den Reichen des Landes über die 75prozentige Steuer auf alle Gewinne überhalb 1 Million Euro „ohne jede Ausnahme“. Also alles genau wie in Griechenland, Portugal, Italien und Spanien – nur andersherum.

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* Portugal senkt im Handstreich die Löhne aller Bürger des Landes

Real Madrid: Modric Transfer kurz vor dem Aus, Mailand verzichtet auf Kaká

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Luka Modric ist gestern Nachmittag in London gelandet, nachdem der Transfer zu Real Madrid zum wiederholten Male kurz vor dem Aus steht. Dabei sollte er am Freitagnachmittag in Spaniens Hauptstadt offiziell als Neuzugang vorgestellt werden. Doch im Bernabeu hat man die Nase inzwischen gestrichen voll von der Tottenham-Masche, bereits besprochene Summen in letzter Minute doch noch in die Höhe schrauben zu wollen. Nun hat der Spieler selbst die wirklich allerletzte Möglichkeit, einen beinahe gescheiterten Transfer doch noch zu realisieren.

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Finale in Paris – EU plant Finanz-Superministerium

 

Die Europäische Union will auf dem Weg einer Fiskalunion fortschreiten und plant die Einrichtung eines Finanz-Superministeriums, das weitreichende Kompetenzen haben soll, um in die Haushalte derjenigen Länder eingreifen zu können, die zu viele Schulden machen. Das geht aus einem Entwurf hevor, den die Financial Times vorab veröffentlicht und der am Wochenende auf dem Brüsseler Gipfel diskutiert werden soll.

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Angst geht um: Europas Börsen stürzen ab

Europaweit rot eingefärbte Börsenbarometer haben den Wochenanfang in so etwas wie einen „kleinen schwarzen Montag“ verwandelt. Die Angst geht um auf dem Kontinent. Angst vor der schwächelnden Wirtschaft in China, vor der Talfahrt der Euro-Zone, vor der politischen Ungewissheit in Frankreich und Holland – alles das zusätzlich zu den Zweifeln gegenüber den Sparmassnahmen, die Brüssel überall verlangt, mündeten in in ein generelles Verkaufsklima, durch das alle europäischen Börsen drastisch Punkte einbüssten.

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