Update 2: Konservative gewinnen in Griechenland, absolute Mehrheit für Hollande in Frankreich

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In Griechenland ging, wie wir das erwartet hatten, offensichtlich Angst vor Protest. Die konservative Nea Dimokratia liegt in den Hochrechnungen deutlich vor der linken Syriza. Zu diesem Zeitpunkt sind es etwa sechs Prozent Vorsprung. Sie kann deshalb mit dem Bonus von 50 der 300 Sitze rechnen. Währenddessen jubeln die Sozialisten in Frankreich: Hollandes Partei erreichte die absolute Mehrheit bei den Wahlen zur Nationalversammlung und kann nun „durchregieren“. Angela Merkel darf sich ab morgen auf noch deutlichere Ansagen aus dem Nachbarland einstellen.

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Griechen-Frust mündet in Fremdenfeindlichkeit und Extremismus

Das heutige Wahl-Ergebnis in Griechenland spielt keine Rolle – es kann nur schlimmer werden. Die beiden grossen Parteien könnten zusammen gerade noch eine Mehrheit bekommen, doch der Zwachs der radikalen und fremdenfeindlichen Parteien ist so enorm, dass das Panorama in „Athenistan“ morgen früh zwangsläufig düsterer sein wird als heute. Es ist, wie es immer war: Wo es dem Volk schlecht geht, haben die Fremden die Schuld; diejenige, die „hier nicht her gehören“, die „uns alles wegnehmen“. Wahre Polit-Hooligans haben so die Chance auf Einzug ins Parlament.

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Mitten in der Krise tauscht Griechenland den Finanzminister aus

Der massige Evangelos Venizelos ist inzwischen in ganz Europa bekannt. Nun wird der Finanzminister Griechenlands seinen Job zurückgeben. Ausgerechnet mitten in der Krise wird jetzt es einen neuen Verantwortlichen brauchen, weil Evangelos Venizelos neuer PASOK-Parteichef wird. Der Mann, der alle Verhandlungen führte, alle Fäden in der Hand hielt und alle Details kennt, räumt seinen Schreibtisch. Mehr als wahrscheinlich also, dass sich die Reformen in Griechenland weiter verzögern.

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Von wegen Einigung! Griechische Regierung fällt auseinander.

 

Das hatten sie sich so schön gedacht, haben aber nicht mit der Zivilcourage und dem Zusammenhalt der griechischen Bevölkerung gerechnet. Gestern (gestern!) noch hatte man berichtet, es gebe eine Vereinbarung. Regierungschef Lukas Papademos habe sich mit Samaras getroffen und alles sei in trockenen Tüchern. Nach nur 24 Stunden fällt das ganze „Einigungs“-Gebäude wieder zusammen. Das Volk protestiert in den Strassen, Minister treten zurück, die griechische Polizeigewerkschaft will sogar die Troika festnehmen lassen. Griechenland brennt lichterloh – und damit der Euro. Das dürfte erst der Anfang sein von dem, was auch andere europäische Länder bald erwartet.

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